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Nationalsozialismus

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Lothar Kreyssig  Aufsätze, Autobiografie und Dokumente herausgegeben von Döring, Hans-Joachim
Artikel-Nr.: 9783374029099
14,80 €

Preis inkl. MwSt.

Lothar Kreyssig, war Richter, Bauer und Kirchenmann - und ein "vollblütiger" Sachse, wie er gern sagte. In Flöha 1898 geboren, leitete der promovierte Jurist unter anderem 1935/36 die Bekenntnissynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche Sachsens und arbeitete nach seinem Wegzug als Vormundschaftsrichter in Brandenburg. Er protestierte gegen die Ermordung behinderter Menschen in der sog. "Euthanasieaktion" der Nazis. Kreyssig war nach 1945 auch Konsistorialpräsident und Präses der Synode der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg sowie Mitglied des Rates der EKD. Zudem war er nicht nur ein Vermittler zwischen Ost- und Westdeutschland, er war auch in der Ökumene aktiv und gründete etliche Initiativen wie die Aktionsgemeinschaft für die Hungernden und die Aktion Sühnezeichen. Aus Anlass seines 25. Todestages am 5. Juli 2011 werden erstmals umfangreiche Teile seiner Autobiographie, Auszüge seiner Personalakten in der NS-Zeit und ausgewählte Dokumente der Bundesbehörde für die Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eingeleitet wird die Sammlung mit einer biographischen Studie und einer Analyse der Personalakte. Aktuelle Vorträge von Jochen Garstecki und dem Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg, Dr. Erardo Cristoforo Rautenberg, zeigen die hohe Aktualität des Zeugnisses von Lothar Kreyssig auf. Sein Leben war gekennzeichnet von Widerstehen und Versöhnen - Fähigkeiten, die sich gegenseitig bedingen und an Aktualität nichts verloren haben.


Hans-Joachim Döring, Dr. phil., Jahrgang 1954, Religionspädagoge, war Mitbegründer der Montagsgebete in der Nikolaikirche. Seit 2003 ist er Beauftragter des Kirchlichen Entwicklungsdienstes und seit 2009 Leiter des Lothar-Kreysig-Ökumen-Zentrums der Evangelische Kirche in Mitteldeutschland. 1980-1986 Jugenddiakon an der Thomaskirche Leipzig, 1987-1994 Geschäftsführer des ökumenischen Netzwerkes INKOTA und Fachreferent beim Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR (BEK) in Berlin, 1995-1997 Geschäftsführer StiftugnNOrd-Süd-Brücken, 1997-2002 Mitarbeiter am Kirchlichen Forschungsheim Lutherstadt Wittenberg

Diener vieler Herren: Ehemalige NS-Funktionäre in der SBZ/DDR von  Harry Waibel
Artikel-Nr.: 9783631635421
49,80 €

Preis inkl. MwSt.

Die Analyse der in diesem Buch ausgewählten beruflichen und politischen Kurzbiografien (ca. 1.500) betrifft Personen, in ihrer übergroßen Mehrheit sind es Männer, die für Nazi-Deutschland aktiv waren. Nach 1945 wirkten sie in der SBZ/DDR, ohne dass sie für kriminelle Aktivitäten während der NS-Zeit politisch oder juristisch belangt worden sind.

Waren sie Mitglied einer Partei bzw. Organisation der Nationalen Front der DDR galten sie als "ent-nazifiziert". Dieses pragmatische Vorgehen der SED belegt den widersprüchlichen Prozess der Ent-Nazifizierung ehemaliger NS-Funktionäre in der SBZ/DDR. Die Biografien umfassen sieben Berufsgruppen: Ärzte und Mediziner, Journalisten, Bewaffnete, Manager, Kulturschaffende, Wissenschaftler und Politiker. Dieses Buch zeigt, dass die wissenschaftliche Aufarbeitung des NS-Faschismus in wichtigen gesellschaftlichen Bereichen, wie z. B. bei den Ärzten oder den Universitäten, kaum begonnen hat.

