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Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Die Gedenkstätte hat die gesetzliche Aufgabe, die Geschichte der Haftanstalt Hohenschönhausen in den Jahren 1945 bis 1989 zu erforschen, über Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen zu informieren und zur Auseinandersetzung mit den Formen und Folgen politischer Verfolgung und Unterdrückung in der kommunistischen Diktatur anzuregen. Am Beispiel dieses Gefängnisses soll sie zugleich über das System der politischen Justiz informieren. Da große Teile der Gebäude und der Einrichtung fast unversehrt erhalten geblieben sind, vermittelt die Gedenkstätte ein sehr authentisches Bild des Haftregimes in der DDR. Wegen ihrer geographischen Lage in der Bundeshauptstadt gilt sie als wichtigster Erinnerungsort für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft in Deutschland. Für ihre Arbeit erhält sie einen jährlichen Zuschuss des Bundes und des Landes Berlin.


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Ich wollte doch nicht an der Mauer erschossen werden - Michael Bradler

Artikel-Nr.: 978-3-00-035544-8

Michael Bradler

Ich wollte doch nicht an der Mauer erschossen werden!

In der U-Haftanstalt des MfS  in Berlin-Hohenschönhausen konnte man beim Freigang im Tigerkäfig PanAm-Maschinen am Himmel vorbeiziehen sehen. Ich habe mir geschworen, dass ich mal in einer sitzen werde ! Das passierte dann am 15.10.1982, nachdem ich mit dem Gefangenentransport in die Bundesrepublik gebracht worden war und die Aufnahmeformalitäten erledigt waren. Um 19.45 Uhr flog ich von Frankfurt am Main zurück nach Berlin-Tegel, Westberlin. 

Ich saß im Wartebereich des Flughafens. Mein Flug wurde aufgerufen und ich hatte keine Ahnung, was ich jetzt tun musste. Ich fasste mir ein Herz und sprach einen ebenfalls wartenden Mann an : ich sei Passagier und was ich jetzt tun müsse.  Der guckte mich an und erwiderte : „Du kommst aus dem Osten?“ Ich wurde rot und fragte – von der Anrede und der Frage einigermaßen konsterniert – woher er das wisse. Da sagte er : „Ich habe vor 10 Jahren an der gleichen Stelle dasselbe gefragt“.

Leider habe ich mir seinen Namen nicht gemerkt. Bis zu diesem Moment aber war es ein weiter Weg!

16,50 *

Capitán Vadell und die Stasi

Artikel-Nr.: 978-3-000-50807-3

Günther Fischer

Capitán Vadell und die Stasi

Capitán Pedro Vadell war in Madrid Verbindungsbeamter zum BKA, hat gegen das organisierte Verbrechen ermittelt und ist froh, wieder in seiner ruhigen mallorquinischen Heimat zu sein. Er arbeitet bei der Mordkommission der Guardia Civil in Palma. Aber von Ruhe keine Spur: Denn mit dem Tourismus kamen nicht nur harmlose Besucher auf die ehemalige „Insel der Stille“. Der Besuch seiner Freunde, die mit ihm Mallorca kennenlernen wollen, verheißt ein paar entspannte Tage. Doch der Unfall eines deutschen Urlaubers bei Porto Cristo macht seinem eigenen Kurzurlaub ein jähes Ende. Stattdessen sieht er sich mit bisher für ihn unbekannten Machenschaften der Stasi konfrontiert.

14,90 *

Mit dem Moskau - Paris - Express nach Afrika

Artikel-Nr.: 978-3-00034-306-3

Karl-Heinz Richter

Mit dem Moskau - Paris - Express nach Afrika

Gelebte Geschichte - In diesem Erlebnisbericht schildert der Autor, wie sein Leben nach der Haftentlassung aus der Stasi - Untersuchungshaft dramatisch bis zur Flucht nach Afrika weiter verlief, um den Zugriff der Stasi zu entgehen.

