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Nationalsozialismus


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Der Jude mit dem Hakenkreuz

Artikel-Nr.: 978-3-351-03276-0

Lorenz S. Beckhardt

Der Jude mit dem Hakenkreuz

Die Geschichte einer ungewöhnlichen deutsch-jüdischen Familie – von aufstrebenden Kaufleuten im 19. Jahrhundert über den Großvater Fritz Beckhardt, den glühenden Patrioten und mutigen Piloten im Ersten Weltkrieg, bis zur Generation, die nach 1945 einen Neuanfang im Land der Täter wagt.

Lorenz S. Beckhardt, in einem katholischen Internat erzogen, erfährt erst als Achtzehnjähriger, dass er Jude ist. Allmählich erhellen sich ihm das Leben seiner Vorfahren, ihr Streben nach Anerkennung als vollwertige Bürger und nach wirtschaftlichem Aufstieg. Sein Großvater Fritz, gelernter Textilkaufmann, war aus dem Ersten Weltkrieg als der höchst dekorierte Jude auf deutscher Seite zurückgekehrt. Nach 1933 wurde er wegen Rassenschande inhaftiert, kam aber mit Hilfe seines ehemaligen Geschwaderkameraden Hermann Göring aus Buchenwald frei und konnte mit seiner Frau emigrieren. Sohn Kurt und Tochter Hilde gelangten mit Kindertransporten nach England. Andere Verwandte wurden deportiert und ermordet. Nach dem Krieg pochte er auf die Einlösung des Versprechens, das er dem Schwiegervater beim Abschied gegeben hatte: „Papa, Hitler wird den Krieg verlieren. … wir kommen zurück; auch nach diesen ‚tausend Jahren‘ wird es noch Juden am Rhein geben.“ Selbst die Nazis hatten seine Kämpfernatur nicht gebrochen. Das vermochte erst die Wiedergutmachungsbürokratie der frühen Bundesrepublik.

Bewegend schildert Lorenz Beckhardt die Schicksale seiner Verwandten und die eigene Selbstfindung, die Folgen von Schweigen, Verdrängen, den schweren Neubeginn in der alten Heimat, die alltäglichen Demütigungen durch Nachbarn und den zermürbenden Streit um die Rückerstattung des Eigentums.

„Papa, Hitler wird den Krieg verlieren. … wir kommen zurück; auch nach diesen ‚tausend Jahren‘ wird es noch Juden am Rhein geben.“

24,95 *

Eichmann vor Jerusalem

Artikel-Nr.: 978-3-499-62269-4

Bettina Stangneth

Eichmann in Jersusalem - Das unbehelligte Leben eines Massenmörders

Er war der Organisator der Judenvernichtung: Adolf Eichmann. Wie konnte er sich nach dem Krieg fünfzehn Jahre lang verstecken? Wie gelang es ihm, 1961 in Jerusalem mit seinem Auftritt vor Gericht so viele davon zu überzeugen, dass sein Denken banal und er gerade darum nicht böse sei?

Bettina Stangneths aufsehenerregendes Buch zeichnet das Bild eines gefährlichen Tricksers und Täuschers, der sich in jeder Lebenssituation und vor jedem Publikum neu inszenieren konnte, eines nationalsozialistischen Karrieristen, der nach 1945 keineswegs bereit war, im Dunkeln zu verschwinden. Und es gewährt brisante Einblicke in die Geschichte der frühen Bundesrepublik. Eine fesselnde Recherche!

Ausgezeichnet mit dem NDR Kultur Sachbuchpreis.

Bettina Stangneth, geboren 1966, hat in Hamburg Philosophie studiert und über Immanuel Kant und das »Radikal Böse« promoviert. Unter dem Titel «Lüge! Alles Lüge!» erschienen 2013 die von ihr rekonstruierten Aufzeichnungen des Eichmann-Verhörers Avner Werner Less. Bettina Stangneth forscht weiter über die Lüge.

