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Haft & Verfolgung

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Ab nach Schwedt! Die Geschichte des DDR-Militärstrafvollzugs
Artikel-Nr.: 978-3-86153-638-3
39,90 €

Preis inkl. MwSt.

Rüdiger Wenzke

Ab nach Schwedt! Die Geschichte des DDR-Militärstrafvollzugs

»Ab nach Schwedt!« war eine Drohung, die Angst und Schrecken unter den Soldaten der Nationalen Volksarmee (NVA) auslöste. Der Name der kleinen Stadt an der Oder wurde ab 1968 zum Synonym für das einzige Militärgefängnis der DDR. 1982 entstand daraus die berüchtigte Disziplinareinheit der NVA.

Erstmals liegt nun eine Arbeit vor, die die Geschichte des »Armeeknastes« anhand neuester Forschungsergebnisse wissenschaftlich darstellt. Der Autor beschreibt die Organisation des militärischen Strafvollzugs und gibt einen Einblick in den Alltag der Gefangenen.

Ein umfangreicher Dokumentenanhang und ein Bildteil komplettieren die Studie.

 

Hafterlebnisse eines DDR-Bürgers von Jürgen Brand Teil 2
Artikel-Nr.: 978-3-8442-1834-3
18,50 €

Preis inkl. MwSt.

1975 erster Ausreiseantrag abgegeben.

Nach Bespitzlungen 1976 verhaftet und zu 20 Monaten Zuchthaus verurteilt.

Musste dort viele Monate in Arrest und Einzelhaft verbringen.

Nach Verweigerung der Zwangsarbeit erfolgten immer wieder Bestrafungen.

Es handelt sich um meine Geschichte die ich - Jürgen Brand - in der DDR-Diktatur erlebt habe.

Weil ich damals als einer von ganz wenigen Häftlingen auch in der Haft Widerstand gegen das System leistete unterscheidet sich meine Geschichte von anderen DDR-Opfern die im Gefängnis saßen. Nach der Abgabe meines Ausreiseantrags 1975 im Amt in Magdeburg in der DDR begann die Zersetzung und Bespitzelung meiner Person. Eigentlich wollte ich nur Ausreisen und das jahrelange warten und die ganzen Strafen wollte ich nicht haben.

Stasiverhöre war ich ausgesetzt und ich wurde oft mit Gefängnis bedroht. Bekannte und Freunde waren bereit für den Geheimdienst „Stasi“ gegen mich zu arbeiten indem sie mich bespitzelten und aushorchten. 1976 wurde ich verhaftet und nachdem ich einige Monate in Unter- suchungshaft war, bekam ich 20 Monate Zuchthaus. Ich sollte mit meinen 23 Jahren noch warten und sei dem Staat DDR Verpflichtet. Aber wenn ich mal nach den Westen reisen will sollte ich bis zur Rente warten sagten die Behörden. Da waren die bei mir aber an den Falschen geraten denn ich kuschte nicht. Das ich  bald insgesamt 4 Jahre Unschuldig im Zuchthaus sitzen muss wusste ich da noch nicht.

Die 30 Monate Einzelhaft sollten die Hölle werden und der Staat ging mit Gegnern erbarmungslos um.

Tiere in Menschengestalt: Die Anatomie eines Mythos. Militärstrafvollzug Schwedt
Artikel-Nr.: 9783939832287
18,00 €

Preis inkl. MwSt.

Ein Bericht mit Illustrationen von Paul Brauhnert  

Schwedt, DDR, Bezirk Frankfurt/Oder. 11.1.1983

Mächtig knirscht der Schnee unter den Schaftstiefeln der Militärpolizisten, als sie den 19-jährigen Axis Mundi über das 15 Hektar große Gelände des einzigen Militärgefängnisses der Deutschen Demokratischen Republik führen. Vorbei an hölzernen Baracken und Arrestzellen, umgeben von meterhohen Zäunen und einschüchternden Wachtürmen, führt man den Verurteilten in eine ungewisse Zukunft

