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Politik & Jüngste Geschichte

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Von Kohl bis Himmler und Gysi

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Wie ich mal rot wurde: Mein Jahr in der Linkspartei - Tobias Haberl
Artikel-Nr.: 9783630873527
14,99 €

Preis inkl. MwSt.

Ein Linker ist Tobias Haberl wahrlich nicht. Er kommt aus einer konservativen Arztfamilie, hat studiert, geerbt, ein Opern-Abo und einen spannenden Job. Umso größer die Verwunderung von Familie und Freunden, als er beschließt, für ein Jahr Mitglied der Partei DIE LINKE zu werden. Er diskutiert, demonstriert, macht Wahlkampf und wird als Spion verdächtigt. Seine Expedition ins linke Milieu: ein manchmal schreckliches, oft witziges, immer lehrreiches Aufeinandertreffen von Klischees, gerechten Zielen und ideologischen Absurditäten.

Was zieht man an, wenn man in die Linkspartei eintritt? Kränkt man den Hartz-IV- Empfänger, wenn man bei der Mitgliederversammlung zwei Euro Trinkgeld gibt? Warum hat man Angst, auf einer Anti-Kriegs-Demo von der Nachbarin erkannt zu werden? Tobias Haberl – politisch unerfahren – stolpert ins Parteileben, tappt in Fettnäpfchen, fühlt sich mal mehr, mal weniger willkommen, aber meistens fehl am Platz. Klar trifft er Chaoten, Ewiggestrige und Wichtigtuer, aber auch gescheite, rührende, faszinierende Persönlichkeiten; Menschen, die ihren Luhmann auswendig kennen, aber kneifen, wenn der Info-Stand vor dem Aldi in Aubing besetzt werden muss; Menschen, die mehr wissen und erlebt haben als Dirk Niebel, Andrea Nahles und Volker Kauder zusammen. Frieden, Gerechtigkeit, Mindestlöhne – vielen Zielen der LINKEN stimmt Haberl zu. Umso trauriger macht es ihn, wenn er mit ansehen muss, wie sich Idealismus und Engagement in absurden Grabenkämpfen verflüchtigen. Nach einem Jahr ist Haberl immer noch kein Linker.

Aber er hat viel dazugelernt: über Parteipolitik, über die soziale Realität in Deutschland – und über sich selbst. Sein kleiner Ortsverband Mitte-West wird die Welt nicht verändern, aber ihn, den Autor, hat er verändert. Wenigstens ein bisschen.

Manifest der Vielen: Deutschland erfindet sich neu -  Hilal Sezgin
Artikel-Nr.: 9783936738742
12,90 €

Preis inkl. MwSt.

Zwischen seinen grell neonfarbenen Buchdeckeln schreiben besonnene Leute, die sich, ohne dabei zu brüllen, Gedanken machen. Gäbe es ein Manifest für die Zukunft, so leise würde es wohl daherkommen. --ZEIT online, 10.3.2011

Da beginnt jetzt etwas ... Dieses Buch tut not --Die ZEIT, 3.3.2011

Texte ganz unterschiedlicher Art, durchweg selbstbewusst, deutlich formuliert und mit Witz bei der Beschreibung deutscher Zustände im Spiegel persönlicher Geschichten. Staatsbürgerkunde elementarer Art und ohne Zweifel an der Zeit. --FAZ, 28.2.2011

Ein Land schafft sich ab? Nicht doch. Deutsche und Migranten feiern das Manifest der Vielen. --Süddeutsche Zeitung, 26.2.2011

Das "Manifest der Vielen" ist Gegengift und Pflichtlektüre: Um sich nicht abzuschaffen, muss Deutschland sich neu erfinden. Dreißig profilierte Autorinnen und Autoren schreiben über ihr Leben in Deutschland, über Heimat und Identität, über ihr Muslim- oder Nicht-Muslim-Sein anlässlich der Sarrazin-Debatte. Begriffe wie Migrant, Moslem, Deutscher, Fremder lösen sich dabei immer mehr auf, in den Vordergrund treten kritische Analysen und persönliche Geschichten. Ergebnis ist eine Vielfalt der Stimmen für "das Eigenrecht gelebten Lebens" (Hilal Sezgin).

 

Katyn - Das zweifache Trauma der Polen - Franz Kadell
Artikel-Nr.: 9783776626605
19,99 €

Preis inkl. MwSt.

