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Opposition & Diktatur

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Vaclav Havel - In der Wahrheit leben

Artikel-Nr.: 978-3-549-07437-4

Michael Zantovsky

Vaclav Havel – In der Wahrheit leben

Als Spross einer großbürgerlichen Prager Familie geriet Václav Havel früh in Gegensatz zum kommunistischen Regime, das ihm höhere Schulbildung und Studium versagte. Bereits zur Zeit des Prager Frühlings 1968 war er einer der Wortführer der Regimegegner. Michael Žantovský, als Schriftsteller, Publizist und Diplomat selbst eine vielseitige Persönlichkeit, hat Václav Havels Weg vom politisch Verfolgten zum höchsten Repräsentanten seines Landes aus nächster Nähe begleitet. Er kennt Havel seit den Zeiten der berühmten Charta ’77, war Mitbegründer des Bürgerforums, das die „Samtene Revolution“ von 1989 herbeiführte, und wurde engster Berater Havels ­während seiner Präsidentschaft. Havels Witwe, die Schauspielerin Dagmar Veškrnová, wie auch enge Freunde Havels gaben ihm sehr persönliche Auskünfte. Seine Biographie zeigt uns einen Mann, der bei aller Verletzlichkeit mit bewundernswertem Mut für Freiheit und Wahrhaftigkeit eintrat.

Er war Schriftsteller mit Publikationsverbot, Dissident und gefeierter Staatsmann. Er schlug sich als Taxifahrer durch, weil er nicht studieren durfte. Als Wortführer der Regimegegner landete er im Gefängnis. Nach der Revolution von 1989 wurde er als tschechischer Staatspräsident eine der geachtetsten Leitfiguren der westlichen Welt. Vaclav Havel erlebte alle Höhen und Tiefen, die ein politisch engagierter Mensch im kommunistischen Teil Europas erleben konnte. Zum 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution legt Michael Zantovsky, engster Freund und Weggefährte, die erste große Havel-Biographie vor, die zugleich einen neuen Blick auf die dramatischen Ereignisse des Herbstes 1989 wirft.

Michael Zantovsky, geboren 1949 in Prag. Psychologe, Journalist, Schriftsteller und Diplomat. 1988/89 Prager Korrespondent von Reuters. Mitbegründer des tschechischen Bürgerforums. 1990-92 Sprecher und Politischer Berater von Präsident Havel. 1992-97 tschechischer Botschafter in den USA. 1997-2002 Vorsitzender des tschechischen Senatsausschusses für Auswärtige Politik und Sicherheit. 2003-2009 Botschafter in Israel, seitdem Botschafter in London. Seit den 1970er Jahren enger Weggefährte Havels.

26,00 *

Zu Kreuze kriechen kann ich nicht!

Artikel-Nr.: 978-3-942476-94-2

Heike Schneider

Zu Kreuze kriechen kann ich nicht!

Walter Janka – Erinnerungen und Lebenszeugnisse

Zu seinem 100. Geburtstag erinnern Weggefährten, Kollegen, Familienangehörige und Freunde an Walter Janka, darunter Annekathrin Bürger, Karl Corino, Elmar Faber, Günter Kunert, Christoph Links, Dieter Mann, Werner Mittenzwei, Fritz J. Raddatz, Rolf Schneider und Gerhard Zwerenz.Die Biografie des Antifaschisten, Spanienkämpfers, Verlegers und Kulturpolitikers Walter Janka ist exemplarisch für ein unbeugsames Denken und Handeln im Zeichen des demokratischen Sozialismus, für den Mut, trotz Verfolgung und Verleumdung integer und standhaft zu bleiben und sein Ideal einer gerechten und freien Gesellschaft nie aufzugeben. Mit knapp 20 Jahren wird der Jungkommunist Walter Janka von der Gestapo verhaftet, mit 22 meldet er sich in Spanien bei den Interbrigaden zum Kampf gegen Franco, 1941 geht er mit seiner späteren Frau Charlotte nach Mexiko, wo er mit Schriftstellern wie Feuchtwanger, Kisch, Seghers und Heinrich Mann den Exilverlag El Libro Libre aufbaut. 1951 wird er Chef des Aufbau-Verlages und gewinnt Autoren wie Halldór Laxness und Thomas Mann für das Literaturprogramm. Wegen kritischer Diskussionen im Verlag nach dem Ungarnaufstand 1956 wird er in einem Schauprozess der konterrevolutionären Verschwörung angeklagt und zu fünf Jahren Einzelhaft verurteilt. 1989 rechnet er in seinem Buch Schwierigkeiten mit der Wahrheit mit den alten Dogmen und seinen Peinigern aus der eigenen Partei schonungslos ab.

