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Opposition & Diktatur

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Mehl aus Mielkes Mühlen

Artikel-Nr.: 978-3-9811977-9-2

Gilbert Furian

Mehl aus Mielkes Mühlen - Politische Häftlinge und ihre Verfolger

Die DDR war ja ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten –  bespitzelt, verurteilt und einge­sperrt zu werden. Den Autor, Gilbert Furian, trifft es 1985: Nachdem er zwanzig Jahre lang in der Operativen Personenkontrolle (OPK) »nur«  beobachtet worden ist, wird er nun verhaftet. Statt auf  seine Großmutter zu hören (»Lieber Gott, mach mich stumm,  dass ich nicht nach Bautzen kumm«)  hatte er Punks interviewt und die Texte an Freunde und Verwandte weitergegeben; er wird  verurteilt zu 2 Jahren und 2 Monaten Gefängnis.

Ab 1989 sammelt er Berichte von Menschen, die in der DDR aus politischen Gründen inhaftiert waren. Und er befragt Exponenten des Staates, die zuvor Jagd auf Andersdenkende gemacht hatten: darunter Richter, Staatsanwälte und MfS-Ermittler. Dieser Blick hinter die Kulissen einer Barrikade, die sich durch die DDR zog, liefert zugleich aufschlussreiche Einzelheiten über das Leben in einer untergegangenen Gesellschaft: geistige Entmündigung und politische Heuchelei, aber auch immer wieder die Courage, sich damit nicht abzufinden.

13,50 *

Im Zweifel gegen den Angeklagten

Artikel-Nr.: 978-3-940835-10-9

Ingo Sens

Im Zweifel gegen den Angeklagten

Die Schauprozesse gegen die Rostocker Stadträte Hans Griem und Martin Müller

Die Schauprozesse gegen Hans Griem und Martin Müller besiegelten das Ende jeglicher sozialdemokratischer Einflüsse unter der Ägide von Albert Schulz in der Rostocker Stadtverwaltung.

„Anhand des Falles Griem hat Ingo Sens die Ohnmacht der deutschen Verwaltungsstellen gegenüber der Besatzungsmacht plastisch dargestellt – zugleich die damals noch bestehende Möglichkeit, das von ihnen befehlsgemäß in Gang gesetzte Unrecht als Unrecht bloßzustellen: Da ist ein Ministerpräsident, der auf Befehl der Besatzungsmacht gegen seine Überzeugung die Anklageerhebung gegen einen Unschuldigen befiehlt – und der dann nach dem Unrechtsurteil den Mut aufbringt, das ihm formal zustehende Begnadigungsrecht auch tatsächlich auszuüben.“ Im Schauprozess gegen Martin Müller hat die SED ihre Verachtung des Rechts selbst dokumentiert. Er war der Partei als alter Sozialdemokrat und als Freund von Albert Schulz suspekt geworden. Die Anklage sollte ihn moralisch vernichten – ihm wurde persönliche Bereicherung vorgeworfen. (Aus dem Vorwort von Peter Schulz) Der Lebensweg der beiden Stadträte und vor allem ihr Engagement im Nachkriegs-Rostock stehen in dieser Publikation im Mittelpunkt. Hierdurch werden zwei Unpersonen aus der DDR-Zeit, die bisher in der Stadtgeschichte nur weiße Flecken waren, rehabilitiert.

9,90 *

Die NVA im Spiegel der Staatssicherheit

Artikel-Nr.: 978-3-8428-9628-4

Michael Breska

Die NVA im Spiegel der Staatssicherheit: Nonkonformität, Verweigerung, Protest und Widerstand in den Streitkräften der DDR

