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UdSSR, Rußland, Korea, China & Kuba


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Artikel-Nr.: 978-3-8275-0057-1

Oleg Chlewnjuk

Stalin

Eine Biographie. Der Diktator und seine Herrschaft. Ein neuer Blick auf Stalin.

Am Morgen des 1. März 1953, kurz nachdem er seinen engsten Führungszirkel verabschiedet hat, erleidet Josef Stalin in seiner Datscha bei Moskau einen Schlaganfall. Wenige Tage später ist er tot. Oleg Chlewnjuk, einer der führenden Stalinismus-Experten, nimmt diese letzten Lebenstage zum Ausgangspunkt einer beeindruckenden Biographie – auf Grundlage bisher unbekannter Quellen aus sowjetischen Archiven eröffnet sie einen neuen Blick auf den Diktator und seine Herrschaft.

So spiegelt sich in Stalins letzten Tagen nicht nur der eigentümliche Charakter seines Regimes, auch seine intimste Umgebung gerät ins Blickfeld. Die Phase des Abschieds erschließt zudem eine neue Perspektive auf die wichtigsten Stationen seines Lebens: Kindheit und Jugend in Georgien, der Weg vom jungen Revolutionär zum politischen Führer und grausamen Despoten, der Kampf gegen Nazi-Deutschland, der Beginn des Kalten Krieges. Chlewnjuk durchleuchtet die elitären Machtzirkel des Kremls, die Stalin umgeben – und zeigt damit, wie untrennbar die Person des Diktators mit der Geschichte des sowjetischen Terrors verknüpft ist.

29,99 *
Artikel-Nr.: 978-3-549-07461-9

Walter Laqueur

Putinismus

Wladimir Putins Kurs, durch die Destabilisierung Osteuropas verlorenen Einfluss zurückzugewinnen, führt zu einer gefährlichen Konfrontation mit dem Westen. In seinem hochaktuellen, zugleich historisch fundierten Buch zeigt der Russland-Experte Walter Laqueur, wie sich unter Putins Führung eine reaktionäre Ideologie herausgebildet hat, die antiwestlich, antiliberal und staatshörig ist und an tief verwurzelte Traditionen Russlands anknüpft. Aufgrund seiner profunden Kenntnis der russischen Geschichte vermag Laqueur die beunruhigende Entwicklung der russischen Politik im Innern wie nach außen souverän und überzeugend zu erklären.

22,00 *
Artikel-Nr.: 978-3-596-19637-1

Jörg Baberowski

Verbrannte Erde

Stalins Herrschaft der Gewalt

Stalins Gewaltherrschaft fielen Millionen Menschen zum Opfer. Sie verhungerten, verschwanden im „Archipel Gulag“ oder wurden im Laufe der „Säuberungen“ von Partei, Staatsapparat und Militär ermordet. In seinem großen, berührenden Buch entwickelt Jörg Baberowski neue Perspektiven auf die stalinistischen Verbrechen und führt den Leser hinab in die paranoide Welt des sowjetischen Diktators. Die Bolschewiki wollten eine neue Gesellschaft erschaffen und träumten vom neuen Menschen. Doch reicht es aus, auf das bolschewistische Projekt der Modernisierung zu verweisen, um die stalinistischen Gewaltexzesse zu erklären? War Stalins Terrorherrschaft eine notwendige Folge der kommunistischen Ideologie? Das bolschewistische Projekt, so die These des Buches, bot eine Rechtfertigung für den Massenmord. Aber es schrieb ihn nicht vor. Es war Stalin, ein Psychopath und passionierter Gewalttäter, der den Traum vom neuen Menschen im Blut der Millionen erstickte. Er war Urheber und Regisseur des Terrors, der erst mit seinem Tod aufhörte. Er errichtete eine Ordnung des Misstrauens und der Furcht, in der jedermann jederzeit zum Opfer werden konnte. Wer in dieser Weise den inneren Kitt einer Gesellschaft zerstört, der hinterlässt auch in den Seelen der Menschen verbrannte Erde. „Lasst, die ihr eingeht, jede Hoffnung fahren“, steht über Dantes Höllentor. Dieser Satz hätte auch an den Grenzpfählen der Sowjetunion stehen können.
16,99 *
Artikel-Nr.: 978-3-86583-252-8

Dr. Silke Satjukow

Befreiung? Die Ostdeutschen und 1945

Deutschland im Frühjahr 1945. In die östlich der Elbe gelegenen Gebiete des Reiches ziehen zornige Sieger ein. Die Soldaten der Roten Armee nehmen wie selbstverständlich von Land und Leuten Besitz. Die ersten Tage und Wochen in der Sowjetischen Besatzungszone folgen der unerbittlichen Logik des verheerenden Krieges. Schon bald aber befehlen die Mächtigen in Moskau und Berlin einen Handschlag der Versöhnung. Eine neue ‚Freundschaft‘ soll gestiftet werden – ohne Rücksicht auf das Fühlen und Denken vor Ort. Fortan gelten die Deutschen offiziell als ‚befreit‘.

