
| Artikel-Nr.: 9783937989716 |
19,95 €
Preis inkl. MwSt. |
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Rebellisch, romantisch, schonungslos: Das literarische Dokument einer unangepassten Jugend im untergehenden Sozialismus Hrsg., bearb. und mit einem Vorwort versehen von Rüdiger Haufe. Autoren: Ulrich Jadke, Holm Kirsten, Jörn Luther und Thomas Onißeit »Wehr Dich«, »Schlag zurück« und »Macht aus dem Staat Gurkensalat« forderten die Graffiti, die im Vorfeld des Nationalfeiertags der DDR im Oktober 1983 an den verfallenden Fassaden der Klassikerstadt Weimar auftauchten. Vier der an der Aktion beteiligten Sprayer erzählen nun ihre Geschichte und entwerfen zugleich ein lebendiges Panorama des letzten Jahrzehnts der DDR. Inhaltli- che Parallelen zu literarischen Verarbeitungen des Coming of Age, die den Zeitraum der 1980er Jahre aus der Sicht der westdeutschen Provinz beschrei- ben, sind alles andere als zufällig. Schräge Partys und schrille Punk-Konzerte, chaotische Wohnge- meinschaften, subkulturelle Kunst-Happenings, die Tristesse des Alltags – das alles gab es im Westen wie im Osten. Unter den Vorzeichen des sozialistischen Regimes gewann ein solches Leben jedoch eine sehr eigene Qualität. »Macht aus dem Staat Gurkensalat« ist das literarische Dokument einer unangepassten Jugend im untergehenden Sozialismus. In fünfzig inhaltlich korrespondieren- den Kurzgeschichten erzählen die Autoren von jugendlichem Aufbegehren, von den Skurrilitäten des Erwachsenwerdens, von früher existenzieller Erfahrung, vom Willen zur Individualität, von Gehen und Bleiben. |
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| Artikel-Nr.: 9783865835710 |
24,00 €
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Schreien hilft Dir nicht ...: Ein Augenzeugenbericht mit Dokumentenanhang Zwei mehrjährige Haftstrafen verbüßt von 1946 bis 1950 im sowjetischen Speziallager Sachsenhausen und von 1961 bis 1963 in Gefängnissen der DDR bilden zwei markante Signaturen im Leben von Harald Beer. Seine nunmehr aus dem zeitlichen Abstand mehrerer Jahrzehnte vorgelegten Erinnerungen verfolgen nicht vorrangig das Ziel, die politische Willkür der damaligen Urteile anzuklagen. Solchen Beweises bedarf es heute nicht mehr. Vielmehr sind die rückblickenden Reflexionen darauf gerichtet, Klarheit darüber zu gewinnen, mit welchen Strategien es gelang, diese Jahre nicht nur zu überleben, sondern sich in den Schinderhütten (Ernst Jünger) als Mensch zu behaupten. Harald Beer verlässt sich dabei nicht allein auf das Gedächtnis, eine umfangreiche Literatur- und Aktendurchsicht beglaubigt seine Schilderungen eindrucksvoll. Entstanden ist ein ganz persönlicher Bericht, der ein bedrückendes Kapitel der Sozial- und Gesellschaftsgeschichte der SBZ/DDR dokumentiert und damit weit über den Rahmen individueller Memoiren hinaus Geltung beanspruchen darf.