Bücher und Untersuchungen zum Thema Opposition in der DDR gibt es viele. Jedoch gibt es bisher kaum ein Werk, das oppositionelle Verhaltensweisen innerhalb der sogenannten Bewaffneten Organe untersucht. Hierin besteht die Einzigartigkeit dieses Buches. Erstmals wird hier der Versuch unternommen, normabweichendes Verhalten von Angehörigen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR in das von Detlev Peukert in Bezug auf den Nationalsozialismus entwickelte System der Formen abweichenden Verhaltens einzuordnen und somit dessen Übertragbarkeit auf die DDR im Allgemeinen und die NVA im Speziellen zu prüfen. Diese Formen gehen von Nonkonformität über Verweigerung bis hin zum Protest und schließlich zum Widerstand . Die Bedeutung dieser Begriffe sowie ihre Auswirkungen auf den Alltag in der NVA werden in diesem Buch genauer erklärt. Dabei wird auch auf die inneren Strukturen der NVA eingegangen. In dieser Hinsicht weist sie zwei Spezifika auf. Zum einen gab es innerhalb der Truppe eine inoffizielle Hierarchie, die den Kasernenalltag bestimmte und deren Ausprägungen und Auswüchse nicht einmal von der sonst allmächtigen Staatssicherheit zu kontrollieren waren: die EK-Bewegung. Zum Anderen gab es die im Ostblock einzigartige Besonderheit des Dienstes als Bausoldat, den Menschen antraten, die aus religiösen oder politischen Gründen den Dienst mit der Waffe verweigerten und daher einen waffenlosen Wehrdienst ableisten mussten.

39,99 *

Die Rehabilitierung ehemaliger Heimkinder der DDR nach dem Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetz

Artikel-Nr.: 978-3-8305-3433-4

Anne-Luise Riedel-Krekeler

Die Rehabilitierung ehemaliger Heimkinder der DDR nach dem Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetz

In der ehemaligen DDR waren tausende Kinder und Jugendliche unter teilweise menschenunwürdigen Bedingungen in Heimen untergebracht. Erschreckend waren die Lebensumstände vor allem in den geschlossenen Kinderheimen und den Jugendwerkhöfen. Die DDR verfolgte immer auch das politische Ziel, die Eingewiesenen zu sozialistischen Persönlichkeiten umzuformen. Infolge ideologischer Indoktrination, Misshandlungen und Missbrauch sind viele dieser ehemaligen Heimkinder bis heute traumatisiert. Während der 40 Jahre dauernden DDR-Zeit haben fast eine halbe Million Kinder und Jugendliche die Heime in der DDR durchlaufen; heute blicken noch ca. 234.000 Personen auf ein solches Heimschicksal zurück.

Dieser Opfergruppe sollte die Gesetzesänderung des Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetzesim Jahr 2010 die Rehabilitierung erleichtern und damit auch die darauf basierenden Entschädigungszahlungen ermöglichen. Jedoch werden ca. 95 % der Rehabilitierungsanträge abgelehnt. Die ehemaligen DDR-Heimkinder werden somit fast nie rehabilitiert und entschädigt, obwohl sie ausdrücklich in das Gesetz aufgenommen wurden. Worauf dieser Umstand zurückzuführen ist, untersucht die vorliegende Arbeit anhand einer Rechtsprechungsanalyse und mithilfe von Interviews.

29,00 *

Vater, Mutter, Stasi - Mein Leben im Netz des Überwachungsstaates

Artikel-Nr.: 978-3-462-04723-3

Angela Marquardt / Miriam Hollstein

Vater, Mutter, Stasi

Mein Leben im Netz des Überwachungsstaates

Angela Marquardt zeigt in ihrem Buch, wie die Staatssicherheit Kinder und Jugendliche systematisch und skrupellos missbrauchte. Es ist aber auch eine Geschichte darüber, wie man sich von seiner Vergangenheit befreien kann. Die Wende ist für Angela Marquardt ein Glücksfall. Durch einen Zufall gerät die junge Punkerin aus Greifswald in die Politik. In der PDS macht sie schnell Karriere, wird mit 25 stellvertretende Parteivorsitzende und später Bundestagsabgeordnete. In Berlin kann sie endlich Abstand von den schwierigen Familienverhältnissen gewinnen, aus denen sie kommt. Doch 2002 platzt die Nachricht in ihr Leben: Es sind Auszüge aus einer Stasi-Akte gefunden worden, in denen sie sich im Alter von 15 Jahren zur Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit verpflichtet. Während eine öffentliche Hetzjagd auf die Politikerin beginnt, versucht sie, Erinnerungen wiederzufinden. Nach Differenzen verlässt sie die PDS, tritt später in die SPD ein. Aber die Gespenster der Vergangenheit lassen sie nicht los. Als sie eines Tages zufällig jenem Mann begegnet, der früher ihr "Führungsoffizier" war, fasst sie einen Entschluss: Sie will die ganze Geschichte erzählen. Es wird eine schmerzhafte, schonungslose Reise in die Vergangenheit, in deren Verlauf sie Dinge entdeckt, von denen sie nichts ahnte. Anhand ihrer Erinnerungen, ihrer eigenen Akte und anderer Dokumente rekonstruiert Angela Marquardt, was damals wirklich geschehen ist.

