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Opposition & Diktatur

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Ich musste raus. 13 Wege aus der DDR: Fluchtgeschichten von Constantin Hoffmann

Artikel-Nr.: 978-3-898-12612-0

Constantin Hoffmann

Ich musste raus. 13 Wege aus der DDR: Fluchtgeschichten

 

Von 1961 bis 1989 galt die innerdeutsche Grenze als die am schärfsten bewachte überhaupt. Für die meisten in der DDR blieb sie eine unüberwindbare, doch einige, die alles daran setzten, in die Freiheit, in den Westen zu gelangen, ließen sie schließlich hinter sich.

Manche flüchteten abenteuerlich, einige nahmen es mit den Behörden auf und setzten mit Courage ihre Ausreise durch, andere mussten aus Gefängnissen freigekauft werden. Hoffmanns Berichte sind beredter Beweis des ungebrochenen Freiheitswillens von ehemaligen und zurückgekehrten Hallensern, vom Tierarzt über den Rechtsmediziner, die Lehrerin, den Krankenpfleger, über den Kellner bis zum Diakon. Sie sind Beweis, dass ein Volk sich seine Rechte nicht auf Dauer vorenthalten lässt und dass es keine allumfassende Unterdrückung geben kann. Sie sind Beweis, dass Widerstand möglich und vonnöten ist.

Die sorgfältig recherchierten und durch zahlreiche Schwarzweißfotos illustrierten Fluchtgeschichten sind authentische und packende Reportagen aus einer Zeit, als echte Freiheit nur durch Mut und Fantasie zu erlangen war. Sie schlagen aber auch den Bogen bis in die Gegenwart und erzählen vom Leben der Protagonisten in der Bundesrepublik bzw. im wiedervereinigten Deutschland.

12,95 *

Aus der DDR-Diktatur in die Mainzer Freiheit

Artikel-Nr.: 978-3-741-20892-8

Barbara Große

Aus der DDR-Diktatur in die Mainzer Freiheit

Barbara Große hat nichts verbrochen. Dennoch saß sie lange Monate in Hoheneck, dem berüchtigtsten Frauenzuchthaus der DDR, ein. Ihr Vergehen bestand darin, dass sie sich geweigert hatte, die zahllosen Bevormundungen des DDR-Alltags kommentarlos hinzunehmen. So erkundigte sie sich immer wieder hartnäckig nach der rechtlichen Grundlage jeder Gängelei, die ihr widerfuhr, sei es in der Schule ihrer Kinder, in den Geschäften oder an ihrer Arbeitsstelle. 1976 stellten sie und ihr Mann einen Ausreiseantrag. Dies führte dazu, dass die Stasi 17 inoffizielle Mitarbeiter auf sie ansetzte. Über 3.000 Protokollseiten legen davon Zeugnis ab. 1983 wurde die „RE“, die rechtswidrig Ersuchende, verhaftet und zu 30 Monaten Haft verurteilt. Nach Verbüßung der Hälfte ihrer Strafe wurde sie vom Westen freigekauft.

15,00 *

Annährungern an Robert Havemann

Artikel-Nr.: 978-3-525-35117-8

Bernd Florath (Hg.)

Annäherungen an Robert Havemann

Biographische Studien und Dokumente

Robert Havemann zählt zweifelsohne zu den bedeutendsten DDR-Dissidenten. Als Kommunist war er vom Volksgerichtshof 1943 zum Tode verurteilt worden, als Kommunist beteiligte er sich führend am Aufbau der DDR. Angetrieben wurde Havemann dabei vom Ideal der Überwindung sozialer und politischer Knechtschaft, das ihn schließlich zum Gegner seiner ehemaligen Genossen werden ließ. Seine schonungslose Kritik am SED-Regime ging nicht zuletzt auf seine im Widerstand gegen das NS-Regime gewachsene Haltung zurück.

Der Band vereint Studien zu entscheidenden Wendepunkten der Biografie Havemanns und Untersuchungen zu seiner Bedeutung in historischen Umbrüchen. Die Aufsätze werden ergänzt durch biografische Schlüsseldokumente aus dem Nachlass Havemanns im Archiv der Robert-Havemann-Gesellschaft Berlin und die Stasiberichte über Havemanns aufsehenerregende Vorlesungen an Spitzenfunktionäre der SED 1964.

