Drucken

Verbrecher Verlag

Verbrecher Verlag

Verbrecher Verlag

Tolle Bücher aus der Verbrecherei

Anzeige pro Seite
Sortieren nach
31 - 40 von 79 Ergebnissen
Neue Nordwelt von Wolfgang Müller
Artikel-Nr.: 3-935843-22-4
14,00 €

Preis inkl. MwSt.

Neue Nordwelt Von Wolfgang Müller

Von hohem historischem Interesse ist das neue Buch des Islandspezialisten Wolfgang Müller.

Er wendet sich der "Neuen NortWelt" des Universalgelehrten Hieronymus Megiser zu, dem ersten größeren deutschen Druckwerk, in dem ausführlich über Island, Grönland und die Phantominsel Frißland berichtet wird. 1613 in Leipzig erschienen, enthält es Texte von Blefken, Arngrimur Jónsson und den Brüdern Zeni. Übertragen in originaler Orthographie, sachkundig eingeleitet und kommentiert von Wolfgang Müller. "Ich hab ein Isländer gesehen/der eine Hamburgische Tonnen voll Bier so leichtlich an den Mund hielt/und daraus tranck/als wann er nur ein Kannen hette in der Hand gehabt...Und sie leben also viel Jahr ohn Arzney und Arzt. Es erreichen ihre viel das 150. Jahr. Ich habe einen alten Mann gesehen/der sagte daß er damals schon 200. Jahr gelebet hette. Ja, Olaus Magnus schreibet im 20. Buch/die Isländer leben 300. Jahr."

Die wundersamen Reisen Gustavs des Weltfahrers. Von Irmtraud Morgner
Artikel-Nr.: 3-935843-73-9
13,00 €

Preis inkl. MwSt.

Gustav, ein pensionierter Lokomotivführer, erzählt von seinen Fahrten in alle Welt. Er habe, behauptet er, eine Lokomotive gekauft, und mit ihr die Welt und auch das Weltall erforscht. "Das Meer ist die eigentliche Bestimmung des Lokomotivführers", stellt er bei Gelegenheit fest. Seine Geschichten sind versponnen, schlüpfrig und immer wieder drollig.

Irmtraud Morgner hat mit diesem 1972 erstmals erschienenen Roman den Geschichtenerzählern ein Denkmal gesetzt. "Großvater Gustav war von Kultur ein Lügner, nicht von Natur. In ihm arbeitete die Schöpferkraft der Machtlosen. Zu ungeduldig, um warten zu können, eignete er sich die Welt an, bevor sie ihm errungen war." Ein begeisterter Fritz J. Raddatz sagte über das Buch "voller Lügen, Fabuliergeschichten und Köstlichkeiten": "Man kann es nicht genug empfehlen."

 

Moschee DE Von Kolja Mensing / Robert Thalheim
Artikel-Nr.: 978-3-940426-69-7
10,00 €

Preis inkl. MwSt.

Die Integrationsdebatte im Vorgarten! Es ist eine wahre Geschichte: Am Rand von Berlin bricht der Krieg der Kulturen aus. Eine muslimische Gemeinde will in Heinersdorf auf einem brach liegenden Grundstück eine Moschee errichten.

Anwohner schließen sich in einer Bürgerinitiative zusammen, Lokalpolitiker und Neonazis demonstrieren Hand in Hand gegen den geplanten Bau. Es kommt zu Tumulten, Brandsätze werden gelegt und Nachbarn werden zu Feinden. Ein tiefer Graben läuft durch den Vorort. Und das ganze Land schaut zu.
»Moschee DE« nimmt diesen Fall zum Anlass für eine Forschungsreise in den deutschen Alltag. Basierend auf Gesprächsprotokollen entsteht ein Stück aus Originalzitaten. Wer stürzt sich da Hals über Kopf in den unübersichtlichen »Kampf der Kulturen«? Welche Fronten tun sich auf im Vorort zwischen Fast-Food-Restaurant, Kirche, Kleingartenkolonie und Autobahnauffahrt? Ein tiefer Einblick in die Gemütslage der deutschen Vororte, wenn der Islam Teil des Alltages wird. »Wir haben nichts gegen die Menschen als Menschen«, aber »Diese Moslems werden unsere Parkplätze belegen.« Wer wissen will, wie offen die deutsche Gesellschaft ist, erhält mit diesem Buch einen tiefen Einblick in deutsche Gefühlslagen am Vorabend der aktuellen Integrationsdebatte.
»Moschee DE« wurde mit dem Kulturpreis der Ev.-luth. Landeskirche Hannover ausgezeichnet und gastierte nach der Uraufführung am Schauspiel Hannover am Deutschen Theater in Berlin.

 

Unsere Popmoderne Von Marc Degens
Artikel-Nr.: 978-3-940426-59-8
13,00 €

Preis inkl. MwSt.