14,99 *

Nikolai Bucharin - Stalins tragischer Opponent

Artikel-Nr.: 978-3-95757-018-5

Wladislaw Hedeler

Nikolai Bucharin - Stalins tragischer Opponent

Lenin bezeichnete ihn als „Liebling der Partei“, Stalin ließ ihn 16 Jahre später als „faschistischen Söldner“ hinrichten: Kaum ein russischer Revolutionär durchlebte ein so wendungsreiches Schicksal wie Nikolai Bucharin. Politisch zwischen Extremen schwankend, war er die vielleicht schillerndste und zugleich tragischste Persönlichkeit der frühen Sowjetunion. Weder die öffentlich vollzogene Selbstkritik noch seine lebenslange Loyalität zu Stalin konnten ihn vor dem Terror des Regimes retten. Während Bucharins Exekution bei vielen Anhängern der Sowjetunion erste Zweifel weckte, ließ Stalin auch die Erinnerung an seinen langjährigen Mitkämpfer auslöschen.

In seiner fesselnden politischen Biografie zeichnet Wladislaw Hedeler das verhängnisvolle Leben des Massenagitators und Schmetterlingssammlers Bucharin nach, der nach seiner politischen Ächtung erst 1988 rehabilitiert wurde und dessen Theorien im Anschluss als Inspirationsquelle für die Perestroika dienten. Die Geschichte der Sowjetunion mit den Augen eines ihrer brilianten Vordenker und eines ihrer ungezählten Opfer.

34,90 *

Wir haben Geschichte geschrieben

Artikel-Nr.: 978-3-8379-2318-6

Sibylle Plogstedt

Wir haben Geschichte geschrieben

Zur Arbeit der DGB-Frauen (1945-1990)

Die vorliegende Geschichte der Frauen im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ist zugleich eine Sozialgeschichte der Frauen in der Bundesrepublik und ihrer Kämpfe um Gleichberechtigung. Viele der Gewerkschafterinnen kamen aus dem Widerstand gegen das Naziregime und widmeten sich nach dem Krieg der Frauenarbeit. Ihre Geschichte, ihre Biografien und ihre Positionen werden anhand von bisher unveröffentlichten, internen Protokollen rekonstruiert und mithilfe von Interviews mit den Vorstandsfrauen anschaulich erzählt.

Die vorliegende Untersuchung zeugt von den Kämpfen der Gewerkschafterinnen um den sozialen Status der erwerbstätigen Frauen: Es geht um gleichen Lohn, aber auch um den §218 oder um die Quote und nicht zuletzt um die Position von Frauen im DGB und in den Einzelgewerkschaften. Zu entdecken gilt es zudem, wie die Auseinandersetzungen mit anderen Frauenbewegungen verliefen und wie der neue Feminismus ab den 1970er Jahren bis weit in die Gewerkschaften hinein Wirkung zeigte.

19,90 *

Wir wollten nur anders Leben

Artikel-Nr.: 978-3-00-044179-0

Heiner Sylvester (Hrsg.)

