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Nationalsozialismus

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Politische Häftlinge im nationalsozialistischen Strafvollzug: Das Zuchthaus Brandenburg-Görden

Artikel-Nr.: 978-3-86331-246-6

Leonore Ansorg

Politische Häftlinge im nationalsozialistischen Strafvollzug: Das Zuchthaus Brandenburg-Görden

Im Zuchthaus Brandenburg-Görden als der größten Haftanstalt Deutschlands verbüßten Tausende von politisch Verurteilten der NS-Justiz ihre meist langjährigen Freiheitsstrafen. Harte Behandlung und schwerste Haftbedingungen, die sich während des Krieges noch verschärften, prägten ihren Zuchthausalltag. Ab 1940 wurden etwa 1800 politische Todesurteile vollstreckt.

Die Studie richtet den Blick auf die Differenziertheit der Gruppe der politisch Verurteilten, zu denen auch Erich Honecker und Robert Havemann gehörten: Wie waren die sozialen Beziehungen untereinander, gab es Hierarchien innerhalb der Häftlingsgesellschaft, kam es zu Ausgrenzungen unter ihnen und welche Stellung hatte die KPD im Zuchthaus? Auch die Rolle der Beamten des Strafvollzugs im Umgang mit den politischen Gefangenen wird thematisiert. Durch umfangreiche Auswertung von Archivquellen und Erinnerungsberichten können Antworten auch auf bislang mit einer Legendenbildung belegte Fragen gegeben werden.

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 15

28,00 *

Die letzten Zeugen. Der Auschwitz-Prozess von Lüneburg 2015

Artikel-Nr.: 978-3-15-011057-7

Peter Huth

Die letzten Zeugen. Der Auschwitz-Prozess von Lüneburg 2015

Oskar Gröning war in der Verwaltung des Konzentrationslagers Auschwitz tätig. Im Frühjahr 2015 musste er sich für seine Beteiligung am nationalsozialistischen Massenmord vor dem Landgericht Lüneburg verantworten. Der Vorwurf: Beihilfe zum Mord in 300 000 Fällen.

Die letzten Zeugen dokumentiert den Auschwitz-Prozess von Lüneburg Tag für Tag: die Aussagen des Angeklagten, die Plädoyers von Staatsanwaltschaft, Nebenklägern und Verteidigern und die Aussagen der Holocaust-Überlebenden und ihrer Nachkommen. Es bewahrt deren Zeugnis für die Nachgeborenen und dokumentiert damit die Verbrechen des Nationalsozialismus wie auch das Versagen der deutschen Justiz seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

12,95 *

Die Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus

Artikel-Nr.: 9783837840391

Der Völkermord an den Sinti und Roma wird inzwischen oft mit demjenigen an den europäischen Juden auf eine Stufe gestellt. Das Für und Wider solcher Analogien ist ein Thema des neuen Heftes der "Beiträge"; ebenso wie die Besonderheit, dass Sinti und Roma nach 1945 häufig einem kaum veränderten Verfolgungsdruck durch die Behörden ausgesetzt waren und sich mit einem quasi ungebrochenen Antiziganismus auseinandersetzen mussten. Die meisten Aufsätze widmen sich der Erforschung bislang vernachlässigter Fragen nach dem Schicksal von Sinti und Roma in einzelnen Konzentrationslagern oder bietet lokalgeschichtliche Untersuchungen des jeweiligen Verfolgungsgeschehens. Wie in allen Titeln der Reihe ist der Fokus der Beiträge auf Norddeutschland gerichtet.