19,99 *

Hitlers vergessene Kinderarmee

Artikel-Nr.: 978-3-499-63025-5

Harald Stutte / Günter Lucks

Hitlers vergessene Kinderarmee

Im Frühjahr 1945 wirkten sie als Statisten im letzten Kapitel des untergehenden Nazi-Reiches mit. Sie waren Teil einer "Kinderarmee", Hitlers letztem Aufgebot. In einem "Reichsausbildungslager" (RAL) der Hitlerjugend im südmährischen Bad Luhatschowitz waren die 16- und 17-jährigen in Schnelllehrgängen zu Soldaten geschliffen worden, zusammen mit über 1000 Gleichaltrigen. Anschließend kassierte die Waffen-SS die Kindersoldaten und verheizte sie in einem Krieg, der zu diesem Zeitpunkt längst verloren war. Im September 1944 ordnete die NS-Führung, ihr nahes Ende vor Augen, die "Erfassung aller zwischen 16 bis 66 Jahren" an. Erzogen treu im Glauben an Führer und Vaterland, folgten Tausende diesem Aufruf. In Wahrheit waren diese Kinder jedoch weder "wehrfähig", geschweige denn "Männer". Acht ihrer Geschichten werden hier erzählt.

9,99 *

Ich war Hitlers letztes Aufgebot

Artikel-Nr.: 978-3-499-62589-3

Günter Lucks / Harald Stutte

Ich war Hitlers letztes Aufgebot - Meine Erlebnisse als SS-Kindersoldat

Das letzte Aufgebot der Nazis bestand zum Teil aus Kindern. Eines davon war der Hamburger Günter Lucks. Im März wird der 16-Jährige von der SS rekrutiert und an die Front bei Wien geschickt. Das Kind kämpft und tötet – und gerät in russische Gefangenschaft. Eine jahrelange Odyssee durch zahlreiche Lager beginnt – und eine unglaubliche Geschichte, die in Moskau in eine große, tragische Liebe mündet …

"Der Text hat mich berührt. Ich hoffe, dass mit Hilfe solch
 anschaulicher Beschreibungen Nachgeborene Gelegenheit ha
ben, aus den Erfahrungen früherer Generationen zu lernen." Günter Grass

9,99 *

Im Schatten der Mozartkugel - Reiseführer durch die braune Topografie von Salzburg

Artikel-Nr.: 978-3-7076-0276-0

Gerald Lehner/Susanne Rolinek/Christian Strasser

Im Schatten der Mozartkugel - Reiseführer durch die braune Topografie von Salzburg

In Salzburg ist die Gegenwart – fast unsichtbar und doch immer spürbar – mit Abgründen der nationalsozialistischen Vergangenheit verbunden. Auf engstem Raum sind Hitlers und Himmlers Machtzentren mit den Schicksalen heimischer Widerständler verknüpft – Gegensätze, die dieser neue Reiseführer erstmals begehbar macht.

Im Schatten von Mozartkugeln und prachtvollen Bergen findet man in der Region Salzburg besonders viele „braune Flecken“ der Vergangenheit. Auf dem Obersalzberg befand sich Hitlers globale Machtzentrale. Der Massenmörder Heinrich Himmler lebte in jener Villa, die der Familie Trapp geraubt worden war. Nördlich von Salzburg liegt Hitlers Geburtsstadt Braunau. Im Salzburger „Haus der Natur“ frönten Wissenschaftler dem Rassenwahn und der Tibet- Esoterik. Auf der anderen Seite kämpfte die couragierte Ordensschwester Anna Bertha Königsegg gegen die Euthanasie. Es wundert nicht, dass Salzburg niemanden kalt ließ und lässt.

19,80 *

Der Auschwitz-Prozess - Bericht über die Strafsache Mulka u.a. vor dem Schwurgericht Frankfurt a.M.

Artikel-Nr.: 978-3-86393-049-3

Bernd Naumann

Der Auschwitz-Prozess

Bericht über die Strafsache gegen Mulka u.a. vor dem Schwurgericht Frankfurt am Main 1963-1965

Im Winter 1963 begann vor den Augen der Weltöffentlichkeit die größte und wichtigste Aufarbeitung des Holocaust, der erste Auschwitzprozess. Fritz Bauer, Generalstaatsanwalt in Hessen hatte diesen Prozess gegen den erbitterten Widerstand seiner Zunft auf den Weg gebracht.

Der Frankfurter »Auschwitz-Prozess« ist ein Stück Zeitgeschichte geworden. Einige von vielen, welche die perfekteste Todesmaschine funktionieren ließen, standen in Frankfurt vor Gericht. Die Prozessberichte von Bernd Naumann schildern die richterlichen Bemühungen, keine Abrechnung über die Vergangenheit Deutschlands zu halten, sondern angesichts von nachweisbarer Schuld allein dem Gesetz Genüge zu tun. Der Verfasser gibt allein den Prozessverlauf wieder, wie er sich in den Aussagen der Zeugen und Angeklagten spiegelt. Die Konsequenzen, die außerhalb des Strafgesetzes liegen, hat der Leser selbst zu ziehen.

