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UdSSR, Rußland, Korea, China & Kuba

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Artikel-Nr.: Mo Yan erhält Literatur-Nobelpreis 2012
In der Hölle, wo die Klassenfeinde schmoren, hadert der Großgrundbesitzer Ximen Nao mit seinem grausamen Tod. Nein, er war kein Feind der Revolution und hat seine Bauern immer gut behandelt! Der Höllenfürst Yama hat ein Einsehen und erlaubt ihm, in sein früheres Haus zurückzukehren. Doch welch ein Missgeschick, er wird als Esel wiedergeboren. Klug und willig dient er nun seinen früheren Untertanen und erstaunt sie durch unerwartete Talente. Doch auch dem Esel ist kein glückliches Leben beschieden, wieder und wieder wird er neu geboren – als kraftstrotzender Stier, als fruchtbarer Zuchteber, als oberschlauer Affe. So durchlebt er heroische und grausame Zeiten inmitten des Dorfes, dessen Herr er einst war. Als schelmischer Erzähler führt er den Leser durch große und kleine Abenteuer in den Höhen und Tiefen der chinesischen Geschichte. Mo Yans zutiefst menschlicher Roman ist ein funkelnder Bilderbogen, sprühend vor Komik und berührend durch Anteilnahme.
16,95 *
Artikel-Nr.: 9783421045706

Flucht aus Lager 14: Die Geschichte des Shin Dong-hyuk, der im nordkoreanischen Gulag geboren wurde und entkam 

Blaine Harden, Udo Rennert

Ein erschütternder Bericht aus der Hölle Nordkorea

Das diktatorisch regierte Nordkorea ist fast völlig isoliert, aggressiv und bettelarm. Und es hält rund 150.000 seiner Bürger in Lagern gefangen, die vergleichbar sind mit NS-Konzentrationslagern oder dem Gulag. Da die Lager seit Jahrzehnten existieren, gibt es inzwischen Tausende, die dort aufgewachsen sind. Einer von ihnen ist Shin Dong-hyuk.

Blaine Harden erzählt die Geschichte des 1982 im sogenannten Lager 14 geborenen Shin, der bis zu seiner Flucht nie etwas anderes kennengelernt hatte als die grausame und primitive Lagerwelt. Menschlichkeit, Vertrauen, Wärme, Zuneigung und jegliche Errungenschaften der Zivilisation waren ihm unbekannt, Hunger, Misstrauen und brutale Züchtigungen hingegen Alltag. Shins Zeugenbericht gibt einen tiefen Einblick in die unmenschlichen Lebensverhältnisse, die in dieser Lagerhölle herrschen, und schildert das berührende Schicksal eines jungen Mannes, dem wie durch ein Wunder die Flucht in die Freiheit gelang.

19,99 *
Artikel-Nr.: 9783937233734

''Das Buch von Gertrud Pickhan und Maximilian Preisler trägt dazu bei, Eddie Rosners außergewöhnliche Lebensgeschichte vor dem Vergessen zu bewahren.'' (Deutschlandfunk)


Und auch dieses äußerst lesenswerte und lebendige Buch bewahrt einen Musiker vor dem Vergessen, der zu den ganz Großen des europäischen Jazz gehört. (JazzPodium, Okt. 2010)

 

In der Geschichte des europäischen Jazz war Eddie Rosner (1910 - 1976) eine Ausnahmegestalt. In Berlin machte er bereits in jungen Jahren als Mitglied der 'Weintraub Syncopators' Karriere. Als Jude in Deutschland ab 1933 nicht mehr sicher, führte ihn ein unruhiges Leben durch ganz Europa. 1939 landete er schließlich in der Sowjetunion, wo er als 'Westimport'; im Zweiten Weltkrieg schnell zu einem Superstar mit eigenem Jazzorchester wurde. Nach Kriegsende wurde er jedoch als Verräter gebrandmarkt und zu 10 Jahren Arbeitslager verurteilt. Aber auch als Gulag-Häftling machte Rosner Musik und konnte nach Stalins Tod in Moskau an seinen alten Ruhm anknüpfen, bis er schließlich 1973 nach (West-)Berlin zurückkehrte. Rosners Charisma, seine Energie und die Liebe zur Musik ließen ihn zwei Diktaturen überstehen. Sein Lebensweg, der in Berlin begann und endete, hat paradigmatische Bedeutung für das 20. Jahrhundert und dessen Migrationsgeschichte.