Inhalt: Politische und berufliche Kurz-Biografien ehemaliger NS-Funktionäre in der SBZ/DDR – Angaben aus sieben Berufen: Mediziner und Ärzte, Journalisten, Bewaffnete, Kulturschaffende, Manager, Wissenschaftler und Politiker – Jahrgänge von 1880-1925.

Die Verdrängung der Juden von der Berliner Börse Kleine und mittlere Unternehmen
Artikel-Nr.: 978-3-86331-055-4
29,90 €

Preis inkl. MwSt.

Henning Medert

Die Verdrängung der Juden von der Berliner Börse

Kleine und mittlere Unternehmen an der Wertpapier-, Produkten- und Metallbörse (1928–1938) Jüdische Börsenbesucher und ihre kleinen und mittleren Unternehmen prägten die Berliner Börse als bedeutendsten institutionalisierten Kapital- und Produktenmarkt der Weimarer Republik und des nationalsozialistischen Deutschland maßgeblich. Ungeachtet dessen sahen sich jüdische Börsianer zwischen 1928 und 1938 einer zunehmenden und schließlich vollständigen Verdrängung von der Börse ausgesetzt. Diesen Prozess zeichnet Henning Medert vor dem Hintergrund der Veränderungen wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen des Börsenhandels nach, zugleich beschreibt er die Strategien, mit denen Juden darauf reagierten.

Ein umfangreicher, auf der Grundlage von Handelsregisterakten erstellter Anhang zu den jüdischen Börsenbesuchern und ihren Unternehmen ergänzt die Untersuchung.

Peter Kalmbach:  Wehrmachtjustiz
Artikel-Nr.: 9783863310530
24,90 €

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Geheime Feldpolizei, Wehrmachtgefängnisse, Sondereinheiten, Straflager, Bewährungsbataillone – die Justizorganisation der Wehrmacht unterhielt ein weitverzweigtes System, um Verfolgte zu bestrafen und zu brandmarken. Zehntausende Todesurteile und Hunderttausende Freiheitsstrafen sind das Resultat dieses Apparates, dessen Machtfülle sogar die Kompetenzen des Justizministeriums mit seinen politischen Sondergerichten übertraf.

 

Die Studie beschäftigt sich mit dem Aufstieg der Wehrmachtjustiz und den fieberhaft betriebenen Mobilmachungsplänen der „furchtbaren Juristen“ bis zum blutigen Finale, in dem die vorherigen Schreibtischtäter sich zum Teil persönlich als Richter und Henker gleichzeitig betätigten.

Jeder stirbt für sich allein -  Hans Fallada
Artikel-Nr.: 9783746628110
12,99 €

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Ein Berliner Ehepaar wagte Widerstand gegen die Nazis und wurde 1943 hingerichtet. Von ihrem Schicksal erfuhr Hans Fallada aus einer Akte. Fieberhaft schrieb Fallada daraufhin im Herbst 1946 in weniger als vier Wochen seinen letzten Roman nieder und schuf ein Panorama des Lebens der „normalen“ Leute im Berlin der Nazizeit: Nachdem ihr Sohn in Hitlers Krieg gefallen ist, wollen Anna und Otto Quangel Zeichen des Widerstands setzen. Sie schreiben Botschaften auf Karten und verteilen sie in der Stadt. Die stillen, nüchternen Eheleute träumen von einem weitreichenden Erfolg und ahnen nicht, dass Kommissar Escherich ihnen längst auf der Spur ist. – Diese Neuausgabe präsentiert Falladas letzten Roman erstmals in der ungekürzten Originalfassung und zeigt ihn rauer, intensiver, authentischer. Ergänzt wird der Text durch ein Nachwort, Glossar und Dokumente zum zeithistorischen Kontext.


 

Franz Albert Heinen - NS-Ordensburgen Vogelsang, Sonthofen, Krössinsee
Artikel-Nr.: 978-3-86153-618-5
34,90 €

Preis inkl. MwSt.