19,99 *

"Du Werwolf"

Artikel-Nr.: 978-3-86583-674-8

Hans-Joachim Wolf

"Du Werwolf"

Erinnerungen aus der Zeit von 1945 bis 1950

Am 11. Juni 1945 nahm das Leben von Hans-Joachim Wolf, Jahrgang 1928, eine dramatische Wendung. Offiziere des NKWD verhafteten ihn in Wendisch Rietz / Mark Brandenburg mit der Anschuldigung, er wäre ein „Werwolf “. Wiewohl diese Behauptung unbewiesen bleibt, eine Verurteilung faktisch nicht erfolgt, gerät er in das Räderwerk einer politisch motivierten Willkür. Fast fünf Jahre währt seine Odyssee; zunächst ist er unter anderem in den sowjetischen Speziallagern Weesow und Buchenwald inhaftiert, danach wird er nach Landsberg / Warthe in Polen verbracht und schließlich nach Karaganda deportiert.

Hans-Joachim Wolf schildert dieses Erleben aus dem zeitlichen Abstand mehrerer Jahrzehnte. Er rückt dabei nicht das ihm geschehene Unrecht in das Zentrum, es geht ihm auch nicht um Anklage oder Verurteilung – Hans-Joachim Wolf schildert fast lakonisch einen entwürdigenden Alltag und seine individuelle Strategie wie jene von Mitgefangenen, wie man in solcher Situation das Überleben sichert.

Selten ist, vermittelt durch einen Betroffenen, so detailliert, so reflektiert und dabei doch auch souverän aus den „Schinderhütten“ (Ernst Jünger) berichtet worden, scheinen die Erfahrungen der gedemütigten Opfer so plastisch auf. Darin liegt die große Stärke des nunmehr der Öffentlichkeit übergebenen Textes.

24,00 *

Gesichert in den Untergang

Artikel-Nr.: 978-3-320-02058-3

Hendrik Thoß

Gesichert in den Untergang - Die Geschichte der DDR-Westgrenze

Nirgends in Europa war im vergangenen Jahrhundert eine Grenze so hermetisch abgeriegelt wie die zwischen den beiden deutschen Staaten. An dem 1.387 Kilometer langen Grenzstreifen hatte die DDR-Führung seit Beginn der 60er Jahre ein immer engmaschigeres Netz aus Sperren und Überwachungssystemen errichten lassen. Neben den Grenztruppen waren das Ministerium für Staatssicherheit und die Volkspolizei in diese Grenzbewachung einbezogen. Bis Anfang der 70er Jahre wurde der Ausbau der Grenzsicherungsanlagen Schritt für Schritt vorangetrieben – die richtungsgebundene Splittermine SM-70 steht wie kein anderes Symbol für diese Zeit.

Mit Beginn der 80er Jahre gingen vom SED-Generalsekretär Erich Honecker Impulse für einschneidende Veränderungen im DDR-Grenzregime aus: Die totale Sicherheit vor Grenzdurchbrüchen sollte mit einem Verzicht auf den Schußwaffengebrauch, auf Minen und auf Selbstschußanlagen verbunden werden.

Der Autor legt mit dem Buch eine Darstellung der Entwicklung der Grenztruppen, der Grenzsicherung und der Grenzsicherungsanlagen zwischen 1961 und 1989 vor.

29,90 *

Doping-Kinder des Kalten Krieges

Artikel-Nr.: 978-3-643-12615-3

Cornelia Reichhelm

Doping-Kinder des Kalten Krieges

Vom Staat geliebt - vom Staat missbraucht

Cornelia Reichhelm, von der Bundesrepublik Deutschland anerkanntes Dopingopfer und ehemalige DDR-Hochleistungs-Ruderin, als Jugendliche im Alter von 13 Jahren bereits gedopt, ist in die Tretmühle des DDR-Hochleistungssports geraten. Ihr Leben wird sowohl geprägt von schweren Dopingschäden, als auch von einer immer wiederkehrenden Begegnung mit der Stasi, bis heute. Vor dem Hintergrund des geheimen Staatsplanes 14.25 erfährt sie nach 20 Jahren von Doping-Forschungs-Programmen und Menschen-Experimenten an jungen Sportlern.

