
| Artikel-Nr.: 9783895611070 |
19,95 €
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Berlin im Jahr 2006: Ein Mann hat in den achtziger Jahren im Gebäude des Neuen Deutschland als Handwerker gearbeitet und später die DDR verlassen. Eines Tages bekommt er einen Anruf von seiner früheren Frau. Sie wartet in einem Krankenhaus auf die exakte Diagnose ihrer Krebskrankheit. Um ihr zu helfen, reist er zurück in die Stadt und versucht, die Ereignisse einiger Tage Anfang Mai 1986 zu rekonstruieren. War ein aus der Ukraine kommender Lastwagen, mit dem sie in Berührung kam, verstrahlt? Und warum erscheint der Tod eines Kollegen, an dem er sich die Schuld gab, zweifelhafter denn je? Sind die Geschehnisse von damals der Grund dafür, dass er in dem Leben, das er bis vor Kurzem geführt hat, nie wirklich Fuß fassen konnte? Schnell beginnen die Tage in Berlin ihm zu entgleiten, werden zu einer verzweifelten Suche nach Orientierung angesichts eines nie verkrafteten Bruchs in seinem Leben.
Inka Parei wurde 1967 in Frankfurt am Main geboren und lebt seit 1987 in Berlin. Ihr erster Roman DIE SCHATTENBOXERIN wurde 2000 mit dem Hans Erich Nossack-Preis ausgezeichnet und ist in 13 Sprachen übersetzt. 2003 erhielt sie für den Anfang des Romans WAS DUNKELHEIT WAR den Ingeborg-Bachmann-Preis sowie den Kelag-Publikumspreis. Zuletzt wurde sie mit dem Heinrich-Heine-Stipendium ausgezeichnet (2009). |
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| Artikel-Nr.: 9783499254123 |
9,99 €
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Von den 50 Jahren über das Wendejahr 1989 bis zum Beginn des neuen Jahrtausends reicht dieser Roman einer Familie. Im Mittelpunkt drei Generationen: Die Großeltern, noch überzeugte Kommunisten, kehren aus dem mexikanischen Exil in die junge DDR heim, um dort ihren Anteil am Aufbau der neuen Republik zu leisten. Ihr Sohn, als junger Mann nach Moskau emigriert und später in ein sibirisches Lager verschleppt, tritt die Reise vom anderen Ende der Welt, dem Ural, an. Er kehrt mit seiner russischen Frau zurück in eine Kleinbürgerrepublik, an deren Veränderbarkeit er weiterhin glauben will. Dem Enkel wird die Wahlheimat von Eltern und Großeltern indes zusehends zu eng - bis er, ausgerechnet am neunzigsten Geburtstag des Patriarchen, in den Westen geht. Die Strahlkraft der politischen Utopie scheint sich von Generation zu Generation zu verdunkeln. TB Version |
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| Artikel-Nr.: 9783446237575 |
18,90 €
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Ein Mann, der die Gletscher so sehr liebt, dass er an ihrem Sterben verzweifelt: Zeno hat sein Leben als Glaziologe einem Alpengletscher gewidmet. Als das Sterben seines Gletschers nicht mehr aufzuhalten ist, heuert er auf einem Kreuzfahrtschiff an, um Touristen die Wunder der Antarktis zu erklären. Doch auf seiner Reise verzweifelt er an der Ignoranz der Urlauber, der mangelnden Achtung vor der fremden Welt und der fortschreitenden Schmelze des Eises. Ilija Trojanows neuer Roman erzählt mit gewaltiger Wortkunst von einem Mann, der auszieht, um für die Gletscher zu kämpfen. Ein poetischer und leidenschaftlicher Roman über die Erhabenheit der Natur und die Gefährdung unserer Welt.
