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Befohlene Freundschaft: Die deutsch-polnischen Kulturbeziehungen 1934-1939
Artikel-Nr.: 9783938400531
35,00 €

Preis inkl. MwSt.

Befohlene Freundschaft - Die deutsch-polnischen Kulturbeziehungen 1934-1939  

Die deutsch-polnische Annäherung nach der Nichtangriffserklärung vom 26. Januar 1934 wird in der Forschung kontrovers diskutiert und beurteilt. Die Mehrzahl der Historiker hält diese überraschende politische Einigung und die bis zum Frühjahr 1939 anhaltende Verständigungskampagne für ein Täuschungsmanöver Hitlers, unterschätzt aber deren Folgen für die bilateralen Kulturbeziehungen.

 

Die vorliegende Studie stellt den bisher nur am Rande behandelten Kulturaustausch der Freundschaftsära in den Mittelpunkt und verortet diesen sowohl im kulturhistorischen Kontext als auch in den langfristigen außenpolitischen Zielen beider Regierungen. An Beispielen des deutsch-polnischen Kulturaustausches, vor allem in den Bereichen Theater und Film, an Ausstellungsprojekten und der Tätigkeit bilateraler Institutionen wird die Steuerung kultureller Aktivitäten für tagespolitische sowie längerfristige Zielsetzungen beider Seiten untersucht. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Protagonisten wie den Rezipienten der staatlich angeordneten Kulturkontakte.

 

Schließlich wird der Versuch unternommen, die Resonanz dieser befohlenen Freundschaft im totalitären Deutschland und im autoritär geführten Polen einzuschätzen.

Rechtspositivismus und konspirative Justiz als politische Strafjustiz in der DDR
Artikel-Nr.: 9783631613078
74,80 €

Preis inkl. MwSt.

von André Gursky 

Dieses Buch untersucht die Funktion des Systems der politischen Strafjustiz in der DDR. Dazu unternimmt es eine Zusammenschau von rechtsphilosophischen und rechtstheoretischen Positionen in der Perspektive eines strafrechtlichen Ermittlungsorgans, als das sich das Ministerium für Staatssicherheit der DDR verstand. Es korreliert diese Praxis mit dem Selbstverständnis des SED-Staates, auf Grundlage einer „sozialistischen Gesetzlichkeit“ der Humanität gesellschaftlicher Beziehungen nicht nur entsprochen, sondern diese geradezu erst ermöglicht zu haben. Ferner fragt es, wie sich das Verhältnis von Recht und Moral im realen Sozialismus einer poststalinistischen Gesellschaft, die im Traditionsbezug auf Marx, Engels und Lenin auf die Verwirklichung des Kommunismus abzielte, begründete und gestaltete.

 

Inhalt: Gesellschaftskritik und Gerechtigkeit bei Marx – Recht ist, was dem Staate nützt – Die normative Begründung rechtlicher Grundlagen in der marxistisch-leninistischen Staats- und Rechtsphilosophie – Gesetz und Macht – Politische Justiz als konspirative Justiz – Die Rechtsstelle des MfS – Der sozialistische Rechtsstaat DDR – eine Legende?

Johann Knief - ein unvollendetes Leben - Gerhard Engel
Artikel-Nr.: 9783320022495
29,90 €

Preis inkl. MwSt.

Von Gerhard Engel

Geschichte des Kommunismus und Linkssozialismus, Band XV
464 Seiten, 25 Abbildungen, Hardcover

Die Zustimmung der Reichstagsfraktion der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) zu den Kriegskrediten am 4. August 1914 markierte den Ausgangspunkt für den Zerfall der Partei in drei Teile: in die Kriegsbefürworter, denen es gelang, die Mehrheit der Mitglieder hinter sich zu bringen; in die Kriegszielkritiker, die sich zu Ostern 1917 als Unabhängige Sozialdemokratische Partei (USPD) zu einer eigenen politischen Gruppierung zusammenfanden – und in die radikale Linke, die den Krieg prinzipiell ablehnte und in der Novemberrevolution 1918 die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bildete.
Heute ist weitgehend vergessen, dass die KPD sich nicht nur aus der Spartakusgruppe um Rosa Luxemburg, Franz Mehring und Karl Liebknecht speiste, sondern daneben eine zweite Quellpartei existierte: die »Internationalen Kommunisten Deutschlands«.
Ebenso vergessen ist der Motor dieser Quellpartei: Johann Knief (1880–1919), Kopf der Bremer Linksradikalen, ein selbständig denkender und handelnder Mann, Lehrer, Redakteur und Musikrezensent.
Knief kämpfte seit Kriegsbeginn nicht nur gegen die SPD-Führung, sondern auch gegen die gemäßigten Linken. Er war der Erste, der – schon ab 1915 – die Bildung einer linksradikalen Partei vorantrieb.
Im April 1919 verstarb er, neununddreißigjährig, an einer verschleppten Blinddarmentzündung. Als seine Frau 1926 seine Urne aus dem Büro der Bremer KPD holte, hatten die Genossen ihren Genossen längst vergessen.