Erfundene Literatur erfreut sich großer Beliebtheit. Von François Rabelais existieren seitenlange Aufzählungen von Phantomwerken, Charles Dickens füllte ein ganzes Regal mit Attrappen erfundener Bücher. Jorge Luis Borges, Sir Arthur Conan Doyle, Joanne K.Rowling und Jonathan Swift zitieren erfundene Werke. "Unsere Popmoderne" ist ein weiterer wunderbarer Beitrag zur fiktiven Literatur. Zwei Jahre lang veröffentlichte die FAZ die Kolumne, in der Marc Degens Ausschnitte aus literarischen Büchern der Gegenwart, samt kurzen Erläuterungen zu Autor und Werk präsentierte. Die zitierten Texte waren jedoch allesamt erfunden. Das sorgte in der FAZRedaktion für zahlreiche Anfragen von ratlosen Buchhändlern. Die Sammlung wurde 2005 als Buch veröffentlicht. Seither setzt Marc Degens die Kolumne in der Literaturzeitschrift Volltext fort. Diese Ausgabe von "Unsere Popmoderne" bietet ein Best-of aus zehn Jahren – mit vielen erstmals in Buchform veröffentlichten Texten.

 

Otto der Großaktionär Von Gisela Elsner Roman (herausgegeben nach der Typoskriptfassung letzter Hand
Artikel-Nr.: 978-3-940426-09-3
14,00 €

Preis inkl. MwSt.

Nach dem großen Erfolg, den "Heilig Blut", der aus dem Nachlass herausgegebene, zu Lebzeiten Elsners nur in russischer Übersetzung erschienene Roman im Frühjahr 2007 hatte, folgt nun eine zweite sensationelle Entdeckung: "Otto, der Großaktionär", ein Roman Elsners, der in den Achtzigerjahren entstand und komplett fertiggestellt wurde, jedoch nie erschienen ist. Die Figur "Otto, der Großaktionär", eine Randfigur in Elsners Roman "Das Windei" von 1987, erhält hier ein eigenes Leben. Da er einige wenige Aktien an der Chemiefirma hält, in der er bei Tierversuchen zuarbeitet, glaubt Otto Rölz, ein älterer Arbeiter, es könne ihm nun nichts Schlimmeres passieren. Doch schon bald reicht das Geld nicht mehr, und um den Lebensstandard halten zu können, muss er sich lebensgefährlichen Medikamentenversuchen aussetzen. Doch selbst das verhindert nicht, dass er bald die erste seiner wenigen Aktien verkaufen muss...

"Otto, der Großaktionär" ist schon insofern eine Rarität, als sich Elsner hier erstmals mit der Lebenswelt der Arbeiter auseinandergesetzt hat. Und bedeutend ist diese Satire gerade jetzt, da "Volksaktien" Wohlstand für alle versprechen, die Teilhabe am Unternehmen aber nicht vor der Entlassung schützt. In ihrem Nachwort ordnet die Herausgeberin Christine Künzel den Text in Elsners Werk und in die Gegenwartsliteratur ein.

 

Bitte nicht freundlich Von Sarah Schmidt
Artikel-Nr.: 978-3-940426-61-1
12,00 €

Preis inkl. MwSt.

"Bis vor kurzem, als hier noch nicht diese widerliche und verlogene Freundlichkeit vorherrschte, war das Schönste im Berliner Alltag die Herausforderung: Wer ist fieser? Der Verkäufer oder der Kunde? Das war spannender und fairer Wettkampf und glücklich war ich, wenn beispielsweise der Busfahrer beim Fahrscheinverkauf aus Versehen ein bisschen netter war als ich und darum verloren hatte. Die Anerkennung, die dann aus seinen Augen blitzte, dieses ›Respekt, junge Frau!‹, machte mich glücklich. "

Der Tabakhändler wird von Videokameras auf Freundlichkeit getrimmt, im Bus beschimpfen sich Jugendliche, wie verflucht man Nichtraucher, wie verhält man sich, wenn man mit der eigenen Zukunft telefoniert, wie begegnet man Friedrich Merz, wer rettet die Kartoffel Linda? Sarah Schmidt erhellt erneut unseren Alltag und seinen Wahnsinn!

Und morgen? Extreme Rechte in Sachsen Von Kerstin Köditz
Artikel-Nr.: 978-3-940426-17-8
14,00 €

Preis inkl. MwSt.

Zivilcourage ist wichtig, ebenso eine funktionierende Zivilgesellschaft. Aber selbst wenn beides vorhanden wäre, könnte damit allein der Aufstieg der NPD nicht gestoppt werden. Der "Aufstand der Anständigen" bleibt Stückwerk ohne den "Aufstand der Zuständigen". Der allerdings ist in Sachsen die Ausnahme. Stück für Stück verankert sich die extreme Rechte in der Mitte der Gesellschaft. Auf der Straße, in den Köpfen, in den Parlamenten...

