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UdSSR, Rußland, Korea, China & Kuba


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Artikel-Nr.: 978-3-54806-005-7
Nach dreißig Jahren Gefängnis und Lager kehrt Iwan Grigorjewitsch in die Freiheit zurück. Er zieht nach Moskau, dann weiter nach Leningrad, findet Arbeit und eine Frau. Wieder gehen die Jahre dahin - und Iwan versucht zu verstehen, nach welchen Gesetzen das Leben funktioniert. Von der russischen Revolution bis hin zur Tauwetterperiode spannt Wassili Grossman den Bogen um Fragen nach Staat und Individuum, Verbrechen und Strafe, Schuld und Unschuld. Im Mittelpunkt steht dabei sein gütiger Blick auf die Fehlbarkeit des Menschen.
18,00 *
Artikel-Nr.: 978-3-518-46572-1

Swetlana Alexijewitsch

Secondhand-Zeit - Leben auf den Trümmern des Sozialismus

Aus dem Russischen von Ganna-Maria Braungardt

Gut zwanzig Jahre sind vergangen seit dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums, die Russen entdeckten die Welt, und die Welt entdeckte die Russen. Inzwischen aber gilt Stalin wieder als großer Staatsmann, die sozialistische Vergangenheit wird immer öfter, vor allem von jungen Menschen, nostalgisch verklärt.

Russland, so Swetlana Alexijewitsch, lebt in einer Zeit des „Second-hand“, der gebrauchten Ideen und Worte. Die Reporterin befragt Menschen, die sich von der Geschichte überrollt, gedemütigt, betrogen fühlen. Sie spricht mit Frauen, die in der Roten Armee gekämpft haben, mit Soldaten, Gulag-Häftlingen, Stalinisten. „Historiker sehen nur die Fakten, die Gefühle bleiben draußen …, ich aber sehe die Welt mit den Augen der Menschforscherin.“

Wer das Russland von heute verstehen will, muss dieses Buch lesen. Swetlana Alexijewitsch formt aus den erschütternden Erfahrungen von Menschen, die zwischen Neuanfang und Nostalgie schwanken, den Lebensroman einer noch nicht vergangenen Epoche.

11,99 *
Artikel-Nr.: 978-3-7086-0796-2

Božidar Jezernik (Autor)

Titos Gulag auf der Insel Goli otok

Aus dem Slowenischen und Serbokroatischen von Karin Almasy

Das Buch analysiert eingehend die perfiden Mechanismen der Gewalt im kommunistischen Straf- und Besserungslager auf der Insel Goli otok im ehemaligen Jugoslawien und vergleicht die Methoden in diesem Lager mit jenen in nationalsozialistischen und sowjetischen Lagern. Das totalitäre kommunistische Regime in Jugoslawien versuchte bei den in diesem Lager inhaftierten tatsächlichen und vermeintlichen Regimegegnern jeden Funken von Individualität und Selbstbestimmung sprichwörtlich auszutreiben und setzte sich die „Umerziehung“ der Inhaftierten zum Ziel. Dafür schien jedes Mittel recht. Von roher Gewalt, Hunger, unmenschlicher Zwangsarbeit, völliger Isolation bis hin zu perfiden Überwachungsmethoden und dem massiven Schüren von Angst waren alle Varianten der physischen und psychischen Gewalt vertreten. Letztlich jedoch ging es dem Regime um die Machterhaltung, die auch mit dem Versuch, die Gedanken der tatsächlichen und potentiellen Gegner zu kontrollieren und zu manipulieren, erreicht werden sollte.

42,90 *
Artikel-Nr.: 978-3-945481-15-8

Frank Baumgart

Freundbild Sowjetunion

Innenansichten einer verschwundenen Supermacht

Frank Baumgart, Jahrgang 1943, war Bildredakteur bei der DDR-Nachrichtenagentur ADN. Von 1969 an führten ihn etwa 50 Reisen in die Sowjetunion. Von Karelien über die Krim bis nach Mittelasien hatte er von den Erfolgen in Wirtschaft und Gesellschaft zu berichten. „… das hieß im Klartext, dass wir ein freundliches und sympathisches Bild von der Sowjetunion abzuliefern hatten.“ Doch das Bild vom „großen Bruder“, das in der DDR propagiert wurde, war in der Realität ein anderes. Im Vielvölkerstaat garantierte die kommunistische Herrschaft immerhin ein friedliches Nebeneinander von verschiedenen Kulturen, vermochte es aber meist nicht, die Religiosität der Menschen durch den staatlich verordneten Atheismus zu verdrängen. Gigantischen Industrieprojekten standen Umweltzerstörung und Mangelwirtschaft gegenüber. Anlässe der Reisen des Autors waren Staatsbesuche und Staatsbegräbnisse, Parteitage und Jahrestage, Olympische Spiele und Weltfestspiele, Konferenzen und Redaktionsbesuche. Den Stoff für dieses Buch lieferten ihm vor allem neun mehrwöchige Reportagereisen – in der Summe ein halbes Jahr – bei denen er Land und Leute kennenlernte. In 31 Episoden erzählt er von seinen Erlebnissen und Beobachtungen. Es sind kuriose bis bedenkliche Geschichten, darunter auch ein Bericht über die letzte Reise Erich Honeckers als Staats- und Parteichef in die Sowjetunion, die im Fiasko endete ...