 

Dr. Edmund Käbisch: ZUMUTBARE WAHRHEITEN - Erfahrungen mit der Aufarbeitung
Artikel-Nr.: 978-3-929351-34-7
12,90 €

Preis inkl. MwSt.


Erfahrungen mit der Aufarbeitung der beiden deutschen Diktaturen in der Landeskirche Sachsens. Mit Praxisbeispielen für die Bildungsarbeit in Schule und Gemeinde


Das Buch ist in drei Teile gegliedert, wobei die ersten 70 Seiten des 125 Seiten starken Buches den Buchtitel ausführen. Dr. Martin Böttger hat ein kluges-abwägendes Vorwort geschrieben. Ein zweiseitiger Personenindex beschließt das Buch.


Zur Diskussion IM Buch und UM das Buch herum merke ich an, dass wir das schöne deutsche Wort "Wahrheit" heutzutage für lebenswichtige Tatsachen uns aufsparen sollten, sonst haben wir nämlich eines Tages kein Wort mehr zur Verfügung, wenn es an unser Eingemachtes geht. (Das ist jetzt hauptsächlich eine Kritik am allgemeinen Medienbetrieb, der uns täglich "alarmiert" mit "Die Wahrheit über ..."; am Schockierendsten immer die Bildzeitung.)


Die Diskussion um die Wahrheiten im Buch zeigt mir, dass es sich um GLAUBEN handeln muß! Denn: Wenn es zwei gegensätzliche (sich einander ausschließende) Überzeugungen gibt, DANN MUSS EINE DAVON FALSCH SEIN. -- Und wenn DAS richtig ist, dann handelt das Buch auch von Kränkungen und Verletzungen (einer Haupttriebkraft in allen Menschen.) Und daher stelle ich fest, dass Streitpartner sich solange nicht auf EINE Wahrheit einigen werden, solange sie nur mit äußeren Fakten (Dokumenten) argumentieren.

 

Der ehemalige Zwickauer Dompfarrer Edmund Käbisch berichtet von seinen Bemühungen, die Vergangenheit von Drittem Reich und SED-Diktatur aufzuarbeiten. Dass sich Stasi-IM der Vergangenheitsaufarbeitung mit juristischen Mitteln zu erwehren versuchen, darf man erwarten; erschreckend ist aber, welche Hürden Käbisch im Umfeld der evangelischen Kirche in Sachsen seit 20 Jahren in den Weg gestellt werden.

Ja-Sager oder Nein-Sager: Das Hamburger Streitgespräch deutscher Autoren aus Ost und West 1961
Artikel-Nr.: 9783359025160
19,95 €

Preis inkl. MwSt.

Ja-Sager oder Nein-Sager: Das Hamburger Streitgespräch deutscher Autoren aus Ost und West 1961  

von Jens Thiel

Ein brisantes Zeugnis deutsch-deutscher Zeit- und Literaturgeschichte

Herausgegeben von Jens Thiel Jens Thiel, geboren 1966 in Lutherstadt Eisleben, Dr. phil., Studium der Neueren und Neuesten Geschichte und der Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, Mitarbeit u.a. an wissenschaftsgeschichtlichen und Editions-Projekten der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Leben in Ost- und Westdeutschland: Eine sozialwissenschaftliche Bilanz der deutschen Einheit
Artikel-Nr.: 9783593393339
58,00 €

Preis inkl. MwSt.

Leben in Ost- und Westdeutschland: Eine sozialwissenschaftliche Bilanz der deutschen Einheit 1990-2010 

Hat Deutschland zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer seine Trennung überwunden? Ist "zusammengewachsen, was zusammengehört"? In diesem Band versuchen Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler diese umstrittene Frage mithilfe empirischer Vergleiche der Entwicklung der Lebensbedingungen und -verläufe in Ost und West zu beantworten. Der Aufbau orientiert sich an den typischen Phasen des Lebensverlaufs: Kindheit, Jugend, Erwachsensein, Altern. Er beleuchtet Aspekte wie Schule und Bildung, Partnerschaft und Familie, Arbeitsmarkt und Erwerbsleben, Lebensstandard und Konsumstile, Zufriedenheiten und Sorgen, soziale Integration und politische Beteiligung. Eine wesentliche Grundlage der empirischen Bilanzierung bildet das SOEP, eine national und international vielfach ausgewertete Längsschnitterhebung, die seit 1984 (zunächst nur in Westdeutschland) jährlich bei denselben Personen und Haushalten durchgeführt wird und 1990 auch auf das Gebiet der ehemaligen DDR ausgedehnt wurde. Zudem werden mehr als 20 weitere sozialwissenschaftliche Datenquellen herangezogen.

Peter Krause, Dr. rer. soc., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) am DIW Berlin.

Ilona Ostner, Dr. phil., ist Professorin für Vergleichende Sozial- politik an der Georg-August-Universität Göttingen.

Grenzbrigade Küste: Der seeseitige Schutz der DDR von Ralph-Ingo Unger
Artikel-Nr.: 9783360027078
14,95 €

Preis inkl. MwSt.