Der Flugzeugabsturz der Präsidentenmaschine Lech Kaczynskis 2010 hat gezeigt: Auch 70 Jahre nach dem Massaker in den Wäldern um Smolensk ist Katyn ein wunder Punkt des polnischen Selbstverständnisses. Franz Kadell stellt die Geschehnisse um den Massenmord an polnischen Offizieren und Bildungsbürgern detailliert dar und zeigt auf, welche perfiden Ränkespiele die Sowjetunion, die alliierten Westmächte und die Nazis mit dem Verbrechen trieben. Er macht deutlich, warum der "Fall Katyn" mit dem Schuldeingeständnis durch Gorbatschow und der Freigabe wichtiger Akten 2010 längst nicht abgeschlossen ist, sondern in die Zukunft Europas reicht. Das Protokoll einer folgenreichen Geschichtsmanipulation.

Geschichtswissenschaft in politischer Absicht: Hans-Joachim Schoeps und Preußen
Artikel-Nr.: 9783428134342
24,00 €

Preis inkl. MwSt.

Der Historiker und Religionswissenschaftler Hans-Joachim Schoeps zählt zu den profiliertesten Gelehrtenpersönlichkeiten der deutsch-jüdischen Wissenschaftsgeschichte im 20. Jahrhundert. Dennoch war er gegen Lebensende mit seiner Universität in Erlangen und den meisten seiner Kollegen nahezu vollständig zerfallen. Das Hauptthema seiner wissenschaftlichen Bemühungen - die Auseinandersetzung mit Preußen - galt als ebenso weitgehend obsolet wie die von ihm favorisierte ideengeschichtliche Methode.

Mittlerweile ist dies in beiden Fällen anders geworden. Der Hohenzollernstaat ist seit Beginn der 1990er Jahre zum Gegenstand intensiver und teilweise sehr fruchtbarer wissenschaftlicher Debatten avanciert, und auch die Geistes- und Ideengeschichte hat - gerade in der durch Schoeps vertretenen Form einer auf kulturwissenschaftliche Synthese zielenden Zeitgeistforschung - merklich an Reputation zurückgewonnen. Beiden Aspekten ist dieses Buch in seinem Bemühen um eine Rekonstruktion des Lebensthemas von Hans-Joachim Schoeps gewidmet.

 

 

Frank-Lothar Kroll, Dr. phil. habil., geb. 1959, lehrt Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen. Er ist Herausgeber der Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft und Präsident der Werner Bergengruen-Gesellschaft. Seine Hauptarbeitsgebiete sind: Preußische Geschichte, Geistes- und Ideengeschichte, interdisziplinäre kulturwissenschaftliche Forschung.

Das Mädchen mit dem Jungenkopf: Kindheit und Jugend der Schriftstellerin Fanny Lewald
Artikel-Nr.: 9783897413122
24,95 €

Preis inkl. MwSt.

Fanny Lewald war eine der bekanntesten deutschen Autorinnen des 19. Jahrhunderts. Wie kam es damals überhaupt dazu, dass ein Mädchen einen solchen Weg einschlug? Im 19. Jahrhundert legt das Bürgertum wenig Wert auf Erziehung und Bildung von Mädchen. Die Bedeutung, die Fanny Lewalds Eltern dennoch der Erziehung und Bildung ihrer Kinder beimessen, hat eigene Gründe: Sie liegt in der jüdischen Tradition, in der Liebe und Zwang zentral sind, ohne einander zu widersprechen. Indem der Vater die kleine Fanny gezielt fördert und fordert, erzieht er seine Tochter (!) zum Vorbild der Geschwister. Er schickt sie zudem auf eine koedukative Privatschule, in der Jungen und Mädchen von engagierten Lehrern gleichberechtigt gefördert werden. Die wissbegierige Fanny wird bald zur besten Schülerin. Als selbstbewusste Persönlichkeit widersetzt sie sich später einer Vernunftehe. Sie wählt den Weg der Selbstständigkeit und setzt sich in ihrem weiteren beruflichen Wirken als vielgelesene sozialpolitische Schriftstellerin mit der Diskriminierung von Frauen und Juden auseinander.

 

 

Fanny Lewald (1811-1889) war eine der einflussreichsten Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts. Als Autorin des Vormärz zählte die Tochter aus jüdischem Vaterhause zu den Vorreiterinnen von Demokratie und Frauenrechten. Die Wissenschaften haben sich mit Fanny Lewalds Erziehung und Bildung bislang kaum befasst. Zu Lewalds 200. Geburtstag 2011 holt die Studie von Roswitha Hoffmann dies nach.

