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Oberbaum Verlag Berlin / Siegfried Heinrichs


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Artikel-Nr.: 3927440396

28. Druck der Fuchstaler Presse- Denklingen, im Oktober 1991 persönliches Manuskript von Heinrichs

für Renate Donner.

Aus Anlaß seines 50. Geburtstages, zu dem wir diesen Gedichtband herausgeben, resümiert Siegfried Heinrichs....

loser Handsatz-Nachdruck ist ausgeschlossen.

 

 

10,00 *

Artikel-Nr.: 9783933314246

Oberbaum Verlag 2001

 

Sandor Marai, 1900 - 1989. In den dreißiger Jahren einer der gefeierten Autoren Ungarns, nach seiner Emigration in Vergessenheit geraten. Mit dem internationalen Erfolg seines Romans "Die Glut" wurde Marai als einer der großen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts erkannt.

 

Auf dem Cover werden die "Bekenntnisse eines Bürgers" als Roman vorgestellt. Für begeisterte "Glut"-Leser erstmal eine kleine Enttäuschung: kein Roman...es handelt sich hier um die Autobiographie des großen ungarischen Romanciers.

Wir werden in eine Welt eingeführt, die es nicht mehr gibt. Zentralheizungen röcheln und glucksen, elektrisches Licht flackert. Sándor wächst in einem Mietshaus auf, in dem galizische Juden noch einen Kaftan tragen. Die "neologischen" Juden im zweiten Stock haben aber mit ihren Traditionen gebrochen, sie sind reich, hochmütig und leben zurückgezogen, die Kinder dieser Familie spielen nicht mit anderen Kindern. Márai erträgt diese ungerechten Auswüchse verschiedener Gesellschaftsklassen schon damals nicht und sperrt den Gymnasiasten der weltmännischen Juden in einem Kesselraum ein.

Eine Passage über die niedrige Stellung der Dienstmädchen könnte als Einleitung zu Deszö Kosztolányis Roman "Édes Anna" dienen. Tatsächlich, auch im Hause Sándor Márais fuchtelte eine Magd mit dem Messer - Gott sei Dank, ohne ein Blutbad anzurichten.

Aus der Idylle seiner Kindheit wurde Sándor mit sechs Jahren herausgerissen, weil seine neugeborene Schwester im Mittelpunkt elterlicher Fürsorge rückte. Er löste sich zum erstenmal von seiner Familie und suchte neue Gemeinschaften. Der zweite Bruch kam mit vierzehn. Er riß aus. Er riß sich los von starren uneinsichtigen päödagogischen Prinzipien. Dieser Riß ließ sich nicht mehr flicken, er fühlte sich niemanden mehr zugehörig, er vereinsamte innerlich. Sein späteres umherirren im Exil ist in seiner Kindheit schon tragisch vorgezeichnet.

Alle Menschen, die ein Interesse an osteuropäischer Kultur haben, sollten an dieser Autobiographie nicht vorbeigehen

7,99 *

Artikel-Nr.: 3928254812

Erstveröffentlichung:

Träume und Steine von Magdalena Tulli

Oberbaum Verlag 1998

Die Zuordnung zu einem bestimmten Genre fällt schwer, stellt der Rezensent Hermann Wallmann fest. Auf der Hand liege aber die hohe Qualität des Bandes, "in dem jeder Satz die Qualität eines Aphorismus besitzt". Das Thema sei die Stadt, und zwar im allgemeinen - ebenso wie im besondern (angespielt wenigstens:) Warschau. Wallmann fühlt sich an Calvino, an Borges, auch an Georg Klein erinnert, zitiert ausführlich und wünscht sich das Buch, das er so dicht wie leicht findet, vorgelesen "mit einer Stimme, die nicht erzählt, sondern suggestiv zuhört."

19,99 *

Artikel-Nr.: 9783926409669

Heimann Joseph Ephraim oder Tradition als Bindung

Die Familiengeschichte von Heimann Joseph Ephraim, ein Enkel von Nathan Veitel Heine Ephraim und die seiner Nachkommen

von Rolf Born

Die Geschichte einer Bankiersfamilie.

22,99 *

Artikel-Nr.: 3921572622

Siegfried Heinrichs Hofgeismarer Elegien - Gedichte

Buch 18 Verlag europäische ideen 1981

19,99 *

Artikel-Nr.: 9783926409553
Dieses Afrika-Kochbuch in deutscher Sprache präsentiert Rezepte aus drei arabischen und sechzehn schwarzafrikanischen Ländern. Es enthält eine ausführliche Gewürzliste und Hinweise zur Beschaffung seltener Gewürze, Zutaten und Beilagen. "Kochen wie in Afrika" verdankt seine Entstehung dem Kontakt der Autoren zu zahlreichen afrikanischen Freunden und gemeinsamem Kochen mit ihnen - zunächst im kleinen Kreis. Nach kurzer Zeit hatten sie mehrere hundert Rezepte aus allen Teilen Afrikas zusammengetragen und daraus die originellsten und unter unseren Bedingungen nachkochbar ausgewählt. Die meisten Rezepte liegen hier zum ersten Mal schriftlich vor, da sie in Afrika nur mündlich überliefert werden (es gibt nur wenige Ausnahmen). Gemeinsames Kochen und Essen ist in Afrika ein gesellschaftliches Ereignis - innerhalb der Dorf- bzw. Familiengemeinschaft. Deshalb eignen sich viele Gerichte besonders gut für ein Essen im größeren Kreis.