Sie trugen blau wie die Volksmarine, doch auch Grün war in der Uniform enthalten. Die Angehörigen der Grenzbrigade Küste fuhren sowohl zur See, waren aber eben auch richtige Grenzsoldaten. Ralph-Ingo Unger war selbst bei der Grenzbrigade Küste und hat nun die Geschichte der Teilstreitkraft dokumentiert. Damit wird ein wichtiges, bislang wenig beachtetes Kapitel der Militärgeschichte der DDR im Überblick gezeigt.

Ralph-Ingo Unger war Offizier der Grenz­brigade Küste, die aus der 1952 gegründeten »Volkspolizei See« hervorging, die zum Schutz der Staatsgrenze an der Ostsee aufgestellt worden war. Nach den Grenzsicherungsmaßnahmen am 13. August 1961 erfolgte die organisatorische Unterstellung der GBK unter das Kommando der Volksmarine.

 

 

Aktionsforschung. Action Research: Handlungsforschung im Spannungsbogen von Theorie und selbsterlebt
Artikel-Nr.: 9783869240060
34,90 €

Preis inkl. MwSt.

Aktionsforschung. Action Research: Handlungsforschung im Spannungsbogen von Theorie und selbsterlebter Praxis. Als Symbol der deutschen Wiedervereinigung  


Praxisforschung umfasst Germanistik, Philosophie, Psychologie, Pädagogik zum lebendigen Veränderungsprozess durch Lernen, Selbstdisziplin, Verständnis und Reflexion. Schonungslos dokumentiert der Bericht die Familienzersetzung durch die Menschenrechtsverletzungen der Staatssicherheit der ehemaligen DDR. Durch theoretisches Studium und praktisches Handeln begreift man den lebendigen Widerspruch von Whitehead zu verstehen, vom Opfer zum Held. Zur Analyse der Ausgangsfragen führt der Leitfaden von Tian & Laidlaw. Die Brisanz der komplexen Forschung mit geschichtlichem Hintergrund, Stasi Akteneinsicht und Bildmaterial vom Zuchthaus Hoheneck unterstreichen den innovativen Bericht mit Blick auf Wahrheit, Gerechtigkeit und Aufklärung deutscher Vergangenheit. Gewidmet allen Menschen der Welt, im Besonderen den ehemaligen politisch inhaftierten Kameraden. Der Bericht dient zur ethnographischen Forschung und Hoffnungsträger zur Humanisierung und des Weltfriedens.

 

Über den Autor

 

Anke Jauch, geb. 1959 in Leipzig. 1980 als politischer Flüchtling verurteilt, Freikauf 1981. Buch Die Stasi packt zu 2007, Lesungen, Zeitzeuge.

 

 

Der Polizistenmörder von Gera: Spektakuläre Gewaltverbrechen aus der DDR von Hans Girod
Artikel-Nr.: 9783426783047
7,99 €

Preis inkl. MwSt.

 

Der Kriminalist Hans Girod deckt Hintergründe spektakulärer Mordfälle auf, die sich in den 60er und 70er Jahren in der DDR ereignet haben. Er stößt auf bisher unbekannte Fakten, beleuchtet die psychologische Seite der Täter und gibt Einblicke in die forensische Ermittlungsarbeit.

Hans Girod, geboren 1937, bis 1994 Hochschuldozent für Spezielle Kriminalistik an der Humboldt-Universität Berlin. Seine Arbeitsgebiete: Sexual- und Gewaltdelikte, insbesondere Tötungsfälle, Identifizierung unbekannter Toter und interdisziplinäre Probleme der somatischen Rechtsmedizin und forensischen Psychiatrie.

"Sozialistisch arbeiten, lernen und leben" Die Brigadebewegung in der DDR (1959 - 1989)
Artikel-Nr.: 9783412205416
49,90 €

Preis inkl. MwSt.

Thomas Reichel

"Sozialistisch arbeiten, lernen und leben"
Die Brigadebewegung in der DDR (1959 - 1989)

Böhlau Verlag, Wien Köln Weimar 2011
ISBN: 978-3-412-20541-6


In diesem Buch wird ein umfassendes und differenziertes Bild der Geschichte der „sozialistischen Brigaden“ entfaltet, das vielfältige Einblicke in die DDR-Gesellschaft der späten Ulbricht-Ära und der Honecker-Ära eröffnet. Gestützt auf eine breite Quellenbasis, von der zentralen bis zur unteren Ebene von SED, FDGB und ausge­wählten Industriebetrieben, arbeitet Thomas Reichel die ambivalente Rolle der Brigaden als Soziali­sa­tionsinstanz für die Mehrheit der „Werktätigen“ in der DDR heraus. Als eine alltägliche Form der Gemeinschaftsbildung spielten die „sozialistischen Brigaden“ eine entscheidende Rolle bei der „Kollektivierung“ der Gesellschaft und trugen über drei Jahrzehnte zur relativen Stabilität der DDR bei.

 

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