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Schriftsteller / Literatur

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Torstraße 1

Artikel-Nr.: 978-3-423-21516-9

Sybil Volks

Torstraße 1

Ein Jahrhundert, zwei Familien und ein Haus im Herzen Berlins

Berlin, 2009: Für die letzte Party des Lebens steht man gern noch einmal Schlange, selbst ohne Einladung. Aber irgendwie wird Elsa Helbig schon in das imposante Gebäude gelangen, das voller Erinnerungen steckt: 1929, bei der Eröffnung des Kaufhauses Jonass, kam sie hier als uneheliche Tochter einer Verkäuferin zur Welt; bestaunte später die Olympiaringe an seiner Fassade, sah die jüdischen Besitzer die Schaufensterscherben wegkehren und starrte nach dem Krieg auf die roten Banner mit den Konterfeis von Marx, Engels, Lenin und Stalin. Dies und noch viel mehr verbindet Elsa mit dem Haus - und mit Bernhard, Sohn des Zimmermanns, der ihrer Mutter bei der Geburt beistand. Bernhard wurde am selben Tag geboren, und sie blieben einander nahe - auch als eine Mauer sie trennte …

"Sybil Volks fängt 80 Jahre deutscher Geschichte so fesselnd ein, dass mannach 400 Seiten denkt: Schade, schon zu Ende?" (Hamburger Morgenpost)

Sybil Volks, geboren 1965, lebt in Berlin und arbeitet als freie Redakteurin und Autorin. Sie hat zahlreiche Erzählungen und Gedichte veröffentlicht und erhielt ein Literaturstipendium des Berliner Senats. Ihr historischer Berlin-Krimi 'Café Größenwahn' war nominiert für den Sir-Walter-Scott-Preis sowie den Glauser-Preis 2008 als bestes Krimidebüt.

9,95 *

Strohblumenzeit

Artikel-Nr.: 978-3-88747-301-3

Karsten Dümmel

Strohblumenzeit

Eine junge Französin fährt im Dezember 2011 von Avignon nach Berlin; sie will dorthin, weil Observationsakten der Stasi über ihren Vater gefunden worden sind. Das ist die Ausgangssituation dieses Romans, der auf drei Ebenen spielt: im Heute, im Gestern und im Morgen.

Das Heute ist das Ost-Berlin der siebziger Jahre: ein junger Mann, Arno, arbeitet dort in einem Stahlwerk, schreibt, wird beobachtet, hat Angst und ist verliebt in Marie-Sophie, eine in West-Berlin studierende Französin, die ihn in Ost-Berlin besuchen darf – bis ihr die DDR-Behörden das verbieten. Arno weiß von dem Kind, das sie erwartet, dann wird auch noch der telefonische und briefliche Kontakt unterbrochen.

Das Gestern ist das Leben, das Arno in seiner Kindheit bei seiner Großmutter erfahren hat, einer lebenslustigen Frau, die bei Zigeunern aufgewachsen, im Dorf als Wahrsagerin bekannt und bei den Männern begehrt ist. Sie raucht Zigarren, kann wunderbar erzählen und vermittelt die urwüchsige, warme Wildheit, an die Arno sich später, in der Großstadt, unter Beobachtung und verfolgt, wie an einen Rettungsanker klammert – seine Strohblumenzeit.

Die Tochter, in Frankreich bei ihrer Mutter aufgewachsen, weiß von ihrem Vater nur aus Erzählungen und Briefen. Sie möchte wissen, wer er wirklich war, ein Opfer, ein Feigling, ein verlorener Kämpfer für Freiheit und Phantasie? Aber ob sie die Akten über ihn wirklich sehen, sich ihnen aussetzen will, ist ihr am Ende der Fahrt nicht mehr klar …

Ein abwechslungsreicher Roman über die letzten fünfzig Jahre vor allem im Ostteil Deutschlands, erzählt in sensibler Sprache, die nichts verklärt und nichts kommentiert, sondern jeder Erinnerung, jeder Facette, jeder Willkür genau ihren Namen und ihre Farbe gibt.