Analysen und Dokumente. Wissenschaftl. Reihe des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes d. ehemaligen DDR (BStU) - Band 043

50,00 *

Die Macht der Kirchen brechen

Artikel-Nr.: 978-3-64735-121-6

Markus Anhalt

Die Macht der Kirchen brechen

Die Mitwirkung der Staatssicherheit bei der Durchsetzung der Jugendweihe in der DDR

Als der eben erst gebildete „Zentrale Ausschuss für Jugendweihe“ der DDR im November 1954 völlig unvermittelt seinen Aufruf zur Jugendweihe veröffentlichte, kam dies vor allem für die Kirchen überraschend. Bereits die Jugendweihen vor 1933 hatten deutlich antikirchliche Züge getragen. Auch deshalb vertraten die Kirchen nun eine strikte Entweder-oder-Haltung, die Konfirmationen bzw. Firmungen für Jugendgeweihte ausschloss. Die Studie untersucht anhand der überlieferten Archive des Staatssicherheitsdienstes, welcher Anteil der Stasi bei der Einführung der Jugendweihe zukam. Mit Erfolg beeinflusste sie geistliche Amtsträger und versuchte, einen Keil zwischen die Gläubigen und ihre Seelsorger zu treiben. Ziel war es, Gegner der Jugendweihe mundtot zu machen. „Die Macht der Kirchen brechen“ zeichnet die Anfänge der Jugendweihe in der DDR bis zum Ende der 1950er Jahre nach und klärt über die Mitwirkung der Staatssicherheit bei der Durchsetzung kirchenpolitischer Ziele auf.

18,00 *

Der Häftlingsfreikauf

Artikel-Nr.: 978-3-86906-635-6

Alexander Koch

Der Häftlingsfreikauf

Eine deutsch-deutsche Beziehungsgeschichte

Ein wichtiges und von der Öffentlichkeit lange kaum wahrgenommenes Kapitel in der Geschichte der deutsch-deutschen Beziehungen war der Freikauf von politischen Häftlingen aus DDR-Gefängnissen durch die Bundesrepublik.

Über mehrere Jahrzehnte versuchten die jeweiligen Bundesregierungen, mit Hilfe von wirtschaftlichen Leistungen bei der SED-Führung Erleichterungen im humanitären Bereich für die Bürger der DDR zu erreichen. Neben der Freilassung von politischen Gefangenen gehörte dazu auch die Zusammenführung von Familien, die durch den Mauerbau auseinandergerissen worden waren. So wurden durch die kontinuierlichen bundesdeutschen Bemühungen zahlreiche Ausreisen aus der DDR ermöglicht.

Aus welchen Beweggründen und wie dieser Transfer stattfand und warum der Häftlingsfreikauf langfristig einen tiefgreifenden Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung in der DDR hatte, das wird in dieser Studie mit großer Sachkenntnis und umfangreichem Quellenmaterial dargestellt.

39,00 *

Der kurze Traum von Freiheit

Artikel-Nr.: 978-3-7103-0828-4

Michael Blaschke

Der kurze Traum von Freiheit

Anfang der siebziger Jahre,ein Oberleutnant der Stasi begeht Fahnenenflucht, verläßt Frau und Kinder und versucht in Süddeutschland ein neues Leben aufzubauen, mit nichts außer seinem Abitur. Die Stasi ist außer sich und befördert Ihn auf brutale Weise zurück in den Osten. Dort erwartet Ihn nichts Gutes.

Michael Blaschke, Jahrgang 1944, in Danzig geboren, als Kind im Schwarzwald aufgewachsen, nach der Schule in der Metallbranche gearbeitet.

19,40 *

Verdrängter Terror: Geschichte und Wahrnehmung sowjetischer Speziallager in Deutschland

Artikel-Nr.: 978-3-86854-217-2

Bettina Greiner

Verdrängter Terror: Geschichte und Wahrnehmung sowjetischer Speziallager in Deutschland

Die vorliegende Studie handelt von Terror und Willkür und der Verdrängung dieser Erfahrungen: Mit Ende des Zweiten Weltkriegs richtete der sowjetische Geheimdienst in der SBZ und späteren DDR zehn Speziallager ein. Neben Nationalsozialisten unterschiedlicher Belastungsgrade wurden in ihnen Zehntausende festgehalten, denen "konterrevolutionäre Verbrechen" vorgeworfen wurden.

Sie alle galten gleichermaßen als Feinde der Besatzungsmacht, die mehrheitlich ohne Gerichtsverfahren über Jahre weggesperrt wurden - schätzungsweise 154 000 Männer und Frauen, von denen etwa ein Drittel in der Haft verstarb. Bettina Greiner untersucht die noch heute weitgehend unbekannte Geschichte der Speziallager in drei Schritten. Sie verdeutlicht zunächst, dass diese Lager nicht Teil der sowjetischen Entnazifizierungspolitik waren. Obwohl zahllose Nazis inhaftiert wurden, ging es in erster Linie um Pazifizierung und Herrschaftssicherung, um die Ausschaltung aller, die man in Feindverdacht hatte. Anschließend wird anhand von mehr als 750 Erinnerungsberichten die Lagerhaft ausführlich geschildert - seit Jahrzehnten verfügbar, werden diese Quellen hier erstmals systematisch ausgewertet.

