Aufarbeitung
| 101 - 110 von 498 Ergebnissen |
|
Auslese für die SiedlergesellschaftArtikel-Nr.: 978-3-525-36967-8Maria Fiebrandt Auslese für die Siedlergesellschaft Die Einbeziehung Volksdeutscher in die NS-Erbgesundheitspolitik im Kontext der Umsiedlungen 1939–1945 Als am 1. September 1939 die deutschen Truppen in Polen einfielen, war das der Auftakt für die Eroberung von „Lebensraum im Osten“. Eroberung war gleichbedeutend mit der Versklavung und Vernichtung der einheimischen Bevölkerung, die der NS-Rassenideologie nach als „fremdvölkisch“ und daher „minderwertig“ galten. An ihren Platz sollten sogenannte „Volksdeutsche“ treten, die bis dahin als Minderheiten in verschiedenen europäischen Ländern, z.B. Rumänien, Lettland oder Italien, lebten. Über eine Million Menschen verließen auf dem Land- und Schiffsweg ihre alte Heimat. Allerdings erhielt keineswegs jeder dieser Umsiedler den von der NS-Propaganda versprochenen Bauernhof im Osten. Zum einen blieben viele von ihnen in provisorischen Lagern untergebracht und warteten dort auf ihre endgültige Ansiedlung. Zum anderen galten nicht alle Volksdeutschen als „siedlungstauglich“. Nur „rassereine“ und „erbgesunde“ Umsiedler sollten in den Osten gelangen und dort Teil der neu zu schaffenden Siedlergesellschaft werden. Während des Einbürgerungsverfahrens untersuchten und selektierten Ärzte und „Rasseexperten“ dafür jeden Einzelnen. Dabei galt nicht allein der „Rassereinheit“ sondern auch der „Erbgesundheit“ besondere Aufmerksamkeit. Gemäß der „rassenhygienischen“ Idee galten Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen sowie psychischen Erkrankungen als „minderwertig“ und zugleich als Gefahr für den deutschen „Volkskörper“. Sie sollten mit Hilfe der bereits praktizierten „rassenhygienischen“ Maßnahmen ausgesondert werden. Damit drohte ihnen nichts Geringeres als die Zwangssterilisation und die Einbeziehung in die NS-Krankenmorde. (Schriften des Hannah-Arendt-Instituts - Band 055) 90,00 € * |
Ordnungsgemäße ÜberführungArtikel-Nr.: 978-3-406-66596-7R. M. Douglas Ordnungsgemäße Überführung Die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg "Geordnet und human" sollte die Umsiedlung der Deutschen erfolgen, so hatte es das Potsdamer Abkommen festgelegt. Doch die Realität sah anders aus. In seinem gründlich recherchierten Buch rekonstruiert R. M. Douglas die verschiedenen Etappen der Massenvertreibungen, beschreibt den Archipel der Konzentrations-, Internierungs- und Sammellager für Deutsche, der in ganz Mittel- und Osteuropa nach dem Krieg entstand, und beleuchtet die Folgen, deren Schatten bis in die Gegenwart reichen. Dabei verwendet er deutsche Quellen nur, sofern sie durch andere Zeugnisse bestätigt werden, und konzentriert sich auf Überlieferungen aus dem Archiv des Internationalen Roten Kreuzes, Beobachtungen westlicher Diplomaten, Offiziere und Journalisten sowie auf die Akten der ausweisenden Staaten selber. So entsteht eine Darstellung, die das Leid der Vertriebenen, die Gräueltaten an Deutschen und das moralische Versagen der Alliierten in ungewohnter Schärfe thematisieren kann ohne in den Verdacht der Einseitigkeit zu geraten. Vertreibungen laufen nie "geordnet und human" ab, das ist die zentrale These dieses Buches. Aus dem Englischen übersetzt von Martin Richter
17,95 € * |
