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Haft & Verfolgung

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Der Häftlingsfreikauf

Artikel-Nr.: 978-3-86906-635-6

Alexander Koch

Der Häftlingsfreikauf

Eine deutsch-deutsche Beziehungsgeschichte

Ein wichtiges und von der Öffentlichkeit lange kaum wahrgenommenes Kapitel in der Geschichte der deutsch-deutschen Beziehungen war der Freikauf von politischen Häftlingen aus DDR-Gefängnissen durch die Bundesrepublik.

Über mehrere Jahrzehnte versuchten die jeweiligen Bundesregierungen, mit Hilfe von wirtschaftlichen Leistungen bei der SED-Führung Erleichterungen im humanitären Bereich für die Bürger der DDR zu erreichen. Neben der Freilassung von politischen Gefangenen gehörte dazu auch die Zusammenführung von Familien, die durch den Mauerbau auseinandergerissen worden waren. So wurden durch die kontinuierlichen bundesdeutschen Bemühungen zahlreiche Ausreisen aus der DDR ermöglicht.

Aus welchen Beweggründen und wie dieser Transfer stattfand und warum der Häftlingsfreikauf langfristig einen tiefgreifenden Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung in der DDR hatte, das wird in dieser Studie mit großer Sachkenntnis und umfangreichem Quellenmaterial dargestellt.

39,00 *

Klopfzeichen - Mein Weg in die Freiheit

Artikel-Nr.: 978-3-86906-753-7

Heidelore Rutz

Klopfzeichen

Mein Weg in die Freiheit: vom DDR-Ausreiseantrag zum Häftlingsfreikauf

Aufgrund eines Ausreiseantrags gerät eine Familie in das Visier der DDR-Staatssicherheit. Bei einer Schweigedemonstration in Jena werden die Eltern 1983 festgenommen und kommen in Stasi-Untersuchungshaft in Potsdam. Während fünf langer Monate sind „Klopfzeichen“ die einzige Möglichkeit, mit anderen Insassen zu kommunizieren und der verstörenden Isolation zu entkommen. Nach dem Gerichtsurteil muss Heidelore Rutz, Mutter zweier Söhne, ihre Haftzeit in der Strafvollzugseinrichtung Hoheneck antreten. Bereits in den ersten Tagen ihrer Inhaftierung steht für sie fest: Was uns hier angetan wird, darf nicht vergessen werden – ich werde darüber berichten. Nach ihrem Freikauf durch die Bundesrepublik im Mai 1984 beginnt sie, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Heidelore Rutz erinnert sich in „Klopfzeichen“ an das dunkelste Jahr ihrer Vergangenheit. Im Buch enthaltene Dokumente, Fotos und Briefe ihrer Kinder ergänzen das eindringliche Lebenszeugnis.

16,90 *

Ich war in Deutschland vermisst

Artikel-Nr.: 978-3-7322-6794-1

Hans-Carl Seif

Ich war in Deutschland vermisst

Ein Erlebnisbericht aus sowjetischen KZ-Lagern und NKWD-Kellern

Hans-Carl Seif wurde am 25.12.1920 in Wien geboren. Im Jahre 1946 verhaftete man ihn nach einem Besuch bei Berlin. Er wurde verschleppt und kam in verschiedene NKWD-Keller und sowjetische Speziallager. Erst am 10.2.1950 wurde er aus Buchenwald bei Weimar entlassen. Mit Sicherheit spricht dieser Erlebnisbericht einige Menschen an. Vielleicht auch lesenswert für die Jugend und als Herausforderung, sich für eine bessere Zukunft in Frieden und Freiheit einzusetzen. Zu oft wird vergessen, was Freiheit bedeutet.

