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Opposition & Diktatur

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Wir wollten nur anders Leben

Artikel-Nr.: 978-3-00-044179-0

Heiner Sylvester (Hrsg.)

Wir wollten nur anders Leben

Erinnerungen politischer Gefangener im Zuchthaus Cottbus

„Bewahre deine Würde! Wenn du die aufgibst, bist du kein Mensch mehr", das sind die letzten Worte von Dr. Wulf Rothenbächer im Interview mit Heiner Sylvester, der für das Menschenrechtszentrum Cottbus (e.V.) das Buch „Wir wollten nur anders leben. Erinnerungen politischer Gefangener im Zuchthaus Cottbus" herausgab. Sechzehn bewegende und persönlich gehaltene Schicksale in Interviewform werden in diesem Buch präsentiert. Die ehemaligen Häftlinge, die in den vier Jahrzehnten des Bestehens der DDR im Zuchthaus Cottbus wertvolle Jahre ihres Lebens verloren haben, erzählen eindrucksvoll von den Gründen ihrer Verhaftung, wie es ihnen im Gefängnis ergangen ist, ihren Ängsten, Hoffnungen, Träumen und ihrem Neustart nach der Entlassung. Die meisten sind von der Bundesrepublik Deutschland freigekauft worden, mancher musste in der DDR bleiben. Ein Essay zum politischen Häftling als geschichtlichen Zeugen hat im Buch der Autor Ulrich Schacht beigetragen, der selber im Frauenzuchthaus Hoheneck geboren wurde, weil seine Mutter dort aus politischen Gründen inhaftiert war. Mitte der 1970er-Jahre geriet auch er in Konflikt mit dem System und war in Brandenburg-Görden inhaftiert.  

 

19,95 *

Der Rauswurf - Englisches Tagebuch 1988

Artikel-Nr.: 978-3-86163-143-9

Bärbel Bohley

Englisches Tagebuch 1988

Aus dem Nachlaß herausgegeben von Irena Kukutz
Mit einem Nachbericht von Klaus Wolfram

Im Februar 1988 wurden einige DDR-Oppositionelle aus der Haft in die Bundesrepublik abgeschoben, die das so nicht geplant hatten. Bärbel Bohley konnte allerdings sechs Monate später, im August 1988 in die DDR zurückkehren. Dies war ein singulärer Fall, den sie noch in der Haft ertrotzt und danach während ihres Aufenthalts im Westen mit allen politischen Mitteln verteidigt hatte. Da sie selbst bis zuletzt im Zweifel war, ob ihr die Rückkehr gestattet werden würde, führte sie in diesen Monaten, vor allem in England, ein Tagebuch, in dem sie jeden ihrer Schritte, viele Begegnungen, die Reaktionen prominenter und nichtprominenter Kontakte auf ihr Anliegen sowie ihre politischen Schlußfolgerungen festhielt. 

Es waren die Umstände jener Abschiebung und die sechs Monate im Westen, durch die Bärbel Bohley zu der Konzeption jener Bürgerbewegung NEUES FORUM kam, die für den Herbst 1989 so entscheidend wurde.

Die Gründung des Neuen Forum im September 1989 hatte sie entlang zweier Leitgedanken vorbereitet: unterm Kirchendach sei es zu eng geworden und die oppositionelle Szene der DDR inzwischen zu kleinkariert. Diese Grundsatzentscheidungen spiegeln sich in den Überlegungen wider, die sie 1988 ihrem Tagebuch anvertraute.

14,00 *

Schlagstockeinsatz und Sicherheitspartnerschaft

Artikel-Nr.: 978-3-95462-406-5

Matthias Ohms

Schlagstockeinsatz und Sicherheitspartnerschaft

Die Volkspolizei während der friedlichen Revolution im Herbst 1989 in Magdeburg

Neben dem Ministerium für Staatssicherheit war die Deutsche Volkspolizei das wichtigste bewaffnete Organ zum Schutz der SED-Herrschaft. Bis in den Herbst 1989 standen die VP-Angehörigen treu zur DDR, viele waren selbst Mitglied der SED, knapp zehn Prozent zudem Informanten der Stasi. Erst spät setzte bei Offizieren und Mannschaften ein Umdenken ein, wandelte sich das Vorgehen vom Unterdrücken des eigenen Volkes zu einer Sicherheitspartnerschaft mit der Bürgerbewegung.

Matthias Ohms schildert am Beispiel des DDR-Bezirks Magdeburg und entscheidender Ereignisse, wie sich dieser Wandel vollzog. Er analysiert dabei die Zusammenarbeit der DVP mit MfS und SED und zeigt die Befindlichkeiten innerhalb der DVP auf, die erst zum Ende der DDR ihren propagierten Grundsatz verwirklichte: „Für das Volk und mit dem Volk.“

14,95 *

Sie schufen sich ihre eigene Opposition

Artikel-Nr.: 978-3-86583-953-4

Gabriele Beyler /  Ingolf Notzke  (Hg.)