Zwei mehrjährige Haftstrafen – verbüßt von 1946 bis 1950 im sowjetischen Speziallager Sachsenhausen und von 1961 bis 1963 in Gefängnissen der DDR – bilden zwei markante Signaturen im Leben von Harald Beer. Seine nunmehr aus dem zeitlichen Abstand mehrerer Jahrzehnte vorgelegten Erinnerungen verfolgen nicht vorrangig das Ziel, die politische Willkür der damaligen Urteile anzuklagen. Solchen Beweises bedarf es heute nicht mehr. Vielmehr sind die rückblickenden Reflexionen darauf gerichtet, Klarheit darüber zu gewinnen, mit welchen Strategien es gelang, diese Jahre nicht nur zu überleben, sondern sich in „den Schinderhütten“ (Ernst Jünger) als Mensch zu behaupten. Harald Beer verlässt sich dabei nicht allein auf das Gedächtnis, eine umfangreiche Literatur- und Aktendurchsicht beglaubigt seine Schilderungen eindrucksvoll. Entstanden ist ein ganz persönlicher Bericht, der ein bedrückendes Kapitel der Sozial- und Gesellschaftsgeschichte der SBZ/DDR dokumentiert und damit weit über den Rahmen individueller Memoiren hinaus Geltung beanspruchen darf. |
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| Artikel-Nr.: 9783897736733 |
12,00 €
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Auf dem Gelände der Untersuchungshaftanstalt in der Genslerstraße befand sich bis 1990 auch das so genannte Haftkrankenhaus des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Der anfangs einstöckige Bau beherbergte ursprünglich die Wäscherei und die Garagen der benachbarten Großküche. Gegen Ende der 1940er Jahre residierte hier die Verwaltung des zentralen sowjetischen Untersuchungsgefängnisses. In den 1950er Jahren wurde das Gebäude erweitert und zu einer Krankenstation umgebaut. Bei der letzten Erweiterung entstanden 1972 am Ostteil des Gebäudes drei Hofgangzellen, in den die Häftlinge an die frische Luft geführt werden konnten. Die nach oben offenen Zellen waren mit einem Maschendraht abgedeckt und wurden im Häftlingsjargon als "Tigerkäfige" bezeichnet.
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| Artikel-Nr.: 9783981093421 |
19,99 €
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Wie man die Hölle überlebt John H. Noble , Werner Rehm (Sprecher) CD Die Kamerafabrik von Charles Noble in Dresden erlangt Weltruf, aber die Nobles sind als Amerikaner ab 1938 den Repressalien der NS-Regierung auch ausgesetzt. Im Sommer 1945 werden Vater und Sohn John ohne jede Erklärung von den Sowjets inhaftiert, einer Enteignung steht nichts im Weg. Es beginnt für die Nobles eine Odyssee durch russische Konzentrations- und Arbeitslager. John wird nach Sibirien verbannt, er überlebt die Hölle. Durch eine Karte gelingt es ihm, den Bann der Verleugnung zu durchbrechen.
1923 in Detroit geboren, kommt John H. Noble 1938 nach Dresden, um mit seinen Vater ein Kamerawerk aufzubauen. 1945 werden beide von den Sowjets inhaftiert. John wird nach Workuta verbannt. Das Kamerawerk - inzwischen von Weltruf - wird enteignet. 1955 kommt John frei und in die USA zurück. Er sieht seine Mission in der Aufklärung der Folgen von Diktatur und Menschenverachtung und hält bis zu 1.000 Vorträge im Jahr. Aufgrund seiner selbstlosen, lebensgefährlichen Rettungsaktion kurz vor seiner Entlassung wird er 1979 in den Ritterstand erhoben. 1990 kommt er nach Dresden, um seinen nie aufgegebenen Kampf um die Kamerawerke fortzuführen. Aber die Praktiken der Treuhand lassen ihn scheitern. |
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| Artikel-Nr.: 9783940206381 |
14,95 €
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Eine westdeutsche Frau trifft 1999 einen ostdeutschen Mann in Brandenburg. Erinnerungen öffnen Türen zur Vergangenheit, dem schmerzenden Kern des Werkes. Max Olgart ist 13, als er 1946 vom russischen Militärtribunal zu zehn Jahren Haft wegen angeblich „organisiertem Kampf gegen die Sowjetunion“ verurteilt wird. Er kommt ins Lager Sachsenhausen bei Berlin, das die russischen Militär-Mächte wie viele KZs als Gulag weiternutzten. Die Leser begleiten Max in die Haft unter grausigen Bedingungen; erfahren in brennender, klarer Sprache vom Ankämpfen gegen das Aufgeben, von einem immer wieder neuen Akt, Mut zu schöpfen. Max wird volljährig entlassen und muss sein Leben emotional distanziert zu den Eltern gestalten. Wir erleben ihn als Lehrer und Kulturschaffenden im Bezirk Potsdam. Wandlungen um 1989 sowie Neuanfänge in Ost und West gehören ebenso zu diesem autobiographischen Roman. |
