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Ministerium für Staatssicherheit


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Mielkes Revier: Stadtraum und Alltag rund um die MfS-Zentrale in Berlin-Lichtenberg

Artikel-Nr.: 9783867320733

Die Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Berlin-Lichtenberg bildete bis 1989 eine hermetisch abgeschottete Stadt in der Stadt.

Bis zu 7000 Geheimpolizeimitarbeiter gingen in dieser misstrauisch bewachten Sperrzone ein und aus, viele von ihnen wohnten in unmittelbarer Nachbarschaft. Der knapp zwei Quadratkilometer große Komplex beherbergte neben dem Sitz des Ministers, Erich Mielke, auch ein eigenes Gefängnis.

Seit 1950 hatte sich die Zentrale der Stasi kraken­artig in dem vormals ganz beschaulichen, von Gärten und Wohnhäusern geprägten Stadtgebiet ausgebrei­tet: Verschiedene Straßen, eine Kirche und sogar von Bruno Taut entworfene Genossenschaftsbauten mussten der Expansion weichen. Ende der achtziger Jahre verfügte das Gelände über ein eigenes Dienstleistungszentrum mit Speisesälen, einer Kaufhalle sowie einer Ladenzeile mit Friseur, Reisebüro und Fanartikelshop des SC Dynamo. Die Pläne zum weite­ren Ausbau, dem dann auch das angrenzende Hans-Zoschke-Stadion zum Opfer fallen sollte, lagen bereits in der Schublade.

Christian Halbrock beschreibt das unaufhaltsame Wachstum des Hauptquartiers mit allen dramatischen Auswirkungen auf den Stadtraum zwischen Rusche-, Gotlinde- und Magdalenenstraße. Er berichtet von kleinen und großen Zwischenfällen, so vom Katz-und-Maus-Spiel westalliierter Militärs mit den für die Sicherheit zuständigen Stasi-Mitarbeitern, oder von Opposition und Widerstand, die es im Schatten der MfS-Zentrale auch gab. Anhand spannender Berichte von Zeitzeugen geht er der Frage nach, wie es war, das Leben in »Mielkes Revier«. 

 

19,80 *

Bundesbürger im Dienst der DDR-Spionage. Eine analytische Studie

Artikel-Nr.: 9783525350218

In den Jahren der deutschen Teilung entfaltete die DDR eine intensive Spionagetätigkeit gegen die Bundesrepublik Deutschland. Dabei verstand sie es geschickt, die Besonderheiten eines geteilten Landes für ihre Zwecke auszunutzen. Nach der Wiedervereinigung musste sich die bundesdeutsche Justiz mit diesem Kapitel deutscher Geschichte intensiv auseinandersetzen.

 

30,00 *

Ein offenes Geheimnis von Joachim Kallinich, Sylvia de Pasquale

Artikel-Nr.: 9783899040159

Die Reichhaltigkeit dieser Publikation erstaunt vom ersten Moment des Aufschlagens. Interviews, Bilder, Grafiken und Analysen beleuchten das mit dem Staatssicherheitsdienst untrennbar verbundene Thema der Post- und Telekommunikations-Überwachung aus verschiedenen Blickwinkeln und vermitteln auch 20 Jahre nach dem Ende der DDR ein lebendiges Bild. Das 2002 aus einer Ausstellung hervorgegangene Buch stellt einen bedeutenden Beitrag zur geschichtlichen Aufarbeitung der Tätigkeit des MfS dar.

39,90 *

Korrespondenten im Kalten Krieg

Artikel-Nr.: 978-3-86962-059-6

Lutz Mükke

Korrespondenten im Kalten Krieg

Zwischen Propaganda und Selbstbehauptung

Vom Weltgeschehen und den großen Konflikten des Kalten Krieges berichteten DDR- und BRD-Korrespondenten häufig ganz gegensätzlich. Im heute wiedervereinigten Deutschland haben wir die spannende Situation, dass Auslandsreporter und Korrespondenten aus Ost und West über ihre Arbeit unter den Bedingungen des Kalten Krieges reflektieren können. Ein Teil deutsch-deutscher Geschichte, der kaum bekannt ist.