9,99 *

Artikel-Nr.: 9783926409546

Briefe an Bachrach und Ausgewählte Gedichte. Zweisprachige Ausgabe 

 

Wie es geschehen ist? Ach Freund, wie geschieht so etwas?! Ich war voller Sehnsucht, der andere hat geantwortet, ich hörte große Worte, wie es keine einfacheren gibt und wie ich sie vielleicht zum ersten Mal im Leben höre. “Ein Verhältnis?” Ich weiß nicht. Mich hält auch der Wind in den Zweigen. Von den Händen zu den Lippen – und wo ist die Grenze? Und gibt es überhaupt eine Grenze?! Die Erdenwege sind kurz. Was daraus wird – ich weiß es nicht. Ich weiß nur: ein großer Schmerz. Ich gehe dem Leiden entgegen.

Marina Zwetajewa an A. W. Bachrach, 20.9.1923

Mein Kind, jede meiner Beziehungen ist eine Lawine: ich komme nicht zu Besinnung, bis ich hinuntergerollt bin! Ich kenne die Gesetze der Physik nicht, aber ich bin überzeugt, dass ich irgendwo, in irgendeinem Paragraphen zur Gänze enthalten bin.

Marina Zwetajewa an A. W. Bachrach, 16.8.1923

Gott will mich zum Gott – oder zum Dichter – machen, ich aber möchte manchmal ein Mensch sein und wehre mich und beweise Gott, dass er unrecht hat. Und Gott entlässt mich lächelnd: “Gehe hin und lebe…”
So hat er mich zu Ihnen gelassen – für ein Stündchen.

Marina Zwetajewa an A. W. Bachrach, 19.8.1923

Der Schmerz hat schon aufgehört, ein Ereignis zu sein, er ist zum Zustand geworden. Dass es Sie gab – das glaube ich schon nicht mehr, Sie sind mein Schmerz. Ihre Briefe lese ich nicht wieder, ich will nicht, dass die gestern gesagten Worte heute in mir erklingen, ich will weder ein Gestern noch ein Heute, und erst recht kein Morgen. Ich bin von Ihnen abgestürzt wie von einem Berg.

Marina Zwetajewa an A. W. Bachrach, 12.8.1923

14,99 *

Artikel-Nr.: 9783933314420

Sandor Marai, 1900 - 1989. In den dreißiger Jahren einer der gefeierten Autoren Ungarns, nach seiner Emigration in Vergessenheit geraten. Mit dem internationalen Erfolg seines Romans "Die Glut" wurde Marai als einer der großen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts erkannt.

Ausgewählt und aus dem Ungarischen übersetzt von Christian Polzin

Herausgegeben von Siegfried Heinrichs

Oberbaum 2001

50,00 *

Artikel-Nr.: 393331481x

 Die Fassade. Erotische Fragmente. Oberbaum Verlag, Berlin, 2003. "Valse triste"

 Die Landschaften ziehen in ihren Farbschattierungen an ihr vorbei. Das helle Braun des Stoppelgrases, die zerstreuten Häuser, die dunklen Zweige der Winterbäume und hier und da ein Autowrack. Die feine Zeichnung von dürren Streifen Gras, von Sträuchern und Baumgrüppchen durchzogen. Spuren von Traktoren in dunkler Erde, manchmal eine glänzende Pfütze.

Ihr ist, als ob die vorüberziehenden Bilder durch sie hindurchgingen. Hinter Glas. Nebelfetzen hängen über dem Boden, verschleiern die Sicht.

Schatten von Bäumen. Ein Mensch geht - nur ein Schemen - durch den Dunst.

Sie ist auf dem Rückweg von dem Städtchen in Thüringen, mit seinen Fachwerkhäusern, dem Marktplatz und der Burg, die viele Leute zu einem Besuch anlocken. Für sie war es eine Reise in die Vergangenheit.

 

Eine Weile hatte sie vor dem Bahnhof gewartet. Rechts sah sie ein altes Stadttor. Dann erschien seine gedrungene Gestalt in einem weiten dunklen Regenmantel, das Haar flach um den breiten Kopf mit den tiefliegenden Augen. Sie bemerkte, wie sie ihm erwartungsvoll lachend entgegenging.

“Das Auto ist kaputt, seit ein paar Tagen", sagte er.

Er übernahm ihr Gepäck. “Die Villa Elisabeth ist voll, aber ich bringe dich in ein Hotel hier in der Nähe. Dann muß ich zur Bank, meinen letzten Scheck einlösen, es hat eher nicht geklappt. Und in einer Stunde ein Gespräch mit dem Stadtrat. Anschließend noch eine Probe mit einem Trompeter vor dem Konzert. Im letzten Moment ist jemand krank geworden. Hat sich seine Lippe an einer Wand verletzt."

Ungläubig schaute sie ihn an. “Was sie sich nicht alles ausdenken", erwiderte sie. Sie betraten ein großes Hotel, und sie brachte ihr Gepäck auf ein bescheidenes Einzelzimmer mit Ausblick auf den Platz.

 

16,99 *

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