Sie wird konfrontiert mit einem unfassbaren Ausmaß des Dopingbetruges und zugleich mit der Vertuschung und Verharmlosung dieser Problematik bis hin zur Verleumdung der Opfer, während die Täter von der Bundesregierung und vom Sportbund geschützt werden.

24,90 *

Und der Westen schwieg

Artikel-Nr.: 978-3-942437-22-6

Jochen Stern

Und der Westen schwieg

Die SBZ/DDR 1945-1975. Erlebnisse - Berichte - Dokumente

"Es ist wahrhaft erstaunlich, mit wie viel Blut und Tränen, Leiden und Sterben die Hoffnung auf ein freiheitliches, geeintes und demokratisches Deutschland bezahlt werden musste." So schreibt Jochen Stern, Schauspieler, Regisseur und Autor mehrerer Bücher im Vorwort zu seinem Buch über das Schicksal der politischen Häftlinge in der SBZ/ DDR.

Stern’s eigenes Schicksal, die Verhaftung durch das NKWD in der SBZ, seine Verurteilung vor dem Sowjetischen Militär-Tribunal (SMT) in Potsdam und sein Leidensweg im „Gelben Elend“ Bautzen verhalfen ihm dazu, ein grausames Kapitel kommunistischer Gewaltherrschaft in der SBZ und DDR gleich einem Chronisten darzustellen. Stern vermittelt weder Hassgefühle noch Revanchegedanken. Wichtig ist ihm die objektive Schilderung von Menschenschicksalen und Geschehnissen. Es geht ganz einfach nur um Fakten, um die menschliche und politische Wirklichkeit. Und dabei bewegte ihn stets die Frage: "Warum schwieg bei alldem der Westen?" War es damals nur ein Appeasment-Verhalten im Rahmen des Kalten Krieges gegenüber den Ostblockstaaten, ein politisches Kalkül, um „menschliche Erleichterungen“ zu erwirken?

In Szenen, Berichten und Dokumentationen von eindringlicher Aussage und knapper Schilderung offenbart sich bei Stern eine überzeugende Kraft und ein nüchterndes Bild des seinerzeitigen unmenschlichen Geschehens in der SBZ/ DDR. Ihm gelang mit seinem Buch vor allem der Beweis, dass die inhumanen politischen Willkürakte seit Stalins Herrschaft bis in die Zeit unter Honecker keine Änderung erfahren haben.

19,90 *

Sonja "negativ-dekadent"

Artikel-Nr.: 978-3-95510-042-1

Silke Kettelhake

Sonja "negativ-dekadent"

Eine rebellische Jugend in der DDR

"Einem hergelaufenen Hund mochte man nur zeigen, ich hebe einen Stein auf. Und er begreift, das ist ein Feind, der schlägt dich tot. Und der Hund läuft davon. Ich begriff das nicht. Heute weiß ich, dass es so war. Dass der Staat die Hand mit dem Stein war." Sonja war 16, trug Parka, Jeans, lange Haare und der Beat dröhnte aus dem Kofferradio - eine Gefahr für die Staatsmacht.

Rostock, Mai 1968: "Wir saßen hier fest. We're not going to San Francisco, some flowers in our hair." Während in Paris, Berlin, Warschau die Straßen brannten, waren Sonja und ihre Freunde als Gammler verschrien und im Visier von Volkspolizei und Stasi. Verhaftung. Strafe: geschlossener Jugendwerkhof Torgau. Schlimmer als Knast. Über ihre Erlebnisse dort konnte und durfte sie nicht sprechen. Erst 1989, zwischen Angst und Aufbruch, lebte sie endlich ihren Traum von der Freiheit.

Mit „Sonja: ‚negativ-dekadent‘" erzählt Silke Kettelhake, Journalistin und langjährige Filmredakteurin im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung, ein Frauenleben in beklemmender und zugleich befreiender Intensität. 2008 erschien bei Droemer „Erzähl allen, allen von mir!“, die Lebensgeschichte der Libertas Schulze-Boysen und ihres Kreises, der „Roten Kapelle“. 2010 publizierte Silke Kettelhake bei Osburg ihre Biografie über die Mutter des Berliner Bären, die Künstlerin Renée Sintenis. Mit „Mutter Corsage“, Droemer 2012, beschrieb Kettelhake Emanzipations- und Zeitgeschichte anhand der Lebensgeschichte einer Berliner Dessouverkäuferin.

