
| Artikel-Nr.: 9783942955058 |
17,90 €
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Ulrich Zieger ist ein Dichter, der den Leser herausfordert und engagiert. Liest man ihn, ist man sich seiner selbst nicht mehr sicher. Die Sprache tanzt und bebt, die Gedanken zirren, eine Welt entsteht, die man zu erkennen meint und die einen gleichzeitig erstaunt und beglückt. Ulrich Zieger wurde 1961 in Döbeln geboren. Er lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Berlin und Montpellier, Südfrankreich. Außer Lyrik schreibt er Theaterstücke, Prosa und Hörspiele. Er wurde unter anderem mit dem Nicolas-Born-Preis und einem Ehrenpreis der Deutschen Schillerstiftung ausgezeichnet. Gedichtbände: »neunzehnhundertfünfundsechzig«, 1990 ed. qwert zui opü »Große beruhigte Körper«, 1992 Druckhaus Galrev »Vier Hefte"«, 1999 ed. qwert zui opü »Die Werkstatt/L'atelier«, 2010 ed. greges |
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| Artikel-Nr.: 978-3-942955-09-6 |
17,90 €
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Schon der erste Gedichtband Ulrich Schachts,
»Traumgefahr«, der 1981 bei Neske erschien, ließ die Kritik aufhorchen.
Die FAZ sprach von einem »bemerkenswerten Debüt, das eine bemerkenswerte
Entwicklung« verspreche, der »Rheinische Merkur« von einer
Verssprache, die »bildkräftig und wirkmächtig« sei, »Die Welt« lobte
die »sichere und souveräne« Handhabung der »poetischen Sprache« des
Autors. Schachts 1983 (»Scherbespur«, Ammann) und 1990 (»Lanzen im Eis«,
DVA) folgende Gedichtsammlungen verstärkten dieses Echo auf breiter
Front. Die »Süddeutsche Zeitung« konstatierte: »die formale und
bilddenkende Weiterentwicklung beeindruckt«, es gelänge dem Autor, »den
Schmerz des geteilten Landes persönlich und repräsentativ ins Andenken
stiftende Gedicht zu fassen«. Die »Neue Zürcher Zeitung« nannte den
Autor einen »hochbegabten Lyriker«, der nicht nur »mit den Mitteln einer
feinnervigen und bedachtsamen Sprache« arbeite, selten habe sich auch
»ein Ich innerhalb der Lyrik derart reduziert, um dafür um so größeren
Raum einer Natur zu gönnen, die mit kraftvollen Zeichen auftritt«.
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| Artikel-Nr.: 9783360021182 |
12,95 €
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Edgar Sörensen ist ein angesehener Journalist und Terrorexperte, und jetzt ist er Leiter des »Hauptstadtstudios« und somit auch Chef seiner jungen Ehefrau. Die forscht in seinem Auftrag in Akten der Birthler-Behörde nach einem über vierzig Jahre zurückliegenden Spionagefall. Sie wird auf überraschende Weise fündig, auch wenn es andere Ergebnisse sind, als ihr Mann erwartete. Wolfgang Schreyers spannender, auf Tatsachen beruhender Roman zeigt das Innenleben der Geheimdienste und den heutigen Medienalltag.
Über den Autor Wolfgang Schreyer, Romanautor und Erzähler. Geboren 1927 in Magdeburg. Debütierte mit dem Kriminalroman «Großgarage Südwest» (1952), seitdem freischaffend, lebt in Ahrenshoop. 1956 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis. Schreyer zählt zu den produktivsten und erfolgreichsten Autoren spannender Unterhaltungsliteratur, schrieb Sachbücher, Szenarien für Funk und rund zwanzig Romane über zeitgeschichtliche Vorgänge. |
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| Artikel-Nr.: 9783518462751 |
10,99 €
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Stadt der Engel von Christa Wolf Los Angeles, die Stadt der Engel: Dort verbringt die Erzählerin Anfang der Neunziger einige Monate auf Einladung des Getty Center. Ihr Forschungsobjekt sind die Briefe einer gewissen L. aus dem Nachlaß einer verstorbenen Freundin, deren Schicksal sie nachspürt – eine Frau, die aus dem nationalsozialistischen Deutschland in die USA emigrierte. Sie beobachtet die amerikanische Lebensweise, taucht ein in die Vergangenheit des „New Weimar unter Palmen“, wie Los Angeles als deutschsprachige Emigrantenkolonie während des Zweiten Weltkriegs genannt wurde. Ein ums andere Mal wird sie über die Lage im wiedervereinigten Deutschland verhört: Wird der „Virus der Menschenverachtung“ in den neuen, ungewissen deutschen Zuständen wiederbelebt? In der täglichen Lektüre, in Gesprächen, in Träumen stellt sich die Erzählerin einem Ereignis aus ihrer Vergangenheit, das sie in eine existentielle Krise bringt und zu einem Ringen um die Wahrhaftigkeit der eigenen Erinnerung führt. Das neue Buch von Christa Wolf ist auch autobiographische Prosa: Sie erzählt von einem Menschenleben, das drei deutschen Staats- und Gesellschaftsformen standhält, von einer Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, von der Kunst, sich zu erinnern. „Du bist dabei gewesen. Du hast es überlebt. Du kannst davon berichten.