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Haft & Verfolgung

Haft & Verfolgung

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Die Moskauer Schönheit

Artikel-Nr.: 9783833303920

Viktor Jerofejew

Die Moskauer Schönheit

Die laszive und korrupte Schönheit Irina, eine Femme fatale aus der Provinz, erobert Moskau unter Einsatz ihrer weiblichen Reize und genießt das süße Leben in vollen Zügen. Jerofejews kompromissloser wie kunstvoller Roman zeichnet das »Sittenbild« der privilegierten russischen Gesellschaft und provoziert durch die dunkle, groteske Ästhetik von Sex, Gewalt und Tod. Die Erzählerin Irina überzeugt als herrlich skandalöse Chronistin, die einen eigenen Platz neben den Emmas, Nanas und Mollys der Weltliteratur verdient.

"So viel Sprachwitz, gepaart mit Situationskomik und Entlarvungsstrategie, hat Russland schon lange nicht mehr zu bieten gehabt." (Der Spiegel)

"Viktor Jerofejew ist eine Schlüsselfigur für das Verständnis der russischen Gegenwartsliteratur, in der der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler mehrfach Zeichen setzte." (Deutschlandradio)

9,90 *

Und der Westen schwieg

Artikel-Nr.: 978-3-942437-22-6

Jochen Stern

Und der Westen schwieg

Die SBZ/DDR 1945-1975. Erlebnisse - Berichte - Dokumente

"Es ist wahrhaft erstaunlich, mit wie viel Blut und Tränen, Leiden und Sterben die Hoffnung auf ein freiheitliches, geeintes und demokratisches Deutschland bezahlt werden musste." So schreibt Jochen Stern, Schauspieler, Regisseur und Autor mehrerer Bücher im Vorwort zu seinem Buch über das Schicksal der politischen Häftlinge in der SBZ/ DDR.

Stern’s eigenes Schicksal, die Verhaftung durch das NKWD in der SBZ, seine Verurteilung vor dem Sowjetischen Militär-Tribunal (SMT) in Potsdam und sein Leidensweg im „Gelben Elend“ Bautzen verhalfen ihm dazu, ein grausames Kapitel kommunistischer Gewaltherrschaft in der SBZ und DDR gleich einem Chronisten darzustellen. Stern vermittelt weder Hassgefühle noch Revanchegedanken. Wichtig ist ihm die objektive Schilderung von Menschenschicksalen und Geschehnissen. Es geht ganz einfach nur um Fakten, um die menschliche und politische Wirklichkeit. Und dabei bewegte ihn stets die Frage: "Warum schwieg bei alldem der Westen?" War es damals nur ein Appeasment-Verhalten im Rahmen des Kalten Krieges gegenüber den Ostblockstaaten, ein politisches Kalkül, um „menschliche Erleichterungen“ zu erwirken?

In Szenen, Berichten und Dokumentationen von eindringlicher Aussage und knapper Schilderung offenbart sich bei Stern eine überzeugende Kraft und ein nüchterndes Bild des seinerzeitigen unmenschlichen Geschehens in der SBZ/ DDR. Ihm gelang mit seinem Buch vor allem der Beweis, dass die inhumanen politischen Willkürakte seit Stalins Herrschaft bis in die Zeit unter Honecker keine Änderung erfahren haben.

19,90 *

Polizeimajor Karl Heinrich - NS-Gegner und Antikommunist

Artikel-Nr.: 978-3-89773-567-5

Peter Erler

Polizeimajor Karl Heinrich – NS-Gegner und Antikommunist

Aus der Reihe: Inhaftiert in Berlin-Hohenschönhausen

Der Kommandant der Berliner Schutzpolizei Karl Heinrich ist eines der ersten prominenten Todesopfer des sowjetischen Gefangenenlagers in Berlin-Hohenschönhausen. Der Sozialdemokrat, seit 1928 Polizeimajor in Berlin, war nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Widerstand aktiv. Wegen Vorbereitung zum Hochverrat wurde er 1937 zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach dem Ende des Krieges ernannte ihn die sowjetische Besatzungsmacht zum Chef der Schutzpolizei. Hier geriet er bald in Konflikt mit der KPD und der sowjetischen Geheimpolizei.