Das Buch beschreibt den Mythos und die Wirklichkeiten dieser Befreiung. Ob in Schulen oder Betrieben, ob in den Massenmedien oder in Propagandakampagnen, ob während persönlicher Treffen oder gemeinsamer Manöver der Waffenbrüder – diese Freundschaft war allgegenwärtig. Aber wie lebendig war sie wirklich? Konnte und wollte sie die Köpfe und die Herzen der Menschen erreichen?

Diesen Fragen geht das Buch anhand vieler überraschender Geschichten aus einem halben Jahrhundert der Besatzung nach. Am Ende steht ein bislang unbekanntes Bild vom Alltag in der DDR.

29,00 *
Artikel-Nr.: 9783596187720

Sowjetunion-Moskau-1937

Die Metropole auf dem Höhepunkt der stalinistischen Diktatur. Nach einer Welle der Gewalt geht eine Gesellschaft vollständig zugrunde. Karl Schlögel rekonstruiert Monat für Monat, wie sich der Terror eines Notstandsregimes zum "Großen Terror" steigerte, dem binnen eines Jahres anderthalb Millionen Menschen zum Opfer fielen. Doch damit ist noch nicht die ganze Geschichte erzählt: Im Schatten des Terrors will das Regime um Stalin eine neue Gesellschaft aufbauen. Gestützt auf zahllose Dokumente, vergegenwärtigt Schlögel in seinem historischen Meisterwerk eine Zeit, in der Terror und Traum fließend ineinander übergingen.

14,95 *
Artikel-Nr.: 3930908336
Stalins Retuschen: Foto- und Kunstmanipulation in der Sowjetunion (Taschenbuch) von David King (Autor), Cornelia Langendorf (Übersetzer)
25,00 *
Artikel-Nr.: 978-3-10-044814-9

Liao Yiwu

Gott ist rot

Geschichten aus dem Untergrund - Verfolgte Christen in China

Das neue Buch des Friedenspreisträgers – ein beeindruckender Einblick in das heutige China

„Der Gott in den schäbigen Bergstraßen ist rot. In den kühlen Höhen Yunnans. Wenn man betrunken ist. Wenn man außer sich ist vor Freude, dass es einen nicht umgebracht hat. Wenn Sonnenstrahlen, golden wie Schafe, über die Gipfel springen.“ Liao Yiwu

Der Friedenspreisträger Liao Yiwu reiste in die entlegendsten Bergdörfer Chinas, um dort Menschen zu treffen, die seit vielen Generationen und allen Widrigkeiten zum Trotz an ihrem christlichen Glauben festhalten. Er erzählt zahlreiche außergewöhnliche Lebensgeschichten, angefangen bei der 100-jährigen Nonne bis hin zum blinden Straßenmusiker. Ein ebenso seltener wie beeindruckender Einblick in das Leben im Untergrund der größten verfolgten Minderheit Chinas, die es offiziell gar nicht gibt.

„Liaos Texte über die Christen lassen die Wahrheit im Dunkeln leuchten; das macht die Schönheit seines Schreibens aus.“ Liu Xiaobo, Friedensnobelpreisträger 2010

21,90 *
Artikel-Nr.: 978-3-518-42406-3

Julius Margolin

Reise in das Land der Lager

Der erste Augenzeugenbericht aus dem Archipel Gulag

1. September 1939. Julius Margolin, Bürger mit polnischem und britischem Pass, der seit kurzem mit Frau und kleinem Sohn in Palästina lebt, hält sich in Lodz auf, als die Wehrmacht sein Land überfällt. Im Auto flieht er nach Osten, vorbei an den Flüchtlingstrecks, die von den Deutschen bombardiert werden. Doch der Schwarzmeerhafen Constanza, wo er sich nach Haifa einschiffen wollte, bleibt unerreichbar: Als die Rote Armee am 17. September in Ostpolen einmarschiert, wird die rumänische Grenze abgeriegelt.

Auf seiner Odyssee durch das von Hitler und Stalin eingekeilte östliche Europa wird er Zeuge, wie Juden auf den Marktplätzen die Sowjets als Befreier bejubeln, wie ihre Begeisterung im Laufe des Winters in Entsetzen umschlägt, als die Behörden hebräische Bücher verbieten und schließlich die jüdische Bevölkerung aus der Stadt vertreiben. 1941 wird er verhaftet und in ein Straflager am Weißmeerkanal deportiert.

Halbtot, zufällig gerettet, schreibt er 1947 in Israel nieder, was ihm geschah. Doch niemand wollte etwas hören von Lagern im Land der "Befreier vom Faschismus". Erst heute erscheint sein Zeugnis ungekürzt auf Deutsch. Ungewöhnlich ist nicht nur der Horizont des Berichts, der Holocaust und sowjetische Vernichtungspolitik umschließt. Margolin, dessen Buch in Ton und Haltung an Primo Levi erinnert, ergreift den Leser, weil er als Leidender wie als Zeuge auf seine Rechte pocht und sich wie ein Mensch aus einer anderen, besseren Welt verhält.