19,90 *
Artikel-Nr.: 978-3-518-46605-6

Swetlana Alexijewitsch

Der Krieg hat kein weibliches Gesicht

Aus dem Russischen von Ganna-Maria Braungardt

„Ganze Züge voller Frauen gingen an die Front“, erinnert sich eine ehemalige Rotarmistin im Gespräch mit Swetlana Alexijewitsch. „Es waren nicht mehr genug Männer da. Sie waren gefallen. Lagen unter der Erde oder waren in Gefangenschaft.“ Die Frauen waren „bereit, für die Heimat zu sterben. So waren wir erzogen.“ Sie waren nicht nur Ärztinnen und Krankenschwestern, sondern auch Fliegerinnen, weibliche Scharfschützen und Panzersoldaten. Und sie waren jung: „Ich war noch so klein, als ich an die Front ging“, erzählt eine ehemalige Scharfschützin, „dass ich im Krieg noch gewachsen bin.“ Und sie waren für ihr Leben traumatisiert.

Sie erzählen der Autorin vom Tod und vom Töten, von Blut, Dreck und Läusen, von Kriegsverbrechen, von Verwundungen, Schmerzen, Hunger und miserabler Ausrüstung – und wie man sie vergessen hat, als es nach dem Krieg darum ging, die "Helden" zu feiern.

Das erschütternde Dokument einer ausgeblendeten Seite des Zweiten Weltkriegs: Rund eine Million Frauen haben in der Roten Armee gekämpft. Swetlana Alexijewitsch lässt sie zu Wort kommen.

12,00 *
Artikel-Nr.: 978-3-8275-0057-1

Oleg Chlewnjuk

Stalin

Eine Biographie. Der Diktator und seine Herrschaft. Ein neuer Blick auf Stalin.

Am Morgen des 1. März 1953, kurz nachdem er seinen engsten Führungszirkel verabschiedet hat, erleidet Josef Stalin in seiner Datscha bei Moskau einen Schlaganfall. Wenige Tage später ist er tot. Oleg Chlewnjuk, einer der führenden Stalinismus-Experten, nimmt diese letzten Lebenstage zum Ausgangspunkt einer beeindruckenden Biographie – auf Grundlage bisher unbekannter Quellen aus sowjetischen Archiven eröffnet sie einen neuen Blick auf den Diktator und seine Herrschaft.

So spiegelt sich in Stalins letzten Tagen nicht nur der eigentümliche Charakter seines Regimes, auch seine intimste Umgebung gerät ins Blickfeld. Die Phase des Abschieds erschließt zudem eine neue Perspektive auf die wichtigsten Stationen seines Lebens: Kindheit und Jugend in Georgien, der Weg vom jungen Revolutionär zum politischen Führer und grausamen Despoten, der Kampf gegen Nazi-Deutschland, der Beginn des Kalten Krieges. Chlewnjuk durchleuchtet die elitären Machtzirkel des Kremls, die Stalin umgeben – und zeigt damit, wie untrennbar die Person des Diktators mit der Geschichte des sowjetischen Terrors verknüpft ist.

29,99 *
Artikel-Nr.: 978-3-549-07461-9

Walter Laqueur

Putinismus

Wladimir Putins Kurs, durch die Destabilisierung Osteuropas verlorenen Einfluss zurückzugewinnen, führt zu einer gefährlichen Konfrontation mit dem Westen. In seinem hochaktuellen, zugleich historisch fundierten Buch zeigt der Russland-Experte Walter Laqueur, wie sich unter Putins Führung eine reaktionäre Ideologie herausgebildet hat, die antiwestlich, antiliberal und staatshörig ist und an tief verwurzelte Traditionen Russlands anknüpft. Aufgrund seiner profunden Kenntnis der russischen Geschichte vermag Laqueur die beunruhigende Entwicklung der russischen Politik im Innern wie nach außen souverän und überzeugend zu erklären.

22,00 *
Artikel-Nr.: 978-3-95757-018-5

Wladislaw Hedeler

Nikolai Bucharin - Stalins tragischer Opponent

Lenin bezeichnete ihn als „Liebling der Partei“, Stalin ließ ihn 16 Jahre später als „faschistischen Söldner“ hinrichten: Kaum ein russischer Revolutionär durchlebte ein so wendungsreiches Schicksal wie Nikolai Bucharin. Politisch zwischen Extremen schwankend, war er die vielleicht schillerndste und zugleich tragischste Persönlichkeit der frühen Sowjetunion. Weder die öffentlich vollzogene Selbstkritik noch seine lebenslange Loyalität zu Stalin konnten ihn vor dem Terror des Regimes retten. Während Bucharins Exekution bei vielen Anhängern der Sowjetunion erste Zweifel weckte, ließ Stalin auch die Erinnerung an seinen langjährigen Mitkämpfer auslöschen.