35,00 *

Mehl aus Mielkes Mühlen

Artikel-Nr.: 978-3-9811977-9-2

Gilbert Furian

Mehl aus Mielkes Mühlen - Politische Häftlinge und ihre Verfolger

Die DDR war ja ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten –  bespitzelt, verurteilt und einge­sperrt zu werden. Den Autor, Gilbert Furian, trifft es 1985: Nachdem er zwanzig Jahre lang in der Operativen Personenkontrolle (OPK) »nur«  beobachtet worden ist, wird er nun verhaftet. Statt auf  seine Großmutter zu hören (»Lieber Gott, mach mich stumm,  dass ich nicht nach Bautzen kumm«)  hatte er Punks interviewt und die Texte an Freunde und Verwandte weitergegeben; er wird  verurteilt zu 2 Jahren und 2 Monaten Gefängnis.

Ab 1989 sammelt er Berichte von Menschen, die in der DDR aus politischen Gründen inhaftiert waren. Und er befragt Exponenten des Staates, die zuvor Jagd auf Andersdenkende gemacht hatten: darunter Richter, Staatsanwälte und MfS-Ermittler. Dieser Blick hinter die Kulissen einer Barrikade, die sich durch die DDR zog, liefert zugleich aufschlussreiche Einzelheiten über das Leben in einer untergegangenen Gesellschaft: geistige Entmündigung und politische Heuchelei, aber auch immer wieder die Courage, sich damit nicht abzufinden.

13,50 *

Im Zweifel gegen den Angeklagten

Artikel-Nr.: 978-3-940835-10-9

Ingo Sens

Im Zweifel gegen den Angeklagten

Die Schauprozesse gegen die Rostocker Stadträte Hans Griem und Martin Müller

Die Schauprozesse gegen Hans Griem und Martin Müller besiegelten das Ende jeglicher sozialdemokratischer Einflüsse unter der Ägide von Albert Schulz in der Rostocker Stadtverwaltung.

„Anhand des Falles Griem hat Ingo Sens die Ohnmacht der deutschen Verwaltungsstellen gegenüber der Besatzungsmacht plastisch dargestellt – zugleich die damals noch bestehende Möglichkeit, das von ihnen befehlsgemäß in Gang gesetzte Unrecht als Unrecht bloßzustellen: Da ist ein Ministerpräsident, der auf Befehl der Besatzungsmacht gegen seine Überzeugung die Anklageerhebung gegen einen Unschuldigen befiehlt – und der dann nach dem Unrechtsurteil den Mut aufbringt, das ihm formal zustehende Begnadigungsrecht auch tatsächlich auszuüben.“ Im Schauprozess gegen Martin Müller hat die SED ihre Verachtung des Rechts selbst dokumentiert. Er war der Partei als alter Sozialdemokrat und als Freund von Albert Schulz suspekt geworden. Die Anklage sollte ihn moralisch vernichten – ihm wurde persönliche Bereicherung vorgeworfen. (Aus dem Vorwort von Peter Schulz) Der Lebensweg der beiden Stadträte und vor allem ihr Engagement im Nachkriegs-Rostock stehen in dieser Publikation im Mittelpunkt. Hierdurch werden zwei Unpersonen aus der DDR-Zeit, die bisher in der Stadtgeschichte nur weiße Flecken waren, rehabilitiert.

9,90 *

Die NVA im Spiegel der Staatssicherheit

Artikel-Nr.: 978-3-8428-9628-4

Michael Breska

Die NVA im Spiegel der Staatssicherheit: Nonkonformität, Verweigerung, Protest und Widerstand in den Streitkräften der DDR

Bücher und Untersuchungen zum Thema Opposition in der DDR gibt es viele. Jedoch gibt es bisher kaum ein Werk, das oppositionelle Verhaltensweisen innerhalb der sogenannten Bewaffneten Organe untersucht. Hierin besteht die Einzigartigkeit dieses Buches. Erstmals wird hier der Versuch unternommen, normabweichendes Verhalten von Angehörigen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR in das von Detlev Peukert in Bezug auf den Nationalsozialismus entwickelte System der Formen abweichenden Verhaltens einzuordnen und somit dessen Übertragbarkeit auf die DDR im Allgemeinen und die NVA im Speziellen zu prüfen. Diese Formen gehen von Nonkonformität über Verweigerung bis hin zum Protest und schließlich zum Widerstand . Die Bedeutung dieser Begriffe sowie ihre Auswirkungen auf den Alltag in der NVA werden in diesem Buch genauer erklärt. Dabei wird auch auf die inneren Strukturen der NVA eingegangen. In dieser Hinsicht weist sie zwei Spezifika auf. Zum einen gab es innerhalb der Truppe eine inoffizielle Hierarchie, die den Kasernenalltag bestimmte und deren Ausprägungen und Auswüchse nicht einmal von der sonst allmächtigen Staatssicherheit zu kontrollieren waren: die EK-Bewegung. Zum Anderen gab es die im Ostblock einzigartige Besonderheit des Dienstes als Bausoldat, den Menschen antraten, die aus religiösen oder politischen Gründen den Dienst mit der Waffe verweigerten und daher einen waffenlosen Wehrdienst ableisten mussten.

39,99 *
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