Zwischen Konfrontation und Konzession Friedliche Revolution und deutsche Einheit in Sachsen


Zwischen Konfrontation und Konzession Friedliche Revolution und deutsche Einheit in Sachsen

Artikel-Nr.: 978-3-86153-608-6
34,90

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Eckhard Jesse

Thomas Schubert

Zwischen Konfrontation und Konzession

Friedliche Revolution und deutsche Einheit in Sachsen

 

Das heutige Sachsen war 1989/90 im dreifachen Sinne Vorreiter. Erstens bildete die Bevölkerung zwischen Görlitz, Plauen und Leipzig die Speerspitze der »friedlichen Revolution«. Zweitens war es vielerorts eine »ausgehandelte« Revolution, eine Revolution zwischen Konfrontation und Konzession. Drittens forcierten die vorwärtstreibenden Vorgänge in Sachsen maßgeblich die »deutsche« Revolution hin zur nationalen Einheit.

Bürgerrechtler, ehemalige Repräsentanten des DDR-Systems und Wissenschaftler erinnern in diesem Band an die Voraussetzungen, den Verlauf und die Folgen der »friedlichen Revolution« wie der deutschen Einheit in Sachsen.


Mit Beiträgen von Bernd Albani, Hartwig Albiro, Rudolf Albrecht, Klaus Bartl, Günther Heydemann, Erich Iltgen, Brigitta Kögler, Thomas Küttler, Michael Lersow, Christoph Magirius, Hans Modrow, Marc-Dietrich Ohse, Klaus Reichenbach, Frank Richter, Michael Richter, Gunter Weißgerber.


Eckhard Jesse

Thomas Schubert


 

 

 

Zwischen Konfrontation und Konzession

Friedliche Revolution und deutsche Einheit in Sachsen

 

 

Das heutige Sachsen war 1989/90 im dreifachen Sinne Vorreiter. Erstens bildete die Bevölkerung zwischen Görlitz, Plauen und Leipzig die Speerspitze der »friedlichen Revolution«. Zweitens war es vielerorts eine »ausgehandelte« Revolution, eine Revolution zwischen Konfrontation und Konzession. Drittens forcierten die vorwärtstreibenden Vorgänge in Sachsen maßgeblich die »deutsche« Revolution hin zur nationalen Einheit.

Bürgerrechtler, ehemalige Repräsentanten des DDR-Systems und Wissenschaftler erinnern in diesem Band an die Voraussetzungen, den Verlauf und die Folgen der »friedlichen Revolution« wie der deutschen Einheit in Sachsen.


Mit Beiträgen von Bernd Albani, Hartwig Albiro, Rudolf Albrecht, Klaus Bartl, Günther Heydemann, Erich Iltgen, Brigitta Kögler, Thomas Küttler, Michael Lersow, Christoph Magirius, Hans Modrow, Marc-Dietrich Ohse, Klaus Reichenbach, Frank Richter, Michael Richter, Gunter Weißgerber.

 

 

Über den Autor

 

Prof. Dr. Eckhard Jesse: Jahrgang 1948, Dr. phil. habil., seit 1993 Professor für Politikwissenschaft an der Technischen Universität Chemnitz (Lehrstuhl für »Politische Systeme, politische Institutionen«), seit 1989 Herausgeber des Jahrbuchs »Extremismus und Demokratie« (mit Uwe Backes), zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. zur Demokratie der Bundesrepublik Deutschland, zu Totalitarismus im 20. Jahrhundert und Extremismus in der Bundesrepublik. Bücher im Ch. Links Verlag: »Eine Revolution und ihre Folgen. 14 Bürgerrechtler ziehen Bilanz« (Hg.), 2000, »Friedliche Revolution und deutsche Einheit. Sächsische Bürgerrechtler ziehen Bilanz«, 2007. Dr. Thomas Schubert: Jahrgang 1979, Dr. phil., seit 2007 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Chemnitz, Redaktionsassistent des Jahrbuchs »Extremismus & Demokratie«. Veröffentlichungen zu Wahlen, Wahlkämpfen, Parteien und politischem Extremismus, u.a. »Konvergenz oder Differenz im sächsischen Landtagswahlkampf?«, 2010.