“ Der neue große Roman von Christa Wolf: Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud spiegelt das Leben der Autorin, wie in Kindheitsmuster immer wieder verbunden mit entscheidenden Momenten deutscher Geschichte. Über den Autor Christa Wolf, geboren 1929 in Landsberg/Warthe (Gorzów Wielkopolski), lebt in Berlin und Woserin, Mecklenburg-Vorpommern. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen, darunter dem Georg-Büchner-Preis und dem Deutschen Bücherpreis für ihr Gesamtwerk, ausgezeichnet. |
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| Artikel-Nr.: 9783462043426 |
8,99 €
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Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel von Moritz Rinke
Als Journalist ist Moritz Rinke jemand, der das Genre Reportage routiniert pflegt. Rinke kann ein einsames Schwarzwalddorf bereisen, nüchtern die Menschen dort beschreiben und, wie er nicht mit denen reden kann. Hinterher wissen wir, wie es ist, im Schwarzwald. Als Dramatiker ist Rinke jemand, der postmodernen Boulevard aus dem ff beherrscht, der Tür-auf-Tür-zu-Szenen schreibt, der seine Figuren einen Tick überzeichnet - und hinterher haben wir viel gelacht, ohne uns allzu stark unter Niveau zu unterhalten. Als Romancier ist Rinke dagegen jemand, der auf dem Grat zwischen Überzeichnung und Denunziation seiner Protagonisten manchmal den rechten Pfad verfehlt. Sein Romandebüt "Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel" geht so: Da ist eine Berliner Kulturbetriebsnase, die ins heimatliche Künstlerdorf Worpswede reist, es geht um eine Haushaltsauflösung, gleichzeitig geht es aber auch um Faschismus, um 1968, ums Kunsthype-Berlin. Klug komponiert, ein wenig geschwätzig vielleicht, aber das gibt es ja alles: Es gibt dieses kunstsatte Worpswede, im niedersächsischen Moor, tatsächlich ist Rinke, der mittlerweile in Berlin lebt, selbst dort aufgewachsen, weswegen man nicht umhin kommt, "Der Mann ..." autobiografisch zu lesen. Aber haben wir irgendetwas gelernt, am Ende, als der gezeichnete Mikrokosmos in einer großartig apokalyptischen Sequenz langsam im Moor versinkt? So richtig? (fis) |
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| Artikel-Nr.: 9783100338440 |
22,95 €
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Wolfgang Hilbigs erster Roman, erschienen im Herbst 1989, erzählt die Geschichte des Heizers C., der in der DDR die Existenz eines einfachen Arbeiters führt. Heimlich aber geht er der "Schwarzarbeit des Schreibens" nach, was die Stasi auf ihn aufmerksam macht. Entlassen aus der Untersuchungshaft, in die er wegen angeblicher Brandstiftung gerrät, flieht C. nach Berlin, wo er seine Erinnerungen ordnen und niederschreiben will. Bei dieser Arbeit verliert er endgültig den Boden unter seinen Füßen. Ist er einem Mordfall auf der Spur? Ist er selbst an einem Mord beteiligt gewesen? Erstmals veröffentlicht wird in diesem Band der Werkausgabe eine bisher nur handschriftlich vorliegende Erzählung, die den Anfang und Kern des späteren Romans bildet. Ein umfangreiches Nachwort von Jan Faktor ergänzt den Band. "Ein großartiger Roman ein artistisches wie intellektuelles Vergnügen allerersten Ranges" Fritz J. Raddatz, Die Zeit
Wolfgang Hilbig, geb. 1941 in Meuselwitz/Sachsen ist in der Bergarbeiterfamilie seines Großvaters aufgewachsen. 1985 verließ er die DDR und lebt als freier Schriftsteller jetzt in Berlin. Er erhielt zahlreiche literarische Auszeichnungen, u.a. den Ingeborg Bachmann-Preis, den Bremer Literaturpreis und den Literaturpreis des Landes Brandenburg; 2002 erhält er auch den Georg Büchner-Preis.Jürgen Hosemann, geboren 1967, arbeitet als Lektor in Frankfurt am Main.Wolfgang Hilbig, geb. 1941 in Meuselwitz/Sachsen ist in der Bergarbeiterfamilie seines Großvaters aufgewachsen. 1985 verließ er die DDR und lebt als freier Schriftsteller jetzt in Berlin. Er erhielt zahlreiche literarische Auszeichnungen, u.a. den Ingeborg Bachmann-Preis, den Bremer Literaturpreis und den Literaturpreis des Landes Brandenburg; 2002 erhält er auch den Georg Büchner-Preis.Jürgen Hosemann, geboren 1967, arbeitet als Lektor in Frankfurt am Main.