Er trifft auf genau das, was man ihm über dieses sagenhafte, schreckliche Militärgefängnis Schwedt erzählt hatte. Schwedt, der große Mythos. Ein Wort voll Angst und Schrecken. Schwedt, das Militärgefängnis. Schwedt: Das sind der Militärstrafvollzug, der Strafarrest und die Disziplinareinheit 2. Wer dorthin sollte oder dahin musste, der hatte in der DDR keine guten Karten. Allein die Nennung des Namens der Stadt konnte zu einem Schauer führen. Viele hätten sich gewünscht, nie dort gelandet zu sein. Paul Brauhnert war unter den Opfern. Allerdings: Er hatte das Glück, bereits nach 3 Monaten dieser speziellen Haft in Schwedt entrinnen zu können. Dennoch musste er damals insgesamt zwei Jahre Haft absitzen. Wegen einer geplanten Flucht. Aber das ist wieder eine ganz eigene Geschichte. Brauhnert schildert uns in diesem Buch in aller Offenheit und Ehrlichkeit, was er als Axis Mundi in den drei Monaten Schwedt erlebte. Das Wissen über die wahren Vorgänge des DDR-Unrechts soll bekanntgemacht werden.

Mehr als 40 Jahre nach der Einberufung jenes „Strafvollzugkommandos Schwedt/Oder“ (1968) wissen wir nicht viel über diese spezielle Militärhaftanstalt.


 

 

 

 

Osthippie. Eine Jugend in Deutschland von Angelika Feustel
Artikel-Nr.: 978-3-86268-333-8
18,00 €

Preis inkl. MwSt.

Im August 1968 besetzt die Rote Armee die Tschechoslowakei

Ihren Einmarsch erlebt die 12-jährige Angelika in einer Kleinstadt in Thüringen mit. Sie wächst in einer roten Familie auf, mit der Zeit merkt sie aber, dass sie in dieser spießigen sozialistischen Enge nicht leben kann. Sie plant sehr viel später, als sie keinen anderen Ausweg sieht, ihre Flucht. Dazu kommt es jedoch nicht, sie wird verhaftet. Als politischer Häftling verbüßt sie eine 18-monatige Haftstrafe im berüchtigten Frauenzuchthaus Hoheneck. Danach wird sie entgegen allen Hoffnungen zurück in die DDR entlassen. Nach hartem Kampf kann sie vier Jahre später ausreisen. Endlich ist sie frei!

Geraubte Kindheit - Russische Jugendliche in deutschen Arbeitslagern
Artikel-Nr.: 9783981197778
7,00 €

Preis inkl. MwSt.

Geraubte Kindheit
Russische Jugendliche in deutschen Arbeitslager

Herausgegeben von Angelika Westphal und Ruth Keseberg-Alt


mit Vorworten von Wolfgang Thierse und Wolfgang Wippermann

Erinnerungen von Kindern und Jugendlichen, die den Zweiten Weltkrieg in deutschen Zwangsarbeitslagern überlebt haben.

Sie alle mussten unvorstellbares Leid und seelische Qualen überstehen. Angst war ihr ständiger Begleiter. Ein halber Liter dünne Suppe und ein Stückchen grob gemahlenes Brot – das war die Tagesration für einen erwachsenen Menschen, die er nicht selten noch mit einem Kind teilen musste. Krankheiten, Hunger, Misshandlungen ... Die Überlebenden kehrten geschunden in die Heimat zurück.  Das Aufschreiben ihrer Erinnerungen hat den Menschen geholfen, das Erlebte zu verarbeiten und sich aus ihrer Sprachlosigkeit zu befreien. Ihr Buch ist 2000 in Russland erschienen. Drei Jahre später sind sie zu einem Besuch nach Berlin gekommen, weil sie das Gespräch zu einer anderen Generation von Deutschen gesucht haben. Daraus entstand der Wunsch, ihre Erinnerungen in deutscher Sprache zu veröffentlichen. Die Caritas-Konferenzen Deutschlands und die Herausgeberinnen haben ihnen diesen Wunsch erfüllt.

Keep smiling, Rose - 1946-1947 313 Tage in der Gewalt des sowjetischen Geheimdienstes NKWD
Artikel-Nr.: 9783000318788
12,50 €

Preis inkl. MwSt.

313 Tage in NKWD Haft unter Anklage auf alliierte Spionage von Rosemarie Stundera Petzold

1946 – 1947 in Potsdam.

