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UdSSR, Rußland, Korea, China & Kuba

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Artikel-Nr.: 978-3-10-044814-9

Liao Yiwu

Gott ist rot

Geschichten aus dem Untergrund - Verfolgte Christen in China

Das neue Buch des Friedenspreisträgers – ein beeindruckender Einblick in das heutige China

„Der Gott in den schäbigen Bergstraßen ist rot. In den kühlen Höhen Yunnans. Wenn man betrunken ist. Wenn man außer sich ist vor Freude, dass es einen nicht umgebracht hat. Wenn Sonnenstrahlen, golden wie Schafe, über die Gipfel springen.“ Liao Yiwu

Der Friedenspreisträger Liao Yiwu reiste in die entlegendsten Bergdörfer Chinas, um dort Menschen zu treffen, die seit vielen Generationen und allen Widrigkeiten zum Trotz an ihrem christlichen Glauben festhalten. Er erzählt zahlreiche außergewöhnliche Lebensgeschichten, angefangen bei der 100-jährigen Nonne bis hin zum blinden Straßenmusiker. Ein ebenso seltener wie beeindruckender Einblick in das Leben im Untergrund der größten verfolgten Minderheit Chinas, die es offiziell gar nicht gibt.

„Liaos Texte über die Christen lassen die Wahrheit im Dunkeln leuchten; das macht die Schönheit seines Schreibens aus.“ Liu Xiaobo, Friedensnobelpreisträger 2010

21,90 *
Artikel-Nr.: 978-3-518-42406-3

Julius Margolin

Reise in das Land der Lager

Der erste Augenzeugenbericht aus dem Archipel Gulag

1. September 1939. Julius Margolin, Bürger mit polnischem und britischem Pass, der seit kurzem mit Frau und kleinem Sohn in Palästina lebt, hält sich in Lodz auf, als die Wehrmacht sein Land überfällt. Im Auto flieht er nach Osten, vorbei an den Flüchtlingstrecks, die von den Deutschen bombardiert werden. Doch der Schwarzmeerhafen Constanza, wo er sich nach Haifa einschiffen wollte, bleibt unerreichbar: Als die Rote Armee am 17. September in Ostpolen einmarschiert, wird die rumänische Grenze abgeriegelt.

Auf seiner Odyssee durch das von Hitler und Stalin eingekeilte östliche Europa wird er Zeuge, wie Juden auf den Marktplätzen die Sowjets als Befreier bejubeln, wie ihre Begeisterung im Laufe des Winters in Entsetzen umschlägt, als die Behörden hebräische Bücher verbieten und schließlich die jüdische Bevölkerung aus der Stadt vertreiben. 1941 wird er verhaftet und in ein Straflager am Weißmeerkanal deportiert.

Halbtot, zufällig gerettet, schreibt er 1947 in Israel nieder, was ihm geschah. Doch niemand wollte etwas hören von Lagern im Land der "Befreier vom Faschismus". Erst heute erscheint sein Zeugnis ungekürzt auf Deutsch. Ungewöhnlich ist nicht nur der Horizont des Berichts, der Holocaust und sowjetische Vernichtungspolitik umschließt. Margolin, dessen Buch in Ton und Haltung an Primo Levi erinnert, ergreift den Leser, weil er als Leidender wie als Zeuge auf seine Rechte pocht und sich wie ein Mensch aus einer anderen, besseren Welt verhält.

39,00 *
Artikel-Nr.: 978-3-86854-217-2

Bettina Greiner

Verdrängter Terror: Geschichte und Wahrnehmung sowjetischer Speziallager in Deutschland

Die vorliegende Studie handelt von Terror und Willkür und der Verdrängung dieser Erfahrungen: Mit Ende des Zweiten Weltkriegs richtete der sowjetische Geheimdienst in der SBZ und späteren DDR zehn Speziallager ein. Neben Nationalsozialisten unterschiedlicher Belastungsgrade wurden in ihnen Zehntausende festgehalten, denen "konterrevolutionäre Verbrechen" vorgeworfen wurden.

Sie alle galten gleichermaßen als Feinde der Besatzungsmacht, die mehrheitlich ohne Gerichtsverfahren über Jahre weggesperrt wurden - schätzungsweise 154 000 Männer und Frauen, von denen etwa ein Drittel in der Haft verstarb. Bettina Greiner untersucht die noch heute weitgehend unbekannte Geschichte der Speziallager in drei Schritten. Sie verdeutlicht zunächst, dass diese Lager nicht Teil der sowjetischen Entnazifizierungspolitik waren. Obwohl zahllose Nazis inhaftiert wurden, ging es in erster Linie um Pazifizierung und Herrschaftssicherung, um die Ausschaltung aller, die man in Feindverdacht hatte. Anschließend wird anhand von mehr als 750 Erinnerungsberichten die Lagerhaft ausführlich geschildert - seit Jahrzehnten verfügbar, werden diese Quellen hier erstmals systematisch ausgewertet.