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| Artikel-Nr.: 9783940281296 |
18,90 €
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Die Stasi weiß, was ich nicht weiß: Schädlingstätigkeit, Sabotage und Spionage im DDR-Schauprozess gegen den Hamburger Unternehmer Herbert F. Latinsky Schädlingstätigkeit, Sabotage und Spionage im DDR-Schauprozess gegen den Hamburger Unternehmer Herbert F. Latinsky
Der „wirtschaftskriegerisch“ motivierte Prozess vor dem Obersten Gericht der DDR gegen Herbert F. Latinsky, einen erfolgreichen Hamburger Kaufmann, hatte nicht viel mit einem Strafprozess im üblichen Sinn gemein. Das ganz besondere Interesse an dieser Art der Schauprozesse und ihrer politischen Instrumentalisierung wird bereits an der Tatsache deutlich, dass der Generalstaatsanwalt der DDR am 06.10.1967 unmittelbar an Erich Honecker berichtete – und die Urteile dann propagandistisch verwertet wurden. Entsprachen die vorgebrachten Anschuldigungen der Spionage, Sabotage, des Menschenhandels und der ideologischen Diversion der DDR gegen Latinsky nun der Wahrheit? Aufgabe dieses Buches ist nicht die juristische Nachlieferung eines fairen Gerichtsprozesses, den es damals nicht gegeben hat. Vielmehr stehen die bemerkenswerten Erlebnisse eines Mannes im Vordergrund, der die gut geölten Mechanismen der Untersuchungsorgane der DDR existentiell zu spüren bekam.
Der Autor Felix Reid führte über zweieinhalb Jahre Interviews mit Herbert Latinsky, in denen dieser 91jährig auf den tragischen Wendepunkt seines ohnehin bewegten Lebens zurückblickte. Weiterhin recherchierte der Autor im umfangreich zur Verfügung stehenden Aktenmaterial des BStU und rekonstruierte die Geschehnisse anhand der Stasi- und Prozessakten. Felix Reid gibt die Latinsky-Interviews authentisch und ohne Wertung wieder und setzt die Dokumente aus den Stasi-Archiven bewusst unkommentiert gegen die Interviewtexte. Dieses Buch ist dabei nicht nur ein einzigartiges Zeitzeugnis der Stasiverhöre, der politischen Justiz sowie der Haftbedingungen, sondern auch der deutsch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen der 50er und 60er Jahre. |
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| Artikel-Nr.: 9783832964955 |
38,00 €
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Das Buch befasst sich mit den Verfahrensabläufen des Häftlingsfreikaufs auf westlicher und auch auf östlicher Seite. Durch die Offenlegung der Bestände der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR konnten interessante Erkenntnisse gewonnen werden, die so bisher nicht publiziert worden waren. Die Rolle des DDR Staatssicherheitsdienstes, der hier im Wesentlichen die Entscheidungen für die östliche Seite traf, wird im Einzelnen dargestellt und analysiert. Wer hätte das gedacht: Der von Erzkonservativen bis ganz Rechts als fragwürdiges Paktieren mit dem Unrechtsstaat geschmähte Freikauf politischer Häftlinge aus der DDR wurde zuerst von Konrad Adenauer genehmigt, der als Ansprechpartner im Kanzleramt Hans Globke benannte. Bei der Anbahnung des Handels hatte auch der „Bild“-Verleger Axel Springer die Hand im Spiel, bevor man sich auf die scheinbar „technische“ Ebene von Anwaltskanzleien zur Abwicklung des fragwürdigen Geschäfts einigte. Auf westlicher Seite war dies zunächst die Anwaltskanzlei Jürgen Stange, auf östlicher Seite Rechtsanwalt Wolfgang Vogel. Ob seinen westlichen Verhandlungspartnern bewusst war, dass hinter ihm – Deckname „Georg“ – das Ministerium für Staatssicherheit stand, ist bis heute ungeklärt.