Am 2. August 1945 wird Karl Heinrich überraschend von der sowjetischen Geheimpolizei verhaftet. Nach seiner Festnahme erkrankt er an einer Nierenstein- und Lungenentzündung. Heinrich wird in das Krankenrevier des Speziallagers Nr. 3 in Berlin-Hohenschönhausen verlegt, wo er am 3. November 1945 stirbt. Sein spurloses Verschwinden führt zu besorgten Nachfragen der westlichen Alliierten und beschäftigt jahrelang die Öffentlichkeit. Anhand bislang unbekannter Unterlagen schildert der Historiker Peter Erler das Schicksal des langjährigen Polizeibeamten, der Opfer beider totalitären Regime in Deutschland wurde.

8,90 *

Gefangen und freigetauscht

Artikel-Nr.: 978-3-89773-566-8

Matthias Bath

Gefangen und freigetauscht 1197 Tage als Fluchthelfer in der DDR-Haft

Aus der Reihe: Inhaftiert in Berlin-Hohenschönhausen

Im April 1976 versucht der West-Berliner Student Matthias Bath, Ostdeutschen zur Flucht aus der DDR zu verhelfen. Das Fluchthilfeunternehmen scheitert, Matthias Bath wird verhaftet und in die Untersuchungshaft nach Berlin-Hohenschönhausen gebracht. Dort bleibt er mehrere Monate, bis es zum Prozess kommt. Nach 40 Monaten in DDR-Haft wird Bath im Zuge einer Austauschaktion freigelassen.

Matthias Baths Hafterlebnisse, aufgeschrieben nach seiner Freilassung aus der DDR-Haft 1979, sind der seltene Bericht eines Menschen aus Westdeutschland, der in den DDR-Strafvollzug geriet. Der Autor schildert die Umstände seiner Verhaftung, Verurteilung und Inhaftierung und bescheibt präzise die Vorgehensweisen der Vernehmer und Vollzugsbeamten. Der Bericht vermittelt zugleich einen Einblick in den Häftlingsalltag, den Zusammenhalt und das Misstrauen zwischen den Gefangenen, die täglichen Schikanen, das Hin- und Hergerissensein zwischen Hoffnung und Verzweiflung.

12,90 *

Jürgen Fuchs - Ein literarischer Weg in die Opposition

Artikel-Nr.: 978-3-89773-573-6

Udo Scheer

Jürgen Fuchs -  Ein literarischer Weg in die Opposition von Udo Scheer

Aus der Reihe: Inhaftiert in Berlin-Hohenschönhausen

Der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Walter Momper, sagt über Jürgen Fuchs „Bis zu seinem frühen Tod hat Jürgen Fuchs für die Aufklärung über das Unrecht, das in der DDR geschah, gekämpft“. Nach einem gemeinsamen Auftritt mit Bettina Wegner und Gerulf Pannach, dem Texter der Band Renft, wurde er aus der SED ausgeschlossen. Kurz vor dem Abschluss - die Diplomarbeit war schon mit „sehr gut“ bewertet worden - wurde Jürgen Fuchs wegen seiner Gedichte und Prosawerke vom Disziplinarausschuss der Friedrich-Schiller-Universität Jena zum „Ausschluss von allen Universitäten, Hoch- und Fachschulen der DDR“ verurteilt und politisch zwangsexmatrikuliert.

Eine Arbeit als Psychologe war damit nicht mehr möglich. Nach seiner politischen Exmatrikulation am 17. Juni 1975 zog die Familie in das Gartenhaus von Katja und Robert Havemann nach Grünheide bei Berlin. Er arbeitete in einer kirchlichen Sozialeinrichtung. Nach Protesten gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann wurde Jürgen Fuchs am 19. November 1976 verhaftet, zwei Tage vor Gerulf Pannach und Christian Kunert, deren Band Renft im Herbst 1975 verboten worden war. Nach neun Monaten Haft im Gefängnis des MfS in Berlin-Hohenschönhausen und internationalen Protesten wurden Pannach, Fuchs und Kunert unter Androhung langer Haftstrafen zur Ausreise gezwungen und nach West-Berlin entlassen.