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| Artikel-Nr.: 9783100751362 |
19,95 €
Preis inkl. MwSt. |
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Antje Rávic Strubel erzählt eine behutsame Liebesgeschichte und eine perfide politische Story. Wem gehört die eigene Vergangenheit, wenn zwischen Erinnerung, Stasilegende und Lüge nicht mehr zu unterscheiden ist? Eine Vogelschutzinsel in der Ostsee. Dort begegnet der junge Erik der älteren, verschlossenen Forscherin Inez und nähert sich ihr mit zärtlicher Unbeschwertheit. Mit ihm ist Rainer Feldberg auf die Insel gekommen, eine undurchsichtige Figur, der die beiden beobachtet, befragt, aushorcht. Es stellt sich heraus, dass Inez und er sich von früher kennen. Welches Spiel wird hier gespielt? Aus den Andeutungen Feldbergs, dem Wenigen, das Inez erzählt, und aus Aufzeichnungen, die Erik findet, setzt sich nach und nach eine unglaubliche Geschichte zusammen: Die Biographie eines ostdeutschen Jungen, die als Stasi-Legende und Polit-Story erfunden wird. Seine Geschichte.
Antje Rávic Strubel, geb. 1974 in Potsdam, aufgewachsen in Ludwigsfelde, Ausbildung zur Buchhändlerin, Studium in Potsdam und New York. Antje Rávic Strubel lebt in Potsdam und in ihrem Ferienhaus im schwedischen Värmland. |
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| Artikel-Nr.: 9783518422410 |
24,90 €
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»Im Schicksal des Einzelnen präzise den Zustand einer Gesellschaft zu spiegeln – darin liegt eine große Begabung des Autors« (Sächsische Zeitung )
Rüdiger Stolzenburg, 59 Jahre alt, hat seit 15 Jahren eine halbe Stelle als Dozent an einem kulturwissenschaftlichen Institut. Seine Aufstiegschancen tendieren gegen null, mit seinem Gehalt kommt er eher schlecht als recht über die Runden. Er ist ein prototypisches Mitglied des akademischen Prekariats. Dieser »Klasse« fehlt jede Zukunftshoffnung: Die selbst gesetzten Maßstäbe an die universitäre Lehre lassen sich nicht aufrecht erhalten; die eigene Forschung führt zu keinem greifbaren Resultat. Für das Spezialgebiet des Rüdiger Stolzenburg, den im 18. Jahrhundert in Wien lebenden Schauspieler, Librettisten und Kartografen Friedrich Wilhelm Weiskern, lassen sich weder Drittmittel noch Publikationsmöglichkeiten beschaffen. Und dann erweist sich das angeblich sensationelle neue Material aus dem Nachlaß von Weiskern auch noch als Fälschung. Seine Bemühungen, eine ihn ruinierende Steuernachforderung zu erfüllen, machen ihm endgültig deutlich: die Welt, die Wirtschaft, die Politik, die privaten Beziehungen – alles ist prekär. Sie zerbrechen, sie setzen Gewalt frei, geben in großem Ausmaß den Schein für Sein aus. Christoph Hein hat mit Rüdiger Stolzenburg eine Figur geschaffen, in der sich prototypisch die Gefährdungen unserer Gesellschaft und unserer Zivilisation am Ende des ersten Jahrzehnts des zweiten Jahrtausends spiegeln. Christoph Hein ist damit der aktuelle, realistische, literarisch durchgeformte Gesellschaftsroman gelungen. |
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| Artikel-Nr.: 9783866000797 |
38,90 €
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Seit Mitte der neunziger Jahre arbeitet Peter Kurzeck an dem großen autobiographisch-poetischen Projekt "Das alte Jahrhundert". Die ersten vier Bände sind bereits erschienen: Übers Eis (1997), Als Gast (2003), Ein Kirschkern im März (2004) und Oktober und wer wir selbst sind (2007). Über das Autobiographische hinaus entsteht eine faszinierende Zeitgeschichte. (Norbert Wehr im WDR)"Im Jahr 1982 in Frankfurt-Eschersheim ein langes Wochenende im Herbst. Der Erzähler ist mit Frau und Kind bei Freunden zu Besuch. Vielleicht das letzte Wochenende, bevor die Freunde nach Südfrankreich ziehen. Der