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HORCH & GUCK    "Ständig gefechtsbereit - Die Armee eines militarisierten Staates"
Artikel-Nr.: Horch & Guck 70
5,90 €

Preis inkl. MwSt.

 "Ständig gefechtsbereit - Die Armee eines militarisierten Staates"


Die Zeit bei der Nationalen Volksarmee (NVA) erlebten viele als tiefen Eingriff in ihr Leben.

Manche litten nachhaltig unter den erlittenen Demütigungen. Doch über die wird selten gesprochen. Erzählt werden meist nur die Anekdoten aus der Dienstzeit. Durch ein vollkommen überzogenes System der Einsatzbereitschaft waren Wehrpflichtige Wochen- und monatelang ohne Ausgang und Urlaub in heimatfernen Kasernen eingesperrt. Viele Partnerschaften haben diese lange Zeit sinnloser Trennung nicht überstanden; manchen Soldaten trieb die Situation in den Suizid. Junge Männer sollten in der Armee Unterwerfung lernen und wurden zugleich zu Akteuren der Unterwerfung der Bevölkerung.

Die Grenztruppen waren dabei in besonderer Weise gegen das eigene Volk gerichtet. Doch auch die gesamte NVA sollte wenn nötig der Repression nach innen dienen. Und – daran ließ die SED-Propaganda keinen Zweifel – auch für die eventuelle Niederschlagung von Unruhen in den „Bruderstaaten“ stand sie bereit.  Während ehemalige Offi ziere die NVA gern als „Armee des Friedens“ verklären, griffen Feindbilderziehung und Militarisierung immer stärker in fast alle Bereiche des „zivilen“ Lebens ein.

Wie sah die Lebensrealität der Wehrpfl ichtigen in der NVA konkret aus? Wie erlebten sie Drill, Gehorsam und Befehlsnotstand einerseits und das geduldete bzw. geförderte Drangsalieren der Soldaten untereinander andererseits? Gab es wirksame Gegenstrategien oder gar Aufbegehren und Widerstand in Uniform? Über diese Fragen diskutieren: Peter Grimm, Redakteur von „HORCH UND GUCK“ Dr. Peter Joachim Lapp, Politologe und Publizist. Kaufmännische Lehre in Rudolstadt, l960-64 politische Haft in Gera und Waldheim, 1964 freigekauft, l977-97 Redakteur im Deutschlandfunk Köln, veröffentlichte Bücher zu Militärgeschichte und Grenzregime der DDR, zuletzt: Schüler in Uniform. Die Kadetten der Nationalen Volksarmee und Die zweite Chance.

Klick zum Glück: Prosa von  Lutz Rathenow
Artikel-Nr.: 9783861603320
11,00 €

Preis inkl. MwSt.

Lutz Rathenow gehört zu den Autoren und Bürgerrechtlern, die auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung über die Grenzen der einstigen DDR hinaus bekannt sind.

Das hat seine guten Gründe. Denn der Mann, den die Staatssicherheit im „Operativvorgang Pegasus“ mehr als nur observierte, für dessen Freilassung aus dem Gefängnis sich Günter Grass einsetzte, ist ein literarisch...er Fleiß- und Qualitätsarbeiter.

Er schreibt Kinderbücher, Lyrik und Prosa, Essays und Reportagen.

 



 

 

Hinterm Horizont allein - Der "Prinz" von Prora. Erfahrungen eines NVA-Bausoldaten
Artikel-Nr.: 9783866340282
14,90 €

Preis inkl. MwSt.

Hinterm Horizont allein - Der "Prinz" von Prora. Erfahrungen eines NVA-Bausoldaten (Broschiert) von Stefan Wolter
Petermännken von Paul F. Duwe
Artikel-Nr.: 9783868630046
9,90 €

Preis inkl. MwSt.

Petermännken von Paul F. Duwe 

Lesung: Donnerstag, 21. Oktober · 19:00 - 22:00 OrtBuchhandlung[89] Grünberger Str.84 

Hey Jude? gab den Ausschlag. Und wenn er es nie wieder tun würde, jetzt musste es sein. Udo kramte sich ein Blatt Papier aus seinen Schulsachen, nahm sich einen Stift und schrieb nur drei Sätze darauf: ?Weil sie sich für einen freien Rundfunkempfang ausgesprochen hat, soll bei uns ein Mädchen (nennen wir sie Erna) von der Schule fliegen. Ich finde ihren Mut bewundernswert. Absender: Petermännken.? Ein Gnom bringt eine Stadt in Wallung. Der Prager Frühling, eine Epidemie, unbotmäßige Jugendliche und übereifrige Staatsorgane tun ihr Übriges dazu. In seinem Roman lässt der Autor Jugendjahre in einem entschwundenen Land aufleben. Die autobiographisch eingefärbte Erzählung gibt, fast 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, Hinweise, warum es zu diesem denkwürdigen Ereignis kommen musste.

