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Opposition & Diktatur

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Das Archiv der Stasi

Artikel-Nr.: 978-3-525-31019-9

Roland Lucht (Hg.)

Das Archiv der Stasi

Begriffe

Wer sich mit Stasi-Unterlagen befasst, wird mit einer eigentümlichen Sprache und undurchsichtigen Informationswegen konfrontiert. Diese zu verstehen, ist für die Aufarbeitung der Stasi-Tätigkeit unentbehrlich. Dieses Nachschlagewerk erklärt Begriffe und Kurzbezeichnungen aus dem Kontext der zentralen Erfassung von Personen, der Registrierung von Vorgängen, der zahlreichen Aktenkategorien der Geheimpolizei und der Aktenablage im sogenannten Zentralarchiv. Es erläutert zudem die wichtigsten einschlägigen Befehle und Weisungen aus 40 Jahren Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Die Darstellung aus archivarischer Perspektive stützt sich auf umfangreiche Quellen und Erfahrungen der letzten 20 Jahre. Es dürfte allen Nutzern von Stasi-Unterlagen eine wertvolle Hilfe sein.

30,00 *

Die Spur der roten Sphinx

Artikel-Nr.: 978-3-938176-53-5

Annerose Matz-Donath

Die Spur der roten Sphinx

Deutsche Frauen vor sowjetischen Militärtribunalen

Verschwunden, verloren, vom Schweigen verschluckt, so gingen unzählige deutsche Frauen und Mädchen durch die Hölle sowjetischer Folterkeller, die zwischen 1945 und 1949 auch auf deutschem Boden, in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone, bestanden – ein kaum bekannter und dennoch untilgbarer Teil der deutschen Nachkriegsgeschichte, der hier zum ersten Male unmittelbar die Farbe durchlittenen Lebens gewinnt. Die von den Sowjetischen Militärtribunalen verurteilten Frauen kamen im Februar 1950 zur weiteren Strafverbüßung in den Gewahrsam der DDR, die für sie ein besonders strenges Zuchthaus-Regime in einer Reihe von Sonderstrafanstalten errichtete.

Im Chor vieler Stimmen entrollt sich ein ergreifendes Panorama von Standhaftigkeit, Verzweiflung, Hoffnung und kleinen Lichtern der Menschlichkeit, die selbst auf der Seite derer nie ganz erloschen, die ein grausames System zu Vollstreckern und Peinigern bestellte.

Annerose Matz-Donath, die selbst fast 12 Jahre Gefangenschaft erleiden mußte, konnte 130 frühere Haftkameradinnen von etwa 1300 betroffenen Frauen interviewen. So entstand eine auf Aktenkenntnis und der Auswertung von zehntausend Seiten der Gesprächsprotokolle gestützte Dokumentation, die die Leidenswege der verurteilten Frauen eindrucksvoll schildert und dieses Kapitel der deutschen Geschichte dem Vergessen entreißt.

28,00 *

Barnimstraße 10 - Das Berliner Frauengefängnis 1868-1974

Artikel-Nr.: 978-3-86331-224-4

Claudia von Gélieu

Barnimstraße 10 - Das Berliner Frauengefängnis 1868-1974

Mehr als einhundert Jahre diente das Gefängnis in der Berliner Barnimstraße 10 als zentrale Haftanstalt für Frauen. Seine Geschichte vom Kaiserreich über die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus bis in die DDR spiegelt eindrücklich den Frauenstrafvollzug unter verschiedenen politischen Systemen wider. 80 Jahre war das Frauengefängnis die zentrale Berliner Haftanstalt, weitere 25 Jahre die für Ost-Berlin.

Claudia von Gélieu geht den besonderen Gründen und Bedingungen für die Einrichtung von Frauengefängnissen nach, sie stellt die Unterschiede bei den Haftgründen und im Strafvollzug von Frauen und Männern dar und porträtiert prominente Gefangene wie Rosa Luxemburg, Widerstandskämpferinnen gegen das NS-Regime wie Olga Benario und Häftlinge des SED-Staates. Sie befragte ehemalige Insassinnen und wertete literarische Zeugnisse und umfangreiches Aktenmaterial aus. Zahlreiche neue Erkenntnisse sind in die erweiterte Neuauflage (2014) eingeflossen, die aus Anlass der Eröffnung der Gedenkstätte für das Frauengefängnis erscheint.

22,00 *

Die Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit (KgU)

Artikel-Nr.: 978-3-412-22133-1

Enrico Heitzer

Die Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit (KgU)

Widerstand und Spionage im Kalten Krieg 1948–1959

Die "Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit" (KgU) galt in Ost und West lange Zeit als Inkarnation des Antikommunismus und der Feindschaft gegen die DDR. 1948 als Reaktion auf die Entlassungswelle aus den sowjetischen Speziallagern gegründet und 1959 während der zweiten Berlin-Krise aufgelöst, entfaltete die KgU nicht nur humanitäre Aktivitäten, verbreitete Flugblätter oder war nachrichtendienstlich tätig, sondern beförderte – und praktizierte zeitweise auch – Gewalt als Widerstandsmittel gegen die Staatsführung. Enrico Heitzer untersucht die Entstehung, den organisatorischen Aufbau und die Handlungsfelder dieser privat geführten, aber politisch höchst wirkungsvollen Organisation.