 

24,00 *

Wolfgang Benz: Theresienstadt - Eine Geschichte von Täuschung und Vernichtung

Artikel-Nr.: 9783406645495

Wolfgang Benz

Theresienstadt - Eine Geschichte von Täuschung und Vernichtung

Nirgendwo kam der Zynismus der Nationalsozialisten deutlicher zum Ausdruck als in Theresienstadt. Die Weltöffentlichkeit und die zur Deportation bestimmten Juden wurden planmäßig über den Zweck der Einrichtung getäuscht. Bis heute hält sich das Bild des privilegierten "Altersghetto", in dem vor allem musiziert und gemalt wurde. Wolfgang Benz zeichnet in diesem Buch ein Bild von Theresienstadt, das der Realität zwischen Hoffnung und Vernichtung, zwischen Illusion und Untergang nahe kommt.

Die Nationalsozialisten sind mit ihren Lügen über Theresienstadt nicht erfolglos geblieben: In der Literatur findet man immer wieder Hinweise darauf, dass hier die Lebensbedingungen besser waren als in anderen Lagern, dass die Kinder und Jugendlichen in den Genuss von Schulbildung gekommen seien, nirgendwo fehlt der Verweis auf das kulturelle Leben im Ghetto. Dies alles gab es, doch wird dabei ein entscheidender Teil der Wirklichkeit ausgeblendet. Denn Theresienstadt war in das Programm der "Endlösung" eingebunden und von Hunger, Elend und einer hohen Sterblichkeit geprägt. Das Ghetto war hoffnungslos überfüllt und immer wieder gingen Transporte in die Vernichtungslager im Osten. Insgesamt wurden 141 000 Juden, vor allem aus der Tschechoslowakei, Deutschland und Österreich, nach Theresienstadt deportiert, nur 23 000 von ihnen überlebten den Holocaust.

 

24,95 *

Landschaften der Metropole des Todes - Ausschwitz und die Grenzen der Erinnerung

Artikel-Nr.: 9783421045935

Otto Dov Kulka

Landschaften der Metropole des Todes

Ausschwitz und die Grenzen der Erinnerung und der Vorstellungkraft

Die Metropole des Todes, das ist Auschwitz-Birkenau. Als Kind wird Otto Dov Kulka zusammen mit seiner Mutter erst in das Ghetto Theresienstadt und dann nach Auschwitz deportiert. Er überlebt die zweimalige Liquidierung des sogenannten Familienlagers und verlässt Auschwitz schließlich im Januar 1945 auf einem Todesmarsch. Lange Zeit hat er über seine Erlebnisse geschwiegen, sich als Historiker allein streng wissenschaftlich mit dem Mord an den Juden befasst. In diesem außergewöhnlichen Text erkundet Kulka nun die Fragmente seiner Erinnerung an Auschwitz, die wiederkehrenden Träume und Bilder, die sein Leben begleiten und unauslöschlich prägen. Eine beeindruckende literarische Reflexion, die unsere Wahrnehmung der Vergangenheit verändert.

"Dies ist eines der außergewöhnlichsten Zeugnisse über Unmenschlichkeit, das ich kenne. Dov Kulkas tief berührende Erinnerungen an seine Kindheitsjahre in Auschwitz, seine Reflexionen von elegischer, poetischer Qualität lassen den Horror der Todeslager, das Trauma von Familie und Freunden und den unauslöschlichen Eindruck auf die Erinnerung eines Jungen, der zu einem bedeutenden Holocaustforscher wurde, anschaulich werden. Ein außerordentlich wichtiges Buch, das gelesen werden sollte." Ian Kershaw

19,99 *

Das Dritte Reich und die Juden 1933-1945

Artikel-Nr.: 9783406644337

Saul Friedländer

Das Dritte Reich und die Juden 1933-1945

"Ein erstaunliches und ergreifendes, ein unvergessliches Buch." Marcel Reich-Ranicki 

 

"Das Dritte Reich und die Juden 1933–1945" ist eine gekürzte Ausgabe der berühmten Geschichte des Holocaust von Saul Friedländer. Das Werk und sein Autor wurden vielfach ausgezeichnet – es gilt als eines der historischen Meisterwerke unserer Zeit.