Der Berliner Hans-Carl Seif wurde im Februar 1946 in Brandenburg festgenommen, mehrere Monate in Kellern in Brandenburg, Falkensee und Werder festgehalten, später in die SL Ketschendorf, Mühlberg und Buchenwald transportiert. Ohne Verurteilung wurde er  im Februar 1950 aus Buchenwald entlassen. Den vorliegenden Bericht schrieb er 1950 unmittelbar nach der Haftentlassung - und übergab ihn der Mutter in Österreich zur Aufbewahrung. Sie versteckte das Manuskript und die Kindeskinder fanden es zufällig und gaben es der Witwe von Seif, lange nach dessen Tod.  Er selbst hat nie darüber mit seiner 2. Ehefrau (seit 1972 verheiratet) gesprochen. Frau Seif hat das Manuskript abgeschrieben und als Datei der Gedenkstätte zur Verfügung gestellt. Nach Auskunft der Witwe hat Seif gelegentlich und gern Texte und vor allem Gedichte geschrieben. Gebürtig aus Wien, war er nach der Zeit beim RAD bis zum Kriegsende Wehrmachtsangehöriger. Einen Hinweis auf einen Inhaftierungsgrund bzw. den Anlaß gibt es auch aus der familialen mündlichen Überlieferung nicht. Seif war Verleger des West-Berliner "Lotto-Totto-Express". Später arbeitete er als Taxifahrer. Er starb 1985 an schwerer Krankheit.

7,90 *

Die Hölle von Torgau

Artikel-Nr.: 978-3-280-05593-9

Kerstin Gueffroy

Die Hölle von Torgau

Wie ich die Heim-Erziehung der DDR überlebte

Sie war jung und aufmüpfig – und das hatte seine Konsequenzen. Das Schicksal der Kerstin Gueffroy, deren Jugend von Dunkelzelle, Einzelhaft und Demütigung im geschlossenen Vollzug des Jugendwerkhofs Torgau geprägt wurde, ist kein völlig Unbekanntes. Ihre Geschichte diente bereits als historischer Hintergrund in sehr erfolgreichen Jugendromanen. Selbst in Schulbüchern hat ihr Leben mittlerweile Eingang gefunden. Nun erzählt Gueffroy erstmals ihre ganze Geschichte. Wie sie als eins von vier Kindern bei einer überforderten Mutter aufwuchs, die sie als Siebenjährige in eine psychiatrische Kinderklinik einweisen lässt, weil Kerstin immer noch einnässt. Und wie ihre Mutter sie schließlich mit 14 Jahren einfach dem staatlichen System der Heime und Jugendwerkhöfe überlässt.

19,95 *

Auftrag: Menschenraub

Artikel-Nr.: 978-3-525-35116-1

Susanne Muhle

Auftrag: Menschenraub

Entführungen von Westberlinern und Bundesbürgern durch das Ministerium für Staatssicherheit der DDR

Auf offener Straße brutal überfallen, in vertrauter Umgebung betäubt und entführt oder durch perfide Täuschungen auf DDR-Gebiet gelockt und rechtswidrig festgehalten. Etwa 400 Menschen teilen ein Schicksal: Sie wurden in den 1950er und 1960er Jahren aus der Bundesrepublik und vor allem aus West-Berlin in die DDR verschleppt und dort inhaftiert. Viele kehrten erst nach Wochen, Monaten oder gar Jahren aus der DDR-Haft zurück. Manche verschwanden für immer. Verantwortlich für die Entführungsaktionen war in erster Linie das Ministerium für Staatssicherheit (MfS), das anfangs unter Anleitung des sowjetischen Geheimdienstes agierte.

Es ist ein unbekanntes Kapitel der deutschen Teilungsgeschichte. Auf Grundlage zahlreicher MfS-Akten und bundesdeutscher Unterlagen analysiert die Studie die Mechanismen und Funktion der Entführungspraxis des MfS. In Anlehnung an die Gewalt- und Täterforschung begibt sie sich auf die Spuren der Entführungsopfer und Entführer.

49,99 *

Staats-Sicherheiten

Artikel-Nr.: 4280000101167

Lea Rosh / Renate Kreibich-Fischer

Staats-Sicherheiten

15 Schicksale aus dem Gefängnis

Stephan Krawczyk, Vera Lengsfeld, Dieter Drewitz, Gilbert Furian, Matthias Melster, Erhard Neubert, Thomas Reufeisen, Hartmut Richter, Mario Röllig, Heidelore Rutz, Harry Santos, Edda Schönherz, Dieter von Wichmann, Peter-Michael Wulkau, Hans-Eberhard Zahn