19,95 *
Artikel-Nr.: 978-3-7766-2714-5

Martha Schad

Stalins Tochter - Das Leben der Swetlana Allilujewa

"Siebenundzwanzig Jahre lang war ich Zeuge der geistigen Zerstörung meines eigenen Vaters und beobachtete Tag für Tag, wie ihn alles Menschliche verließ und er immer mehr zu einem finsteren Monument seiner selbst wurde."

Stalins Tochter Swetlana, durch den Selbstmord der Mutter früh zur Halbwaisen geworden, liebte ihren Vater abgöttisch, bis sie als junge Erwachsene seine eiserne Hand selbst zu spüren bekam. Das ganze Ausmaß seiner despotischen Herrschaft wurde ihr aber erst nach Stalins Tod 1953 bewusst: Selbst seine Verwandten ließ der Sowjetdiktator skrupellos hinrichten. 1957 brach Swetlana endgültig mit dem »Vater der Nation««und legte den Namen Stalin ab. Doch Russland ließ sie nicht los: Nun bestimmte das Politbüro über ihr Leben, bis ihr 1967 über Indien die Flucht in die Vereinigten Staaten gelang.

Selbst dort konnte Swetlana sich nicht vom Schatten ihres Vaters lösen. Weder gelang ihr der Durchbruch als Schriftstellerin, noch hatte ihre Ehe zu Wesley W. Peters, dem Zögling des renommierten Architekten Frank Lloyd Wright, Bestand. Ihr unstetes Leben, immer getrieben von der Sehnsucht nach Heimat, führte Swetlana nochmals kurzfristig zurück nach Russland, bis sie schließlich in Wisconsin zur Ruhe kam.

Dort spürte sie Martha Schad 2004 auf. Die Historikerin beschreibt mit sehr viel Einfühlungsvermögen das außergewöhnliche Schicksal jener Frau, die einmal Stalins »kleiner Spatz« war und deren Lebensweg zu einem Spiegelbild des 20. Jahrhunderts wurde. Unmittelbare Authentizität gewinnt die Biografie durch die Gespräche und den regen Briefwechsel der Autorin mit Swetlana Allilujewa sowie Besuchen bei deren Verwandten. Ein einmaliges Zeitdokument.

19,99 *
Artikel-Nr.: Katyn

Oder die Rache des Jerzy Poniatowski

Autor: Jürgen Wiechmann

Erstauflage 2011 jetzt lieferbar!

Ausstattung: 242 Seiten, Format 14,8 x 21 cm, Broschur

Inhalt: Mehr als 22.000 polnische Offiziere, die von der russischen Armee in Kriegsgefangenschaft genommen wurden, ferner Ärzte, Lehrer, Priester, Rechtsanwälte, Apotheker, Journalisten, Polizisten – die Intelligenz und Elite Polens –, wurden auf Stalins Befehl vom sowjetischen Geheimdienst durch den NKWD General Wsewolot Merkulow im Wald bei dem weißrussischen Dorf Katyn, nahe Smolensk, durch Schuss in den Hinterkopf im Jahr 1940 erschossen. Der Held des Romans, Jerzy Poniatowski, ein gebürtiger Oberschlesier aus Ruda bei Beuthen, überlebte das Massaker.

Sein ganzes Leben ist von der Angst geprägt, vom russischen Geheimdienst entdeckt zu werden. Sein Lebenswerk ist die Vergeltung an die Ermordung seiner Kameraden in Katyn, die ihm gelingt. Mit dem spannend geschriebenen Roman, der teilweise die oberschlesische Heimat des Autors einbezieht, wird ein ungeheuerer Völkermord festgehalten. Miteinbezogen ist der Absturz der polnischen Präsidentenmaschine bei Smolensk am 10. April 2010, der 70. Jahrestag des Massakers.
 

 

19,80 *
Artikel-Nr.: 9783518422359
Revolutionäres Vorbild, Internationalist und Kosmopolit, Theoretiker, Philosoph, Schriftsteller, Politiker, Liebhaber, Ehemann, Vater, Jude, Feind und verfolgtes Opfer. Leo Trotzki, einer der bedeutendsten politischen Führer der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, war von schillernder Gestalt. Der 1879 in der Südukraine als Lew Dawidowitsch Bronstein geborene hat den Grundstein zur Gründung der Sowjetunion gelegt, und wird doch immer wieder unterschlagen, wenn die führenden Köpfe der russischen Revolution genannt werden. Zusammen mit Lenin stand er, der Gründer der Roten Armee, 1917 an der Spitze der Oktoberrevolution. Als Volkskommissar war er unter anderem verantwortlich für das Kriegs- und Verlagswesen. Trotzki war nicht nur politischer Führer, sondern auch produktiver Schriftsteller und begnadeter Redner. Fragen nach Kultur und Alltagsleben waren ihm ebenso wichtig wie Politik und Geschichte. Der Aufstieg der Stalinfraktion nach Lenins Tod 1924 führte zu seinem Ausschluß aus den politischen Führungspositionen und schließlich zu seiner Verbannung 1929. Im Jahr 1940 wurde Trotzki in Mexiko-City von einem GPU-Agenten mit einem Eispickel erschlagen. Robert Service, Professor für Russische Geschichte und Spezialist für Russische Revolutionsgeschichte, hat viele Jahre unveröffentlichtes Archivmaterial gesichtet und mit seiner packenden Biographie nicht nur das Bild eines der brillantesten politischen Köpfe der Revolution gezeichnet, sondern sich – unparteiisch und unverfälscht – auch mit der überfälligen Debatte um das Verhältnis zwischen Trotzki und Stalin auseinandergesetzt.
34,95 *
Artikel-Nr.: 9783833303920