 

Wir haben die Wahl: Freiheit oder Vater Staat - Kurt Biedenkopf
Artikel-Nr.: 9783549073759
19,99 €

Preis inkl. MwSt.

Es gibt eine klare Wahl: ein Mehr an staatlicher Bevormundung oder ein Mehr an bürgerlicher Eigenverantwortung. Je länger diese Entscheidung vertagt wird, desto kostspieliger wird sie. Denn der derzeitige Kurs immer expansiverer Ansprüche an den Staat überfordert diesen und führt geradewegs in die Erosion unserer freiheitlichen Grundordnung. Demgegenüber verficht Biedenkopf das Prinzip der Subsidiarität: Staatliche Aufgaben sind soweit wie möglich durch die jeweils kleinere Einheit wahrzunehmen, Entscheidungen sind dort zu treffen, wo sie unmittelbare Auswirkungen haben. Nur so können Zentralismus und Bürokratismus verhindert, mehr Bürgernähe ermöglicht, Engagement und Motivation der Bürger gestärkt werden. Nur so können Deutschland und Europa die Stürme des 21. Jahrhunderts bestehen. Diese Weichenstellung – Abkehr vom Irrweg des vormundschaftlichen Staates, Hinwendung zur sich frei entfaltenden Zivilgesellschaft – ist Aufgabe der jetzt an die Schalthebel der Macht drängenden Generation. An ihre Verantwortung appelliert Biedenkopf mit aller ihm zu Gebote stehenden Leidenschaft. Was bisher sträflich versäumt wurde, muss jetzt mit aller Kraft auf den Weg gebracht werden.

 

 

Kurt Biedenkopf, geboren 1930 in Ludwigshafen. In den 60er Jahren Rektor der Ruhr-Universität Bochum. Von 1973-1977 CDU-Generalsekretär, 1977 Mitbegründer des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft Bonn. 1990-2002 Ministerpräsident des Freistaats Sachsen. Biedenkopf zählt zu den wichtigsten Meinungsführern Deutschlands. Wenn Sie Herrn Prof. Dr. Biedenkopf als Redner buchen möchten, kontaktieren Sie bitte die Econ Referenten-Agentur.

Der Baader-Meinhof-Komplex  - Stefan Aust
Artikel-Nr.: 9783442155972
12,00 €

Preis inkl. MwSt.

Gerade noch rechtzeitig, bevor sich das 68-er Jubiläumsjahr mit dem Kinostart des oskarverdächtigen Spielfilms Der Baader Meinhof Komplex zu Ende neigt, hat der Autor der Drehbuchvorlage, Stefan Aust, eine neue Version seines gleichnamigen Werkes von 1985 vorgelegt. Natürlich drängt sich bei diesem Timing der Verdacht auf, es ginge dem unlängst geschassten Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel darum, beflügelt vom Hype um den Film noch einmal kräftig Kasse zu machen. Doch die Anschaffung des inzwischen auf knapp 900 Seiten angewachsenen Opus Magnus von Aust lohnt sich tatsächlich!

Nicht umsonst galt Austs ebenso präzise wie unvoreingenommene Chronik der Ereignisse vom Juni 1967 bis zum „Deutschen Herbst“ 1977 schon bald nach Erscheinen der Erstauflage als Standardwerk. Die Eliminierung von Fehlern, die Anreicherung mit weiteren Details und die Illustration mit Fotos, die der Autor für die dritte Ausgabe geleistet hat, wird diesen Anspruch sicherlich weiter zementieren. Erstehanderfahrungen und die persönliche Bekanntschaft mit etlichen Akteuren der RAF und deren Umfeld machten das Buch seit jeher so einzigartig und authentisch. Dabei hat es der Sache nur wenig Abbruch getan, dass Aust, der sich seine ersten Sporen noch unter der Ägide von Ulrike Meinhof bei der linksradikalen Postille Konkret verdiente, mit dem Verdikt des Revisionisten und Karrieristen im inneren Zirkel der RAF stets auf eine Mauer des Schweigens stieß. Durchbrochen lediglich von einer Handvoll Renegaten, die sich vor allzu unvorsichtigen Äußerungen freilich gehütet haben dürften, um ihre Bewährung nicht zu gefährden.

Ehrliche Arbeit - Ein Angriff auf den Finanzkapitalismus und seine Raffgier
Artikel-Nr.: 9783579067469
19,99 €

Preis inkl. MwSt.

