
| Artikel-Nr.: 9783861535386 |
34,90 €
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Die Opposition in der DDR und die deutsche Frage 1989/90 von Andreas H. Apelt War die deutsche Einheit Ziel und Auftrag des politischen Wirkens der Opposition in der DDR oder ging es ihr eher um eine reformierte eigen-ständige Gesellschaft?
Mit Hilfe einer umfangreichen Faktenanalyse aufgrund von Quellenstudien und Zeitzeugenbefragungen räumt der Autor mit zahlreichen Fehlinterpretationen auf. Folgende oppositionellen Gruppen, Vereinigungen und Parteien wer-den näher untersucht: Demokratischer Aufbruch, Demokratie jetzt, Deutsche Soziale Union, Deutsche Forumpartei, Grüne Partei, Initia-tive Frieden und Menschenrechte, Neues Forum, Sozialdemokratische Partei SDP/SPD, Vereinigte Linke.
Für Gespräche und Befragungen standen unter anderen zur Verfügung: Rainer Eppelmann, Martin Gutzeit, Heiko Lietz, Markus Meckel, Ehr-hart Neubert, Günter und Maria Nooke, Gerd und Ulrike Poppe, Jens Reich, Reinhard Schult, Werner Schulz, Tom Sello, Arnold Vaatz, Vera Lengsfeld und Konrad Weiß.
Andreas H. Apelt: 1958 in Luckau (Brandenburg) geboren, Forstfacharbeiterlehre, studierte 1983 bis 1988 Geschichte und Germanistik (Lehramt) an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Oktober 1989 Mitbegründer der Partei Demokratischer Aufbruch (DA), Leiter des Bereiches Presse und Öffentlichkeitsarbeit beim Bundesvorstand, 1990 Landesvorsitzender des DA in Berlin, Arbeitskreisleiter Deutschlandpolitik beim Bundesvorstand; 1991-2006 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin; 1990 Mitgründer und heute Bevollmächtigter der Deutschen Gesellschaft e.V., Verein zur Förderung politischer, kultureller und sozialer Beziehungen in Europa (erster überparteilicher gesamtdeutscher Verein); 2009 Promotion zum Dr. phil. an der Technischen Universität Chemnitz. |
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| Artikel-Nr.: 9783776626698 |
19,99 €
Preis inkl. MwSt. |
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Lesung am 16.11.2011 um 19.00Uhr in der Buchhandlung89.
Stasi-Tochter, Dissidentin, Politikerin: Drei Leben sind es, die Vera Lengsfeld in sich vereint. Als Tochter eines Stasi-Offiziers wird sie ganz im Sinne des SED-Regimes erzogen. Doch früh schleichen sich bei ihr Zweifel am System ein. Als junge Erwachsene zieht sie die Konsequenz und engagiert sich in der Bürgerrechtsbewegung, wofür sie mit Berufsverbot, Verhaftung und letztlich Ausweisung bestraft wird. Nach dem Fall der Mauer kehrt die Dissidentin Lengsfeld in ihre Heimat zurück und startet ihre Karriere als Politikerin und Verfechterin freiheitlicher Demokratie. Umso schmerzlicher trifft sie die Nachricht, dass ausgerechnet ihr Ehemann sie jahrelang bespitzelt haben soll. Eine Biografie voller Brüche - und doch geradlinig.