 

"Menschen haben 1989/90 Geschichte geschrieben"

 

Professur Politische Systeme, Politische Institutionen der TU Chemnitz veröffentlicht einen Sammelband mit Beiträgen von 16 Akteuren über die friedliche Revolution in Sachsen 16 Bürgerrechtler, ehemalige Repräsentanten des DDR-Systems und Wissenschaftler waren zwischen Oktober 2009 und Februar 2010 auf Einladung der Professur Politische Systeme, Politische Institutionen an der TU Chemnitz zu Gast. In der Ringvorlesung "1989/90-2009/10 Friedliche Revolution und deutsche Einheit in Sachsen - Akteure zwischen Konfrontation und Konzession" erinnerten sie an die Voraussetzungen, den Verlauf und die Folgen der friedlichen Revolution und der deutschen Wiedervereinigung. Der besondere Fokus lag dabei auf Sachsen. Auf 388 Buchseiten haben Prof. Dr. Eckhard Jesse und Dr. Thomas Schubert als Herausgeber die Beiträge der Referenten zusammengestellt, um biografische Porträts sowie Bilder von der Protestdemonstration am 7. Oktober 1989 in Karl-Marx-Stadt ergänzt, einen Aufsatz über den Oktober 1989 in Sachsen geschrieben und unter dem Titel "Zwischen Konfrontation und Konzession" im Ch. Links Verlag veröffentlicht.

"Zehn der Referenten gehörten 1989 zu den offenen Kritikern des realen Sozialismus der SED. Drei standen auf der anderen Seite und wollten die DDR-Diktatur als Funktionäre der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands erhalten wissen oder haben sie als Vertreter einer Blockpartei mitgetragen.

 

Und weitere drei schließlich sind Wissenschaftler mit besonderem Bezug zu Sachsen", berichtet Prof. Jesse, Inhaber der Professur Politische Systeme, Politische Institutionen. "Auf diese Weise kam ein breites Spektrum an Positionen zur Geltung, wurde einer Idealisierung oppositionellen Aufbegehrens wie systemtragenden Handelns gleichermaßen entgegengewirkt", schätzen die Herausgeber in ihrer Einleitung ein und fügen hinzu: "Was deutlich erkennbar ist: Menschen haben 1989/90 Geschichte geschrieben - beabsichtigt und unbeabsichtigt, Altes verteidigend oder Neues erkämpfend, im Großen wie im Kleinen."

Die Autoren, darunter Erich Iltgen, Thomas Küttler, Hans Modrow, Günther Heydemann und Christoph Magirius, beschäftigen sich mit jeweils fünf Themenkomplexen: ihrer eigenen Person, ihrer damaligen sowie ihrer heutigen politischen Position, einer allgemeinen Einschätzung der aktuellen politischen Situation in Deutschland sowie der in Sachsen. Vorangestellt ist jeweils ein kurzer Abriss über ihre Erinnerungen an den Tag des Mauerfalls.


"Das letzte Jahr war das beste Jahr", meint Frank Richter, Initiator der Dresdner "Gruppe der 20", mit Blick auf die DDR und beendet seinen Beitrag mit den Worten: "Summa summarum hatte die Friedlichkeit der Revolution viele Väter und Mütter, viele begünstigende Umstände. Dennoch: Es gab keine erkennbare Zwangsläufigkeit. Es hätte alles auch anders verlaufen können. Das Ereignis ist zu würdigen als eine kulturelle Leistung und als ein historisches Glück. Es hat die deutsche Geschichte bereichert. Wir sollten es nicht nur untersuchen. Wir sollten es feiern." Eine Einschätzung - so vermuten es die Herausgeber -, die fast alle Autoren des Sammelbandes trotz ihrer unterschiedlichen Perspektiven teilen dürften.

 

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