1968 war ein prägendes Jahr in der Geschichte. Während in den folgenden Jahren die „68-er“ den Marsch durch die Institutionen in Westdeutschland antraten, beendeten die Panzer des Warschauer Pakts den Traum eines demokratischen Sozialismus mit menschlichem Antlitz in der CSSR, den „Prager Frühling“. In diesen entscheidenden Jahr spielt die Handlung des Romans Petermännken in einer mecklenburgischen Stadt. „Hey Jude“ gab den Ausschlag. Und wenn er es nie wieder tun würde, jetzt musste es sein. Udo kramte sich ein Blatt Papier aus seinen Schulsachen, nahm sich einen Stift, schrieb nur drei Sätze darauf die via Radio Luxemburg gesendet wurden: „Weil sie sich für einen freien Rundfunkempfang ausgesprochen hat, soll bei uns ein Mädchen (nennen wir sie Erna) von der Schule fliegen. Ich finde ihren Mut bewundernswert. Absender: Petermännken.“ Ein Gnom bringt eine Stadt in Wallung. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe jugendlicher Oberschüler mit ihren ganz alltäglichen Wünschen, Sorgen und Sehnsüchten. Gerade hierin liegt die Stärke des Romans, spiegelt er abseits der großen Politik das Leben in der Provinz der DDR wider. Anschaulich wird erzählt, wie die Partei bis in das Privatleben jedes Einzelnen eindrang. „Das Private ist politisch“ dieser Slogan der westdeutschen Studentenbewegung wird für die Jugendlichen in der DDR auf erschreckende Weise wahr. Das Hören der Stones, das Tragen von längeren Haaren, dass sind für die Träger der Staatsmacht vor Ort schon Handlungen gegen den Aufbau des Sozialismus. Diese, verunsichert durch die Geschehnisse in Prag, setzt einen Repressionsapparat in Gang, an dessen Ende zerbrochene Biographien stehen. Autorenportrait: Paul F. Duwe wurde am 28. März 1953 in Lübz/Mecklenburg geboren. Nach dem Schulbesuch bis 1969 in Lübz ging er zur Berufsausbildung zum Elektromonteur mit Abitur ins Gaskombinat Schwarze Pumpe in der Lausitz. Im November 1971 erfolgte dann, vor dem Ende der Ausbildung, die legale Ausreise in die Bundesrepublik nach Neumünster, aufgrund der Familienzusammenführung nach Freikauf des Vaters aus politischer Haft durch die Bundesregierung. 1972 zog der Autor nach West-Berlin, wo er an der Freien Universität Publizistik, Germanistik und Ostasienwissenschaften studierte
Recht und Gerechtigkeit? Heft 68 Horch & Guck
Artikel-Nr.: Recht und Gerechtigkeit?
5,90 €

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Recht und Gerechtigkeit? Ein Widerspruch bei der Aufarbeitung der SED-Diktatur? Knapp zwanzig Jahre nach den ersten Strafverfahren gegen DDR-Systemträger ist es an der Zeit nachzufragen, welche Wirkung der Rechtsstaat bei der Bewältigung politisch bedingten Unrechts tatsächlich entfalten konnte, und in welchem Verhältnis dazu die Bewertungen und Wahrnehmungen verschiedener Akteursgruppen stehen...

Sie nahmen mir nicht nur die Freiheit - Eva Maria Neumann
Artikel-Nr.: 9783492251518
9,95 €

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Sie nahmen mir nicht nur die Freiheit: Die Geschichte einer gescheiterten Republikflucht

»Ein ebenso erschütterndes wie erhellendes Dokument.« Aachener Nachrichten »Ein bewegendes Zeitdokument!« Büchermenschen Kurzbeschreibung Im Kofferraum eines Mercedes versucht eine Familie aus der DDR in den Westen zu fliehen. Doch sie werden verraten und an der Grenze festgenommen. Die Eltern und die dreijährige Tochter werden auseinandergerissen, für die junge Geigerin Eva-Maria Neumann beginnt eine traumatische Haftzeit im berüchtigtsten Frauengefängnis der DDR. Der ergreifende Bericht über eine gescheiterte DDR-Flucht und deren Folgen, ein dunkles Kapitel deutsch-deutscher Geschichte

Tal der Ahnungslosen? Die Medienlandschaft der DDR und ihre Folgen.
Artikel-Nr.: Horch & Guck 69
5,90 €

Preis inkl. MwSt.