39,00 *
Artikel-Nr.: 978-3-86854-217-2

Bettina Greiner

Verdrängter Terror: Geschichte und Wahrnehmung sowjetischer Speziallager in Deutschland

Die vorliegende Studie handelt von Terror und Willkür und der Verdrängung dieser Erfahrungen: Mit Ende des Zweiten Weltkriegs richtete der sowjetische Geheimdienst in der SBZ und späteren DDR zehn Speziallager ein. Neben Nationalsozialisten unterschiedlicher Belastungsgrade wurden in ihnen Zehntausende festgehalten, denen "konterrevolutionäre Verbrechen" vorgeworfen wurden.

Sie alle galten gleichermaßen als Feinde der Besatzungsmacht, die mehrheitlich ohne Gerichtsverfahren über Jahre weggesperrt wurden - schätzungsweise 154 000 Männer und Frauen, von denen etwa ein Drittel in der Haft verstarb. Bettina Greiner untersucht die noch heute weitgehend unbekannte Geschichte der Speziallager in drei Schritten. Sie verdeutlicht zunächst, dass diese Lager nicht Teil der sowjetischen Entnazifizierungspolitik waren. Obwohl zahllose Nazis inhaftiert wurden, ging es in erster Linie um Pazifizierung und Herrschaftssicherung, um die Ausschaltung aller, die man in Feindverdacht hatte. Anschließend wird anhand von mehr als 750 Erinnerungsberichten die Lagerhaft ausführlich geschildert - seit Jahrzehnten verfügbar, werden diese Quellen hier erstmals systematisch ausgewertet.

35,00 *
Artikel-Nr.: 978-3-8365-2519-0

Frédéric Chaubin

Cosmic Communist Constructions Photographed

Die bizarre Schönheit des sowjetischen Brutalismus - Eine grandiose fotografische Sammlung aus den letzten Jahrzehnten der UdSSR

 In diesem Band holt der Fotograf Frédéric Chaubin 90 Bauwerke aus der Schlussphase der Sowjetunion aus der Vergessenheit. Die poetischen Bilder aus 14 Teilrepubliken dokumentieren eine letzte Blütezeit der Kreativität in dem untergehenden Reich zwischen 1970 und 1990. Anders als in den zwanziger oder fünfziger Jahren ist hier keine einheitliche "Schule" zu erkennen. Die Bauwerke entstanden vielmehr aus dem chaotischen Impuls des implodierenden Systems. Ihre Vielfalt nimmt das Auseinanderbrechen der Sowjetunion vorweg.

 Die Architekten nutzten die Freiräume, die durch das Bröckeln der monolithischen Staatsstruktur entstanden: Sie gingen weit über den Modernismus hinaus und fanden zu den Wurzeln des freien Erfindens zurück. Die Wagemutigsten schufen Projekte, von denen die Konstruktivisten nur träumen konnten (Druschba Sanatorium, Jalta), andere zeigten ihre Fantasie auf expressionistische Weise (Hochzeitspalast, Tiflis). Ein Sommercamp, inspiriert durch Modellskizzen einer Mondbasis, offenbart suprematistische Einflüsse (Prometheus-Jugendlager, Bogatyr). Auch die sprechende Architektur war in den letzten Jahren der UdSSR weit verbreitet: Chaubin fand in Kiew ein Krematorium, das mit Betonflammen verziert war, und ein Forschungsinstitut mit einer abgestürzten fliegenden Untertasse auf dem Dach. In Kaliningrad knipste er ein Politikinstitut, das den Betrachter wie Big Brother zu beobachten scheint (Haus der Sowjets).

Der eklektische Stil-Mix spiegelt die ideologischen Träume jener Zeit wider - von der Weltraumbesessenheit bis zur Neuerfindung der eigenen Identität. Er zeigt auch die ungeheure Weite der UdSSR und wie lokale Entwicklungen manch exotische Wendung nahmen, bevor sie das Ende des Landes herbeiführten. Frédéric Chaubin’s Cosmic Communist Constructions Photographed ist vom Internationalen Kunstbuch- und Film-Festival in Perpignan/Frankreich (Festival International du Livre d’Art & du Film Perpignan) zum besten Architekturbuch 2010 gewählt worden.

Frédéric Chaubin, geboren 1959 in Phnom Penh als Sohn eines Franzosen und einer Spanierin, ist seit 15 Jahren Chefredakteur des französischen Lifestyle-Magazins Citizen K. Dort veröffentlicht er regelmäßig künstlerische Fotoreportagen. Das Material für die CCCP Collection sammelte er auf intuitiven Recherchereisen durch die früheren Sowjetrepubliken zwischen 2003 und 2010.

39,99 *
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