Redaktion - Bettina Kasten; Musik - Stephan Krawczyk

"Ausgangspunkt unserer Arbeit war der Gedanke, dass die Erinnerungen ehemaliger politischer Häftlinge der DDR nicht verloren gehen dürfen. In den Erzählungen von Berichten dieser Menschen offenbart sich der menschenverachtende Charakter des Regimes. Wer hört, was sie erlebt haben, wird sich schwertun, die DDR-Diktatur zu beschönigen oder zu verharmlosen. Das über alle Erwartungen hinausgehende und anhaltende Interesse des Publikums an den "Staats-Sicherheiten" beweist, dass es heute, zwanzig Jahre nach dem Untergang der DDR, allerhöchste Zeit ist, über dieses Thema zu sprechen. Und vielleicht gelingt es ja, mit dieser Arbeit auch den Mitwirkenden einen Teil der Würde zurückzugeben, die man ihnen damals rauben wollte."

Regie: Clemens Bechtel

21,90 *

In Haft bei der Staatssicherheit

Artikel-Nr.: 978-3-525-35120-8

Julia Spohr

In Haft bei der Staatssicherheit

Das Untersuchungsgefängnis Berlin-Hohenschönhausen 1951–1989

Im Ostberliner Bezirk Hohenschönhausen befand sich von 1951 bis 1989 das zentrale Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Die Geheimpolizei ermittelte an diesem bis 1990 streng geheimen Ort gegen rund 11 000 politische Gegner und andere Personen, die für das SED-Regime von außerordentlicher Bedeutung waren. In Hohenschönhausen bündelten sich Verfahren gegen in Ungnade gefallene Politiker, Dissidenten und Bürgerrechtler. Daneben wurden hier auch zahlreiche NS-Täter und straffällige MfS-Mitarbeiter in Untersuchungshaft gehalten. Die vorliegende Studie stellt exemplarische Häftlingsschicksale vor und zeichnet ein präzises Bild von den Haftbedingungen und Vernehmungsmethoden. Es wird deutlich, dass sich die Alltagssituation der Häftlinge und die Praktiken der Vernehmer im Laufe der Jahrzehnte erheblich veränderten. Konstant blieben dagegen die völlige Isolierung der Häftlinge und die extreme Abschottung des Geschehens nach außen mit allen ihren angsteinflößenden Wirkungen.

35,00 *

Die weisse Linie - Mauer und Flucht im Berliner Nordosten

Artikel-Nr.: 978-3-938414-49-1

Jorge Scholz / Christine Kisorsy / Bernt Roder

Die weisse Linie - Mauer und Flucht im Berliner Nordosten

(Inklusive DVD - 11 digitale Daumenkinos zur Stadt im Wandel)

Eine weiße Linie -von Grenzpolizisten auf das Steinpflaster gemalt war das erste sichtbare Anzeichen der Teilung Berlins. Also die Geburtsstunde der Berliner Mauer. 

Mit dem Bau des Antifaschistischen Schutzwalles am 13. August 1961 wurde diese Spaltung endgültig und blieb es die folgenden 28 Jahre. Die Berliner Mauer, die im Laufe der Zeit zu einem schwer gesicherten Grenzbefestigungssystem ausgebaut wurde, durchschnitt Straßen und Plätze, durchteilte Häuser und Friedhöfe, verödete Landschaften und hinterließ Wunden, deren Narben bis heute sichtbar sind. Der historische Stadtführer nimmt den Leser mit zu den ausgewählten Schauplatzen der Geschichte von Mauer und Flucht entlang der ehemaligen Sektorengrenze zwischen den Bezirken Prenzlauer Berg und Pankow im Osten und Wedding und Reinickendorf im Westen. In elf Kapiteln folgt das Buch dem ehemaligen Mauerverlauf von der Straßenkreuzung Bernauer - Eberswalder - Oderberger - Schwedter Straße im Zentrum Berlins bis zur Stadtgrenze zu Brandenburg am Tegeler Fließ. Zu jedem der elf Orte wurden historische Ereignisse und dessen Hintergründe recherchiert, illustriert durch zeitgeschichtliche Dokumente und Kartenmaterial. Die beiliegende DVD enthält darüber hinaus elf digitale Daumenkinos, die den Wandel, den die historischen Orte durchlaufen haben, Schicht für Schicht freilegen und durch Überlagerung sichtbar machen.