Ab 1934 begannen die Bauarbeiten an den drei nationalsozialistischen »Ordensburgen « Vogelsang (Eifel), Sonthofen (Allgäu) und Krössinsee (Pommern). Der Personalchef der NSDAP, Dr. Robert Ley, wollte dort den angehenden hauptamtlichen Mitarbeiterstab der Partei formieren. Von 1936 bis 1939 fanden in Vogelsang und Krössinsee entsprechende Lehrgänge statt, während Sonthofen ab 1937 bis Kriegsende als provisorisches Quartier für die Adolf-Hitler-Schulen diente, die als Vorschulen der NS-Ordensburgen
gegründet wurden. Kriegsbedingt blieben alle drei Bauwerke Fragmente, die aufgrund jahrzehntelanger militärischer Abschirmung in der Nachkriegszeit dem Blick der Öffentlichkeit entzogen waren.
Franz Albert Heinen gibt in diesem reich bebilderten Band erstmals einen umfassenden Überblick über die gewaltigen Bauensembles, bestimmt ihre Funktion im NS-Regime, schildert den Alltag der Kaderausbildung, benennt die Verbrechen von Ordensjunkern in der Sowjetunion und berichtet von der Nachkriegsnutzung der nach wie vor weitgehend unbekannten Anlagen.

Die Eskalation des Zweiten Weltkriegs von 1940 bis zum Unternehmen Barbarossa 1941
Artikel-Nr.: 9783428133772
38,00 €

Preis inkl. MwSt.

Vor fast siebzig Jahren begann im Sommer 1941 das Unternehmen Barbarossa, der deutsche Angriff auf die Sowjetunion.

Stefan Scheil zeichnet in seiner Studie über die Eskalation des Zweiten Weltkriegs die internationale Politik im Jahr vor diesem Angriff und seine Ursachen nach.

Die britische, deutsche, amerikanische und sowjetische Kriegspolitik und ihre jeweils zugrunde liegenden Interessen stehen im Mittelpunkt seiner Darstellung.

Der Autor zeigt detailliert auf, wie sehr sich die Bedrohungsszenarien und Ziele der damals aktuellen und potentiellen Kriegsparteien auf verschiedenen Schauplätzen gegenseitig beeinflussten und zur Eskalation des Krieges führten, so etwa auf dem Balkan. Er geht auf die sowjetischen Angriffspläne der Jahre 1940/41 ein und weist anhand von Archivmaterial nach, daß die deutsche Entscheidung für den Angriff auf die UdSSR durch die sowjetische Angriffsdrohung wesentlich mit verursacht wurde.

Die Hingerichteten von Landsberg und der Spöttinger Friedhof  Heinrich Pflanz
Artikel-Nr.: 9783937820149
29,80 €

Preis inkl. MwSt.

 

Die Landsberger Strafanstalt wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zum War Criminal Prison No. 1, also zum Kriegsverbrechergefängnis Nr. 1. Inhaftiert wurden dort die Verurteilten aus den Nürnberger Nachfolgeprozessen, dem Shanghai-Prozeß und Verurteilte wegen Spionage sowie aus verschiedenen Einzelprozessen der US-Militärgerichte. Den größten Anteil der Gefangenen bildeten die Verurteilten aus den Dachauer Kriegsverbrecherprozessen. Bei diesen ging es um getötete abgeschossene amerikanische Flieger, um den Malmedy-Prozeß und die Prozesse um die Konzentrationslager Dachau, Mauthausen, Buchenwald und Flossenbürg.

