Wie ein dumpfer Traum, der die Seele schreckt DDR-Frauenstrafvollzug in Bützow-Dreibergen


Wie ein dumpfer Traum, der die Seele schreckt DDR-Frauenstrafvollzug in Bützow-Dreibergen

Artikel-Nr.: 978-3-89861-461-0
16,90

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Falk Bersch / Hans Hesse

Wie ein dumpfer Traum, der die Seele schreckt

DDR-Frauenstrafvollzug in Bützow-Dreibergen

lieferbar, erschienen am 30.04.2006

200 Seiten, Abb., € 16,90

ISBN 978-3-89861-461-0

 

„Die Nächte gewährten kurzes Vergessen, bis am Morgen erneut der Schmerz mit mir erwachte. Ich begann, meine Empfindungen wieder in Worte zu kleiden, wie ich es früher oft zu tun pflegte. In diesen festgefügten Versen mauerte ich mein Leid gewissermaßen ein. Es brachte mir Erleichterung und blieb mir so als Mahnung bis heute erhalten.“

Diese Zeilen stammen von Meta Kluge, die sechs Jahre in dem DDR-Frauenstrafvollzug in Bützow/Dreibergen (Mecklenburg-Vorpommern) inhaftiert war. Ihr „Verbrechen“: Sie war eine Zeugin Jehovas. Wenige Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus, wurden die Anhänger dieser kleinen Religionsgemeinschaft 1950 in der DDR verboten und erneut Opfer einer Verfolgung. Meta Kluge kam 1951 nach Bützow/Dreibergen. Mit diesem Ort verbinden sich düstere Erinnerungen. Die meisten der in der DDR-Haft oder an deren Folgen verstorbenen Zeuginnen Jehovas starben in Bützow. Meta Kluge begann schon während der Haft einen Bericht über ihre Erlebnisse anzufertigen. Sie schrieb Gedichte, obwohl Schreiben ebenso wie der Besitz von Schreibutensilien den Häftlingen streng verboten war. Meta Kluge erfand mehrere Methoden, dieses Verbot zu umgehen. Mit einem winzigen Stück Haarklemme kritzelte sie einen Vierzeiler auf die Kappe ihres Holzschuhs, die sie zuvor mit Spucke aufgeweicht hatte; diesen lernte sie auswendig,

 

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