Leipziger Juden und die DDRArtikel-Nr.: 978-3-525-36997-5Hendrik Niether Leipziger Juden und die DDR Eine Existenzerfahrung im Kalten Krieg Am Beispiel Leipzigs, der zweitgrößten Stadt in der DDR, zeichnet die Studie die politische Erfahrungsgeschichte von Juden unter den Bedingungen von Sozialismus und Kaltem Krieg nach. Dabei wird deutlich, das sich jüdisches Leben dort nicht allein über die Gemeindeorganisation bestimmte, sondern auch über die Zugehörigkeit zu religiösen und politischen Strömungen wie der Reform, der Orthodoxie, Zionismus, Sozialismus und Kommunismus. Das Verhältnis der SED zu den jüdischen Bürgern war nicht festgefügt, vielmehr war es Ausdruck eines wechselseitigen Aushandlungsprozesses. Hendrik Niether zeigt auf, dass ungeachtet aller Widrigkeiten des Kalten Kriegs und staatlicher Repression eine ständige Kommunikation zwischen Leipziger Juden, emigrierten Leipzigern und jüdischen Organisationen in Westeuropa, Israel und den Vereinigten Staaten bestand. Dabei bildete die Erfahrung des Holocaust ein verbindendes Element der Verständigung. In der ostdeutschen Gesellschaft indes trat das Interesse an jüdischer Geschichte und Kultur umso stärker in den Vordergrund, je mehr der Antifaschismus seit den Siebzigerjahren an Bindekraft verlor. Dies galt sowohl für kirchliche und oppositionelle Kreise als auch für die geschichts- und kulturpolitischen Akteure der SED. 45,00 € * |
Im Schatten des Dritten Reiches- Der BND und sein Agent Richard ChristmannArtikel-Nr.: 978-3-86153-643-7Matthias Ritzi / Erich Schmidt-Eenboom Im Schatten des Dritten Reiches Der BND und sein Agent Richard Christmann Der 1956 gegründete Bundesnachrichtendienst (BND) und sein Vorläufer, die Organisation Gehlen, rekrutierten in den 1950er Jahren viel Personal, das schon im Dritten Reich für Gestapo, SS oder den militärischen Geheimdienst gearbeitet hatte. Dazu gehörte auch der Lothringer Richard Christmann, im Krieg Doppelagent der Wehrmacht in den Niederlanden und Agentenführer im besetzten Paris. Von 1956 bis 1961 als BND-Resident in Tunis eingesetzt, konterkarierte er unter anderem die offizielle deutsch-französische Versöhnungspolitik durch die gezielte Unterstützung der algerischen Unabhängigkeitsbewegung gegen Frankreich. 30,00 € * |
Mein LeutnantArtikel-Nr.: 978-3-351-03591-4Daniil Granin Mein Leutnant Übersetzt von Jekatherina Lebedewa Sofort nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion im Juli 1941 meldete sich Daniil Granin als Kriegsfreiwilliger. Unerfahren und unbewaffnet wurde er „in den Fleischwolf“ des Krieges geworfen. Aus der Perspektive des jungen Leutnants D. und aus heutiger Sicht hinterfragt Granin die Wahrheiten der Vergangenheit und der Gegenwart. Unbewältigte Kriegstraumata, unsinnige Menschenopfer und Verluste, die Opferung ganzer Armeen aus ideologischen Gründen, aber auch die tragische Heimkehr traumatisierter Kriegsveteranen, die mit ihren physischen und psychischen Schäden allein gelassen wurden, mit all diesen lange verschwiegenen Seiten des Krieges setzt sich Granin in diesem zutiefst beeindruckenden Roman auseinander. 19,95 € * |
Die UnmächtigenArtikel-Nr.: 978-3-8353-1838-0Günther Rüther Die Unmächtigen Schriftsteller und Intellektuelle seit 1945 Über das Verhältnis der Intellektuellen zur Politik in BRD und DDR, im geteilten und wiedervereinigten Deutschland. Die Unmächtigen sind Intellektuelle und Schriftsteller, die sich einmischen und auch in ihren Werken der Macht widersprechen. Sie fordern sie heraus, obwohl sie nicht über die Mittel und Möglichkeiten politischer oder staatlicher Macht verfügen. Ihre Bühne ist die Öffentlichkeit, hier setzen sie sich mit der Kraft ihrer Worte zur Wehr. Die Gesellschaft braucht ihre oft abenteuerlichen Einsichten ebenso wie die Politik, deren Tagesgeschäft von Kompromiss und Pragmatismus bestimmt wird. 24,90 € * |