Ilija Trojanow, geb. 1965 in Bulgarien, aufgewachsen in Kenia, studierte und arbeitete viele Jahre in Deutschland. Seit 1998 lebt er in Bombay. Trojanow ist Autor, Herausgeber und Verleger. Er beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit afrikanischer Geschichte, Kultur und Literatur. Der Autor erhielt zahlreiche Preise: 1995 den Bertelsmann-Literaturpreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt, ein Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf sowie ein Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds e.V., 1996 den Marburger Literaturpreis, 1997 den Viktor-von-Scheffel-Preis und Thomas-Valentin-Preis der Stadt Lippstadt und 2000 den Adelbert-von-Chamisso-Preis. 2009 wurde ihm der Preis der Literaturhäuser verliehen und 2010 wurde er als 'poetischer Chronist der großen Exil- und Migrationsphänomene der Moderne' mit dem Würth-Preis geehrt. |
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| Artikel-Nr.: 9783784432670 |
19,99 €
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"Hier ist nichts und niemand jemals sicher ..."
Klappentext Zwei Leichen, eingemauert in ein Kriegerdenkmal an der österreichisch-tschechischen Grenze, sind nur der skurrile Anfang eines Alptraums. Reporter Paul Wagner und Historiker Georg Sina sind einem Geheimnis auf der Spur, das am Fundament der katholischen Kirche rüttelt. Gesucht wird ein brisantes Archiv, das in den letzten Kriegstagen von Himmlers Wewelsburg in die Alpenfestung transportiert werden sollte, jedoch nie dort ankam. Irgendwo in Österreich ist es verschwunden ... Der vatikanische Geheimdienst und eine geheimnisvolle Bruderschaft sind nicht zimperlich, wenn es darum geht, dieses Wissen wiederzuerlangen - und eines wird schnell klar: Alle, die je mit dem Archiv zu tun hatten, sind eines gewaltsamen Todes gestorben. Doch da ist noch etwas Älteres ... viel Gefährlicheres ... seit Urzeiten ein Spiel spielend ... Als Sina und Wagner das erkennen, ist es schon fast zu spät.
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| Artikel-Nr.: 9783785760543 |
12,99 €
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Nacktbaden am Ostseestrand, Staatsbürgerkunde und Bückware ═ im Mecklenburg-Vorpommern der Sechzigerjahre gehört das zu einer ganz normalen Kindheit. Petra Nadolny träumt davon, als rasende Reporterin den Menschen von der Wahrheit zu berichten. Doch als sie die Fakten verbiegen soll, wird ihr klar, dass sie in diesem Land nicht mehr bleiben kann ... Heute weiß sie, wie schlimm, schön und seltsam das Leben in Honnis Wunderstaat war, und stellt fest: Was du drüben nicht hattest, brauchtest du auch nicht. Außer West-Jeans vielleicht. Oder echten Kaffee. Oder die Freiheit. |
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Neu Zwei Brüder: Gedanken zur Einheit 1989 - 2009 von Monika Maron - Mit Fotografien von Jonas Maron |
17,95 €
Preis inkl. MwSt. |
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Als Monika Maron 2009 im Jubiläumsjahr der Mauerfalls mit dem
Deutschen Nationalpreis ausgezeichnet wurde, musste das als politisches
Signal verstanden werden. Geehrt wurde eine Autorin und Intellektuelle,
die die deutsche Wiedervereinigung von Anfang an befürwortet, kritisch
begleitet und kommentiert hat. Monika Maron lässt sich nicht
vereinnahmen, sie erhebt Widerspruch und mischt sich ein, ist unbequem,
wenn es sein muss. |
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| Artikel-Nr.: 9783933022721 |
22,00 €
Preis inkl. MwSt. |
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Peter Fischers Roman "Der Fall" erschienen/Dichter Reiner Kunze lobt:"Ein besonders lebensnahes Zeitdokument"