Die beiliegende DVD enthält darüber hinaus elf digitale Daumenkinos, die den Wandel, den die historischen Orte durchlaufen haben, Schicht für Schicht freilegen und durch Überlagerung sichtbar machen.

16,80 *

Es begann in Eibenstock: Ein Jugendlicher in den NKWD-Lagern und Zuchthäusern der SBZ /DDR

Artikel-Nr.: 978-3-929592-65-7

Günter Koch

Es begann in Eibenstock

Ein Jugendlicher in den NKWD-Lagern und Zuchthäusern der SBZ /DDR

„Dieses Buch soll eine kleine Orientierung für die Jugend sein, damit sie sich nie einer politischen Gruppierung der Gewalt anschließen möge – sei sie links oder rechts einzuordnen“, schreibt der Autor in seinem Vorwort.

Günter Koch hat zwei Gewaltherrschaften miterlebt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wusste er noch nicht, welch schreckliches Regime das Dritte Reich war. Von Konzentrationslagern hatte er bis dahin nie etwas gehört. Ende April 1945 sah er im Sudetenland viele Tote im Straßengraben liegen. Sie trugen blau-grau gestreifte Kleidung. Es waren KZ-Häftlinge, politische Gegner des Dritten Reichs. Die Nazis hatten ab 1933 ihre Gegner systematisch eingesperrt. Die Sowjets aber taten anschließend das Gleiche. Sie sperrten die Gegner des Kommunismus als sogenannte Nazis ein. Aber nicht nur die als Nazis bezeichneten Menschen wurden eingesperrt, auch andere wurden zu Opfern, darunter viele Jugendliche. Sie wurden von sowjetischen Militärtribunalen (SMT) verurteilt und kamen in die sowjetischen Speziallager Bautzen, Sachsenhausen und Torgau. Einen großen Teil deportierte man in die Sowjetunion.

11,00 *

Den Kommunismus mit der Seele suchen

Artikel-Nr.: 978-3-462-04079-1

Esther Slevogt

Den Kommunismus mit der Seele suchen

Wolfgang Langhoff - ein deutsches Künstlerleben im 20. Jahrhundert

Die große Biographie über eine Theater-Ikone. Er gilt als der Gustaf Gründgens der DDR - und doch war Wolfgang Langhoff ein Ungeliebter in diesem Staat, der nicht zuletzt Gelehrtenund Künstlerrepublik hatte sein wollen. In ihrer brillant erzählten Biographie zeichnet Esther Slevogt das bewegende Porträt eines zwischen Kunst und Politik zerrissenen Theaterstars. Und entfaltet das Panorama seines nicht minder zerrissenen Landes. Theatermacher, Kulturfunktionär und Held des antifaschistischen Widerstands: Wolfgang Langhoff, 1901 in Berlin geboren und Vater der bekannten Regisseure Matthias und Thomas Langhoff, war eine der schillerndsten und einflussreichsten Theaterpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Nach dem Ersten Weltkrieg Freikorpskämpfer gegen die Bolschewisten - und Jungschauspieler in antibürgerlicher Dandy-Pose. In der Weimarer Republik von den Bürgern Düsseldorfs in den Titelrollen deutscher Klassiker gefeiert - und von den Arbeitern umjubelter Leiter der Agitprop-Theatergruppe "Nordwest Ran". Immer auf der Suche nach dem Theater für ein gutes Deutschland. Aber dann übernimmt der Terror die Macht. Und der Bühnenheld wird einer der ersten KZ-Häftlinge. Im Schweizer Exil schreibt Langhoff darüber seinen berühmten Bericht "Die Moorsoldaten" - ein Welt - erfolg. Und folgt 1946 voller Idealismus dem Ruf nach Ost-Berlin. Als Intendant des Deutschen Theaters scheint er endlich angekommen im besseren Teil Deutschlands. Doch der Terror lässt ihn nicht los. Differenziert und anschaulich erschließt Esther Slevogt ein Künstler leben im 20. Jahrhundert, das zwischen die ideologischen Fronten in Kunst und Politik gerät. Und porträtiert damit nicht zuletzt das Scheitern des kommunistischen Traums. 

26,99 *
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