 

14,90 *

»... dass du weißt, was hier passiert ist«: Medizinische Experimente im KZ Neuengamme

Artikel-Nr.: 9783837820225

»... dass du weißt, was hier passiert ist«

Medizinische Experimente im KZ Neuengamme und die Morde am Bullenhuser Damm 

von Iris Groschek & Kristina Vagt

Am 20. April 1945 wurden 20 jüdische Kinder und 28 Erwachsene in dem bis wenige Tage zuvor als KZ-Außenlager genutzten Schulgebäude am Bullenhuser Damm in Hamburg-Rothenburgsort ermordet. An den zehn Mädchen und zehn Jungen waren im KZ Neuengamme medizinische Experimente mit Tuberkulose-Erregern durchgeführt worden. Zur Vertuschung der Experimente ermordeten drei Wochen vor Ende des Zweiten Weltkrieges SS-Männer die Kinder und vier KZ-Häftlinge, die sie betreut hatten. In derselben Nacht erhängten sie außerdem mindestens 24 sowjetische Häftlinge, deren Identität bis heute unbekannt ist. Seit 1980 erinnert die Gedenkstätte Bullenhuser Damm an das grausame Verbrechen. Eine Dauerausstellung macht die Ereignisse zugänglich. Das Buch führt frühere Rechercheergebnisse und neue Erkenntnisse über die Umstände und Durchführung der Morde und die Täter zusammen und stellt die Biografien der Kinder und ihrer Betreuer ausführlich vor. Es berichtet von der juristischen Aufarbeitung des Verbrechens, der Suche nach Angehörigen und der Entwicklung der Gedenkstätte, die heute ein wichtiger Erinnerungs- und Lernort ist.

19,90 *

Die Weiße Liste und die Stunde Null in Deutschland 1945

Artikel-Nr.: 978-3-7766-2756-5

Henric L. Wuermeling

Die Weiße Liste und die Stunde Null in Deutschland 1945

Mit den Originaldokumenten in englischer Sprache übersetzt von Gabriele Rieth-Winterherbst

Es war ein sensationeller Fund, der dem Autor gelang: Der Stempel „Secret” ausgebleicht, die eng beschriebenen Schreibmaschinenseiten vergilbt, so lag sie seit Jahrzehnten unentdeckt im Nationalarchiv in Washington, D.C. – die Liste von rund 1500 Deutschen: Publizisten, Künstler, Anwälte, Kleriker, Gewerkschafter, Politiker und andere, die nach Einschätzung der Alliierten dafür infrage kamen, nach der Kapitulation am Wiederaufbau eines demokratischen Staates mitzuwirken.

Die Amerikaner, die die Namen schon während des Zweiten Weltkriegs zusammentrugen, nannten sie die „Weiße” Liste, weil sie nur Personen mit einer anti- oder nicht-nazistisch vermuteten Gesinnung umfasste. Mitte der 1970er-Jahre stieß der Historiker Henric L. Wuermeling bei Recherchen auf die Liste, die sich wie ein spannendes „Who’s who” der Hoffnungsträger liest: ein einzigartiges Originaldokument, mit einer nicht minder spannenden Geschichte, hier erstmals vollständig veröffentlicht – im Original mit deutscher Übersetzung – und zugleich eine ganz außergewöhnliche Forschungsgrundlage für alle historisch Interessierten.

Die Originale der Weißen Liste werden im Nationalarchiv in Washington D.C. aufbewahrt. Die in diesem Band als Faksimile reproduzierten Kopien wurden dem Autor vom Nationalarchiv zur Verfügung gestellt.

35,00 *

Ich war in Deutschland vermisst

Artikel-Nr.: 978-3-7322-6794-1

Hans-Carl Seif

Ich war in Deutschland vermisst

Ein Erlebnisbericht aus sowjetischen KZ-Lagern und NKWD-Kellern

Hans-Carl Seif wurde am 25.12.1920 in Wien geboren. Im Jahre 1946 verhaftete man ihn nach einem Besuch bei Berlin. Er wurde verschleppt und kam in verschiedene NKWD-Keller und sowjetische Speziallager. Erst am 10.2.1950 wurde er aus Buchenwald bei Weimar entlassen. Mit Sicherheit spricht dieser Erlebnisbericht einige Menschen an. Vielleicht auch lesenswert für die Jugend und als Herausforderung, sich für eine bessere Zukunft in Frieden und Freiheit einzusetzen. Zu oft wird vergessen, was Freiheit bedeutet.