Mit dieser Dokumentation möchte ich jetzt und auch nachfolgende Generationen über das politische Unrecht während der stalinistischen Ära aufklären.

Ich will an die grausamen Geschehnisse, die vielen unschuldigen Menschen und auch mir angetan wurden, die ich 43 Jahre nicht ansprechen durfte, an die Verbrechen, die heute in unserem Land noch nicht einmal gebührend anerkannt werden, daran will ich erinnern, ermahnen und teilhaben lassen. Wir, die politischen Opfer des Stalinismus waren Exzessen eines Geheimdienstes ausgesetzt, der mit seinen inhumanen, illegitimen und barbarischen Prozedere in keiner Praktik sich von anderen Geheimdiensten unterschieden hat.

Wer einmal in den Fängen des NKWD festgehalten, wurde physisch und psychisch gebrochen.

Berlin-Moabit - Geschichten aus Europas größtem Kriminalgericht Histoires de Chambres – Criminelles
Artikel-Nr.: 9783981385205
9,90 €

Preis inkl. MwSt.

Berlin-Moabit

Geschichten aus Europas größtem Kriminalgericht
Histoires de Chambres – Criminelles

 

Herausgegeben von Roland Walter

 

Eine Sammlung von Artikeln, die die Autoren als Gerichtsreporter in Berlin für ihre Zeitungen geschrieben haben, dokumentiert den Alltag einer deutschen Großstadt. Berichtet wird über kleine, ernste und weniger ernste, größere und über spektakuläre Begebenheiten in den Sälen des alt-ehrwürdigen Kriminalgerichts Moabit, das im April 2006 seinen 100. Geburtstag feierte. Ein Stück Zeitgeschichte vor und nach dem Fall der Mauer: die mit Spannung erwarteten Auftritte ehemaliger Mitglieder der DDR-Führungsriege, Erich Honecker, der einst gefürchtete Stasi-Minister Erich Mielke, der langjährige Spionagechef Markus Wolf sowie der ehemalige Verteidigungsminister Heinz Keßler als Angeklagte und Zeugen.

Das Buch enthält auch einen Überblick über die Ausbildung von Juristen, über die Gerichtsbarkeit und den Strafprozess, zahlreiche Erläuterungen sowie ein juristisches Glossar. Für Nicht-Muttersprachler bietet es darüber hinaus Lesehilfen wie Synonyme, für frankophone Leser dort, wo es notwendig erscheint, auch französische Übersetzungen.


Le livre s'adresse aussi aux lecteurs francophones ayant de bonnes connaissances de la langue allemande. Il contient un choix d'articles que les auteurs ont écrits en tant que chroniqueurs judiciaires à Berlin. Les auteurs relatent les petits événements, sérieux, moins sérieux ou des affaires plus graves et même spectaculaires comme ils s'en déroulent dans une métropole: toutes ces affaires ont été traitées dans le vieux et vénérable Kriminalgericht Moabit, le tribunal pénal de Berlin. Les comptes-rendus des petits et grands procès appartiennent à l'histoire contemporaine avant et après la chute du mur. Chaque texte est accompagné d'un petit dictionnaire de synonymes. Là où cela semble nécessaire, les mots sont expliqués en français. Pour ceux qui s'intéressent particulièrement au droit, une annexe du livre offre un aperçu de la justice allemande ainsi qu'un lexique de termes juridiques.



Mit Beiträgen von
Karl-Heinz Baum, Kerstin Gehrke,
Michael Schmuck und Roland Walter

 

Verschworen. Verraten. Verfolgt. Unangepasstheit, Widerstand und Kollaboration in der Stalin-Ära
Artikel-Nr.: 9783940635280
19,90 €

Preis inkl. MwSt.

Verschworen. Verraten. Verfolgt.: Unangepasstheit, Widerstand und Kollaboration in der Stalin-Ära Berlin-Brandenburgs

Ein spannender Tatsachenbericht über schwer fassbare Schicksalswege einer Gruppe ostdeutscher Männer, die sich mit der stalinistischen Diktatur nicht abfinden wollten. Flucht, Verrat, Verhaftung, Militärgericht, Verschleppung in sowjetische Arbeitslager, Heimkehr und Neuanfang sind die Etappen des umfangreich recherchierten und mit überraschenden Bilddokumenten versehenen Reports.