28,00 *

Das Gesicht dem Westen zu...: DDR Spionage gegen die Bundesrepublik Deutschland

Artikel-Nr.: 9783861083887

Das Gesicht dem Westen zu...: DDR Spionage gegen die Bundesrepublik Deutschland von Georg Herbstritt, Helmut Müller-Enbergs


In wenigen Wochen werden die so genannten Rosenholz-Daten, die geheimnisumwobenen Personenkarteien der Stasi-Auslandsabteilung HV A, für Journalisten und Wissenschaftler geöffnet. Rechtzeitig hat die Birthler-Behörde einen Aufsatzband veröffentlicht, der das bereits vorhandene Wissen fundiert und sachlich zusammenfasst. Da wird der Frage nachgegangen, was man mit den überlieferten Stasi-Akten anfangen kann - und was nicht. Exemplarisch wird die Kampagnen gegen Adenauers Vertriebenenminister Theodor Oberländer dargestellt oder die "Bearbeitung der Grünen durch das MfS". Der Aufsätze beleuchten die Wirtschaftsspionage der HV A, schildern den grotesken Aufwand, mit dem die DDR den Vorsprung des Westens etwa in der Computertechnik einzuholen versuchte. Geradezu sensationell sind die Beiträge der Vertreter bundesdeutscher Sicherheitsbehörden. Ein BND-Mann erwähnt, dass neun von zehn seiner Agenten in der DDR zugleich für die Stasi gearbeitet haben. Und der zuständige Fahnder des Bundeskriminalamtes legt das bemerkenswerte Geständnis ab, dass "durch den Verrat in den eigenen Reihen in den letzten zehn Jahren vor 1989 eine effektive Spionagebekämpfung gar nicht möglich gewesen war".

22,90 *

Kontrollierte Freiräume

Artikel-Nr.: 978-3-95410-059-0

Christopher Dietrich

Kontrollierte Freiräume

Das Kabarett in der DDR zwischen MfS und SED

Die Kabaretts in der DDR unterlagen zahlreichen staatlichen Beschränkungen und Zensureingriffen. Dennoch gehörten sie zu den wenigen Orten, an denen öffentlich Kritik an den bestehenden Verhältnissen geübt und erlebt werden konnte. Die Studie von Christopher Dietrich beleuchtet erstmals das gesamte Spektrum des politisch-satirischen Kabaretts in der DDR, darunter die zwölf Berufsensembles von der Berliner Distel bis zu den Lachkartenstanzern aus Karl-Marx-Stadt, aber auch zahlreiche Amateurgruppen und freischaffende Solisten. Berücksichtigt werden außer dem kirchliche Laienkabaretts und subkulturelle Gruppen, die zum Teil unter konspirativen Bedingungen auftraten. Dabei offenbart sich statt eines festen Systems der politischen Kontrolle ein vielschichtiges und dynamisches Wechselverhältnis von Künstlern, Kulturpolitik und dem Ministerium für Staatssicherheit.

Aus der Reihen "Diktatur und Demokratie im 20. Jahrhundert"

36,00 *

Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit

Artikel-Nr.: 9783861531456

Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit: Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit, 2 Bde

Nach dem umfangreichen Teil 1 dieser Dokumentation, einem Regelwerk zum Einsatz der inoffiziellen Mitarbeiter auf dem Gebiet der DDR, wird im Teil 2 der Einsatz in Westeuropa dargestellt, insbesondere in der Bundesrepublik Deutschland. Erstmals werden jene Richtlinien und Kommentare der Hauptverwaltung Aufklärung des Markus Wolf veröffenlicht, die bisher als vernichtet galten. In diesen Materialien wird detailliert beschrieben, wie aus DDR- und Bundesbürger -Kundschafter des Friedens- wurden, die im -Operationsgebiet- aktive Spionage leisten sollten.
HV A-Agentenkartei ("Rosenholz") ausgewertet


Erstmals wurden wissenschaftlich die "Rosenholz"-Unterlagen (Stand: 1988) ausgewertet, also jene Agentendatei der HVA, die im Januar 2000 von der CIA in größerem Umfang dem BStU als CD zur Verfügung gestellt wird. Erstmals wurde die Struktur der HVA bis zur Referatsebene mit den jeweiligen Aufgaben und den wichtigsten "Quellen" beschrieben. Erstmals wurden die Anleitungen der HVA für die Arbeit mit Agenten dokumentiert.