Saul Friedländers Buch über die Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden ist einhellig als eines der bedeutendsten historischen und literarischen Werke unserer Zeit gerühmt worden. Nirgendwo sonst wird die Geschichte des Holocaust so eindringlich, kenntnisreich und reflektiert erzählt. Wer wissen will, was in Deutschland und dann in ganz Europa zwischen 1933 und 1945 geschehen ist, wie es geschehen konnte, der kommt an dieser vielfach preisgekrönten Darstellung nicht vorbei. 

"So beschreibt er nicht nur die Entstehung, die Vorbereitung und den Vollzug des Massenmordes von Nachbarn an ihren Nachbarn, sondern dokumentiert ganu, stilsicher und mitleiden die klassische Triade der Gewalt: die Täter und ihre Obsessionen, die Opfer und ihre Verzweiflung, die schweigende Menge der Zuschauer und ihrer Lust und ihrem Schrecken - und wenige, zu wenige Retter. Saul Friedländer hat den zu Asche verbrannten Menschen Klage und Schrei gestattet, Gedächtnis und Namen geschenkt. Er hat den Ermordeten die ihnen geraubte Würde zurückgegeben, deren Anerkennung die Grundlage des Friedens unter den Menschen ist." Stiftungsrat für die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels

Inhalt:

ERSTER TEIL: VERFOLGUNG

(Januar 1933 – August 1939)

1 Der Weg ins Dritte Reich: Januar 1933 – Dezember 1933

2 Der Geist der Gesetze: Januar 1934 – Februar 1936

3 Ideologie und Kartei: März 1936 – März 1938

4 Radikalisierung: März 1938 – November 1938

5 Ein gebrochener Rest: November 1938 – September 1939

 

ZWEITER TEIL: TERROR

(September 1939 – Dezember 1941)

6 Polen unter deutscher Herrschaft: September 1939 – April 1940

7 Eine neue europäische Ordnung: Mai 1940 – Dezember 1940

8 Eine Schlinge zieht sich zu: Dezember 1940 – Juni 1941

9 Der Angriff im Osten: Juni 1941 – September 1941

10 Die «Endlösung»: September 1941 – Dezember 1941

 

DRITTER TEIL: SHOAH

(Januar 1942 – Mai 1945)

11 Totale Vernichtung: Januar 1942 – Juni 1942

12 Totale Vernichtung: Juli 1942 – März 1943

13 Totale Vernichtung: März 1943 – Oktober 1943

14 Totale Vernichtung: Herbst 1943 – Frühjahr 1944

15 Das Ende: März 1944 – Mai 1945

 

14,00 *
Auf Lager

Berta Drews: Mein Man Heinrich George

Artikel-Nr.: 9783784433288

Berta Drews

Mein Mann Heinrich George

»Ob ich von ihm rede oder wie hier von ihm schreibe, ich finde kein Ende. Ich möchte so viel über ihn sagen! Es gab erfüllte Stunden mit ihm, die sich wie Leuchtzeichen aus der Vergangenheit von täglichem Gleichmaß unvergessen abhoben … Wie viel Leben er in sich hatte! Oft fehlte mir die Puste, um Schritt zu halten.«

So charakterisiert Berta Drews ihren Mann Heinrich George (1893 – 194 ) , einen der bekanntesten Schauspieler der Weimarer Republik, der später zum populären Filmstar aufstieg und Intendant des legendären Berliner Schiller-Theaters wurde. Sie lernte ihn 1930 am Staatstheater Berlin kennen, eine Begegnung, die sie beide entscheidend prägen und zu einer ungewöhnlichen Beziehung führen sollte. Berta Drews gewährt hier einen sehr persönlichen Blick auf das gemeinsame Leben mit einem schier übermächtigen Mann, das nicht immer einfach war, aber : »Ich hatte mich entschieden, bei ihm auszuhalten, durch dick und dünn.«

Die gemeinsame Zeit fand ein jähes Ende, als Heinr ich George in sowjetische Lagerhaft 1945/46 in Hohenschönhausen und in Sachsenhausen bei Oranienburg kam, die er nicht überlebte. Der zutiefst bewegende Briefwechsel zwischen Berta Drews und ihrem Mann sowie zahlreiche bislang unveröffentlichte Dokumente und Fotos aus dem Familienarchiv werfen ein neues Licht auf diese ungewöhnliche Künstlerbeziehung, auf die dunkle Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und den tragischen Tod eines bis heute unvergessenen Schauspielers.

 

19,99 *
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