Der Berliner Hans-Carl Seif wurde im Februar 1946 in Brandenburg festgenommen, mehrere Monate in Kellern in Brandenburg, Falkensee und Werder festgehalten, später in die SL Ketschendorf, Mühlberg und Buchenwald transportiert. Ohne Verurteilung wurde er  im Februar 1950 aus Buchenwald entlassen. Den vorliegenden Bericht schrieb er 1950 unmittelbar nach der Haftentlassung - und übergab ihn der Mutter in Österreich zur Aufbewahrung. Sie versteckte das Manuskript und die Kindeskinder fanden es zufällig und gaben es der Witwe von Seif, lange nach dessen Tod.  Er selbst hat nie darüber mit seiner 2. Ehefrau (seit 1972 verheiratet) gesprochen. Frau Seif hat das Manuskript abgeschrieben und als Datei der Gedenkstätte zur Verfügung gestellt. Nach Auskunft der Witwe hat Seif gelegentlich und gern Texte und vor allem Gedichte geschrieben. Gebürtig aus Wien, war er nach der Zeit beim RAD bis zum Kriegsende Wehrmachtsangehöriger. Einen Hinweis auf einen Inhaftierungsgrund bzw. den Anlaß gibt es auch aus der familialen mündlichen Überlieferung nicht. Seif war Verleger des West-Berliner "Lotto-Totto-Express". Später arbeitete er als Taxifahrer. Er starb 1985 an schwerer Krankheit.

7,90 *

Krieg der Täter

Artikel-Nr.: 978-3-86854-286-8

Claudia Weber

Krieg der Täter

Die Massenerschießungen von Katyń

Im Frühjahr 1943 wurde in der Nähe des russischen Dorfes Katyń ein grauenvoller Fund gemacht: Massengräber mit Tausenden Toten. Die Täterschaft ist zu diesem Zeitpunkt längst bekannt, wie die Autorin eindrücklich zeigt, und dennoch drehte sich die Geschichte der Massenerschießungen von Katyń Jahrzehnte um die Frage, ob nun das »Dritte Reich« oder Stalins Sowjetunion für das brutale Kriegsverbrechen verantwortlich war, dem im Frühjahr 1940 über 22 000 polnische Armeeangehörige zum Opfer fielen. Inmitten der militärischen Schlachten des Zweiten Weltkriegs wurde ein "Täterkrieg" entfacht: Während sich der deutsche Nationalsozialismus im Wald von Katyń als Entdecker sowjetischer Kriegsgräuel und als Bollwerk gegen den Roten Terror präsentierte, setzte sich der Stalinismus als Opfer einer Verleumdungskampagne der "Hitleristen" in Szene.

35,00 *

Alfred Rosenberg - Die Tagebücher von 1934 bis 1944

Artikel-Nr.: 978-3-10-002387-2

Jürgen Matthäus / Frank Bajor

Alfred Rosenberg - Die Tagebücher von 1933 bis 1944

Die lange verschwundenen Tagebücher von Alfred Rosenberg, dem Chef-Ideologen der NSDAP, erstmals in einer Gesamtausgabe – ein Schlüsseldokument zur Geschichte von Nationalsozialismus und Holocaust

Seit 1946 verschollen, wurden die Tagebücher des NSDAP-Reichsleiters Alfred Rosenberg erst 2013 aufgefunden. Hier liegen sie erstmals als Gesamtausgabe vor, ausführlich kommentiert von den renommierten Historikern Frank Bajohr(Zentrum für Holocaust-Studien, München) und Jürgen Matthäus (US Holocaust Memorial Museum, Washington). Rosenbergs Aufzeichnungen zeigen, dass seine Rolle bei der Vorbereitung und Umsetzung des Holocaust lange unterschätzt wurde. Schon früh einer der radikalsten Antisemiten, unterstützte er bis zuletzt die deutsche Vernichtungspolitik. Seine Notizen verdeutlichen neben seiner unbedingten Ergebenheit gegenüber Hitler die erbitterte Konkurrenz innerhalb der Funktionselite um den "Führer", insbesondere die intime Feindschaft zwischen Rosenberg und Joseph Goebbels. Aus der Perspektive eines der Hauptverantwortlichen eröffnet dieses Schlüsseldokument neue, wichtige Einblicke in die vom NS-Regime erzeugte Gewaltdynamik.