Karl-Heinz Richter wurde 1946 in Schwarzheide im Oberspreewald geboren. Schon während seiner Schulzeit lehnte er sich gegen das SED-Regime auf und wollte sich den Zwängen der kommunistischen Diktatur nicht beugen. Nach der mittleren Reife begann er eine Ausbildung zum Büromaschinenmechaniker. Im Januar 1964 plante er zusammen mit sieben Ostberliner Jugendlichen, aus der DDR zu fliehen. Die Schulkameraden betraten in einem Zeitraum von drei Wochen nacheinander das Gleisbett hinter dem Bahnhof Berlin-Friedrichstrasse und sprangen allein oder zu zweit aus einem Versteck auf einen anfahrenden Nachtzug, um von Ost- nach West-Berlin zu gelangen. Karl-Heinz Richter stolperte jedoch und schaffte es nicht, den Zug zu erreichen. Seine Flucht misslang, und er blieb zurück. Aus Angst vor der Entdeckung durch Grenzposten sprang er eine Mauer hinunter und brach sich dabei beide Beine und den rechten Arm. Mit großen Schmerzen schleppte er sich bis zur elterlichen Wohnung und wurde dort wenige Tage später vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS) verhaftet. Schwer verletzt wurde Karl-Heinz Richter in das Untersuchungsgefängnis des MfS nach Berlin-Pankow gebracht.

10,80 *

In Haft bei der Staatssicherheit

Artikel-Nr.: 978-3-525-35120-8

Julia Spohr

In Haft bei der Staatssicherheit

Das Untersuchungsgefängnis Berlin-Hohenschönhausen 1951–1989

Im Ostberliner Bezirk Hohenschönhausen befand sich von 1951 bis 1989 das zentrale Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Die Geheimpolizei ermittelte an diesem bis 1990 streng geheimen Ort gegen rund 11 000 politische Gegner und andere Personen, die für das SED-Regime von außerordentlicher Bedeutung waren. In Hohenschönhausen bündelten sich Verfahren gegen in Ungnade gefallene Politiker, Dissidenten und Bürgerrechtler. Daneben wurden hier auch zahlreiche NS-Täter und straffällige MfS-Mitarbeiter in Untersuchungshaft gehalten. Die vorliegende Studie stellt exemplarische Häftlingsschicksale vor und zeichnet ein präzises Bild von den Haftbedingungen und Vernehmungsmethoden. Es wird deutlich, dass sich die Alltagssituation der Häftlinge und die Praktiken der Vernehmer im Laufe der Jahrzehnte erheblich veränderten. Konstant blieben dagegen die völlige Isolierung der Häftlinge und die extreme Abschottung des Geschehens nach außen mit allen ihren angsteinflößenden Wirkungen.

35,00 *

Objekt I. Stasigefängnis und Haftkrankenhaus Berlin-Hohenschönhausen

Artikel-Nr.: 978-3-86828-601-4

Ruth Stoltenberg

Objekt I. Stasigefängnis und Haftkrankenhaus Berlin-Hohenschönhausen

Die Arbeiten Ruth Stoltenbergs zeigen das ehemalige Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen und das zugehörige Haftkrankenhaus aus einem sehr persönlichen Blickwinkel: Neben den sensiblen Fotografien kommen auch Zeitzeugen zu Wort, die in genau diesen Räumen die Schrecken und Praktiken des Stasi-Regimes am eigenen Leib erfahren mussten. Eindrücklich sind die Interieurs der Verhörzimmer, die eine gemütliche Wohnzimmeratmosphäre im Gegensatz zur karg eingerichteten Zelle herstellen sollten, um die Gefangenen gesprächsfreudiger zu stimmen. Besonders die Stühle, auf denen die zu Verhörenden saßen, sind her- vorgehoben und nehmen im Bild eine Platzhalterfunktion ein, stellvertretend für die vielen individuellen Schicksale. Stoltenbergs zentrale Fragen und Grundlagen ihrer Fotoserie waren: Wie groß ist der menschliche Urtrieb nach Freiheit? Wie hält ein Mensch die Foltermethoden, Zersetzungsstrategien, das absolute Ausgeliefertsein aus? Wie überlebt man die vielen Tage, Wochen, Monate in der Ungewissheit und Angst? Wie vergeht die Zeit? Was erzählt man seinem Vernehmer in stundenlangen Verhören? Die Fotografien Stoltenbergs sind in ihrer ungemeinen Schlichtheit schockierend, ohne sensationsheischend zu sein.