Kerstin Köditz dokumentiert und analysiert das Agieren der Neonazis und der Gegenwehr. Sie berichtet über Strategie, Positionen und Personen der extremen Rechten. Sie weiß: Je weniger links die Linke ist, desto stärker wird die Rechte.

 

Untrüglicher Ortssinn Von Elfriede Czurda
Artikel-Nr.: 978-3-940426-31-4
14,00 €

Preis inkl. MwSt.

Elfriede Czurda folgt ihrem Gespür für Orte in diesem Buch, lässt sich, als gezielt Umherstreifende, treiben, begegnet dem Ort der Kindheit ebenso wie dem Berlin, in dem sie lange Jahre Zuflucht vor der »Heimat« nahm. Sie lässt ihre Figuren am Flughafen auf Odysseus warten, in Yokohama und vorm Fernseher, der das Testbild zeigt. Sie nimmt die Spur der Opfer und der Täterinnen und Täter auf, spaziert durch die Literatur, den Literaturbetrieb und durch die Welt dahinter. Die hier zusammengetragenen Arbeiten sind Streifzüge durch kleine, nicht selten abseitige physische und psychische Örtlichkeiten, die in der größeren Prosa Czurdas keinen Platz finden, frühere Auftragstexte und viele neue kleine Prosastücke, die sich dem Umstand allzuvieler Bewegung zwischen Orten (in den Jahren der Übersiedlung von Berlin nach Wien und Japan) verdanken. Wertvolle Nuggets – ob nun als kleine Essays oder als kurze Erzählungen getarnt.

 

Das Alphabet der Stadt Von René Hamann
Artikel-Nr.: 978-3-940426-15-4
13,00 €

Preis inkl. MwSt.

E wie Eichkamp, Z wie Zehlendorf, P wie Pankow, R wie Rudow, S wie Schöneberg, X wie Xberg. René Hamann hat Berlin durchsucht und ist auf Normales gestoßen wie auf Obskures, auf Lächerliches wie auf Trauriges. Hamann beweist sich als genauer Beobachter. "Es sind hundertfach mehr erleuchtete Lampen als Menschen zu sehen. Eine Frau raucht an einer Bushaltestelle, eine andere kommandiert ihren Pudel, eine dritte schiebt eine Fenstertür im ersten Stock auf. Es gibt kaum hohe Mauern vor den Häusern, die Schäferhunde sind nach Friedrichshain gezogen, die Überwachungskameras sind beim FAB. Es ist still. Durch die Stille kommt Kirchengeläut. Ein knarrender Rollstuhl mit einem Greis. Ein Bus fährt nachdenklich Richtung Schönow. Dann wieder Autos." Die Glossen erschienen zuerst in der taz und erfreuten sich großer Beliebtheit. Nun ist das ganze Alphabet in einem Buch versammelt, ergänzt durch weitere Erzählungen aus und über Berlin.

Vernetzt Von Krystian Woznicki (Hg.)
Artikel-Nr.: 978-3-940426-37-6
14,00 €

Preis inkl. MwSt.

Künstler, Programmierer, Philosophen oder Freelancer reflektieren über sich selbst, ihre Arbeit, ihr Leben. Sie treten aus dem sicheren Gehäuse der Selbstgewissheit heraus. Indem sie sich mitteilen, lassen sie ihre Verbindungen zur Welt erkennbar werden oder sie vernetzen sich auf neue Weise mit ihr. Diese Ich-Erzählungen hat das Online- Magazin Berliner Gazette in den vergangenen zehn Jahren eingefangen: in Zeiten des ausufernden Neoliberalismus, der stetig steigenden Datenmeere sowie einer beschleunigten Verflüssigung von Fixpunkten, aber auch der wachsenden Sehnsucht nach Gemeinsamem. Vernetzt sein – das spürt man hier – ist keine Science Fiction, kein moralischer Imperativ, sondern Alltag.

Mit Beiträgen von: Olaf Arndt, Imran Ayata, Franz Xaver Baier, Andreas Broeckmann, Andreas Busche, Hok Dany, Lena Domröse, Rainer Ganahl, Klaas Glenewinkel, Penelope Grabowski, David Grubbs, Helgard Haug, Stefan Heidenreich, Fran Ilich, Christopher Kaatz, Catrin Kersten, Florian Kosak, Volker Ludwig, Kolja Mensing, Jean-Luc Nancy, Joerg Offer, Renato Ornelas, Aletta Rochau, Ulrike Rogler, Jan Rohlf, Samy, Oliver Schmitz, Schneider TM, Anne Schreiber, Marcus Steinweg, Florian Stötzer, Suzana Sucic, Tomoyuki Sugimoto, Magdalena Taube, Yoko Tawada, Paul Thérésin, Joseph Vogl, Krystian Woznicki.

31 - 40 von 79 Ergebnissen