 

Die Schlüssel von  Ralf Kern
Artikel-Nr.: 9783990032732
16,40 €

Preis inkl. MwSt.

Haftgrund: Verdunkelungsgefahr. Doch Ralf Kern ist unschuldig. Im Gefängnis trifft er auf ein Sammelsurium von Persönlichkeiten. Ihre gemeinsamen Erlebnisse und Gespräche hinter Gittern sowie Ralfs Bemühung um Aufhebung des Haftbefehls stehen im Mittelpunkt des autobiografischen Romans.

„Ein Untersuchungsgefängnis ist ein Spiegelbild der Gesellschaft. Überall in unserem täglichen Leben lauern unsichtbare Gefahren, nicht nur Verdunkelungsgefahr. Jeder Mensch kann unversehens unschuldig in einem Gefängnis landen.“ Haftgrund: Verdunkelungsgefahr. Doch Ralf Kern ist unschuldig. Im Gefängnis trifft er auf ein Sammelsurium von Persönlichkeiten. Ihre gemeinsamen Erlebnisse und Gespräche hinter Gittern sowie Ralfs Bemühung um Aufhebung des Haftbefehls stehen im Mittelpunkt des autobiografischen Romans.

Im Mai 1987 verbringt der Ingenieur Ralf Kern einige Tage bei Freunden in der DDR. Wieder in der Bundesrepublik, wird er festgenommen. Ursache der Festnahme sind zwei Schließfachschlüssel. Ein Ermittlungsrichter eröffnet Ralf Kern einen Haftbefehl. An den Beschuldigungen erkennt er, dass er mit seinem Zwillingsbruder verwcchselt worden ist. Weil er den nicht belasten will, äußert er sich zur Sache nicht. Daraufhin wird er in ein Untersuchungsgefängnis gebracht.

Verraten und Verkauft - Gegen das Vergessen -  Gerd Keil
Artikel-Nr.: 9783844208177
22,90 €

Preis inkl. MwSt.

Autorenkommentar

Das Buch beschreibt mein Leben und meine Gefühle als Kind, welches immer und immer wieder in die Rolle des schwarzen Schafes zugeschoben bekam. Von meinem Bruder wurde immer und immer wieder gesagt, dass er es in seinem Leben mal weit bringen wird. Wie weit, auch davon handelt dieses Buch. Ich bekam für alles, was an negativen Dingen geschah die Schuld, egal wie jung ich selbst war. Aber auch in meinem Leben als Jugendlicher und auch später in meiner Ehe als Erwachsener, bis ich dann eine Frau kennenlernte die mich genauso wie ich bin, akzeptiert. Sie ist die Frau mit der ich alt werden möchte. Mein Bruder ist in unserem Zimmer beim Spielen gestolpert und ich durfte dafür nicht mit in den Zirkus. Einige Zeit später, als ich etwa 7 Jahre alt war, sagte meine Mutter zu mir: „Ich könnte einen Stein an Deinen Füßen festbinden, und Dich danach in die Spree schmeißen“. Meinen Opa verlor ich viel zu früh, denn er war der einzige der außer meiner Oma auch mich verstand. Er sagte mal zu mir: Gerd, mache in Deinem Leben so viele Fehler wie Du kannst, aber lerne daraus. Dieser Satz ist mir auch heute noch Lehrsatz und ein guter Gedanke meines lieben Opas. Als Schulkind wurde ich von den anderen immer wieder gehänselt und ausgelacht, da mein Bruder in eine, wie viele sagten, Doofenschule geht. Tatsächlich handelte es sich dabei um eine Hilfsschule. Aber ich blieb stark und hielt trotzdem zu meinem Bruder. Das Lernen fiel mir schwer und ich hatte sehr viel damit zu tun, nicht den Anschluss zu verpassen. In einigen Fächern kam dann noch das Einhämmern von sozialistischen Ideologien hinzu, die noch mehr Fragen in mir aufwarfen. Eine Frage war: Wie kann die Diktatur der Arbeiterklasse die Demokratie in der DDR sein? Mehr und mehr wandte ich mich von diesem ab und bekam dafür die Quittung von meinen Eltern.

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