70,00 *

Verbrannte Erde: Stalins Herrschaft der Gewalt

Artikel-Nr.: 978-3-596-19637-1

Jörg Baberowski

Verbrannte Erde

Stalins Herrschaft der Gewalt

Stalins Gewaltherrschaft fielen Millionen Menschen zum Opfer. Sie verhungerten, verschwanden im „Archipel Gulag“ oder wurden im Laufe der „Säuberungen“ von Partei, Staatsapparat und Militär ermordet. In seinem großen, berührenden Buch entwickelt Jörg Baberowski neue Perspektiven auf die stalinistischen Verbrechen und führt den Leser hinab in die paranoide Welt des sowjetischen Diktators. Die Bolschewiki wollten eine neue Gesellschaft erschaffen und träumten vom neuen Menschen. Doch reicht es aus, auf das bolschewistische Projekt der Modernisierung zu verweisen, um die stalinistischen Gewaltexzesse zu erklären? War Stalins Terrorherrschaft eine notwendige Folge der kommunistischen Ideologie? Das bolschewistische Projekt, so die These des Buches, bot eine Rechtfertigung für den Massenmord. Aber es schrieb ihn nicht vor. Es war Stalin, ein Psychopath und passionierter Gewalttäter, der den Traum vom neuen Menschen im Blut der Millionen erstickte. Er war Urheber und Regisseur des Terrors, der erst mit seinem Tod aufhörte. Er errichtete eine Ordnung des Misstrauens und der Furcht, in der jedermann jederzeit zum Opfer werden konnte. Wer in dieser Weise den inneren Kitt einer Gesellschaft zerstört, der hinterlässt auch in den Seelen der Menschen verbrannte Erde. „Lasst, die ihr eingeht, jede Hoffnung fahren“, steht über Dantes Höllentor. Dieser Satz hätte auch an den Grenzpfählen der Sowjetunion stehen können.
16,99 *

Reise in das Land der Lager

Artikel-Nr.: 978-3-518-42406-3

Julius Margolin

Reise in das Land der Lager

Der erste Augenzeugenbericht aus dem Archipel Gulag

1. September 1939. Julius Margolin, Bürger mit polnischem und britischem Pass, der seit kurzem mit Frau und kleinem Sohn in Palästina lebt, hält sich in Lodz auf, als die Wehrmacht sein Land überfällt. Im Auto flieht er nach Osten, vorbei an den Flüchtlingstrecks, die von den Deutschen bombardiert werden. Doch der Schwarzmeerhafen Constanza, wo er sich nach Haifa einschiffen wollte, bleibt unerreichbar: Als die Rote Armee am 17. September in Ostpolen einmarschiert, wird die rumänische Grenze abgeriegelt.

Auf seiner Odyssee durch das von Hitler und Stalin eingekeilte östliche Europa wird er Zeuge, wie Juden auf den Marktplätzen die Sowjets als Befreier bejubeln, wie ihre Begeisterung im Laufe des Winters in Entsetzen umschlägt, als die Behörden hebräische Bücher verbieten und schließlich die jüdische Bevölkerung aus der Stadt vertreiben. 1941 wird er verhaftet und in ein Straflager am Weißmeerkanal deportiert.

Halbtot, zufällig gerettet, schreibt er 1947 in Israel nieder, was ihm geschah. Doch niemand wollte etwas hören von Lagern im Land der "Befreier vom Faschismus". Erst heute erscheint sein Zeugnis ungekürzt auf Deutsch. Ungewöhnlich ist nicht nur der Horizont des Berichts, der Holocaust und sowjetische Vernichtungspolitik umschließt. Margolin, dessen Buch in Ton und Haltung an Primo Levi erinnert, ergreift den Leser, weil er als Leidender wie als Zeuge auf seine Rechte pocht und sich wie ein Mensch aus einer anderen, besseren Welt verhält.

39,00 *

Operation Falsche Flagge

Artikel-Nr.: 978-3-95410-039-2

Arik K. Komets-Chimirri

Operation Falsche Flagge

Wie der KGB den Westen unterwanderte

Der 1949 in West-Berlin gegründete und von der CIA finanzierte "Untersuchungsausschuss freiheitlicher Juristen" (UfJ) sollte sich der Aufdeckung rechtswidriger Verhältnisse in der DDR widmen. Arik K. Komets-Chimirri analysiert in diesem Band auf Grundlage seiner Untersuchung zur geheimdienstlichen Tätigkeit des Juristen Götz Schlicht und der Sichtung zahlreicher Akten und Dokumente die Tätigkeit des UfJ, dessen Bekämpfung durch die Staatssicherheit der DDR und die parallel dazu verlaufende Unterwanderung durch den sowjetischen Geheimdienst. Die anfängliche Blauäugigkeit der CIA, die sehr viel Geld in den UfJ investierte und von der Unterwanderung nichts mitbekam, lässt sich nur dadurch erklären, dass dieser Geheimdienst erst 1947 entstanden war, während der sowjetische Geheimdienst über sehr viel mehr Erfahrung verfügte.