Vera Lengsfeld, geschiedene Wollenberger, gehörte zu den führenden Figuren der DDR-Bürgerrechtsbewegung. 1952 in Sondershausen/Thüringen geboren, wuchs sie in Ost-Berlin in einem regimekonformen Elternhaus auf. Nach einem Studium der marxistischen Philosophie in Leipzig und Berlin, arbeitete sie seit 1975 an der Akademie der Wissenschaften der DDR und seit 1981 als Lektorin im Verlag "Neues Leben". Von 1975 bis 1983 gehörte sie der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) an. 1981 zählte sie zu den Mitbegründern des Pankower Friedenskreises und des dortigen Ökokreises. Wegen öffentlicher Proteste gegen die Stationierung sowjetischer Atomraketen in der DDR wurde sie 1983 aus der SED ausgeschlossen und erhielt Berufsverbot. In der folgenden Zeit verdiente sie als Imkerin und Übersetzerin ihren Lebensunterhalt. 1985 nahm sie schließlich am Sprachenkonvikt der evangelischen Kirche in der DDR ein Theologiestudium auf. Sie organisierte maßgeblich verschiedene Friedenswerkstätten und Ökoseminare mit und begründete 1987 die Gruppe "Kirche von unten" mit. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) überwachte und verfolgte sie jahrelang in einem Operativen Vorgang. Dabei kam auch ihr damaliger Ehemann Knut Wollenberger zum Einsatz, der als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) für den Staatssicherheitsdienst tätig war. Wegen "versuchter Zusammenrottung" wurde sie im Januar 1988 im Vorfeld einer offiziellen Demonstration für die ermordeten Kommunistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht verhaftet und kam in die Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen. Nach ihrer Verurteilung durch das Stadtbezirksgericht Lichtenberg wurde sie jedoch mit einem befristeten Visum nach England abgeschoben. Im November 1989 kehrte sie in die DDR zurück und trat in die neugegründete Grüne Partei ein. Nach der Enttarnung ihres Ehemanns als Spitzel ließ sie sich scheiden und nahm wieder ihren Mädchennamen an. 1996 trat sie von den Bündnisgrünen zur CDU über. Im selben Jahr beteiligte sie sich an der Gründung des "Bürgerbüros zur Aufarbeitung von Folgeschäden der SED-Diktatur".
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| Artikel-Nr.: Horch & Guck 49 |
4,50 €
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HEFT 49, 01/2005
15 Jahre Herbstrevolution;
15 Jahre Stasi-Unterlagen-Behörde
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| Artikel-Nr.: Horch & Guck HEFT 57, 01/2007 Friedenswerkstatt in Ost-Berlin |
4,50 €
Preis inkl. MwSt. |
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HEFT 57, 01/2007
Friedenswerkstatt in Ost-Berlin
Liebe Leserinnen und Leser,
am 22. Juni 1982 stimmte Honecker dem Vorschlag seines Staatssekretärs für Kirchenfragen zu, Manfred Stolpe die Gelegenheit zu geben, "gegen Eppelmann anzutreten." (Dokument siehe Horch und Guck, Nr. 50, III. US) Die laut SED-Wertung "realistischen Kräfte (Stolpe u. a.)" sollten eine Spielwiese bekommen, um "die Wirksamkeit der negativen Kräfte zurückzudrängen." Gemeint war die erste Friedenswerkstatt in der Ostberliner Erlöserkirche, die jedoch zur wichtigsten Präsentationsform gerade oppositioneller Basisgruppen wurde und somit dem Kalkül der Einheitssozialisten zuwiderlief. 25 Jahre sind inzwischen vergangen. Aus diesem Anlass erinnern in unserem Schwerpunkt damals aktiv Beteiligte an Wirkungen und Konflikte dieser jährlich stattfindenden, halböffentlichen Veranstaltung.
Die Rubrik "Themen" beginnt mit einer Betrachtung, die direkt an das Hauptthema anschließt. Georg Meusel berichtet über den Schöpfungsakt des Aufnähers "Schwerter zu Pflugscharen", staatliche Übergriffe und darauf folgende phantasievolle Reaktionen.
Helmut Müller-Enbergs gibt einen Überblick über Einflussnahmeversuche der HV A auf bundesdeutsche Gewerkschaften mittels willfähriger Funktionäre. Erich Schmidt-Eenboom wirft einen "holzschnittartigen" und streitbaren Blick auf den Umgang bundesdeutscher Geheimdienste mit Parteien und sozialen Bewegungen. Fundiert resümiert Christian Booß die Hintergründe und Interessen im Streit um die Geltung des von der frei gewählten Volkskammer beschlossenen Stasi-Unterlagengesetzes, der 1990 zur zweiten Stasi-Besetzung in Berlin führte.