„Der Fall“ ist Teil II und Fortsetzung der als Trilogie angelegten Nachkriegschronik über eine Jugend im geteilten Deutschland. Der Lebensgang von Michael Sahlok, der Hauptfigur des Romans, scheint eine entscheidende Hürde genommen zu haben: Er ist als politischer Häftling aus der DDR freigekauft worden. Er lebt zunächst im Westteil Berlins, später in Hamburg und arbeitet als Redakteur. Doch Sahlok muss erkennen, dass Vergangenheit sich nicht einfach lösen lässt, sie haftet. Sie prägt Lebenszeit, formt Gefühle, fixiert Denkgewohnheiten: sie gerät zum Maßstab für Vergleiche. Die Bedrängnisse der Haftzeit wirken lange nach, sie stehen gegen neu gewonnene Eindrücke: Breit gestreuter Wohlstand muß nicht unbedingt zu größerer Solidarität führen, Phantasie und Empfindsamkeit steigern. Vorurteile, Desinformation sind auch hier keineswegs fremd. Was treibt Westdeutsche um? Die Ära ist voller Widersprüche, Spannungen, die Vergangenheit keineswegs vorüber. Berühmte Zeitgenossen kreuzen Michael Sahloks Lebensweg: Reiner Kunze, der Dichter, und über einen obskuren politischen Zirkel trifft er auf Willy Brandt. Plötzlich taucht eine Jugenfreundin aus Thüringen auf, sie bittet um Fluchthilfe für ihren Mann. Lange vor den spektakulären Fluchten von 1989, taucht der Fluchtwillige auf einen Rat Michael Sahloks hin in der westdeutschen Botschaft in Warschau auf. Doch es gibt ungeahnte Schwierigkeiten, Günter Gaus, der Ständige Vertreter der Bundesrepublik bei der DDR, wird eingeschaltet, der antichambriert bei Honecker ... Peter Fischer gelingt mit der „Der Fall“ eine faszinierende Verdichtung von Zeitgeschichte, der überaus kluge Beobachtung von Lebensumständen, von Milieu zugrunde liegt, und eine ebenso feinsinnige wie nuancenreiche Schilderung jener Jahre vor 1989 die schließlich das Gesicht Europas verändert haben.
Rechtzeitig zum 21. Jahrestag des Mauerfalls ist unter dem Titel "Der Fall" Peter Fischers neuer Roman erschienen, der als Fortsetzung einer als Trilogie angelegten Nachkriegschronik über eine Jugend im geteilten Deutschland anzusehen ist. Nachdem im Roman "Der Schein", dem ersten Teil der Chronik, der Lebensgang der Hauptfigur Michael Sahlok in der DDR über Schule und Studium exemplarisch verfolgt wurde, der schließlich in seine Verhaftung durch die Stasi und seinem Freikauf durch die Bundesregierung einmündete, scheint im Roman "Der Fall" in der Biografie Michael Sahloks eine entscheidende Hürde genommen zu sein: Er lebt nach einer kurzen Zwischenstation im Notaufnahmelager Gießen im Westteil Berlins und arbeitet als Redakteur. Doch bald muss er erkennen, dass Vergangenheit sich nicht einfach löst, sich nicht abstreifen lässt wie eine übergestülpte Haut. Sie bleibt haften, sie prägt Lebenszeit, formt Gefühle, fixiert Denkgewohnheiten: sie gerät zudem zum Maßstab für Vergleiche mit der neuen Lebenswirklichkeit. Die Bedrängnisse der Haftzeit wirken auf immer neue Weise nach, sie stehen gegen neu gewonnene Eindrücke: Breit gestreuter Wohlstand muss nicht unbedingt zu größerer Solidarität führen, Phantasie und Empfindsamkeit steigern. Vorurteile und Desinformation sind auch hier keineswegs fremd. Was treibt schließlich Westdeutsche um, was wissen sie über den so genannten Arbeiter- und Bauernstaat, der immer stärker durch die vielfältigsten Widersprüche in seinem Fortbestehen erschüttert wird, und seine Bewohner? Die Ära kurz vor 1989 ist voller Widersprüche, Spannungen, Hoffnungen, doch die Kräfte der Vergangenheit bleiben noch wirkmächtig. Berühmte Zeitgenossen kreuzen Michael Sahloks Lebensweg und prägen seine Ansichten neu: Reiner Kunze, der Dichter, Willy Brandt, der vormalige Kanzler, auf den er über einen obskuren politischen Zirkel trifft, namhafte Journalisten und ein Künstler, ein Maler, der nicht nur gehörig klugen Abstand zu den Tycoonen der Epoche wahrt, sondern Sahloks Blicke auf die Dinge der Welt zu weiten weiss. Plötzlich taucht eine Jugendfreundin aus Thüringen auf, sie bittet um Fluchthilfe für ihren Mann. Lange vor den