32,00 *

Götz Schlicht - Im Dienste dreier Diktaturen

Artikel-Nr.: 978-3-95410-038-5

Arik K. Komets-Chimirri

Götz Schlicht - Im Dienste dreier Diktaturen

Im Dezember 1992 wurde bekannt, dass der 1908 geborene langjährige Leiter der Beratungsstelle des Untersuchungsausschusses freiheitlicher Juristen (UfJ) im Notaufnahmelager Marienfelde für Flüchtlinge aus der DDR und mit dem Bundesverdienstkreuz geehrte Dr. Götz Schlicht von 1957 bis 1989 als IM »Dr. Lutter« für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR tätig war. Daraufhin wurde der Autor – selbst über viele Jahre als Nachrichtenoffizier der Amerikanischen Luftwaffe sowie als Führungsoffizier tätig und von 1980 bis 1990 in der Amerikanischen und Britischen Sichtungsstelle im Notaufnahmelager beschäftigt, zuletzt als deren Leiter – mit der Untersuchung zur Person und »Marienfelde im Visier der Stasi« beauftragt. Die umfangreichen und komplizierten Recherchen förderten Unglaubliches zu Tage und geben Aufschluss über die geheimdienstliche Tätigkeit in jüngster Vergangenheit und einen ihrer Protagonisten, der für verschiedene Diktaturen spionierte. Anhand der akribisch recherchierten Biographie von Götz Schlicht entsteht ein sehr genaues Bild von den Auseinandersetzungen zwischen Ost und West, die sich aus der Teilung Deutschlands in der unmittelbaren Nachkriegszeit für die betroffenen Menschen ergeben haben. Anschaulich wird dabei das Verhältnis der Aktivitäten einerseits des sowjetischen Geheimdienstes KGB und andererseits des MfS der DDR und seiner Helfer herausgearbeitet, wobei sie sowohl gleiche, aber durchaus auch verschiedene Ziele verfolgten, wie Komets-Chimirris Arbeit zeigt.

24,00 *

Gott ist rot

Artikel-Nr.: 978-3-10-044814-9

Liao Yiwu

Gott ist rot

Geschichten aus dem Untergrund - Verfolgte Christen in China

Das neue Buch des Friedenspreisträgers – ein beeindruckender Einblick in das heutige China

„Der Gott in den schäbigen Bergstraßen ist rot. In den kühlen Höhen Yunnans. Wenn man betrunken ist. Wenn man außer sich ist vor Freude, dass es einen nicht umgebracht hat. Wenn Sonnenstrahlen, golden wie Schafe, über die Gipfel springen.“ Liao Yiwu

Der Friedenspreisträger Liao Yiwu reiste in die entlegendsten Bergdörfer Chinas, um dort Menschen zu treffen, die seit vielen Generationen und allen Widrigkeiten zum Trotz an ihrem christlichen Glauben festhalten. Er erzählt zahlreiche außergewöhnliche Lebensgeschichten, angefangen bei der 100-jährigen Nonne bis hin zum blinden Straßenmusiker. Ein ebenso seltener wie beeindruckender Einblick in das Leben im Untergrund der größten verfolgten Minderheit Chinas, die es offiziell gar nicht gibt.

„Liaos Texte über die Christen lassen die Wahrheit im Dunkeln leuchten; das macht die Schönheit seines Schreibens aus.“ Liu Xiaobo, Friedensnobelpreisträger 2010

21,90 *

Auslöschung

Artikel-Nr.: 978-3-455-50264-0

Rithy Panh

Auslöschung

Ein Überlebender der Roten Khmer berichtet

Rithy Panh ist 13 Jahre alt, als er innerhalb weniger Wochen seine gesamte Familie verliert - ausgelöscht durch die Gräueltaten der Roten Khmer. Eindringlich erzählt der mittlerweile international zu Ruhm gelangte Regisseur von seinen Erlebnissen unter dem Pol-Pot Regime - und seiner Begegnung mit dem Folterchef von Phnom Penh dreißig Jahre später.

Dreißig Jahre nach dem Ende des Pol-Pot-Regimes, dem 1,7 Millionen Menschen zum Opfer fielen, beschließt Rithy Panh, einen der Hauptverantwortlichen des Völkermords zu interviewen: Duch, den Chef des berüchtigten Folter- und Hinrichtungslagers S21. Vor der Kamera zeigt sich dieser jedoch nicht so bestialisch, wie man es hinsichtlich der unmenschlichen Leiden und der hohen Zahl seiner Opfer erwarten würde: Er ist ein gebildeter Organisator - ein Henker, der redet, vergisst, lügt, erklärt, an seiner Legende strickt. Auslöschung ist der Bericht über diese außergewöhnliche Konfrontation. Eine tiefgründige Annäherung an die Natur des Bösen in der Tradition von Primo Levis "Ist das ein Mensch?" und Elie Wiesels "Die Nacht".

19,99 *
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