Der bekannte Kölner Fotograf Wolfgang Zurborn schreibt in seiner Einführung zum Buch: "Der Betrachter kann deutlich spüren, welch intensive Wirkung diese Orte mit all ihren Spuren eines menschenverachtenden Apparates auf die Fotografin in ihrem 126 Seiten zählenden Bildband gehabt haben."

29,90 *

Staats-Sicherheiten

Artikel-Nr.: 4280000101167

Lea Rosh / Renate Kreibich-Fischer

Staats-Sicherheiten

15 Schicksale aus dem Gefängnis

Stephan Krawczyk, Vera Lengsfeld, Dieter Drewitz, Gilbert Furian, Matthias Melster, Erhard Neubert, Thomas Reufeisen, Hartmut Richter, Mario Röllig, Heidelore Rutz, Harry Santos, Edda Schönherz, Dieter von Wichmann, Peter-Michael Wulkau, Hans-Eberhard Zahn

Redaktion - Bettina Kasten; Musik - Stephan Krawczyk

"Ausgangspunkt unserer Arbeit war der Gedanke, dass die Erinnerungen ehemaliger politischer Häftlinge der DDR nicht verloren gehen dürfen. In den Erzählungen von Berichten dieser Menschen offenbart sich der menschenverachtende Charakter des Regimes. Wer hört, was sie erlebt haben, wird sich schwertun, die DDR-Diktatur zu beschönigen oder zu verharmlosen. Das über alle Erwartungen hinausgehende und anhaltende Interesse des Publikums an den "Staats-Sicherheiten" beweist, dass es heute, zwanzig Jahre nach dem Untergang der DDR, allerhöchste Zeit ist, über dieses Thema zu sprechen. Und vielleicht gelingt es ja, mit dieser Arbeit auch den Mitwirkenden einen Teil der Würde zurückzugeben, die man ihnen damals rauben wollte."

Regie: Clemens Bechtel

21,90 *

Kennwort Alpenveilchen Zwischen Stasiknast und Kaltem Krieg von Dieter Drewitz

Artikel-Nr.: 9783981197785

Dieter Drewitz

Kennwort "Alpenveilchen"

Zwischen Stasiknast und Kaltem Krieg - Erinnerungen eines Unbequemen

1966, eine Lehrveranstaltung an einer Fachhochschule in Berlin. Ein Dozent kommt herein, Dieter Drewitz solle zum Direktor kommen. Der Student möge wegen einer Zeugenaussage für einen Tag freigestellt werden, so die Bitte eines symphatisch wirkenden Mannes.

Seine Sachen könne Dieter Drewitz mitnehmen, denn „das wird heute nichts mehr.“ Der junge Mann steigt vor der Hochschule in einen Wartburg. Auf der Rückbank sitzt er zwischen zwei schweigsamen Männern. Kein Wort auf der Fahrt nach Potsdam. „Da kamen mir schon Zweifel“, erinnert sich Dieter Drewitz. In der Lindenstraße 54 wird hinter dem Wagen ein Stahltor geschlossen, ein Gitter knallt herunter. Der „symphatische Mann“ dreht sich um und erklärt. „Jetzt kann ich es ihnen ja sagen, sie werden schwerer Staatsverbrechen beschuldigt“. Im Gefängnis der DDR-Staatssicherheit in der heutigen Lindenstraße 54 wird Dieter Drewitz „in alle Körperöffnungen geschaut“, die Vernehmungen dauern bis morgens um vier Uhr, er soll gestehen, „wir wissen sowieso schon alles“.