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| Artikel-Nr.: 9783861532231 |
19,90 €
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Eckard Jesses Sammelband führt zurück in die Geschichte der friedlichen Revolution von 1989/90 und der Bürgerrechtsbewegung in der DDR. Versammelt sind Beiträge von Jens Reich, Konrad Weiß, Marianne Birthler, Günter Nooke, Wolfgang Templin, Markus Meckel, Freya Klier, Ehrhart Neubert, Vera Lengsfeld, Rainer Eppelmann, Edelbert Richter, Ulrike Poppe, Friedrich Schorlemmer und Joachim Gauck. Allesamt prominente Akteure der DDR-Opposition, und zum Teil heute noch in der Politik aktiv. Mit erstaunlicher Offenheit äußern sich die vier Frauen und zehn Männer über ihre Hoffnungen und Enttäuschungen im Herbst '89. Betont werden die neuen Möglichkeiten seit dem Sturz der SED-Diktatur, doch zugleich wird auch das Erreichte problematisiert. Manch einer spürt den Widerspruch zwischen Idee und Wirklichkeit auch heute noch. Die Mehrheit der Bürgerrechtler hatte sich die Vision eines demokratischen Sozialismus bewahrt, und das Ziel der Proteste war eindeutig die Reformierung der DDR. Der Anschluss an die Bundesrepublik war nicht vorgesehen. Nach dem plötzlichen und überraschenden Fall der Mauer entpuppten sich diese Vorstellung als Illusion. In der Bevölkerung wuchs der Wunsch nach einer alsbaldigen Vereinigung, und die Bürgerrechtler mussten einsehen, dass, "war erst einmal die Freiheit erreicht, die Einheit unumgänglich war", so Jesse. Mit der gleichen Offenheit schreiben die Autoren auch über die Situation im geeinten Deutschland. Viel Kritisches kommt dabei zur Sprache, auch Fehler, die im Vereinigungsprozess begangen wurden. Doch ungeachtet aller Ernüchterung sieht heute niemand die deutsche Einheit negativ. "Ostalgie" ist allen fremd. |
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| Artikel-Nr.: 9783549074107 |
19,99 €
Preis inkl. MwSt. |
VeranstaltungenDienstag, 05. Februar 2013, 19:00 Uhr
Ruth Hoffmann, Journalistin aus Hamburg
Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat
Förderverein - Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus e.V.
Nikolaikirchplatz 5-7 10178 Berlin (Nikolaiviertel) Tel.: +49 030 283 432 7 Fax: +49 030 280 971 93 Dass
der Staatssicherheitsdienst der DDR die Menschen in Ostdeutschland
umfassend observierte, kontrollierte und schikanierte, ist bekannt.
Weitgehend unbekannt ist, in welchem Maße das Klima aus Misstrauen,
Angst und Kontrolle auch die eigenen Familien der Stasi-Mitarbeiter
betraf. Die Journalistin Ruth Hoffmann zeigt auf der Grundlage
zahlreicher Interviews und intensiver Recherchen erstmals, wie sich die
beklemmende Atmosphäre der Totalüberwachung auf den Familienalltag der
Stasi-»Hauptamtlichen«, vor allem auf die betroffenen Kinder ausgewirkt
hat. Was wussten, was ahnten diese Kinder von der Tätigkeit ihrer
Eltern? Welche Auswirkungen hatte deren geheime Mission auf das
Familienleben? Wie gingen sie mit der Tatsache um, dass ihr Vater bei
der Stasi war?
Als Zeitzeugin dabei: Vera Lengsfeld
Dass die Stasi der DDR die Menschen in Ostdeutschland umfassend observierte, kontrollierte und schikanierte, ist bekannt. Weitgehend unbekannt ist, in welchem Maße das Klima aus Misstrauen, Angst und Kontrolle auch die eigenen Familien der Stasi-Mitarbeiter betraf. Die Journalistin Ruth Hoffmann zeigt auf der Grundlage zahlreicher Interviews und intensiver Recherchen erstmals, wie sich die beklemmende Atmosphäre der Totalüberwachung auf den Familienalltag der Stasi-»Hauptamtlichen«, vor allem auf die betroffenen Kinder ausgewirkt hat. Was wussten, was ahnten diese Kinder von der Tätigkeit ihrer Eltern? Welche Auswirkungen hatte deren geheime Mission auf das Familienleben? Wie gingen sie mit der Tatsache um, dass ihr Vater bei der Stasi war? Diesen Fragen geht Ruth Hoffmann in ihrem bewegenden Buch nach. Ausführlich kommen Betroffene zu Wort. Dabei wird deutlich, wie nachhaltig diese Kinder von der Stasi-Tätigkeit eines Elternteils oder Familienmitglieds geprägt wurden. Von Verdrängung über den Bruch mit den Eltern bis zu schweren psychischen Störungen reichen die Folgen. Es ist Ruth Hoffmanns Verdienst, dieses leidvolle Thema auf behutsame Weise öffentlich zu machen.
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