17,99 *

Fasse dich kurz! - Wie die Stasi Oppositionelle abhörte

Artikel-Nr.: 978-3-525-35115-4

Ilko-Sascha Kowalczuk, Arno Polzin (Hg.)

Fasse Dich kurz!

Der grenzüberschreitende Telefonverkehr der Opposition in den 1980er Jahren und das Ministerium für Staatssicherheit

Das Abhören von Telefongesprächen gehört zur Geschichte der Telefonkommunikation. Auch das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) hat trotz eines unterentwickelten Telefonnetzes in der DDR eifrig Telefonate abgehört, mitgeschnitten und die daraus gewonnenen Informationen für die geheimpolizeiliche und geheimdienstliche Tätigkeit verwendet. Dafür unterhielt die Staatssicherheit eigene Abteilungen, die im Auftrag anderer MfS-Diensteinheiten gezielt Telefongespräche in der DDR, in der Bundesrepublik und auch im grenzüberschreitenden Telefonverkehr überwachten.

Einer historischen Beschäftigung mit den Ergebnissen dieser Abhörpraxis sind aus datenschutzrechtlichen Gründen sehr enge Grenzen gesetzt. In diesem Buch werden erstmals Quellen veröffentlicht, die auf Telefonüberwachungsmaßnahmen zurückgehen. Neben der wissenschaftlichen Edition von rund 150 Quellen werden der zeithistorische Kontext beleuchtet, der Quellenwert diskutiert und in einem Essay aus Zeitzeugensicht die Abhörpraxis und die Folgen dargestellt. Außerdem wird die technische Arbeitsweise der Stasi-Abhörspezialisten beleuchtet. Das Buch stellt somit eine bislang wenig bekannte Quellengruppe vor, entwirft neue Blickwinkel auf die Geschichte von SED-Diktatur, MfS und Opposition und enthält vielfältige Forschungsanregungen.

70,00 *

Eine Handvoll Leben - Meine Kindheit im Gulag

Artikel-Nr.: 978-3-404-60714-3

Monika Dahlhoff

Eine Handvoll Leben

Meine Kindheit im Gulag

Im Winter 1944 wird die kleine Monika von russischen Soldaten verschleppt. Zusammen mit anderen Kindern wird sie in einem abgelegenen Gulag völlig sich selbst überlassen. Durch ständigen Hunger, beißende Kälte und fehlende Fürsorge verwahrlost sie immer mehr. Als das Mädchen nach Jahren befreit wird, bleibt ihr ein normales Leben versagt. In einer Pflegefamilie versucht man der traumatisierten Monika mit Strenge und Gewalt beizukommen, doch sie sehnt sich nach Geborgenheit und hofft noch immer auf ein Wiedersehen mit ihrer Mutter.

8,99 *

Widerstehen. Pfarrer Christoph Wonneberger

Artikel-Nr.: 978-3-86331-184-1

Andreas Pausch

Widerstehen. Pfarrer Christoph Wonneberger

In der Publikation des Historikers Andreas Pausch wird das Leben des evangelischen Pfarrer und engagierten Bürgerrechtlers geschildert. Im Mittelpunkt steht das widerständige Handeln Wonnebergers. Wonneberger war Anfang der 80er Jahre in der Dresdner Wienbergsgemeinde aktiv und ab 1987 der Koordinator der Friedensgebte in Leipzig.

Christoph Wonneberger gehörte zu den Wegbereitern der Friedlichen Revolution. Stets streitbar, war er für vorsichtig lavierende Kirchenfunktionäre genauso unbequem wie für die SED und ihre Staatssicherheit, die ihn massiv unter Druck setzten. Zum Aufgeben zwingen konnten sie ihn nie. Als Pfarrer der Dresdner Weinbergskirche kämpfte er für die Einrichtung eines "Sozialen Friedensdienstes" und begründete die Tradition der Friedensgebete, die er in Leipzig zu politischen Veranstaltungen mit systemsprengender Kraft entwickelte.

Am 5. März 2014 feiert Christoph Wonneberger seinen 70. Geburtstag, Rainer Eppelmann würdigt den Freund und Theologen.

Christoph Wonneberger, Pfarrer der Lukaskirche Leipzig i. R., Christian Führer, Pfarrer der Nikolaikirche Leipzig i. R., und Uwe Schwabe, Leipziger Bürgerrechtler und Mitbegründer des Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V., haben den Deutschen Nationalpreis 2014 bekommen.

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