Der Landsberger Heimatforscher Heinrich Pflanz hat in jahrzehntelanger Arbeit die vorliegende Dokumentation erstellt. Seine Forschungen stützen sich dabei nicht nur auf umfangreiches Material aus deutschen und amerikanischen Archiven, sondern er konnte auch auf die persönlichen Aussagen von amerikanischen Armeeangehörigen, deutschen Zivilangestellten, der evangelischen und katholischen Gefängnispfarrer, Rechtsanwälten und vielen Angehörigen der Angeklagten und ehemaligen "Rotjacken", also der Verurteilten, die monate- bzw. jahrelang in der Todeszelle auf ihre Hinrichtung warteten, ehe ihr Urteil umgewandelt wurde, zurückgreifen.
Entstanden ist ein erschütterndes Werk, das die Lebensschicksale der Hingerichteten, ihre tatsächlichen oder oft auch nur von den Anklägern behaupteten Verbrechen knapp und eindringlich schildert. Von besonderer zeitgeschichtlicher Bedeutung sind die von vielen Verurteilten überlieferten letzten Worte unter dem Galgen und die dokumentierten Abschiedsbriefe, die auf ergreifende Weise bezeugen, wie der Einzelne in den Sog eines katastrophalen Weltgeschehens geraten kann.
Von den 285 Menschen, die in den Jahren 1945 bis 1951 in Landsberg hingerichtet wurden, haben viele ihre letzte Ruhe auf dem Spöttinger Friedhof gefunden. Sie liegen unter anderem neben Opfern aus der Zeit des Nationalsozialimus. So ist der Spöttinger Friedhof heute ein Denk- und Mahnmal der Zeitgeschichte von herausragender Bedeutung

 

 

Deutsche, kauft nicht bei Juden - Antisemitismus und politischer Boykott in Deutschland 1924 bis 193
Artikel-Nr.: 978-3-8353-0883-1
39,90 €

Preis inkl. MwSt.

Hannah Ahlheim

»Deutsche, kauft nicht bei Juden!«

Antisemitismus und politischer Boykott in Deutschland 1924 bis 1935

 

452 Seiten

Über das Zusammenspiel von ökonomischem Handeln und Denken mit antisemitischen Stereotypen.

Im Gegensatz zu der noch immer vertretenen Auffassung, Antisemitismus habe in der Selbstdarstellung und Wahrnehmung der NSDAP vor 1933 nur am Rande eine Rolle gespielt, zeigt Hannah Ahlheims Studie, wie die Nationalsozialisten auf regionaler Ebene bereits während der Weimarer Republik antisemitische Boykotte offen und selbstbewusst als »Werbemaßnahme« betrieben haben. Der staatlich verordnete Boykott vom 1. April 1933 nahm diese Bewegung »von unten« auf und intensivierte sie. Auch wenn die Maßnahmen nicht immer den von den Nationalsozialisten erwünschten unmittelbaren wirtschaftlichen Schaden verursachten, waren sie aus der Sicht der betroffenen Juden nur allzu »erfolgreich«: Sie führten zu kleinen, aber folgenreichen Verschiebungen in der Behandlung jüdischer Geschäftspartner und halfen, radikal antisemitische Propaganda mit verbreiteten Ressentiments zu verbinden, trieben die Ausgrenzung der Juden vor Ort entscheidend voran und waren so Teil eines Prozesses, der im »sozialen Tod« und schließlich in der physischen Vernichtung der Juden gipfelte.


Die Arbeit wurde mit dem Ernst Fraenkel Prize in Contemporary History der Wiener Library 2009 ausgezeichnet.

Juden in Krakau unter deutscher Besatzung 1939 ­ 1945
Artikel-Nr.: 978-3-8353-0869-5
19,90 €

Preis inkl. MwSt.

Andrea Löw und Markus Roth

Juden in Krakau unter deutscher Besatzung 1939 ­ 1945


 

Eine reich bebilderte Dokumentation über das Leben im Krakauer Getto.

 

 

 

Trotz des weltweiten Erfolgs von Steven Spielbergs Film »Schindlers Liste« und trotz des allgemein großen Interesses an der Geschichte der Juden in Krakau, ist immer noch relativ wenig über das Leben und den Alltag der verfolgten Menschen selbst bekannt.

 

Andrea Löw und Markus Roth schildern erstmals ausführlich die Geschichte und Geschichten der Menschen eines der größten Gettos in Polen. Auf der Grundlage zahlreicher Tagebücher, Erinnerungsberichte und Dokumente zeichnen sie ein wissenschaftlich fundiertes und plastisches Bild vom jüdischen Leben in der Hauptstadt des besetzten Polen. Im Mittelpunkt ihrer Darstellung steht keine Masse anonymer und vermeintlich passiver Opfer, sondern Menschen, die als Individuen denken, fühlen und handeln.

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