Endstation Bautzen II Zehn Jahre lebenslänglich


Endstation Bautzen II Zehn Jahre lebenslänglich

Artikel-Nr.: 978-3-89812-763-9
16,90

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Es ist einer der spektakulärsten und in der DDR bis zuletzt geheim gehaltenen Fälle: Nach einem gescheiterten Fluchtversuch an der Grenze zu Westdeutschland wird André Baganz, Sohn einer Deutschen und eines Afrikaners, 1981 in Frankfurt/Oder in Untersuchungshaft eingeliefert. Beim Versuch, aus der Haftanstalt auszubrechen, verschanzen er und drei weitere Gefangene sich in einem Hochhaus. Sonderkommandos von Polizei und Staatssicherheit belagern die Stadt, ein Polizist kommt zu Tode, die Geiseln bleiben unversehrt. Baganz, obwohl selbst nicht der Todesschütze, wird zu lebenslanger Haft verurteilt und nach Bautzen II verlegt – dorthin, wo nur die gefährlichsten Staatsfeinde einsitzen. Das Stasi-Gefängnis wird zum Martyrium. Jahrelange Einzelhaft, Übergriffe, Psychoterror: Die Erinnerungen von Baganz, der 1991 entlassen wird, sind deshalb mehr als nur ein Zeitzeugenbericht. Seine Schilderungen geben erstmals detailgetreue Auskunft über die dunkelste Seite der Macht: über einen vom Geheimdienst betriebenen politischen Strafvollzug, der Menschen brechen wollte. Aber André Baganz ließ sich nicht brechen. Er kämpfte auch hinter den Gefängnismauern.


André Baganz, geb. 1961, wurde in Berlin als Sohn einer Deutschen und eines zur Ausbildung in der DDR weilenden Afrikaners geboren. Nach Festnahme und Verurteilung 1981 saß er im berüchtigten Stasigefängnis Bautzen II ein. 1991 wurde sein Urteil revidiert und er entlassen. Heute lebt er als taxifahrender Schriftsteller in Bonn.

 



 

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