35,00 *
Artikel-Nr.: 978-3-8365-2519-0

Frédéric Chaubin

Cosmic Communist Constructions Photographed

Die bizarre Schönheit des sowjetischen Brutalismus - Eine grandiose fotografische Sammlung aus den letzten Jahrzehnten der UdSSR

 In diesem Band holt der Fotograf Frédéric Chaubin 90 Bauwerke aus der Schlussphase der Sowjetunion aus der Vergessenheit. Die poetischen Bilder aus 14 Teilrepubliken dokumentieren eine letzte Blütezeit der Kreativität in dem untergehenden Reich zwischen 1970 und 1990. Anders als in den zwanziger oder fünfziger Jahren ist hier keine einheitliche "Schule" zu erkennen. Die Bauwerke entstanden vielmehr aus dem chaotischen Impuls des implodierenden Systems. Ihre Vielfalt nimmt das Auseinanderbrechen der Sowjetunion vorweg.

 Die Architekten nutzten die Freiräume, die durch das Bröckeln der monolithischen Staatsstruktur entstanden: Sie gingen weit über den Modernismus hinaus und fanden zu den Wurzeln des freien Erfindens zurück. Die Wagemutigsten schufen Projekte, von denen die Konstruktivisten nur träumen konnten (Druschba Sanatorium, Jalta), andere zeigten ihre Fantasie auf expressionistische Weise (Hochzeitspalast, Tiflis). Ein Sommercamp, inspiriert durch Modellskizzen einer Mondbasis, offenbart suprematistische Einflüsse (Prometheus-Jugendlager, Bogatyr). Auch die sprechende Architektur war in den letzten Jahren der UdSSR weit verbreitet: Chaubin fand in Kiew ein Krematorium, das mit Betonflammen verziert war, und ein Forschungsinstitut mit einer abgestürzten fliegenden Untertasse auf dem Dach. In Kaliningrad knipste er ein Politikinstitut, das den Betrachter wie Big Brother zu beobachten scheint (Haus der Sowjets).

Der eklektische Stil-Mix spiegelt die ideologischen Träume jener Zeit wider - von der Weltraumbesessenheit bis zur Neuerfindung der eigenen Identität. Er zeigt auch die ungeheure Weite der UdSSR und wie lokale Entwicklungen manch exotische Wendung nahmen, bevor sie das Ende des Landes herbeiführten. Frédéric Chaubin’s Cosmic Communist Constructions Photographed ist vom Internationalen Kunstbuch- und Film-Festival in Perpignan/Frankreich (Festival International du Livre d’Art & du Film Perpignan) zum besten Architekturbuch 2010 gewählt worden.

Frédéric Chaubin, geboren 1959 in Phnom Penh als Sohn eines Franzosen und einer Spanierin, ist seit 15 Jahren Chefredakteur des französischen Lifestyle-Magazins Citizen K. Dort veröffentlicht er regelmäßig künstlerische Fotoreportagen. Das Material für die CCCP Collection sammelte er auf intuitiven Recherchereisen durch die früheren Sowjetrepubliken zwischen 2003 und 2010.

39,99 *
Artikel-Nr.: 978-3-944305-63-9

Sean McMeekin

Russlands Weg in den Krieg

Der Erste Weltkrieg - Urspung der Jahrhundertkatastrophe

Sean McMeekins historische Sachbuch-Studie über den Ersten Weltkrieg zeigt, dass die Schuldfrage neu gestellt werden muss.

Orlando Figes schrieb zur Originalausgabe in der Sunday Times: Sean McMeekin argumentiert in dieser mutigen und brillanten Studie, dass Russland ebenso verantwortlich für den Ausbruch war wie Deutschland. Mit einer Vielzahl von Quellen (...) belegt er, dass die Russen ihre eigenen Ziele hatten – die Zerschlagung des österreichisch-ungarischen und des Osmanischen Reichs.