Hinterm Horizont allein - Der Prinz von ProraArtikel-Nr.: 978-3-73924-845-5Stefan Wolter Hinterm Horizont allein - Der Prinz von Prora Erfahrungen eines NVA-Bausoldaten Bestseller (2006) in 4. Auflage Prora ist heute bekannt für seinen feinen Sandstrand - und für seine gigantische "KdF-Anlage". Das im "Dritten Reich" geplante Seebad für 20.000 "Volksgenossen" wurde jedoch nie bezugsfertig. In den 1950er Jahren begann der Ausbau zu einem der größten Militärstandorte der DDR. Überwältigend authentisch und ohne Tabus erzählt das Buch die Geschichte eines Jugendlichen, der in den Fängen des berüchtigten "Koloss' von Prora" erwachsen wird. Eindrucksvoll und sensibel offenbaren Briefe und literarische Reflexionen den täglichen Kampf um das Überleben des eigenen Stolzes. Ein Ringen, in dem sich eine immer enger werdende Freundschaft anbahnt... 15,00 € * |
Dicke Luft: Zwischen Ruß und RevolteArtikel-Nr.: 978-3-374-04271-5Michael Beleites Dicke Luft: Zwischen Ruß und Revolte - Die unabhängige Umweltbewegung in der DDR Schriftenreihe des Sächsischen Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Band 16 Dicke Luft in Bitterfeld, Schaum auf der Elbe, Tagebaukrater in der Lausitz, radioaktive Wismut-Halden: Weite Teile Sachsens waren einst in der DDR ökologisches Krisengebiet. Junge Menschen begannen deshalb über Zukunftsfragen öffentlich zu diskutieren. Das war Ende der siebziger Jahre. Es entstand eine alternative Szene, die spektakuläre Aktionen erdachte, Untergrundschriften druckte und erste Demonstrationen organisierte. Viele Mitstreiter wurden deshalb von der Stasi verfolgt und dadurch politisiert. Die unabhängige Umweltbewegung entwickelte sich so zu einem wichtigen Teil der Opposition und zu einer Säule der Demokratiebewegung im Herbst ’89. 9,90 € * |
Kontrollierte FreiräumeArtikel-Nr.: 978-3-95410-059-0Christopher Dietrich Kontrollierte Freiräume Das Kabarett in der DDR zwischen MfS und SED Die Kabaretts in der DDR unterlagen zahlreichen staatlichen Beschränkungen und Zensureingriffen. Dennoch gehörten sie zu den wenigen Orten, an denen öffentlich Kritik an den bestehenden Verhältnissen geübt und erlebt werden konnte. Die Studie von Christopher Dietrich beleuchtet erstmals das gesamte Spektrum des politisch-satirischen Kabaretts in der DDR, darunter die zwölf Berufsensembles von der Berliner Distel bis zu den Lachkartenstanzern aus Karl-Marx-Stadt, aber auch zahlreiche Amateurgruppen und freischaffende Solisten. Berücksichtigt werden außer dem kirchliche Laienkabaretts und subkulturelle Gruppen, die zum Teil unter konspirativen Bedingungen auftraten. Dabei offenbart sich statt eines festen Systems der politischen Kontrolle ein vielschichtiges und dynamisches Wechselverhältnis von Künstlern, Kulturpolitik und dem Ministerium für Staatssicherheit. Aus der Reihen "Diktatur und Demokratie im 20. Jahrhundert" 36,00 € * |
Die DDR im Blick der Stasi 1981 - Die geheimen Berichte an die SED-FührungArtikel-Nr.: 978-3-525-37505-1Matthias Braun / Bernd Florath Die DDR im Blick der Stasi 1981 - Die geheimen Berichte an die SED-Führung 1981: Während die SED-Führung auf ihrem X. Parteitag unbeirrt an ihrer politischen Linie festhält, vollziehen sich in den Augen der Stasi bedrohliche Entwicklungen. Die Ängste der Machthaber und ihre Feindbilder spiegeln sich in ihren Berichten zu den Auswirkungen der Ereignisse im Nachbarland Polen genauso wie in denen zu den friedenspolitischen Aktivitäten und gesellschaftspolitischen Überlegungen innerhalb der evangelischen Kirche der DDR. Weitere Schwerpunkte der Berichterstattung betreffen Havarien und Arbeitsniederlegungen, Zwischenfälle mit sowjetischen Soldaten sowie die zunehmenden West-Engagements von DDR-Künstlern. Zum Jahresende dominieren Stimmungsbilder zum Treffen von Erich Honecker und Helmut Schmidt sowie zur »Berliner Begegnung« von Schriftstellern aus Ost und West. 30,00 € * |
Preise inkl. MwSt.
| 101 - 110 von 498 Ergebnissen |
|