In seiner fesselnden politischen Biografie zeichnet Wladislaw Hedeler das verhängnisvolle Leben des Massenagitators und Schmetterlingssammlers Bucharin nach, der nach seiner politischen Ächtung erst 1988 rehabilitiert wurde und dessen Theorien im Anschluss als Inspirationsquelle für die Perestroika dienten. Die Geschichte der Sowjetunion mit den Augen eines ihrer brilianten Vordenker und eines ihrer ungezählten Opfer.

34,90 *
Artikel-Nr.: 978-3-596-19637-1

Jörg Baberowski

Verbrannte Erde

Stalins Herrschaft der Gewalt

Stalins Gewaltherrschaft fielen Millionen Menschen zum Opfer. Sie verhungerten, verschwanden im „Archipel Gulag“ oder wurden im Laufe der „Säuberungen“ von Partei, Staatsapparat und Militär ermordet. In seinem großen, berührenden Buch entwickelt Jörg Baberowski neue Perspektiven auf die stalinistischen Verbrechen und führt den Leser hinab in die paranoide Welt des sowjetischen Diktators. Die Bolschewiki wollten eine neue Gesellschaft erschaffen und träumten vom neuen Menschen. Doch reicht es aus, auf das bolschewistische Projekt der Modernisierung zu verweisen, um die stalinistischen Gewaltexzesse zu erklären? War Stalins Terrorherrschaft eine notwendige Folge der kommunistischen Ideologie? Das bolschewistische Projekt, so die These des Buches, bot eine Rechtfertigung für den Massenmord. Aber es schrieb ihn nicht vor. Es war Stalin, ein Psychopath und passionierter Gewalttäter, der den Traum vom neuen Menschen im Blut der Millionen erstickte. Er war Urheber und Regisseur des Terrors, der erst mit seinem Tod aufhörte. Er errichtete eine Ordnung des Misstrauens und der Furcht, in der jedermann jederzeit zum Opfer werden konnte. Wer in dieser Weise den inneren Kitt einer Gesellschaft zerstört, der hinterlässt auch in den Seelen der Menschen verbrannte Erde. „Lasst, die ihr eingeht, jede Hoffnung fahren“, steht über Dantes Höllentor. Dieser Satz hätte auch an den Grenzpfählen der Sowjetunion stehen können.
16,99 *
Artikel-Nr.: Helmut Leppert

Odyssee einer Jugend - Sieben Jahre in Stalins Gulag 1945-1952 von Helmut Leppert

Das Lager 7525/7 Prokopjewsk, als Bestandteil des Gulag-Systems, war eines der zahlreichen sowjetischen Kriegsgefangenen- und Internierungslager des NKWD/MWD .

 

Im Steinkohlenbergbau der sibirischen Industriestadt Prokopjewsk wurden seit den 1930er Jahren zunächst Opfer der stalinistischen Säuberungen und ab 1941 auch Deportierte aus der aufgelösten Wolgadeutschen Republik als Zwangsarbeiter eingesetzt. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges bezichtigte die Sowjetunion die Wolgadeutschen der Zusammenarbeit mit Deutschland und deportierte sie nach Sibirien. Diese Zwangsarbeiter lebten unter katastrophalen Bedingungen in Lagern und notdürftigen Unterkünften. Die Wolgadeutschen wurden noch bis 1956 diskriminiert, indem ihnen die sowjetischen Organe Meldepflicht, Ausgangsbeschränkungen und Beschränkung der Reisefreiheit auferlegten.

 

In Prokopjewsk gab es bis 1950 mehrere Kriegsgefangenenlager, die unter der Verwaltung des NKWD/MWD standen.

Der NKWD/MWD hatte viele deutsche Zivilisten in der sowjetisch besetzten Zone in 10 Speziallagern eingekerkert. Die Verhafteten waren ehemalige Angehörige der NSDAP, vermeintliche Kriegsverbrecher, Großbauern, Jugendliche der Jahrgänge 1928/29, die unter Werwolfverdacht standen, Angehörige des Volkssturms, Fabrikanten, willkürlich denunzierte Personen und ehemalige Offiziere der Deutschen Wehrmacht. Sie wurden nach langen Verhören eingeliefert, ohne dass sie von sowjetischen Gerichten verurteilt worden waren. Während der Verhöre wurden die Inhaftierten fast immer gefoltert, sie hatten keine Möglichkeit der Verteidigung und waren der Willkür der vernehmenden Offiziere ausgeliefert. Im Speziallager Nr. 1 Mühlberg/Elbe wurden im Januar 1947 ca. 1000 noch arbeitsfähige Häftlinge durch eine Ärztekommission ausgewählt und nach Sibirien ins Lager 7503/11 Anschero-Sudschensk deportiert. Dort mussten sie vorwiegend im Kohleschacht 9/15 (Trest Anschero-Ugol) Zwangsarbeit leisten.

 

14,99 *
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