Für viele seiner westlichen Partner, die auch nach 1989 für ihn eintraten, bleibt er dennoch, ähnlich wie Manfred Stolpe, ein ehrenwerter Mann.
Der „Erfinder“ des Projekts war jedenfalls ein Major der Staatssicherheit, Heinz Volpert, der bis 1976 auch die Kontrolle darüber hatte. Sein Einfluss ging so weit, dass er selbst den DDR-Staranwalt Friedrich Karl Kaul ausbooten konnte, der Vogels Mandat auf eigene Faust übernehmen wollte und sich schon in Bonn als Beauftragter vorgestellt hatte.
Aus dem Zwielicht kam die ganze Aktion nie heraus, auch wenn die krimireifen Praktiken des ersten Freikaufs – Geldübergabe per Lederkoffer auf dem Bahnhof Friedrichstraße – durch elegantere Transfers abgelöst wurden. Auch die waren (zum Beispiel die später gerichtsnotorischen Schwarzen Kassen des Bundesministers Franke und seines Ministerialdirektors Edgar Hirt) „verfassungsrechtlich bedenklich“, wie der Autor der vorliegenden Studie festhält. Franke bekannte sich zwar zu Verstößen gegen das Haushaltsrecht, machte aber selbst vor dem Untersuchungsausschuss des Parlaments falsche Angaben über die Verwendung der Gelder; Hirt wurde gar wegen Untreue und Betrugs vom Landgericht Bonn zu dreieinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Es half beiden nichts, dass sie sich auf den guten humanitären Zweck beriefen, um die fragwürdigen Manipulationen mit Steuermitteln zu rechtfertigen.
Später gelang es mithilfe kirchlicher Institutionen als Zwischenträger, die Geschäfte um den Häftlingsfreikauf in etwas geordnetere Bahnen zu lenken, ohne sie vom Odium ihrer moralischen Fragwürdigkeit befreien zu können. Unbestreitbar ist immerhin ihr praktischer Erfolg – 30 000 befreite Häftlinge zwischen 1963 und 1989 für eine Gegenleistung von 3,5 Milliarden D-Mark –, aber auch an diesen Zahlen haften ungute Zweifel, wie viele Kriminelle und wie viele Agenten der Staatssicherheit dabei untergeschoben wurden. Auch behielt sich die DDR Ablehnungen vor, wenn die durch Freikauf erwirkte Ausreise eines Häftlings in dessen Betrieb und Umgebung eine „Sogwirkung“ auszulösen drohte. In anderen Fällen wurden die Freigekauften zum Verzicht auf Haus- und Grundbesitz in der DDR erpresst.
Eine verlässliche Statistik der Freikäufe existiert nicht, so dass die eigene Statistik der Staatssicherheit dem Autor Thomas von Lindheim noch am zuverlässigsten erscheint. Zu viele Details schlummern noch in gesperrten Akten der Bundesrepublik, um die ganze Wahrheit über Wege, Umwege und Irrwege des Häftlingsfreikaufs zu rekonstruieren. Lindheims kurzer Abriss kann deshalb – auch wegen des Verzichts auf umfassende Fallstudien – nur ein Anfang sein. - Thomas von Lindheim: Bezahlte Freiheit. Der Häftlingsfreikauf zwischen beiden deutschen Staaten. Nomos Verlag, Baden-Baden 2011. 144 Seiten |
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| Artikel-Nr.: 978-3-89812-763-9 |
16,90 €
Preis inkl. MwSt. |
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Es ist einer der spektakulärsten und in der DDR bis zuletzt geheim gehaltenen Fälle: Nach einem gescheiterten Fluchtversuch an der Grenze zu Westdeutschland wird André Baganz, Sohn einer Deutschen und eines Afrikaners, 1981 in Frankfurt/Oder in Untersuchungshaft eingeliefert. Beim Versuch, aus der Haftanstalt auszubrechen, verschanzen er und drei weitere Gefangene sich in einem Hochhaus. Sonderkommandos von Polizei und Staatssicherheit belagern die Stadt, ein Polizist kommt zu Tode, die Geiseln bleiben unversehrt. Baganz, obwohl selbst nicht der Todesschütze, wird zu lebenslanger Haft verurteilt und nach Bautzen II verlegt – dorthin, wo nur die gefährlichsten Staatsfeinde einsitzen. Das Stasi-Gefängnis wird zum Martyrium. Jahrelange Einzelhaft, Übergriffe, Psychoterror: Die Erinnerungen von Baganz, der 1991 entlassen wird, sind deshalb mehr als nur ein Zeitzeugenbericht. Seine Schilderungen geben erstmals detailgetreue Auskunft über die dunkelste Seite der Macht: über einen vom Geheimdienst betriebenen politischen Strafvollzug, der Menschen brechen wollte. Aber André Baganz ließ sich nicht brechen. Er kämpfte auch hinter den Gefängnismauern.