„Sie schufen sich ihre eigene Opposition“

Die Friedliche Revolution in Torgau

Die Friedliche Revolution im Herbst 1989 besiegelte das Ende der DDR. Um das SED-Regime zu entmachten, reichten die großen Demonstrationen in den Zentren allein aber keineswegs aus. Auch die zahlreichen Aktionen und Initiativen der Opposition in den vielen kleineren Städten und Gemeinden der gesamten DDR trugen hierzu maßgeblich bei. Die Wahrnehmung und Vermittlung des flächendeckenden Charakters der Friedlichen Revolution fehlt bis heute in der historischen Aufarbeitung weitgehend.

Der vorliegende Sammelband möchte nun 25 Jahre nach den Ereignissen vom Herbst 1989 dazu beitragen, das vorhandene Aufarbeitungsdefizit am Beispiel der sächsischen Kleinstadt Torgau abzubauen. Neben der Dokumentation der oppositionellen Vorgeschichte, den revolutionären Ereignissen im Herbst 1989 und deren Auswirkungen auf den Geschlossenen JugendwerkhofTorgau, erfahren auch die Torgauer Akteure der Friedlichen Revolution erstmals eine öffentliche Würdigung und Anerkennung.

19,00 *

Der verratene Verräter. Wolfgang Schnur

Artikel-Nr.: 978-3-95462-438-6

Alexander Kobylinski

Der verratene Verräter. Wolfgang Schnur

Kaum ein Protagonist der Umbruchszeit 1989/90 polarisiert bis heute so wie Wolfgang Schnur. Als Anwalt arbeitet Schnur (geb. 1944) in der DDR als Rechtsbeistand für Bürgerrechtler und Wehrdienstverweigerer. Nicht wenige sehen den Mitbegründer und Vorsitzenden des Demokratischen Aufbruchs als kommenden Wahlsieger bei den Volkskammerwahlen im März 1990 und damit als künftigen DDR-Ministerpräsidenten. Doch kurz vor der Wahl wird bekannt, dass Schnur seit den 1960er Jahren für die Stasi tätig war. Es beginnt ein langer Absturz mit dem Entzug der Anwaltszulassung 1993 und diversen Verurteilungen.

Alexander Kobylinski, einst selbst Mandant von Schnur, folgt dessen Lebenslauf von der Jugend im Nachkriegsdeutschland, der Ausbildung zum Rechtsanwalt, seiner Anwerbung durch das MfS und der Tätigkeit als Spitzel bis zur Enttarnung 1990. Kobylinski zeigt, wie Schnur mit viel Geduld, aber äußerst zielstrebig vom MfS aufgebaut wurde und schließlich zu einer wichtigen Person in der Bürgerbewegung wurde. Und er lässt die „Einbrüche“ in Schnurs Karriere erst richtig verstehen.

19,95 *

Die DDR im Blick der Stasi 1965 - Die geheimen Berichte an die SED-Führung

Artikel-Nr.: 978-3-525-37504-4

Bernd Florath

Die DDR im Blick der Stasi 1965 - Die geheimen Berichte an die SED-Führung

1965: Die Wirtschaftsreformen der SED, die im Schatten der Mauer eingeleitet worden waren, wurden von einer zaghaften Öffnung hin zu einem vielfältigen „geistigen Leben“ begleitet. Das Neue Ökonomische System strebte nach mehr Dynamik und Eigenverantwortlichkeit. Die vom MfS gemeldeten Störungen und Havarien lieferten Munition für den SED-Apparat, der um seine Macht fürchtete. Jugendliche wurden zum Protest provoziert, um reformorientierten Politikern Kontrollverlust vorzuwerfen. Am Ende des Jahres stand das 11. Plenum des ZK der SED, auch als „Kahlschlag- Plenum“ bekannt, auf dem der neuen Generation Musik und Hoffnung, den Künstlern Freiheit und Filme und der Wirtschaftsreform das Rückgrat genommen wurden.

29,99 *

Die indiskrete Gesellschaft

Artikel-Nr.: 978-3-86676-384-5

Christian Booß / Helmut Müller-Enbergs

Die indiskrete Gesellschaft

Studien zum Denunziationskomplex und zu inoffiziellen Mitarbeitern

Ist „der größte Lump im ganzen Land“ tatsächlich der Denunziant? Oder stützen sich moderne Diktaturen bei der Überwachung der Bevölkerung doch auf vielfältigere Formen der Informationsgewinnung?

