Eva und der Wolf von Eva-Maria Hagen


Eva und der Wolf von Eva-Maria Hagen

Artikel-Nr.: 9783548606873
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Die Liaison mit dem Staatsfeind! Klingt wie ein neuer Jerry Cotton, ist aber viel spannender. Eva und der Wolf, das ist der Briefwechsel zwischen Eva-Maria Hagen und Wolf Biermann. Sie hatten sich ineinander verliebt, just in dem Moment, da er in der DDR zur Unperson erklärt wurde. 1965. Politische Eiszeit. Eva-Maria Hagen, eine in der DDR äußerst populäre Schauspielerin mit einer Latte von Spielfilmen (darunter Perlen wie Vergeßt mir meine Traudel nicht oder Meine Freundin Sibylle), ständig umschwänzelt von sabbernden Politbürogöckeln und irgendwelchen Kunstheinis, die ihr auf den schönen Leib rücken wollen. Sie aber will nur Biermann. Er ist ihr alles, Mentor und zärtlichster Liebhaber. Dem Leser mögen die Ohren glühen bei all dem Geturtel und Liebesgeflüster. Frau Hagen ist zwar, das bezeugen ihre Briefe, herzerfrischend naiv, aber gewiß nicht dumm. Sie warnt ihren Freund. Im Neuen Deutschland finden schon Hetzkampagnen statt. Der Staat will Biermann und seine verdammten Lieder nicht mehr. Und schon gar nicht die Liaison dieses Menschen mit einem seiner Publikumslieblinge. Die brutale Kehrseite der DDR-Galane kommt zutage, als sie von Biermann nicht ablassen will. Es folgt ein Trommelfeuer an Repressalien, dann wieder verlockende Filmangebote. Und immer wieder die unvermeidlichen IM´s, (deren Berichte im Buch abgedruckt sind). Der Briefwechsel währte elf Jahre, bis zur Ausbürgerung Biermanns 1976. Man erlebt sowohl die DDR in Hochform, als auch das Diagramm einer langsam verlöschenden Liebe. Er war halt doch der Intellektuelle, sie der Bauchmensch. Er wird immer spitzer, sie verletzender. Dann der Satz, den wohl jeder kennt und fürchtet: "Wolf, jeder von uns trifft genau den Ton, uns weiter voneinander zu entfernen!" Eine ganz normale Beziehung eben. Kurzbeschreibung 1965 in der DDR: Eva-Maria Hagen und Wolf Biermann verlieben sich ineinander - kurz bevor der junge Liedermacher mit einem Berufsverbot geächtet wird. Die Liaison zwischen der populären Schauspielerin und dem Staatsfeind ist den Mächtigen ein Dorn im Auge. Doch sie hält zu ihrem Geliebten. Ein lebendiges Sittenbild der damaligen DDR - und eine wunderschöne Liebesgeschichte.

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