26,99 *

Katyn 1940 - Geschichte eines Verbrechens

Artikel-Nr.: 978-3-406-67366-5

Thomas Urban

Katyn 1940

Geschichte eines Verbrechens

Katyn - der Name ist zur Chiffre für eines der abscheulichsten Verbrechen des 20. Jahrhunderts geworden. Mehr als 20 000 polnische Offiziere, Beamte und Intellektuelle wurden im April 1940 von der sowjetischen Geheimpolizei NKWD kaltblütig erschossen. Erst fünfzig Jahre später räumte der Kreml die Täterschaft ein. Thomas Urban schildert die Ereignisse und bringt Licht in das Dickicht aus Lügen, Fälschungen und Terror, das die Morde bis heute umgibt. Erstmals beschreibt er die Rolle deutscher Widerstandskämpfer dabei.

Im Frühjahr 2015 ist der 75. Jahrestag der Massenmorde im Wald von Katyn. Stalin bezichtigte beharrlich die Deutschen dieser Verbrechen, die zur gleichen Zeit den Massenmord an den polnischen Juden betrieben. Die Nationalsozialisten wiederum sahen in den Morden eine einmalige Gelegenheit, die Alliierten zu entzweien. Während die Angehörigen der Opfer verzweifelt nach ihren Männern, Vätern, Söhnen suchten, lieferten sich die beiden Terrorregime eine Propagandaschlacht, die an Zynismus kaum zu überbieten ist.

14,95 *

Auslese für die Siedlergesellschaft

Artikel-Nr.: 978-3-525-36967-8

Maria Fiebrandt

Auslese für die Siedlergesellschaft

Die Einbeziehung Volksdeutscher in die NS-Erbgesundheitspolitik im Kontext der Umsiedlungen 1939–1945

Als am 1. September 1939 die deutschen Truppen in Polen einfielen, war das der Auftakt für die Eroberung von „Lebensraum im Osten“. Eroberung war gleichbedeutend mit der Versklavung und Vernichtung der einheimischen Bevölkerung, die der NS-Rassenideologie nach als „fremdvölkisch“ und daher „minderwertig“ galten. An ihren Platz sollten sogenannte „Volksdeutsche“ treten, die bis dahin als Minderheiten in verschiedenen europäischen Ländern, z.B. Rumänien, Lettland oder Italien, lebten. Über eine Million Menschen verließen auf dem Land- und Schiffsweg ihre alte Heimat. Allerdings erhielt keineswegs jeder dieser Umsiedler den von der NS-Propaganda versprochenen Bauernhof im Osten. Zum einen blieben viele von ihnen in provisorischen Lagern untergebracht und warteten dort auf ihre endgültige Ansiedlung. Zum anderen galten nicht alle Volksdeutschen als „siedlungstauglich“. Nur „rassereine“ und „erbgesunde“ Umsiedler sollten in den Osten gelangen und dort Teil der neu zu schaffenden Siedlergesellschaft werden. Während des Einbürgerungsverfahrens untersuchten und selektierten Ärzte und „Rasseexperten“ dafür jeden Einzelnen. Dabei galt nicht allein der „Rassereinheit“ sondern auch der „Erbgesundheit“ besondere Aufmerksamkeit. Gemäß der „rassenhygienischen“ Idee galten Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen sowie psychischen Erkrankungen als „minderwertig“ und zugleich als Gefahr für den deutschen „Volkskörper“. Sie sollten mit Hilfe der bereits praktizierten „rassenhygienischen“ Maßnahmen ausgesondert werden. Damit drohte ihnen nichts Geringeres als die Zwangssterilisation und die Einbeziehung in die NS-Krankenmorde.

(Schriften des Hannah-Arendt-Instituts - Band 055)

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