Wir wollten nur anders Leben

Erinnerungen politischer Gefangener im Zuchthaus Cottbus

„Bewahre deine Würde! Wenn du die aufgibst, bist du kein Mensch mehr", das sind die letzten Worte von Dr. Wulf Rothenbächer im Interview mit Heiner Sylvester, der für das Menschenrechtszentrum Cottbus (e.V.) das Buch „Wir wollten nur anders leben. Erinnerungen politischer Gefangener im Zuchthaus Cottbus" herausgab. Sechzehn bewegende und persönlich gehaltene Schicksale in Interviewform werden in diesem Buch präsentiert. Die ehemaligen Häftlinge, die in den vier Jahrzehnten des Bestehens der DDR im Zuchthaus Cottbus wertvolle Jahre ihres Lebens verloren haben, erzählen eindrucksvoll von den Gründen ihrer Verhaftung, wie es ihnen im Gefängnis ergangen ist, ihren Ängsten, Hoffnungen, Träumen und ihrem Neustart nach der Entlassung. Die meisten sind von der Bundesrepublik Deutschland freigekauft worden, mancher musste in der DDR bleiben. Ein Essay zum politischen Häftling als geschichtlichen Zeugen hat im Buch der Autor Ulrich Schacht beigetragen, der selber im Frauenzuchthaus Hoheneck geboren wurde, weil seine Mutter dort aus politischen Gründen inhaftiert war. Mitte der 1970er-Jahre geriet auch er in Konflikt mit dem System und war in Brandenburg-Görden inhaftiert.  

 

19,95 *

Der Rauswurf - Englisches Tagebuch 1988

Artikel-Nr.: 978-3-86163-143-9

Bärbel Bohley

Englisches Tagebuch 1988

Aus dem Nachlaß herausgegeben von Irena Kukutz
Mit einem Nachbericht von Klaus Wolfram

Im Februar 1988 wurden einige DDR-Oppositionelle aus der Haft in die Bundesrepublik abgeschoben, die das so nicht geplant hatten. Bärbel Bohley konnte allerdings sechs Monate später, im August 1988 in die DDR zurückkehren. Dies war ein singulärer Fall, den sie noch in der Haft ertrotzt und danach während ihres Aufenthalts im Westen mit allen politischen Mitteln verteidigt hatte. Da sie selbst bis zuletzt im Zweifel war, ob ihr die Rückkehr gestattet werden würde, führte sie in diesen Monaten, vor allem in England, ein Tagebuch, in dem sie jeden ihrer Schritte, viele Begegnungen, die Reaktionen prominenter und nichtprominenter Kontakte auf ihr Anliegen sowie ihre politischen Schlußfolgerungen festhielt. 

Es waren die Umstände jener Abschiebung und die sechs Monate im Westen, durch die Bärbel Bohley zu der Konzeption jener Bürgerbewegung NEUES FORUM kam, die für den Herbst 1989 so entscheidend wurde.

Die Gründung des Neuen Forum im September 1989 hatte sie entlang zweier Leitgedanken vorbereitet: unterm Kirchendach sei es zu eng geworden und die oppositionelle Szene der DDR inzwischen zu kleinkariert. Diese Grundsatzentscheidungen spiegeln sich in den Überlegungen wider, die sie 1988 ihrem Tagebuch anvertraute.

14,00 *

Schlagstockeinsatz und Sicherheitspartnerschaft

Artikel-Nr.: 978-3-95462-406-5

Matthias Ohms

Schlagstockeinsatz und Sicherheitspartnerschaft

Die Volkspolizei während der friedlichen Revolution im Herbst 1989 in Magdeburg

Neben dem Ministerium für Staatssicherheit war die Deutsche Volkspolizei das wichtigste bewaffnete Organ zum Schutz der SED-Herrschaft. Bis in den Herbst 1989 standen die VP-Angehörigen treu zur DDR, viele waren selbst Mitglied der SED, knapp zehn Prozent zudem Informanten der Stasi. Erst spät setzte bei Offizieren und Mannschaften ein Umdenken ein, wandelte sich das Vorgehen vom Unterdrücken des eigenen Volkes zu einer Sicherheitspartnerschaft mit der Bürgerbewegung.

Matthias Ohms schildert am Beispiel des DDR-Bezirks Magdeburg und entscheidender Ereignisse, wie sich dieser Wandel vollzog. Er analysiert dabei die Zusammenarbeit der DVP mit MfS und SED und zeigt die Befindlichkeiten innerhalb der DVP auf, die erst zum Ende der DDR ihren propagierten Grundsatz verwirklichte: „Für das Volk und mit dem Volk.“

14,95 *
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