16,80 *

Vater telefoniert mit den Fliegen

Artikel-Nr.: 978-3-596-19826-9

Herta Müller

Vater telefoniert mit den Fliegen

Die Nobelpreisträgerin Herta Müller ist auch eine große Wörtersammlerin. Seit Jahren hortet sie alte Zeitungen, Zeitschriften und Reklameprospekte, schneidet daraus Wörter und Buchstaben aus und klebt diese dann zu postkartengroßen Kunstwerken zusammen. So ist schon der Band "Die blassen Herren mit den Mokkatassen" entstanden, dessen Schreibprinzip der neue Band "Vater telefoniert mit den Fliegen" fortsetzt und perfektioniert: liebevoll collagierte Textbilder voller Zauber und Rätsel, Schönheit und melancholischer Heiterkeit. Pure Poesie.

10,99 *

Die Mühen der Ebenen - Brecht und die DDR

Artikel-Nr.: 978-3-351-03569-3

Werner Hecht

Brecht und die DDR - Die Mühen der Ebenen

Staatsdichter Brecht? 

Neue Dokumente erzählen von Brechts listigem Widerstand gegen die SED-Bürokratie. Er und Helene Weigel mussten um die Gründung des Berliner Ensembles kämpfen, der Herrnburger Bericht und die Oper Lukullus wurden verboten. Wie Werner Hechts Buch belegt, ließ sich Brecht auch durch die Faustus-Debatte und nach dem 17. Juni 1953 nicht auf SED-Linie bringen. Er kritisierte die von Partei- und Staatsfunktionären ausgeübte Zensur und plädierte für die Eigenverantwortung der Künstler.

29,99 *

Das halbe Haus

Artikel-Nr.: 978-3-8321-9723-0

Gunnar Cynybulk

Das halbe Haus

Eine halbe Familie, ein geteiltes Land

Geschichte geht durch diese deutsche Familie, die eigentlich eine halbe ist: Großmutter, Vater, Sohn. Krieg und Vertreibung haben sie zersplittert. Obwohl sie vom Schwarzen Meer stammt, zieht es sie in Zeiten des Kalten Krieges in den Westen. Vor allem der Vater, Frank Friedrich, träumt von den Brücken in Paris. Er drängt seine Mutter Polina, im Dezember 1981 aus der DDR in die Bundesrepublik überzusiedeln, und hofft auf die spätere Zusammenführung der Familie. Sein Sohn Jakob hat einen anderen Traum: die Kinder- und Jugendsportschule. Dann passiert das Unglück: Frank verliebt sich in die schöne Eva, die zu eng mit dem System verbunden ist. Dennoch treibt er sein Freiheitsprojekt voran. Im März 1983 wird er verhaftet.

›Das halbe Haus‹ ist ein grandioser Familienroman, der drei Generationen und die wechselvollen Kapitel deutscher Geschichte umspannt. Er handelt von Menschen, die um ihre Würde bitter kämpfen müssen. Von Zeiten, in denen die Liebe und die Freiheit angefeindet werden. Warmherzig und mit viel Humor erzählt Gunnar Cynybulk von einem Kind, das die Zugvögel beneidet, weil diese zurückkehren können. Doch nur im Akt des Erzählens ist Rückkehr möglich.

Gunnar Cynybulk wurde 1970 geboren und wuchs in Leipzig auf. Mit vierzehn verließ er die DDR und zog nach Bayern. Er studierte Literatur, Geschichte und Philosophie in Berlin, wo er in einem Buchverlag arbeitet. ›Das halbe Haus‹ ist sein erster Roman.

22,99 *

Im Dialog mit der Wirklichkeit

Artikel-Nr.: 978-3-95462-254-2

Ernest Kuczynski (Hrsg.)