spektakulären Fluchten vom Sommer 1989 taucht der Fluchtwillige auf einen Rat Michael Sahloks hin in der westdeutschen Botschaft in Warschau auf. Doch es gibt ungeahnte Schwierigkeiten, Günter Gaus, der Ständige Vertreter der Bundesrepublik bei der DDR, wird eingeschaltet, der antichambriert bei Honecker... Dem Autor gelingt es, durch die Vielzahl der exemplarisch agierenden Personen Zeitgeschichte so zu verdichten, dass daraus ein Bild jener Epoche vor 1989 entsteht, in deren Gefolge sich das Gesicht Europas entscheidend veränderte. Dabei kapriziert sich der Schriftsteller nicht so sehr auf die äußerlich offensichtlichen Geschehnisse jener Ära, sondern er spürt in äußerst einfühlsamer Weise den Inneneinsichten jener Menschen nach, er verfolgt ihre widersprüchlichen, oft gegenläufigen Gefühle und Regungen an scheinbar nebensächlichen Objekten, die er schließlich so zu weiten versteht, dass daraus ein nuancenreiches und coloriertes Bild jener Epoche entsteht, das Schatten keineswegs ausspart. Peter Fischer, geboren in Suhl, Jahrgang 1943, der auch als Lyriker reüssierte ("Ananke"), Lyrikpreisträger der Zeitschrift "Dulzinea", ist mit seinem Roman ein großer belletristischer Wurf gelungen. Der Dichter Reiner Kunze ("Die wunderbaren Jahre") urteilte nach der Lektüre des Romans, dass es sich um ein "besonders lebensnahes Zeitdokument" handelt, und lobte, "so detailgenau ... wird bald niemand mehr über jene Zeit berichten können". Eberhard Grünert
Auch ich glaubte, daß nach der sogenannten Wende, und das im Jetzt und
Heute, Literatur zur Geschichte " DDR" und BRD nicht interessant sein
kann- ich habe mich geirrt. Fischers Roman " Der Fall " ist das, was man
einfach grandios nennen kann und muß. Ein freigekaufter Häftling aus
der " DDR " erlebt den Westen, besonders Westberlin. Ein Suchender, ein
naiver Entdecker. Und er findet sich wieder in einer Lesung von Reiner
Kunze. Links, mittig und rechts von ihm tausend Stimmen. Alles viel zu
laut und neu für den jungen Mann. Er reflektiert. Er verläßt den Fluß
der Zeit und findet Nebenarme. Fischer schreibt nicht langweilig und
voller Haß. Er will noch nicht einmal Rache an seinen Peinigern. Er
fabuliert; eine Kunst, die nicht jeder Autor beherrscht. Fischer verläßt
seine Heimat nicht wie damals Seume, der von Sachsen aus gen Süditalien
wanderte, und doch haben sie einiges gemeinsam, nämlich den genauen
Blick. Ein Ohr für das Ungehörte, sie lesen in Augenblicken, nehmen
Berührungen und Gerüche wahr. Erkennen Gefahr und reagieren.
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| Artikel-Nr.: 9783100226051 |
19,95 €
Preis inkl. MwSt. |
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Nach dem internationalen Erfolg von ›Die Mittagsfrau‹ erzählt Julia Franck in ihrem großen neuen Roman eine ergreifende Familiengeschichte im Deutschland der 50er und 60er Jahre. Ostberlin, Ende der 50er Jahre. Die Geschwister Ella und Thomas wachsen auf sich allein gestellt im Haus der Bildhauerin Käthe auf. Sie sind einander Liebe und Gedächtnis, Rücken an Rücken loten sie ihr Erwachsenwerden aus. Ihre Unschuld und das Leben selbst stehen dabei auf dem Spiel. Käthe, eine kraftvolle und schroffe Frau, hat sich für das kommunistische Deutschland entschieden. Leidenschaftlich vertritt sie die Erfindung einer neuen Gesellschaft, doch ihr Einsatz fordert Tribut. Im Schatten scheinbarer Liberalität setzen Kälte und Gewalt Ella zu. Während sie mal in Krankheit flieht und mal trotzig aufbegehrt, versucht Thomas sich zu fügen, doch nur schwer erträgt er die Erniedrigungen und flüchtet in die unglückliche Liebe zu Marie. Julia Franck zeichnet das Bild einer Epoche, die die Frage nach Aufrichtigkeit neu stellt. Sie erzählt von großer Liebe ohne Rückhalt und einer Utopie mit tragischem Ausgang – eine Familiengeschichte, die zum Gesellschaftsroman wird.