Viktor Jerofejew

Die Moskauer Schönheit

Die laszive und korrupte Schönheit Irina, eine Femme fatale aus der Provinz, erobert Moskau unter Einsatz ihrer weiblichen Reize und genießt das süße Leben in vollen Zügen. Jerofejews kompromissloser wie kunstvoller Roman zeichnet das »Sittenbild« der privilegierten russischen Gesellschaft und provoziert durch die dunkle, groteske Ästhetik von Sex, Gewalt und Tod. Die Erzählerin Irina überzeugt als herrlich skandalöse Chronistin, die einen eigenen Platz neben den Emmas, Nanas und Mollys der Weltliteratur verdient.

"So viel Sprachwitz, gepaart mit Situationskomik und Entlarvungsstrategie, hat Russland schon lange nicht mehr zu bieten gehabt." (Der Spiegel)

"Viktor Jerofejew ist eine Schlüsselfigur für das Verständnis der russischen Gegenwartsliteratur, in der der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler mehrfach Zeichen setzte." (Deutschlandradio)

9,90 *
Artikel-Nr.: 9783498057916

Berlin, im Sommer 1933: Der sechzehnjährige Wolfgang Ruge verlässt mit seinem zwei Jahre älteren Bruder das nationalsozialistische Deutschland. Ziel der beiden jungen Kommunisten ist das Land, auf das sich all ihre Hoffnungen richten – die Sowjetunion. In Moskau erwartet Ruge manches, was ihn begeistert, aber auch Ernüchterndes. Als die Wehrmacht in die Sowjetunion einmarschiert, wird er wegen seiner Herkunft zunächst verbannt und bald darauf ins Arbeitslager verbracht. Erst 1956, drei Jahre nach Stalins Tod, kann er nach Berlin zurückkehren. «Gelobtes Land» ist einer der raren Zeitzeugenberichte eines deutschen Autors über den stalinistischen Terror und insbesondere über die von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommene Gruppe der sogenannten Arbeitsarmisten, die ohne einen auch nur formalen Straftatbestand während des Krieges zur Zwangsarbeit genötigt und interniert wurden. Ein Bericht, der die große Erzählung über den Gulag um eine bedeutende Perspektive bereichert. «Wolfgang Ruge hat ein sehr persönliches, ehrliches und aufklärendes Buch geschrieben.» Frankfurter Allgemeine Zeitung «Eine epochale Familiengeschichte, wie nur das 20. Jahrhundert sie schreiben konnte.» Die Zeit «Memoiren, die es in sich haben.» die tageszeitung «Eine faszinierende, oft schonungslos grausame Zeitreise.» Deutschlandradio «Ein Zeugnis von ungewöhnlicher Qualität.» Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

 

Wolfgang Ruge (1917–2006)wurde von seinen Eltern schon als Kind im Sinne des Kommunismus erzogen. Sein Bruder wurde in der Sowjetunion verhaftet, sein ebenfalls emigrierter Vater an Nazi-Deutschland ausgeliefert. Ruge selbst verbrachte vier Jahre im stalinistischen Lager und elf in der Verbannung. Nach seiner Ausreise in die DDR arbeitete er bis 1982 als Professor im Fachbereich Weimarer Republik an der Akademie der Wissenschaften. Er galt als einer der bedeutendsten Historiker der DDR und ist der Vater von Eugen Ruge.