 

14,90 *

Mehl aus Mielkes Mühlen

Artikel-Nr.: 978-3-9811977-9-2

Gilbert Furian

Mehl aus Mielkes Mühlen - Politische Häftlinge und ihre Verfolger

Die DDR war ja ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten –  bespitzelt, verurteilt und einge­sperrt zu werden. Den Autor, Gilbert Furian, trifft es 1985: Nachdem er zwanzig Jahre lang in der Operativen Personenkontrolle (OPK) »nur«  beobachtet worden ist, wird er nun verhaftet. Statt auf  seine Großmutter zu hören (»Lieber Gott, mach mich stumm,  dass ich nicht nach Bautzen kumm«)  hatte er Punks interviewt und die Texte an Freunde und Verwandte weitergegeben; er wird  verurteilt zu 2 Jahren und 2 Monaten Gefängnis.

Ab 1989 sammelt er Berichte von Menschen, die in der DDR aus politischen Gründen inhaftiert waren. Und er befragt Exponenten des Staates, die zuvor Jagd auf Andersdenkende gemacht hatten: darunter Richter, Staatsanwälte und MfS-Ermittler. Dieser Blick hinter die Kulissen einer Barrikade, die sich durch die DDR zog, liefert zugleich aufschlussreiche Einzelheiten über das Leben in einer untergegangenen Gesellschaft: geistige Entmündigung und politische Heuchelei, aber auch immer wieder die Courage, sich damit nicht abzufinden.

13,50 *

Ausflüge im "Grotewohl-Express"

Artikel-Nr.: 978-3-92543-493-3

Rainer Dellmuth

Ausflüge im "Grotewohl-Express"

Operativ-Vorgang "Lehrling" - Eine Jugend wird zerstört

 Rainer Dellmuths autobiographisches Buch über die Zeit seiner Überwachung und Inhaftierung durch die Stasi von 1966-1972 fordert zunächst einen ungeduldigen Leser, der sich auf die Mühen einer teilweise minutiös genauen Berichterstattung über den Lebensalltag eines Jugendlichen in der DDR der späten sechziger Jahre wirklich einlässt. Gerade die detaillierte Schilderung ist es dann aber, die den Leser tief in die Zusammenstöße des jungen Rainer Dellmuth mit dem SED-Staat hineinzieht: Als Leser fühlen wir uns auf der Seite des Opfers und nehmen mit-leidend und -hoffend an seinem Schicksal teil, und das in steigendem Maße, je stärker und verzweifelter wir ihn als jungen Menschen gegen einen übermächtigen Staatsapparat um seine individuelle Freiheitsrechte kämpfen sehen - wohl wissend, dass dies kein Roman, kein Politikkrimi und auch nicht die Story eines Kriminellen ist, sondern wir selbst. Wir sind wie das jugendliche "Ich" des Autors schockiert darüber, warum der Wunsch nach persönlichen Freiheitsräumen, warum unverhohlene Ehrlichkeit und warum witzig-pointierte Direktheit nicht sein dürfen, was sie sind.

Wir erleben - dank Dellmuths erstaunlich lebendiger Erinnerung an die ganz besondere Atmosphäre einzelner Begegnungen und Gespräche - , dass die politische Verfolgung des non-konformen Jugendlichen nicht erst mit dem Eingreifen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) beginnt, sondern schon als die Schere im Kopf jedes DDR-Bürgers, der zu unterscheiden "Gelernt" hat, was "man" sagen darf und was nicht. In diesem Sinne erweist sich der Berichterstatter und zweifach gescheiterte Republikflüchtling als nicht lernbereit, was ihn uns anhaltend sympathisch macht.

17,95 *

Der Rumtreiber - Wenn ich groß bin, haue ich ab.

Artikel-Nr.: 9783000433245

Karsten Berndt

Der Rumtreiber - Wenn ich groß bin, haue ich ab.