Julia Franck wurde 1970 in Berlin geboren. Sie studierte Altamerikanistik, Philosophie und Neuere Deutsche Literatur an der FU Berlin. 1997 erschien ihr Debüt ›Der neue Koch‹, danach ›Liebediener‹ (1999), ›Bauchlandung. Geschichten zum Anfassen‹ (2000) und ›Lagerfeuer‹ (2003). Sie verbrachte das Jahr 2005 in der Villa Massimo in Rom. Für ihren Roman ›Die Mittagsfrau‹ erhielt Julia Franck den Deutschen Buchpreis 2007. |
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| Artikel-Nr.: 9783835308817 |
17,90 €
Preis inkl. MwSt. |
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Ein Notizbuch voller skurriler Beobachtungen, wilder Einfälle und böser Kommentare über die Welt und die vermeintlichen Rezepte, sie zu bessern oder wenigstens in ihr klarzukommen.Günter Kunert ist ein Chronist der besonderen Art. Er übermittelt uns erstaunliche Nachrichten aus Osmosistan und Dahlak; so heißen zwei obskure Länder, zwischen denen seltsame Schiffsladungen mit (zumeist wenig brauchbaren) Bügelmaschinen unterwegs sind, und die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie sind ebenso Erfindungen des Autors wie zahllose Sprichwörter und Lebensweisheiten, die gleichwohl immer wieder bekannten Persönlichkeiten oder Schriftstellern untergeschoben werden. Man erkennt noch die Herkunft, aber sie sind nicht selten ins Überraschende und Gegenläufige, Surreale gewendet, denn "nach Adam Ries gibt es auch für Mathematiker eine Verführung, zu beweisen, dass zweimal zwei fünf ist". Meldungen aus der Ferne und Beobachtungen in der Nähe werden in Kunerts Fantasie verwandelt und ironisch, satirisch, grotesk verzerrt und voller Spaß und Unernst dargeboten. 1964 hat der Autor diese Aufzeichnungen begonnen, nicht zuletzt, um sich auf diese Weise einen "Emergency Exit" aus beengten Verhältnissen zu schaffen und ihnen eine komische und irreale Seite abzugewinnen. Entstanden ist eine Sammlung von Einfällen, kurzen Betrachtungen, Späßen, verzerrten Perspektiven, mikroskopischen Durchblicken, Momentaufnahmen, Spott und Hohn.Man liest und staunt. Tatsächlich: Günter Kunert ist der bedeutendste literarische Essayist unter den deutschen Literaten der Gegenwart. Sensibel, aber nie sentimental. Lakonisch aus Genauigkeit. Und was selten ist: Tapfer vor dem Freund.Christian Eger, Mitteldeutsche Zeitung
Günter Kunert, geb. 1929 in Berlin, studierte Grafik in Ostberlin. 1948 veröffentlichte er erstmals Gedichte und Geschichten in der Zeitschrift Ulenspiegel. Anfang der fünfziger Jahre lernte er Johannes R. Becher und Bertolt Brecht kennen. Seine zunehmend kritische Auseinandersetzung mit der staatlichen Kulturpolitik in der DDR führte 1979 zu seiner Ausreise in die Bundesrepublik. Seither lebt er als freier Schriftsteller in Itzehoe. 1991 erhielt der Autor den Hölderlin-Preis für sein poetisches Werk und den Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik. 2009 wurde ihm der Norddeutsche Kulturpreis verliehen. |
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| Artikel-Nr.: 9783937723105 |
14,00 €
Preis inkl. MwSt. |
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Dieses Buch ist eine aufregende Reise in die jüngste deutschdeutsche Geschichte. Sie führt in den DDR-Alltag an der Lübecker Bucht, in einstige Grenz- und Sperrzonen. In eine Zeit, in der Menschen direkt am Ostseestrand wohnten und das Meer vor ihrer Haustür erst nach dem Fall der Mauer sehen durften. Eine Zeit mit Wachtürmen und Kontrollen, Minen und Hundelaufanlagen, Denunziationen und Zwangsumsiedlungen.
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