40,00 *

MfS-Untersuchungshaft Funktionen und Entwicklung von 1971 bis 1989

Artikel-Nr.: 978-3-86732-123-5

von Katrin Passens

Welche Bedeutung hatten die geheimpolizeilichen Gefängnisse in der DDR der Ära Honecker? Katrin Passens untersucht in ihrer politikgeschichtlichen Analyse der MfS-Untersuchungshaft die Entwicklung und Veränderung dieses Repressionsinstruments, dem mehr als 30 000 Menschen unterworfen waren. Im Mittelpunkt der Studie steht, wie die MfS-Untersuchungshaft der SED-Herrschaftssicherung diente und wie sich ihre Funktionen, etwa die Eindämmung der Flucht- und Ausreisebewegung oder die Informationsbeschaffung, veränderten. Dabei wird deutlich, dass die Anwendung der MfS-Untersuchungshaft von außenpolitischen Entwicklungen, der innenpolitischen Situation und anderen Faktoren abhängig war. Und schließlich zeigt die Autorin, wie die Wechselbeziehung zwischen Geheimpolizei und Oppositionellen eine eigene Dynamik entwickelte und wo das Repressionsinstrument an seine Grenze stieß.
Katrin Passens’ auf breite Quellenkenntnis gestützte Arbeit leistet wichtige Grundlagenforschung zu einem bisher nur in Teilbereichen untersuchten zentralen Instrument politischer Verfolgung in der DDR.

24,95 *

Staatssicherheit - Ein Lesebuch zur DDR-Geheimpolizei

Artikel-Nr.: 978-3-942130-95-0

Daniela Münkel (Hrsg.)

Staatssicherheit

Ein Lesebuch zur DDR-Geheimpolizei

"Kein Organ in der DDR hat solche Möglichkeiten, um die Partei zu unterstützen, ihr zu helfen und Hinweise zu geben, wo mit welchen Methoden angepackt werden muss". So beschrieb Stasichef Erich Mielke im Jahr 1960 die Rolle des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in der DDR-Diktatur. Mithilfe der Geheimpolizei, dem Schild und Schwert der Partei, führte die SED vierzig Jahre lang einen kalten Bürgerkrieg gegen die eigene Bevölkerung. Das Lesebuch zur Staatssicherheit bietet einen Überblick über wichtige Aspekte der DDR-Diktatur und ihrer Geheimpolizei. Es ist gleichzeitig auch ein Begleitband für die Dauerausstellung "Staatssicherheit in der SED-Diktatur" im Stasi-Museum Berlin.

5,00 *

Günter Grass im Visier - Die Stasi-Akte

Artikel-Nr.: 9783861535676

Günter Grass im Visier - Die Stasi-Akte. Eine Dokumentation mit Kommentaren von Günter Grass und Zeitzeugen

Im Mai 1961 gerät Günter Grass ins Visier des Ministeriums für Staatssicherheit, die ihn als ideologischen Gegner ausmacht und bis zum Herbst 1989 engmaschig überwacht. Grass beharrt auf der Einheit der deutschen Literatur, kritisiert die Zensur, hilft unterdrückten Schriftstellerkollegen, fordert Abrüstung und Umweltschutz in Ost und West - um den Preis, dass seine Bücher Jahrzehnte in der DDR nicht erscheinen dürfen. 2200 Seiten Akten legen Zeugnis ab vom Kontrollwahn des Geheimdienstes der DDR, offenbaren die Mechanismen der Überwachung, aber auch die Wege, sie zu umgehen. Der vorliegende Band macht das schwer auffindbare und verstreut archivierte Material erstmals zugänglich, ordnet es chronologisch und thematisch. Günter Grass selbst sowie viele Autorenkollegen und Zeitzeugen liefern mit ihren Kommentaren aufschlussreiche Hintergrundinformationen. Ein Dokument deutscher Literatur- und Zeitgeschichte.

Kai Schlüter: Jahrgang 1956; Studium der Germanistik und Sozialwissenschaften in Göttingen; 1977/78 Deutschlehrer des Goethe-Instituts in Pietarsaari/Finnland; 1983 Promotion über die Münchener Nachkriegszeitschrift »Die Fähre/Literarische Revue«; 1983/84 Volontariat bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung; 1984-86 Hörfunkredakteur beim Norddeutschen Rundfunk in Oldenburg; seit 1986 Redakteur bei Radio Bremen in verschiedenen Funktionen, u. a. ARD-Hörfunkkorrespondent in Washington und London sowie Chef vom Dienst im Nordwestradio (RB/NDR), Feature-Autor und -redakteur. Autor des Hörbuches »Deckname Bolzen Günter Grass im Visier der Stasi«.

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