Dienstag, 28. September 2010, 19:00 Uhr

H E F T P R E M I E R E

Horch & Guck - Heft 69

"Tal der Ahnungslosen - Die Medienlandschaft der DDR und ihre Folgen“

 

Heftvorstellung und anschließende Podiumsdiskussion mit:

- Andreas Förster, Politikredaktuer der Berliner Zeitung

- Reinhard Schult, Bürgerrechtler und Mitglied des Berliner Abgeordnetenhaus a.D.

- Peter Grimm, Redakteur Horch & Guck

"Tal der Ahnungslosen" nannte der Volksmund die Gegenden im Nordosten und Südosten der DDR, in denen der Empfang des Westfernsehens nicht möglich war. Für die Mehrheit der DDR-Bewohner war klar, dass man sich allein aus den DDR-Medien nicht informieren konnte. Alle Versuche der SED, ihr Medienmonopol gegen die West-Sender durch Kampagnen und Störsender zu verteidigen, schlugen fehl. Am Ende der SED-Herrschaft ließen die Genossen resigniert sogar den Bau großer Gemeinschaftsantennenanlagen zu, die den West-Empfang auch im "Tal der Ahnungslosen" ermöglichten. Trotzdem blieben die DDR-Medien natürlich nicht ohne Wirkung auf die ostdeutschen Leser, Hörer und Zuschauer. Und so einheitlich langweilig sich die Tageszeitungen oft auch lasen – in der DDR-Medienlandschaft verbergen sich spannende Geschichten.

Die SED-Führung rang darum, das eigene Zensur-System zu perfektionieren und die Medien frei von unabhängigen Geistern zu halten. Manche Journalisten suchten trotzdem immer wieder nach Freiräumen jenseits der Themenvorgaben und festgelegten Sprachregelungen, die meisten taten allerdings bereitwillig, was von ihnen verlangt wurde. Formal vom SED-Staat unabhängige Kirchenzeitungen konnten über Druckgenehmigungsverfahren zensiert und diszipliniert werden. Nichts durfte ohne Genehmigung gedruckt werden, jedes Vervielfältigungsgerät wurde argwöhnisch registriert. Trotzdem versuchten immer wieder Menschen, sich selbst zu Wort zu melden und unabhängig zu publizieren. Mitte der achtziger Jahre reichte manch einem Oppositionellen das illegal gedruckte Wort nicht mehr, so dass in Ost-Berlin plötzlich unabhängige Radiosendungen zu empfangen waren.

Auch nachdem der SED-Staat untergegangen war, wirkte die DDR-Medienwelt weiter. Fleißig schrieben die alten Journalisten für neue Auftraggeber. Die alten SED-Bezirkszeitungen nannten sich nun "unabhängig", wurden zu lukrativen Investitionsobjekten für westdeutsche Verlagshäuser und behielten – trotz des alten Personals – ihr regionales Medienmonopol. In weiten Teilen Ostdeutschlands bis heute. Die Zeitungen, die während der Friedlichen Revolution entstanden waren, hatten hingegen kaum eine Überlebenschance. Der Zugang zu Druckereien blieb für sie erschwert, die Redaktionen bekamen allenfalls schleppend Redaktionsräume oder Telefonanschlüsse. Bis auf wenige Ausnahmen mussten sie ihr Erscheinen in den Jahren 1990/ 1991 schon wieder einstellen.

Die Genossen Journalisten hingegen kamen meist gut in die neue Zeit. Die Aufarbeitung ihrer Rolle im SED-Staat lag ihnen natürlich nicht so sehr am Herzen. Selbst Stasi-Verstrickungen wurden lange übersehen. Nur wenige Journalisten waren bereit, sich mit der eigenen Rolle in der DDR auseinander zu setzen – meist die, die zuvor schon versucht hatten, sich der Propaganda möglichst zu entziehen.

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Bürgerkomitee "15. Januar" e.V. (Horch und Guck).

DJ Westradio: Meine glückliche DDR-Jugend  von Sascha Lange
Artikel-Nr.: 9783351026455
7,95 €

Preis inkl. MwSt.

 

DJ Westradio: Meine glückliche DDR-Jugend von Sascha Lange Die DDR war für viele Jugendliche schon Anfang der 80er Jahre Geschichte.