André Baganz, geb. 1961, wurde in Berlin als Sohn einer Deutschen und eines zur Ausbildung in der DDR weilenden Afrikaners geboren. Nach Festnahme und Verurteilung 1981 saß er im berüchtigten Stasigefängnis Bautzen II ein. 1991 wurde sein Urteil revidiert und er entlassen. Heute lebt er als taxifahrender Schriftsteller in Bonn.
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| Artikel-Nr.: 9783866836488 |
8,90 €
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Der 5. November 1986 ist für den Autor einer der folgenschwersten Tage in seinem Leben. Ein Kommando der Stasi der damaligen DDR verhaftet ihn. Man wirft ihm zunächst vor, herabwürdigende Äußerungen gegen die DDR getätigt zu haben. Während seiner 9-monatigen U-Haft werden die Vorwürfe auf staatsfeindliche Hetze mit Aufwiegelung erweitert. An ihm, seiner Familie, seinen Freunden und Arbeitskollegen demonstriert der Machtapparat der DDR ein weiteres Mal, wie man andersdenkende Personen auf menschenunwürdige Weise zum Schweigen bringt und dabei seine eigene Identität aufgibt. Der Glaube an Gott hilft ihm mit, diese Zeit der Drangsal, Ängste, Verzweiflung und Bedrohungen bis hin zur eigenen Selbstaufgabe zu überstehen.
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| Artikel-Nr.: 9783639282108 |
49,00 €
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Eine Ethnografie der Führung: Besucherreferenten in der Gedenkstätte Berlin- Hohenschönhausen Sandy J. Bossier
Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs ergaben sich in den ost- und mitteleuropäischen Ländern neue erinnerungskulturelle Dimensionen. Diese bieten vielfältige Forschungsmöglichkeiten für die junge Wissenschaft der Anthropologie des Gedächtnisses (Memory Studies). Auch in der ehemaligen DDR lassen sich unterschiedliche postdiktatorische Erinnerungskulturen finden, die an bestimmten Orten und Gelegenheiten ausgetragen werden. Eine von ihnen wurde von der Autorin aufgegriffen: Ihre Arbeit beschäftigt sich mit ehemaligen Inhaftierten des Stasi- Gefängnisses Berlin Hohenschönhausen, die heute als Besucherreferenten durch die Gedenkstätte führen. Die Autorin untersucht dieses ungewöhnliche Zeitzeugenkonzept im Umgang mit deutsch- deutscher Geschichte und analysiert die Kommunikations- und Interaktionssituation Führung . Sie versteht HSH als einen spezifischen Gedächtnisort, an dem sich die Erinnerung der Zeitzeugen verräumlicht. Die verschiedenen Ebenen der individuellen sowie gesellschaftlichen Erinnerungsarbeit werden theorisiert, um der Anthropologie des Gedächtnisses an diesem exemplarischen Ort ein Stück näher zu kommen. Sandy J. Bossier arbeitet als freie Journalistin & PR- Beraterin in Berlin. Geboren 1977 in Ostberlin, 1979 vom Westen freigekauft, gelten ihre besonderen Interessen auch der Geschichte der DDR Opposition. Im Rahmen des Studiums der Europäischen Ethnologie, Publizistik & Kommunikationswissenschaft (HU & FU Berlin) entstand die vorliegende Arbeit.
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