Im Dialog der Wirklichkeit - Annäherungen an Leben und Werk von Jürgen Fuchs

Eine Anthologie

2014 jährt sich am 9. Mai Jürgen Fuchs’ Todestag zum 15. Mal. Um ihn zu würdigen und der Öffentlichkeit als einen bedeutenden Autor der Gegenwartsliteratur vorzustellen, wurde die vorliegende Anthologie vorbereitet. In populärwissenschaftlicher Form werden Leben und Werk von Jürgen Fuchs dargestellt sowie die Erinnerungen an ihn aus der Perspektive seiner Wegbegleiter. Mit Beiträgen von Wolf Biermann, György Dalos, Esther Dischereit, Karl Wilhelm Fricke, Roland Jahn, Herta Müller, Ilko-Sascha Kowalczuk, Lutz Rathenow, Udo Scheer, Wolfgang Temlin und Manfred Wilke u.a.

19,95 *

Morphin

Artikel-Nr.: 978-3-87134-779-5

Szczepan Twardoch

Morphin

Warschau 1939: Leutnant Konstanty Willemann, vor dem Krieg ein Bonvivant und Dandy, streift durch die zerbombte, soeben noch blühende Stadt, in der die deutsche Besatzung alle Freiheit erstickt. Konstanty, väterlicherseits selbst Deutscher, betäubt sich mit Alkohol und Morphin — denn er ist zerrissen zwischen seinem versehrten Vater und seiner fanatischen Mutter, und er ist noch mehr zerrissen zwischen seinem unsteten Leben mit rauschhaften Nächten bei der jüdischen Edelprostituierten Salomé und der Sorge um die Zukunft seiner Familie, um seine Ehefrau und den vergötterten kleinen Sohn. Doch dann schließt Konstanty sich dem Widerstand an. Getarnt mit der väterlichen Uniform und tadellos Deutsch sprechend, wagt er immer riskantere Aktionen und lernt sich bald besser kennen — als einen erschreckend anderen. Eine konspirative Reise mit der undurchschaubaren Adeligen Dzidzia führt ihn durch eine Vorhölle verwüsteter Landschaften in das noch heile Budapest. Die Fahrt wird für Konstanty zur Prüfung, ob er sich dem Untergang, der Warschau ergriffen hat und ihn selbst mitzureißen droht, noch entziehen kann … Sinnlich und radikal erzählt Szczepan Twardoch die Geschichte eines faszinierenden, schillernden Helden und entwirft ein großes Panorama der vom ersten Beben des Zweiten Weltkriegs erschütterten Zeit — voller Erinnerungen an die unwiederbringlich zerstörte Schönheit, voll unvergesslicher Szenen, wie Konstanty Willemann gleichsam durch ein Fegefeuer zu sich selbst findet. Ein virtuoser, atemloser und gewaltiger Roman.

22,95 *

April

Artikel-Nr.: 978-3-462-30768-9

Angelika Klüssendorf

April

Die Kindheit ist vorüber, aber erlöst ist das Mädchen deshalb noch lange nicht. Nach ihrem hochgelobten Roman „Das Mädchen“ schreibt Angelika Klüssendorf die Geschichte ihrer jungen Heldin fort. Ihr Weg führt aus einer Jugend ohne Jugend in ein eigenes Leben – das den Umständen abgetrotzt werden muss.

Am Anfang stehen ein Koffer mit ihren spärlichen Habseligkeiten und ein Zimmer zur Untermiete. Das Mädchen, das sich mittlerweile April nennt – nach dem Song von Deep Purple –, hat die Zeit im Heim hinter sich, die Ausbildung abgebrochen und eine Arbeit als Bürohilfskraft zugewiesen bekommen. Zwischen alten Freunden und neuen Bekannten versucht sie sich im Leipzig der späten 70er-Jahre zurechtzufinden, stößt dabei oft an ihre eigenen Grenzen und überschreitet lustvoll alle, die ihr gesetzt werden, am Ende mit ihrer Ausreise auch die zwischen den beiden Deutschlands. Aber jedem Ausbruch folgt ein Rückfall, jedem Glücksmoment eine Zerstörung, jedem Rausch die Ernüchterung. Und immer ist da die Frage nach den Kindheitsmustern, der Prägung durch die verantwortungslose Mutter und den alkoholkranken Vater.