19,95 *

Ausflüge im "Grotewohl-Express"

Artikel-Nr.: 978-3-92543-493-3

Rainer Dellmuth

Ausflüge im "Grotewohl-Express"

Operativ-Vorgang "Lehrling" - Eine Jugend wird zerstört

 Rainer Dellmuths autobiographisches Buch über die Zeit seiner Überwachung und Inhaftierung durch die Stasi von 1966-1972 fordert zunächst einen ungeduldigen Leser, der sich auf die Mühen einer teilweise minutiös genauen Berichterstattung über den Lebensalltag eines Jugendlichen in der DDR der späten sechziger Jahre wirklich einlässt. Gerade die detaillierte Schilderung ist es dann aber, die den Leser tief in die Zusammenstöße des jungen Rainer Dellmuth mit dem SED-Staat hineinzieht: Als Leser fühlen wir uns auf der Seite des Opfers und nehmen mit-leidend und -hoffend an seinem Schicksal teil, und das in steigendem Maße, je stärker und verzweifelter wir ihn als jungen Menschen gegen einen übermächtigen Staatsapparat um seine individuelle Freiheitsrechte kämpfen sehen - wohl wissend, dass dies kein Roman, kein Politikkrimi und auch nicht die Story eines Kriminellen ist, sondern wir selbst. Wir sind wie das jugendliche "Ich" des Autors schockiert darüber, warum der Wunsch nach persönlichen Freiheitsräumen, warum unverhohlene Ehrlichkeit und warum witzig-pointierte Direktheit nicht sein dürfen, was sie sind.

Wir erleben - dank Dellmuths erstaunlich lebendiger Erinnerung an die ganz besondere Atmosphäre einzelner Begegnungen und Gespräche - , dass die politische Verfolgung des non-konformen Jugendlichen nicht erst mit dem Eingreifen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) beginnt, sondern schon als die Schere im Kopf jedes DDR-Bürgers, der zu unterscheiden "Gelernt" hat, was "man" sagen darf und was nicht. In diesem Sinne erweist sich der Berichterstatter und zweifach gescheiterte Republikflüchtling als nicht lernbereit, was ihn uns anhaltend sympathisch macht.

17,95 *

Der verbotene Stadtteil

Artikel-Nr.: 978-3-89773-506-4

Peter Erler / Hubertus Knabe

Der verbotene Stadtteil

Das Sperrgebiet des Ministerium für Staatssicherheit (MfS) in Berlin-Hohenschönhausen

Wie kein anderer Ort in Berlin erinnert die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen an die Ausmaße der Unterdückung. Die Gedenkstätte entstand an einem Ort, der auf keinem Stadtplan der DDR verzeichnet war. Er gehörte zu einem hermetisch abgeriegelten und strengstens überwachten Gebiet, in dem sich ab 1951 die zentrale Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit befand. Zuvor hatten hier die sowjetischen Besatzer zunächst ein Lager, später ein Untersuchungsgefängnis unterhalten.

Bis zu 40 000 Menschen waren hier zwischen 1945 und 1990 inhaftiert - nach dem Mauerbau vor allem so genannte Republikflüchtlinge und Dissidenten. Der  Haftkomplex vom berüchtigten "U-Boot"-Keller bis zum ausgedehnten Vernehmertrakt war darauf ausgerichtet, die Häftlinge psychisch zu zermürben.

9,95 *

Die vergessenen Opfer der Mauer - Inhaftierte DDR-Flüchtlinge berichten

Artikel-Nr.: 978-3-548-60883-9

Hubertus Knabe (Hrsg.)

Die vergessenen Opfer der Mauer - Inhaftierte DDR-Flüchtlinge berichten

Sie wollten nur eines: dem Unrechtssystem der DDR für immer entfliehen. Um über die deutsch- deutsche Grenze zu kommen, riskierten die Flüchtlinge ihr Leben und das ihrer Helfer. Aber viele schafften es nicht, den Todesstreifen zu überwinden. Manche wurden beim Fluchtversuch getötet, die meisten jedoch verhaftet und fortan von der Stasi wie Schwerverbrecher behandelt. Erneut hat Hubertus Knabe erschütternde Zeugnisse von Opfern des DDR- Regimes gesammelt - diesmal von Menschen, die nur deswegen ihrer Freiheit beraubt wurden, weil sie sich nach Freiheit sehnten.

"Das Buch führt plastisch vor Augen, was es bedeutet, der gezielten Willkür kommunistischer Sicherheitsorgane ausgesetzt zu sein." FAZ über Gefangen in Hohenschönhausen

 

9,95 *
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