Die Auseinandersetzung mit der Katastrophe des Ersten Weltkrieges hat viele Publikationen in den vergangenen Jahrzehnten und vor allem jetzt, 100 Jahre später, hervorgebracht. Die Schuldfrage erneut zu stellen und Ergebnisse neu zu interpretieren, gleicht einem kleinteiligen Puzzle. Bei dem Versuch einer Neuinterpretation des Konflikts lehnt der US-amerikanische, derzeit in Istanbul lehrende Historiker Sean McMeekin die bislang dominierenden Vorstellungen vom Beginn des Krieges entweder als einem deutsch-österreichischen Präventivschlag, oder als einer fatalen "Tragödie als Folge von Fehleinschätzungen" der europäischen Nationen, ab. Stattdessen belegt er, dass die wahren Drahtzieher, die die Gewalt eskalieren ließen, in St. Petersburg zu suchen sind.

22,99 *
Artikel-Nr.: 978-3-10-048451-2

Catherine Merridale

Der Kreml - Eine neue Geschichte Russlands

Der Kreml ist das imposante Symbol der russischen Nation. Hier wurden die mächtigen Zaren gekrönt, hier paradierte die glorreiche Rote Armee nach dem Sieg über Deutschland. Im Kreml schlägt das Herz der russischen Macht, hier entscheidet sich Russlands Schicksal. Die bedeutende Historikerin Catherine Merridale erzählt die faszinierende Geschichte des Kreml mit all ihren Intrigen und blutigen Kämpfen um die Macht. Indem sie das verborgene Innere des russischen Staates freilegt, ermöglicht sie uns ein neues Verständnis der bewegten Geschichte Russlands bis in die Gegenwart.

„Eine aufregende, psycho-geographische Studie des Moskauer Kreml.“ Catriona Kelly in ›The Guardian‹

“Eine brillante Meditation über russische Geschichte und die Mythen, mit denen die Russen sich Trost spendeten.“ Rodric Braithwaite in ›The Observer‹

„Catherine Merridale ist eine hervorragende Historikerin, sie zählt zu den besten ihrer Generation.“ Tony Judt

26,99 *
Artikel-Nr.: 978-3-10-061610-4

Alexander L. Pantsov / Stephen I. Levine

Mao - Die Biographie

Er lebte und agierte wie der letzte Kaiser von China: Mao Zedong, der »Große Vorsitzende« der Volksrepublik China. Es gibt zahlreiche Mythen und Propagandabilder, die sein Leben nachzeichnen.

Doch wer war er wirklich? Der russische Historiker Pantsov und der amerikanische China-Experte Levine bringen überraschende Einsichten ans Licht: über Maos blutigen Kampf um die Macht, seine Liebschaften, seine Mitstreiter und Rivalen. Diese große Biographie stützt sich auf noch nie genutzte Quellen, u.a. ermöglichen bislang unbekannte Dokumente erstmals, Maos Verhältnis zu Stalin in Gänze zu verstehen. Ein umfassendes und dichtes Porträt einer der einflussreichsten und komplexesten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.

„Umfassend, fundiert, detailreich… Ein großes Werk.” New York Review of Books

34,00 *
Artikel-Nr.: 978-3-596-19500-8

Liao Yiwu

Die Kugel und das Opium

Leben und Tod am Platz des Himmlischen Friedens

"Die ruhelosen Seelen von 1989, die Opfer von 1989, meine Brüder, die Väter und Mütter von 1989, im Himmel, unter der Erde, im Regen und vom Wind davongeweht, wie sie waren, ich verneige mich vor euch." Liao Yiwu

Am frühen Morgen des 4. Juni 1989 mobilisierte die chinesische Regierung die Volksbefreiungsarmee, um die friedlichen Demonstrationen Zehntausender Studenten niederzuschlagen, die mehr Freiheit und Demokratie forderten. Am Platz des Himmlischen Friedens richteten sie ein Massaker an, das die Welt schockierte. Wie viele Menschen die Panzer niederrollten, wie viele Studenten von Soldaten erschossen oder zu Tode geprügelt wurden, gab die chinesische Regierung nie bekannt.

Liao Yiwu, der über das Massaker ein Gedicht verfasste und dafür vier Jahre inhaftiert wurde, führte über Jahre hinweg heimlich Interviews mit Augenzeugen und Angehörigen der Opfer. Entstanden ist ein ebenso schockierendes wie bewegendes Zeugnis der unfassbaren Ereignisse vom 4. Juni und eine Verneigung vor den mutigen Menschen, die für ihre Überzeugungen mit ihrem Leben einstanden.