Sie hörten nicht ihre Musik, zogen nicht ihre Klamotten an, lasen nicht ihre Zeitschriften. Was sie interessierte, kam aus dem Westen: In Form von Paketen, Intershop und Westfernsehen. Leuchtend und funkelnd, duftend und wohlklingend und doch schier unerreichbar wie eine unerfüllte Liebe - ein Mytho...s. Und dann gab es noch Realitäten: Punkkonzerte, New Wave..., Montagsdemos, Stress mit Faschos. Ein respektlos-witziger Rückblick auf die DDR jenseits von Honecker-Bildern und FDJ-Hemden. Es war die aufregendste Zeit, um erwachsen zu werden: Kalter Krieg und BRAVO-Poster, Zungenküsse und Wehrertüchtigung, Popper-Discos und Montagsdemos. Sascha Lange erzählt von einer turbulenten Jugend zwischen Playmobil und Perestroika. Komisch, überraschend und etwas melancholisch. Die DDR war für viele Jugendliche schon Anfang der 80er Jahre Geschichte. Sie hörten nicht ihre Musik, zogen nicht ihre Klamotten an, lasen nicht ihre Zeitschriften. Was sie interessierte, kam aus dem Westen. In Form von Paketen, Intershop und Westfernsehen. Leuchtend und funkelnd, duftend und wohlklingend und doch schier unerreichbar wie eine unerfüllte Liebe. -

Mit dem Mythos des Westens läßt Sascha Lange eine längst vergangene Zeit wiederaufleben: die Zeit seiner Jugend zwischen Ferienlager, Pop-Konzert und Montagsdemo. "DJ Westradio" ist ein Stück authentischer und berührender Zeitgeschichte: der Soundtrack einer ganzen Generation. Über den Autor Sascha Lange, geboren 1971 in Leipzig, wuchs mit zuverlässiger Versorgung durch Westpakete und Messeonkels auf. Nach Tischlerlehre und Arbeit als Kulissenschieber studierte er Geschichte, Journalistik und Politikwissenschaft. Er lebt mit seiner Lebensgefährtin und seinen zwei Kindern in Leipzig. Zur Zeit schreibt er an seiner Doktorarbeit und ist Sänger der Band "Sunday Music Club".

 

Die Schleife an Stalins Bart. Ein Mädchenstreich, acht Jahre Haft und die Zeit danach
Artikel-Nr.: 9783492261654
8,95 €

Preis inkl. MwSt.

Ein kleiner Streich - und seine unfassbaren Folgen

Spätherbst 1945 im thüringischen Mühlhausen: Erika ist vierzehn Jahre alt, als sie eines Tages übermütig in ihrer Schule ein Stalinporträt mit Lippenstift bemalt, weil er »so traurig aussieht «. Die folgenden acht Jahre verbringt sie auf einer Odyssee durch ostdeutsche Gefängnisse und Lager, acht Jahre der Demütigungen, Prügel, des Hungerns und der Verzweifl ung. Die traumatisierenden Erlebnisse überschatten lange Zeit ihr Leben. Erst mit über siebzig Jahren kann sie darüber berichten.

Boxhagener Platz: Roman von Torsten Schulz
Artikel-Nr.: 9783548261997
7,95 €

Preis inkl. MwSt.

 

Boxhagener Platz Lesung mit Torsten Schulz am 27. Mai 2010- 19.00 Uhr in der BuchHandlung[89]

Die Studentenrevotle im Westen; der erste Kuss; Boxen und Fußballspielen; eine fidele Großmutter - Expertin für Scheintod und Gegnerin des Zickenbarts Walter Ulblricht - und nicht zuletzt ein ehemaliger Spartakuskämpfer als zukünftiger Großevater - die Welt um den Boxhagener Platz ist schillernd, doppelbödig uind alles andere als langweilig - ein erzählerisches Glanzstück. Torsten Schulz, geboren 1959 in Ostberlin, ist Professor für Praktische Dramaturgie an der Filmhochschule Babelsberg. Er ist Autor von international preisgekrönten Spielfilmen (u.a. Raus aus der Haut und Im Namen der Unschuld) und Regisseur von Dokumentarfilmen.

Die Filzlaus fühlt sich wohl in der Schambehaarung des Menschen. Für ihr Fortkommen wirkt sich Geschlechtsverkehr förderlich aus. Gut möglich, daß eine kleine Filzlaus die Revolution aus einem Ostberliner Bordell bis in die höchsten Kreise der amerikanischen Regierung trägt, wenn auch nur als unliebsamen Juckreiz. Wie es dazu kommt, schildert Torsten Schulz in seinem Erzählungsband „Revolution und Filzläuse“. Außerdem berichtet er vom Feuermelder, einer Friedrichshainer Eckkneipe, die schon sein Vater nie betrat ...

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