Der Begriff Denunziation ist ein Schlüsselbegriff in der gegenwärtigen Diskussion über die nachrichtendienstliche bzw. geheimpolizeiliche Arbeit. Ausgehend von der Erforschung des Nationalsozialismus hat sich der Horizont der Denunziationsforschung mehrfach geweitet. Mehrere Autoren haben den Begriff Denunziation auf kommunistische Systeme angewandt. Bislang wurde dieses Phänomen hierbei vor allem bei Informanten des Staatssicherheitsdienstes verortet. Es werden oftmals alle Akteure, die wunschgemäß oder aus freien Stücken Informationen an einen der Nachrichtendienste lieferten, als Denunzianten bezeichnet. Die Autoren halten das für undifferenziert. Denn dabei wird erstens unzureichend reflektiert, inwieweit diese Informationsspender wirklich sinnvoll unter einen Begriff wie Denunziation zu subsumieren sind. Zum Zweiten stellt sich speziell in Hinblick auf die Deutsche Demokratische Republik die Frage, ob sich in einer indiskreten Gesellschaft, einem System, das nachhaltig auf die soziale Kontrolle ihrer Bürger abgestellt hat, Informationen – darunter solche mit denunziatorischem Charakter – primär über die inoffiziellen Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit gewonnen wurden.

29,80 *

Letzte Einkehr

Artikel-Nr.: 978-3-499-26910-3

Imre Kertész

Letzte Einkehr

Von der „Glückskatastrophe“ des Nobelpreises bis ins „Vorzimmer des Todes“ reicht der Bogen dieses Tagebuchromans. Das Glück eines neuen Lebens in Berlin, Reisen, weltweiter Ruhm auf der einen Seite, auf der anderen schmerzliche Selbstentfremdung durch die neue öffentliche Rolle, Krankheit und Verfall: Letzte Einkehr ist die gnadenlos dargebotene „Geschichte eines Erkaltens“, durch die sich wie ein roter Faden der Plan zu einem letzten, radikal persönlichen Buch mit dem Titel Letzte Einkehr zieht.

10,99 *
Produktdatenblatt

Schattenkinder hinter Torgauer Mauern

Artikel-Nr.: 978-3-00-033805-2

Heidemarie Puls

Schattenkinder hinter Torgauer Mauern

Die Mutter schlug die Kinder oft, schrie sie an und war häufig betrunken. Stiefvater Kurt war zunächst eine Art Vaterfigur für Heidemarie. Er ging täglich in die Kneipe, was zu Streit mit der Mutter führte. Um das zu verhindern, holte Heidemarie ihn von dort ab.

Auf dem Heimweg kam es zum sexuellen Missbrauch, was bei Heidemarie zu Verhaltensauffälligkeiten in der Schule und letztlich zu einem Selbstmordversuch führte. Nach dem Aufenthalt in der Psychiatrie Neuruppin wurde Heidemarie in einem Kinderheim untergebracht. Als die Mutter sich vom Stiefvater trennte, riss Heidemarie aus dem Kinderheim aus und wollte nach Hause.

Die Polizei fing die Ausreißerin wieder ein und brachte sie in ein Durchgangsheim und von dort wurde sie in den Jugendwerkhof Burg verlegt. Weil Heidemarie auch dort wieder ausgerissen war, brachte man sie in den geschlossenen Jugendwerkhof Torgau.

Dieser Jugendwerkhof mit seinen Mauern, vergitterten Fenstern und Stacheldraht machte eine erneute Flucht unmöglich. Gleich am ersten Tag wurde sie geschlagen und für fünf Tage in eine Arrestzelle eingesperrt. Schnell wurde ihr klar, dass sie hier ein „Nichts“ sei und nur überleben könne, wenn sie nicht widerspreche. Ihre Hoffnung richtete sich auf den 18. Geburtstag, wenn man sie freilassen müsse.

14,95 *

Leben hinter Mauern

Artikel-Nr.: 978-3-8375-0959-5

Jenny Krämer & Benedikt Vallendar

Leben hinter Mauern

Arbeitsalltag und Privatleben hauptamtlicher Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR

Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS), die „Stasi“, stand in der DDR für politische Verfolgung und behördliche Willkür. Die Stasi war zugleich die wichtigste Machtstütze der SED. Doch lange blieb im Dunkeln, was das Innenleben des Geheimdienstes bestimmt hat, was sich tagtäglich in seinen streng abgeschirmten Dienststellen und im Privatleben der hauptamtlichen Mitarbeiter abspielte. Bislang unveröffentlichte Dokumente legen dies erstmals offen. Vom feierlichen Aufnahmeritus in der elterlichen Wohnung über operative Maßnahmen gegen Andersdenkende bis hin zu Konflikten zwischen Kollegen und Vorgesetzten am „Arbeitsplatz Staatssicherheit“.

Auch das Familienleben hauptamtlicher Stasi-Mitarbeiter, Freizeitgestaltung, Disziplinarstrafen, Alkoholismus und Sexualität sowie das von der Partei gewünschte „gesellschaftliche Engagement“ kommen hier zur Sprache. Trotz zahlreicher Privilegien haben MfS-Angehörige ihre Arbeit oft als frustrierend erlebt. Viele verrichteten ihren Job nur marionettenhaft und sind bereits vor dem Mauerfall am 9. November 1989 auf Distanz zum SED-Staat gegangen. Eine spannende Zeitreise durch eine bislang nur wenig erforschte Lebenswelt inmitten der DDR-Gesellschaft.

18,95 *
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