10,99 *
Artikel-Nr.: 9783428138531

Die UdSSR und die deutsche Frage 1941–1949

Dokumente aus russischen Archiven. Bearb. von Jochen P. Laufer unter Mitarbeit von Kathrin König / Reinhard Preuß. Hrsg. von Jochen P. Laufer / Georgij P. Kynin. Band 4: 18. Juni 1948 bis 5. November 1949
2012. CXXX, 736 S. Geb. mit Schutzumschlag (1.135 g)

 

Mit dieser Dokumentensammlung liegt erstmals in deutscher Sprache eine wissenschaftliche Edition maßgeblicher sowjetischer Quellen vor, die Hintergründe und Abläufe der sowjetischen Deutschlandpolitik von 1941 bis 1949 offenlegen. Die Edition ermöglicht detaillierte Einblicke in die Entwicklung der sowjetischen Kriegsziele gegenüber Deutschland, der Besatzungspolitik der UdSSR sowie ihrer Zusammenarbeit mit den westlichen Alliierten bis zu deren Abbruch. So entsteht ein authentisches Bild der Sichtweise der UdSSR und ihres Anteils an jenem Prozess, der schließlich zur deutschen Teilung führte.
Die Auswahl basiert auf den Deutschland für die Jahre 1941 bis 1949 betreffenden Akten des Archivs für Außenpolitik der Russischen Föderation (AVP RF). Der vierte Band bezieht darüber hinaus Quellen des Staatsarchivs der Russischen Föderation (GARF) und dem Russischen Staatsarchiv für soziale und politische Geschichte und zwei weiteren russischen Archiven in die Dokumentenauswahl mit ein. Insgesamt umfassen alle vier Bände 670 Dokumente. Ein umfangreicher wissenschaftlicher Apparat bietet zusätzliche Informationen über Forschungskontroversen (u.a. Zweite Front, Kriegsverbrechen, Friedensfühler, Reparationen, sowjetische Besatzungspolitik, Friedensvertrag, Berliner Blockade und doppelte Staatsgründung), weist auf weitere Quellen hin und enthält vollständig oder in Auszügen ebenfalls relevante Dokumente. Umfangreiche Einleitungen stellen die Quellenauswahl im Kontext der sowjetischen Deutschlandpolitik und deren Überlieferung im AVP RF thematisch zusammenhängend vor. Im vierten Band erhält der Benutzer in zwei selbständigen Einführungen Einblick in die aktuelle deutsch-russische Kontroverse über die Einordnung der sowjetischen Berlin-Politik. Jeder Band kann durch biographische und geographische Verzeichnisse sowie durch ein Sachregister erschlossen werden.
Damit ist diese Edition ein unentbehrliches Arbeitsmittel für alle Forschungen zur deutschen und sowjetischen Geschichte jener Zeit, aber auch zu den Beziehungen der Großmächte in den Anfangsjahren des Kalten Krieges

88,00 *
Artikel-Nr.: 9783458174462

In seinem großen historischen Epos inszeniert Mo Yan eine farbenprächtige Pekingoper aus der deutschen Kolonialgeschichte seines Heimatlands. Vor der Kulisse einer untergehenden Epoche treten fünf Figuren auf die Bühne der Geschichte und kämpfen für das, was sie bewahren wollen, und für die, die sie lieben. Viel Neues geschieht im China des Jahres 1899: Von überall her drängen fremde Menschen in das zuvor verschlossene Reich. Sie bringen etwa die Eisenbahn, die bei der Provinzstadt Gaomi über die Gräber der Ahnen verlaufen soll. Vieles geht aber auch zu Ende in diesen letzten Tagen des Jahrhunderts: Das Kaiserreich liegt in Agonie, ebenso wie Sun Bing, der Opernsänger und Anführer des Aufstands gegen die Trasse und deren Erbauer. Um seinen Ungehorsam zu ahnden, bündelt die Staatsmacht all ihre Kräfte und verordnet ein letztes Mal die Sandelholzstrafe, die grausamste und zugleich kunstvollste der überkommenen Foltermethoden. Leib und Leben nicht allein des Opfers, sondern auch seiner Tochter, ihres Ehemanns, ja selbst des Henkers und des Richters stehen mit diesem Urteilsspruch auf dem Richtplatz der Geschichte. In einem der bedeutendsten chinesischen Romane der jüngsten Zeit spielt Mo Yan virtuos das Spiel der Masken, Perspektiven und Kontraste. Gewalt und Poesie, Empathie und schwarzer Humor, Derbheit und Feinsinn, die Fülle des westlichen Romans und die Eleganz der chinesischen Oper gehen in seiner bilderreichen und suggestiven Sprache Hand in Hand.

Nobelpreis für Literatur 2012

 

29,80 *
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