Zum Westkaffee bei Margot Honecker


Zum Westkaffee bei Margot Honecker

Artikel-Nr.: 978-3-455-50425-5
16,00

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Nils Ole Oermann

Zum Westkaffee bei Margot Honecker

Letzte Begegnungen mit einer Unbeirrten

Als Margot Honecker im Mai 2016 starb, hatte sie fast ein Vierteljahrhundert im chilenischen Exil verbracht. Nils Ole Oermann ist vermutlich der letzte Besucher aus der Bundesrepublik, den sie dort kurz vor ihrem Tod empfangen hat. Über drei Jahre stand Oermann mit ihr, die sonst jedes Interview strikt ablehnte, in Kontakt und traf sie mehrfach.

In "Zum Westkaffee bei Margot Honecker" lässt der Autor diese Begegnungen in Chile Revue passieren - die einstige Ministerin für Volksbildung der DDR sprach verblüffend offen über Sozialismus und Kapitalismus, über die Bundesrepublik und die DDR, über Gregor Gysi, Wladimir Putin und Wolf Biermann. Zugleich zeigte die bekennende Stalinistin keinerlei Reue, wenn es etwa um ihren Beitrag zu einem System ging, das kritische junge Menschen kategorisch von Ausbildung- und Karrierechancen ausschloss. Mehr noch: Im Denken und Fühlen von Margot Honecker war bis zu ihrem Tod die DDR ein intakter Staat. Oermanns Buch lässt den Leser unmittelbar erfahren, mit welchen Hoffnungen und Zielen Menschen wie Margot Honecker die DDR aufbauten. Und warum sich durch Menschen wie sie daraus ein totalitäres Regime entwickelte, das sich vierzig Jahre halten konnte.

„Oermann versucht, hinter die stets verbindlich lächelnde Maske der Frau zu blicken und dort etwas anderes zu entdecken als die verbissene Klassenkämpferin.“ (Tagesspiegel, 07.09.2016)

„Dem Autor gelang ein zeitgeschichtlicher Coup.“ (Christoph Diekmann, Die ZEIT, 07.07.2016)

„Ganz am Ende vertraute Margot Honecker dem Klassenfeind. Ihm gab sie ihr letztes Interview.“ (Stefan Locke, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 10.07.2016)

„Der Mann ist eine gute Wahl. Nicht die Häme des Boulevards oder der Hass für die "lila Hexe" lenken seinen Blick, sondern Neugier.“ (Volkmar Klein, Märkische Allgemeine, 08.07.2016)

„Oermann lässt einen ganz unaufgeregt teilhaben an seiner Wahrnehmung. Das macht den eigentlichen Reiz des Buches aus.“ (Andreas Montag, Mitteldeutsche Zeitung, 01.07.2016)

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