Der Finanzkapitalismus ist ein Angriff auf ehrliche Arbeit! Eine Streitschrift
- Norbert Blüm lässt die Blase der Finanzwirtschaft zerplatzen

- Ein leidenschaftliches Plädoyer für die Rehabilitierung einer aussterbenden Spezies: ehrliche Arbeit

- Der homo oeconomicus ist eine Karikatur des homo sapiens

Geld regiert die Welt, Geld ruiniert die Arbeit. Arbeit und Einkommen werden entkoppelt, Realwirtschaft und Finanzwirtschaft trennen sich. Unternehmen werden reduziert auf eine Geldgröße und gemessen an ihrem Augenblickswert (cash flow). Der arbeitende Mensch scheint in diesem Szenario nur noch eine lästige Größe zu sein, die auf Dauer eliminiert werden muss.
Aber: Der Aufstand der alten Arbeit wird kommen! Die existenzielle Schwere der Arbeit ist ein anthropologisches Grundbedürfnis, welches durch die virtuelle Leichtigkeit des Geldspiels nicht befriedigt werden kann. Schon deuten sich Vorboten einer Renaissance der Arbeit an. Miteinander handeln wird wichtiger als Produzieren.

Norbert Blüm ist ein Freund deutlicher Worte und als gelernter Werkzeugmacher weiß er, wovon er spricht, wenn er über Arbeit redet. Der frühere Arbeitsminister legt hier eine kluge Analyse unserer modernen Wirtschaftswelt vor und wagt mutige Prognosen darüber, wie ein tragfähiges Zukunftskonzept aussehen muss.


 

Wo Marx Recht hat - Fritz Reheis
Artikel-Nr.: 9783896787095
19,90 €

Preis inkl. MwSt.

Wie kann es sein, dass Manager, die Millionenverluste verursachen, auch noch großzügige Bonuszahlungen erhalten, eine Kassiererin aber bereits bei dem kleinsten Vergehen fristlos gekündigt wird? Nicht erst seit der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise erlebt Karl Marx weltweit eine Renaissance. Fritz Reheis zeigt, wie aktuell Marx' Thesen immer noch sind und eröffnet überraschende Persepektiven auf Wirtschaft und Gesellschaft im 21. Jahrhundert.

Der freie Markt triumphiert, der Kommunismus ist tot! Diese Gewissheit der Zeit nach Zusammenbruch des Ostblocks hat tiefe Risse bekommen. Die Finanzkrise, entfesselt von einem deregulierten Markt, zeigt eindrucksvoll, dass Marx vor 150 Jahren durchgeführte Analyse von Wirtschaft und Gesellschaft heute durchaus wieder Aktualität besitzt und sich als enorm fruchtbar für die Kapitalismusdiskussion erweisen kann. In jedem der zehn Kapitel greift Fritz Reheis einen Diskussionspunkt der aktuellen Kapitalismuskritik auf, um ihn mit wesentlichen Argumenten der Marxschen Diagnose zu konfrontieren. In einem dritten Schritt werden Aspekte der gegenwärtigen Kapitalismusdiskussion auf Marxscher Grundlage analysiert. Reheis zeigt, dass Marx zwar keine unumstößlichen Wahrheiten oder gar fertigen Rezepte zur Lösung der gegenwärtigen Krise bietet, wohl aber sinnvolle Fragen aufwirft und aussichtsreiche Wege aufzeigt, die den Blick für die Schwächen der derzeit herrschenden Ordnung schärfen.

Ich bin Bergmann, wer ist mehr? Das Leben des Adolf Hennecke Hannelore Graff-Hen
Artikel-Nr.: 9783360018243
19,95 €

Preis inkl. MwSt.

Der Bergmann Adolf Hennecke war aus dem gleichen Holz wie etwa der Sportler Täve Schur und der Kosmonaut Sigmund Jähn. Sie gehören mit Recht zu den Ikonen der DDR. Bodenständig und bescheiden, selbstbewusst und selbstlos gleichermaßen, untertage, auf der Erde und im All. Mit ihrer Haltung zeigten sie, was Gemeinsinn in der Gesellschaft bewegen kann. Hennecke (1905 1975) brach 1948 in einer Schicht fast viermal soviel Kohle wie gefordert und begründete damit die Aktivistenbewegung in Ostdeutschland.

Gemeinsam mit der Journalistin Helma Nehrlich hat Hannelore Graff-Hennecke in persönlichen Erinnerungen, im Nachlass und in den Archiven geforscht. Jenseits früherer vorwiegend propagandistischer Darstellungen und nachfolgender hämischer Abrisse wird eine stimmige und wahrhaftige Lebensgeschichte vorgelegt, wie es sie bisher noch nicht gab.

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