 

24,95 *
Artikel-Nr.: 9783942788007

Ungeliebter Verräter

Schatten über Arthur Koestlers «Sonnenfinsternis»

Der Erfolg des Buches kommt erst nach Kriegsende, und zwar in der französischen Übersetzung. «Le Zéro et l'Infini», so Koestler an einer Stelle des viel später verfassten Nachwortes, habe innerhalb kurzer Zeit eine Auflagenhöhe erreicht, die schliesslich über 400 000 ging. Dass damit alle Verkaufsrekorde des französischen Vorkriegsbuchhandels übertroffen worden waren, erklärt Koestler freilich mit politischen, nicht mit literarischen Gründen. Das mag für 1946 zugetroffen haben: In den Wochen zwischen dem Zerfall der deutschen Besatzermacht und der Errichtung einer gesetzesmässigen Regierung wird fast jeder Landstrich Frankreichs zum Schauplatz summarischer Hinrichtungen; Willkür steht auf der Tagesordnung. Die Kommunisten, so der Ex-Kommunist Koestler, hätten diese chaotischen Wochen zur systematischen Abrechnung mit ihren Gegnern benutzt, unliebsame Konkurrenten als «Kollaborateure» liquidiert, den Gewerkschaften, den Medien und den Gerichten weitgehend ihren Willen aufgezwungen. In dieser drückenden Atmosphäre, das ist leicht nachvollziehbar, erhält ein Roman über die stalinistischen Säuberungen, auch wenn es sich um zurückliegende Ereignisse handelt, Symbolwert.

 

 

 

16,80 *
Artikel-Nr.: 978-3-86583-780-6

Gerald Wiemers (Hg.)

Der Aufstand

Zur Chronik des Generalstreiks 1953 in Workuta, Lager 10, Schacht 29

Das Schweigen der Waffen 1945 bedeutete auf deutschem Boden nicht nur das Ende der NS-Herrschaft – zugleich markiert das Weltkriegsende den Beginn einer schließlich erbitterten Feindschaft der vormaligen Verbündeten Sowjetunion und Westalliierte. Deren „Kalter Krieg“ brachte viele gefährliche Krisenherde hervor, Korea, Vietnam oder Afghanistan stehen dafür ebenso exemplarisch wie etwa Berlin.

In die SBZ/DDR exportierte die Sowjetunion ihr diktatorisches stalinistisches System und operierte hier selbstherrlich mit willfährigen deutschen Kommunisten. Bis 1953 sorgten auch Sowjetische Militärtribunale (SMT) für „Ordnung“. Gegner dieser Verhältnisse wurden gnadenlos verfolgt. Tausende, meist junge Menschen wurden unter oft fragwürdigsten Anschuldigungen verhaftet und verurteilt, häufig mit einer Strafe von bis zu 25 Jahren Zuchthaus oder Zwangsarbeit und in den GULag deportiert. Alexander Solschenizyn oder Warlam Schalamow haben den GULag, das zur Sowjetunion von Anfang an gehörige Lagersystem, literarisch gültig verarbeitet, den Verlust jeglicher Menschenrechte seiner Insassen gegeißelt und die gnadenlose Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft, die oft mit dem Tod endete, verurteilt.

Aber auch unter diesen apokalyptischen Lebensbedingungen blieb jenseits aller Unterdrückung ein starker Freiheitswille der Gefangenen erhalten. Nach dem Tod Stalins im März 1953 schöpften diese Gepeinigten neue Hoffnung und neuen Mut. Schon bald nach dem Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR und der Verhaftung des scheinbar allmächtigen Innenministers und Geheimdienstchefs Berija verweigerten beispielsweise rund 15.000 Sklavenarbeiter im nördlich des Polarkreises gelegenen Lager Workuta die Zwangsarbeit. Sie forderten die Überprüfung der SMT-Urteile und ihre Freilassung. Im Lager 10, Schacht 29, statuierte Armeegeneral Maslennikow ein Exempel: Geheimdienst-Truppen des MGB schossen am 1. August 1953 auf die wehrlosen Gefangenen aus über 20 Nationen. 64 Tote und 123 zum Teil schwer Verletzte waren die Bilanz dieses Massakers. Darüber berichtet dieses Buch in vielen Einzelheiten.

152 deutsche Staatsbürger, die in diesem Lager lebten, wurden 1955/56 entlassen. Sie fanden und finden sich jährlich zu einem Treffen zusammen, in dessen Zentrum stets die Mahnung zur Bewahrung der Freiheit steht. Freiheit ist für sie das zentrale verbindende Moment. Ihre Schicksale sind sämtlich bedeutsam – ebenso wie die Erinnerung an jenen 1. August, zu dem der später rehabilitierte Oberleutnant der „Roten Armee“ Boris J. Kudrjawzew schrieb: „Möge dieser Tag denjenigen, die den Befehl gegeben haben, auf uns zu schießen, und denjenigen, die diesen verbrecherischen Befehl ausgeführt haben, zur Schande gereichen.“  

 

 

 

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