Dieses Buch erzählt vom Alltag eines Jungen, der mit seinen vier Geschwistern im Prenzlauer Berg, einem Arbeiterbezirk in Ost-Berlin, aufwächst und jede Menge Unsinn anstellt. Es ist die Zeit des Kalten Krieges und der sozialistischen Erziehung in der DDR. Sein Vater ist Lkw-Fahrer, der die Familie mit allerlei Dingen versorgt, die sich bei der Auslieferung abzweigen lassen. So lernt er schon früh, wie man sich durchs Leben schlägt. Seine Eltern kümmern sich kaum um ihn. Er treibt sich herum, klaut und lebt als Jugendlicher zeitweise auf der Straße. Nach Abschluss seiner Lehre als Autoschlosser, gelingt dem gerade volljährig Gewordenen eine spektakuläre Flucht in den Westen. In West-Berlin lernt er den bekannten Fluchthelfer Jürgen Fürch kennen. Er erfährt von ihm alles über Fluchthilfe und beginnt damit, auf eigene Faust DDR-Bürger in den Westen zu holen. Wenige Monate nach seiner eigenen Flucht aus der DDR, reist er mit falschem Pass illegal nach Ost-Berlin ein und trifft sich dort mit seinem Bruder und Freunden. Als Transitreisender wird er schließlich von der Staatssicherheit gefasst und in Ost-Berlin zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt. Nach 27 Monaten Haft in Berlin-Hohenschönhausen und in Bautzen II wird er von der Bundesrepublik freigekauft und wieder nach West-Berlin gebracht.

 

9,90 *

Ich wollte doch nicht an der Mauer erschossen werden - Michael Bradler

Artikel-Nr.: 978-3-00-035544-8

Michael Bradler

Ich wollte doch nicht an der Mauer erschossen werden!

In der U-Haftanstalt des MfS  in Berlin-Hohenschönhausen konnte man beim Freigang im Tigerkäfig PanAm-Maschinen am Himmel vorbeiziehen sehen. Ich habe mir geschworen, dass ich mal in einer sitzen werde ! Das passierte dann am 15.10.1982, nachdem ich mit dem Gefangenentransport in die Bundesrepublik gebracht worden war und die Aufnahmeformalitäten erledigt waren. Um 19.45 Uhr flog ich von Frankfurt am Main zurück nach Berlin-Tegel, Westberlin. 

Ich saß im Wartebereich des Flughafens. Mein Flug wurde aufgerufen und ich hatte keine Ahnung, was ich jetzt tun musste. Ich fasste mir ein Herz und sprach einen ebenfalls wartenden Mann an : ich sei Passagier und was ich jetzt tun müsse.  Der guckte mich an und erwiderte : „Du kommst aus dem Osten?“ Ich wurde rot und fragte – von der Anrede und der Frage einigermaßen konsterniert – woher er das wisse. Da sagte er : „Ich habe vor 10 Jahren an der gleichen Stelle dasselbe gefragt“.

Leider habe ich mir seinen Namen nicht gemerkt. Bis zu diesem Moment aber war es ein weiter Weg!

16,50 *

Der Tag, an dem uns Vater erzählte, dass er ein DDR-Spion sei: Eine deutsche Tragödie

Artikel-Nr.: 9783451303456

Thomas Raufeisen

Der Tag, an dem uns Vater erzählte, dass er ein DDR-Spion sei: Eine deutsche Tragödie

Zwei Brüder, geboren in den 60er Jahren in Hannover, erlebten ihren Horrortrip im Schoße der Familie. Im Januar 1979 erklärte ihnen ihr Vater, dass ihr Großvater in der DDR schwer erkrankt sei. Überstürzt reisten sie los. Am nächsten MOrgen eröffnete ihnen ihr Vater, dass er "Kundschafter des Friedens", also Stasi-Spion, sei und dass seine Tarnung im Westen aufzufliegen drohte.

Fortan solle die Familie in der DDR leben. Die Jungen wollten nur eines: wieder nach Hause und weigerten sich, sich in der DDR einbürgern zu lassen. Das brachte den Vater erneut in die Bredouille. Ein Fluchtversuch über Ungarn in den Westen wurde von der Stasi entdeckt, worauf die Familie im Stasi-Sondergefängnis Bautzen II landete.

Der Vater bekam lebenslänglich, die Mutter sieben und Thomas drei Jahre. Thomas durfte nach Verbüßung der Haft die DDR verlassen. Der Vater lam auf mysteriöse Weise im Gefängnis ums Leben. Die Mutter durfte nach zehn Jahren Haft als gebrochene Frau die DDR ebenfalls verlassen.

12,00 *
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