Angelika Klüssendorf ist ein weiteres Meisterwerk gelungen. Ohne Pathos, nüchtern und souverän erzählt sie von einem Weg aus der scheinbar ausweglosen Vergangenheit – mit psychologischem Feingefühl und klarem Blick für die gesellschaftlichen Zustände. Es entsteht ein Doppeltes: ein erschütternder Adoleszenzroman und ein nüchternes Porträt der sozialen Zustände im untergegangenen real existierenden Sozialismus – und im West-Berlin der frühen 80er-Jahre.

„Klüssendorfs Mädchen ist eine Heldin unserer Zeit“ (Die Zeit) – und nun wird es erwachsen.

16,99 *

Bühne der Dissidenz und Dramaturgie der Repression

Artikel-Nr.: 978-3-525-35035-5

Lutz Niethammer, Roger Engelmann (Hg.)

Bühne der Dissidenz und Dramaturgie der Repression

Ein Kulturkonflikt in der späten DDR

Erstmals steht die gesellschaftliche Rolle der Staatssicherheit im Mittelpunkt. In diesem von Lutz Niethammer eingeleiteten Band untersuchen mehrere Autoren unterschiedliche Aspekte eines bemerkenswerten Kulturkonflikts in der Spätphase der DDR.

Vor dem Hintergrund vermeintlich größerer kulturpolitischer Spielräume entwickelten unkonventionelle Nachwuchskünstler in den frühen 1980er Jahren neue formale und inhaltliche Ansätze. Auch im  provinziellen Gera entstand ein kleines Zentrum alternativer Popularkultur, das zum Gegenstand eines  bemerkenswerten Kulturkonfliktes wurde. Die verschiedenen staatlichen Akteure zogen an sehr  unterschiedlichen Strängen. Während die zuständigen Kulturpolitiker die Künstler förderten oder zumindest tolerierten, bekämpfte die örtliche Staatssicherheit sie von Anfang an mit großem Aufwand.

Wissenschaftliche Reihe des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU)

30,00 *

Das Mädchen

Artikel-Nr.: 978-3-462-04284-9

Angelika Klüssendorf

Das Mädchen

Die berührende Geschichte einer Selbstbehauptung

Angelika Klüssendorf erzählt von einem jungen starken Mädchen, das sich herausarbeitet aus allem, was sie umgibt und niederhält: die tyrannische Mutter, die autoritären Lehrer, der bürokratische Staatsapparat.

Am Anfang scheint alles schon zu Ende zu sein: Der Vater trinkt und taucht nur sporadisch auf, die Mutter lässt ihre Wut an den Kindern aus, die Klassenkameraden meiden das Mädchen, der jüngere Bruder kapselt sich völlig ab. Und doch gibt es eine Kraft, die das Mädchen trägt. Die Bilder aus »Brehms Tierleben«, die sie bewundert, der Traum vom kleinen Haus mit Garten auf dem Lande, Grimms Märchen. Und immer wieder Menschen, die ihr etwas bedeuten und die sie halten. Eines hat sie gelernt: Man muss sich holen, was man braucht. Auch wenn sie mehrfach beim Ladendiebstahl erwischt und schließlich ins Heim gesteckt wird, kann sie sich auch dort auf die neue Lage einstellen. Und das Kinderheim wird auf überraschende Weise zu einem Refugium, wo Kindheit erstmals gelebt werden kann.

Mit ihrer klaren, knappen, präzisen Prosa, großer Lakonie und trockenem Humor versetzt Angelika Klüssendorf den Leser in eine Welt, die das Kindsein kaum zulässt. Atemlos folgt man einer Heranwachsenden, die nichts hat, worauf sie sich verlassen kann, und trotzdem den Lebenswillen nicht verliert – kein bemitleidenswertes Opfer, sondern ein starker, abgründiger Charakter. Ein literarisches Meisterwerk!

8,99 *
*

Preise inkl. MwSt.

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