Erzähler ist müde. Will schlafen. Um ihn her der Nachmittag und die vertrauten Stimmen und dazu die Stimmen in seinem Kopf. Und dann muß er erzählen! Eine lange Reise. Und wir begleiten ihn in das Land seiner Kindheit. Das Oberhessen aus der Zeit nach dem Krieg und bis in die Siebziger Jahre. Gestern noch hier und jetzt ein versunkenes Land, eine Sage. Man muß die ganze Gegend erzählen, die Zeit! Und dazu die Menschen. Kleinbauern, Handwerker und Gießereiarbeiter. Die Oberdorfwitwen, die alten Leute und ihre Geschichten. Und die Kinder, als wir alle noch Kinder waren. Die alten Kaufläden. Flohmarkt- und Flüchtlingsgeschichten. Wie es bei der Arbeit zugeht. Lebensläufe, Vergangenheiten, die Zeit. Was die Zeit mit uns macht. Das Fernsehen. Die Liebe. Drei Paargeschichten. Wie man mitten im Pferdefuhrwerk- und Dampflokzeitalter als Sechsjähriger in Lollar am Güterbahnhof bei der amtlichen Waage steht (neben einer großen Pfütze) und weiß vom Hörensagen, die Erde ist eine Kugel. Ein langer Herbstnachmittag und er ist sechs und muß sich alle Stimmen und Farben und jede Einzelheit merken. Und hat keine Wahl, wird ein Dichter. Wenn man auf einem Berg wohnt, führt jeder Heimweg am Ende mühsam bergauf. Die Nachkriegs-, die Not-, die Hunger-, die Hamster-, die Schwarzmarkt- und dann die neue und immer noch eine neuere neue Zeit. Der Fortschritt. Und fängt dann zu fahren an. Baustellen, der Straßenbau, Autobahnen, Schnellstraßen und Autobahnzubringer. Staatssekretäre, Ehrenjungfrauen und das Weltbild der Igel. Eine vergessene alte Landstraße, die leer in der Sonne liegt. Supermärkte, Einkaufsfahrten, Räubergeschichten, ein gelungener Amoklauf und die langen Sommer der späten Sechziger Jahre. Ein ganzes Zeitalter und jeder Augenblick fängt zu reden an."
Peter Kurzeck ist 1943 in Böhmen geboren und als Flüchtlingskind in Staufenberg im Kreis Gießen aufgewachsen, lebte seit 1970 lange Jahre in Frankfurt am Main. Heute lebt er in Uzès, Südfrankreich, und in Frankfurt am Main. Verschiedene Literaturpreise und Stipendien: Alfred-Döblin-Preis 1991, Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste 1999, Hans-Erich-Nossack-Preis 2000, Stadtschreiber von Bergen 2000/2001. 2008 erhielt Peter Kurzeck den Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis. |
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| Artikel-Nr.: 9783421045058 |
21,99 €
Preis inkl. MwSt. |
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Der irrwitzige Realismus, der über die absonderlichsten Details verfügt, ergibt eine groteske Perspektive auf das öffentliche und private Leben in der DDR. Es ist der 30. April in Berlin, die Stadt bereitet sich auf die alljährlichen Krawalle in der Walpurgisnacht vor. Für Annja Kobe ist damit der Zeitpunkt gekommen, von der Polizei unbemerkt mit ihrem Vater umzuziehen, der seit zehn Jahren und fünf Monaten tiefgefroren in einer Kühltruhe liegt. Sie bittet Alex um Hilfe, einen Stadtstreicher, der Berlins Schlupflöcher so gut kennt wie kein anderer. Auf ihrer Tagesreise durch die Stadt kreuzen sie die Wege von Menschen, die wegen neuer Besitzverhältnisse die Wohnung wechseln müssen, Gas ablesen oder Taxi fahren, zur Schule gehen oder sie schwänzen, sich auf der Flucht vor der großstädtischen Einsamkeit in Blind Dates stürzen oder glauben, die Welt durch Aktionstheater verbessern zu können. All diese Lebensgeschichten verweben sich zu einem dichten Netz, das sich über die Stadt legt, sodass Berlin selbst zu einem der Protagonisten wird, seine Gegenwart wie Vergangenheit. „Walpurgistag”, der lang erwartete zweite Roman von Annett Gröschner, ist ein lebenskluges Buch, raffiniert strukturiert, temporeich, mit Lakonie und Witz erzählt. |
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