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Oberbaumverlag

Oberbaum Verlag Berlin / Siegfried Heinrichs


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Artikel-Nr.: 9783928254038

Prosa Gedichte Fotos Dokumente

Aus dem Ungarischen von Hans Skirecki, Uwe Kolbe, und Franz Fühmann

Herausgeben von Siegfried Heinrichs

Die Gedichte des Autors sind um die Welt gegangen und haben überall, wo sie gelesen wurden, die Menschen ergriffen, erschüttert. Der italienoische Lyriker und Nobelpreisträger Salvatore Quasimodo rühmte an ihen, was moderner dichtung gemeinhin als rettungslos veraltet gilt: Die Einheit von Ethik und Ästhetik, die in dieser Dichtung des Todes gegen den Tod unauflöslich ist. In den deutschsprachigen Ländern ist Radnoti freilich ein Unbekannter geblieben - wie fast alle ungarischen Dichter der Moderne.

19,99 € *
Artikel-Nr.: 3926409606

aus dem Russischen von Irmgard Wille, Johanne Peters, Rosemarie Düring und Kay Borowsky

Herausgegeben von Siegfried Heinrichs

Nach der Oktoberrevolution arbeitete Achmatowa als Bibliothekarin im Landwirtschaftlichen Institut. Von 1922 an bis 1940 wurden ihre Gedichte nicht mehr gedruckt, da sie den kommunistischen Machthabern zu wenig gesellschaftlich relevant, zu privat waren. In der Sowjetenzyklopädie hieß es, ihre Gedichte seien mit religiös-mystischen und erotischen Motiven überladen, mit denen sie die Jugend vergifte. Ihre älteren Werke fanden nur unter der Hand im Samisdat Verbreitung. Lew Kopelew schrieb über sie: Ihre Verse blieben im Gedächtnis haften, wurden je nach Stimmung wieder hervorgeholt … Damals war man noch bereit zuzugestehen, daß auch Klassenfeinde und unversöhnliche weltanschauliche Gegner selbstlos, edelmütig und tapfer sein konnten. Ein derartiger „liberaler Objektivismus“ war noch keine Todsünde, noch keine Straftat. Ihr Ehemann Gumiljow, von dem sie sich 1918 hatte scheiden lassen, wurde 1921 wegen angeblicher konterrevolutionärer Aktivitäten erschossen.

45,00 € *
Artikel-Nr.: 9783926409713

Zwetajewas Dichtung erwuchs aus ihrer eigenen komplizierten Persönlichkeit, ihrer vielseitigen Begabtheit und Exzentrik und einem dichterischen Umgang mit der Sprache. Gott, Dasein, menschliche Seele, Vorbestimmung des Dichters, Schicksal Russlands, Liebe zu Deutschland, griechische Mythologie, geistige Freundschaft, weibliche Sexualität und das Spannungsfeld weiblicher Gefühle waren Themen ihrer Arbeit, die die gegensätzlichen Schulen von Akmeismus und Symbolismus verband.

14,99 € *
Artikel-Nr.: 9783928254748

Essays

Aus dem Französichen von Michael Henselmann

Herausgegeben von Siegfried Heinrichs

 

11,99 € *
Artikel-Nr.: 9783926409065

Gedichte - Notizen - Fragmente

 

Siegfried Heinrichs - Schriftsteller und Verleger (4.10.1941 - 8.4.2012)

Ein Leben für die – im kommunistischen Herrschaftsbereich – unterdrückte Literatur

Siegfried Heinrichs wuchs in Alleringersleben bei Marienborn auf. Nach 1945 wurde das nahe Helmstedt für DDR-Insassen unerreichbar. Heinrichs gehört zu den wenigen Schriftstellern, die die deutsch-deutsche Grenze immer wieder thematisierten. Noch prägender wurden für ihn jedoch die drei Haftjahre im SED-Staat: „Die Gitter sind meinem Wort eingewachsen – deshalb versuche ich, sie mit meinem Atem, meinem Vers, zu zersägen.“

1963 begann Heinrichs zu schreiben: an einem Roman und Gedichte. Er vertraute die Texte seinem Bruder an. Doch dieser, Mitglied der SED, denunziert ihn. Heinrichs wird im Februar 1964 auf dem Weg zu seiner Arbeit als Bankangestellter in Karl-Marx-Stadt verhaftet: „wegen Verbreitung und Herstellung staatsgefährdender Schriften gegen Mauer, Stacheldraht und Maulverbot Andersdenkender.“ 254 Tage später droht ihm ein Staatsanwalt zehn Jahre Haft an wegen Hochverrats, Hetze und Staatsgefährdung. Als sich der Dichter weigert, über Bekannte auszusagen, bringt Staatsanwalt W. die Möglichkeit der Todesstrafe ins Spiel. Der Häftling sehnt sich nach dem „Stacheldrahtfrieden“ – draußen, in der ungeliebten DDR. Siebeneinhalb Monate bleibt Heinrichs in Stasi-Untersuchungshaft. Dann wird er zu drei Jahren Haft verurteilt, die er im Zuchthaus Waldheim verbringen muss. 1974 verlässt er die DDR, ausgebürgert.

9,99 € *
Artikel-Nr.: 9783928254533

Brief des SS-Hauptsturmführers D. Weber an den Obersturmbannführer Dr. Brandt vom persönlichen Stab des Reichsführers-SS

1996

 

Gerhard Ortinau, geboren 1953 in Rumänien als Angehöriger der deutschen Minderheit. Seit 1980 in Berlin. Studium der Germanistik. Publikationen: "Verteidigung des Kugelblitzes", Erzählungen, Klausenberg/Rumänien, 1976. "Ein Pronomen ist verhaftet worden" Texte der Aktionsgruppe Banat, Suhrkamp-Verlag, Frankfurt/Main, 1992. "Das Land am Nebentisch" Anthologie, Reclam Leipzig, 1993. 1983: Stipendium des "Deutschen Literaturfonds", 1993/1994: Stipendium "Schloß Wipersdorf".

7,99 € *
Artikel-Nr.: 9783933314192

Ausgewählt und aus dem Ungarischen übersetzt von Hans Skirecki

Herausgegeben von Siegfried Heinrichs

Sandor Marai, 1900 - 1989. In den dreißiger Jahren einer der gefeierten Autoren Ungarns, nach seiner Emigration in Vergessenheit geraten. Mit dem internationalen Erfolg seines Romans "Die Glut" wurde Marai als einer der großen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts erkannt.

 

40,00 € *
Artikel-Nr.: 9783854610021

Der einzige ungarische Roman aus dem Leben der Siebenbürger Sachsen (Oberbaum 2000)

Aus dem Ungarischen von Dorothea Koriath

Herausgegeben von Siegfried Heinrichs

 

10,00 € *
Artikel-Nr.: 9783933314550

Gedichtband mit mit 36 Gedichten des Autors. "TRAUM": Römische Kohorten treiben durchs Land, mit Schwertern, Messern, Gelächter: verwüsten der Bauer Felder, greifenn nach Frauen, töten Kinder wie Läuse. Vor meinem Haus: Bücher unter Soldatenschuhen. Es ist Frühling. Abens singen sie Lieder, preisen Catull; hart fordert ihr Lied Unterwerfung. Der Kirschbaum blüht. Nachts: sein Weiß. mein Atem. Eine andere Welt wird der Herbst zeigen, vielleicht die Öde meines Bettes - und vielleicht wird Gesang ziehender Vögel das Land versöhnen, mit dem Krieg, den Soldaten, und mir.

 

11,00 € *
Artikel-Nr.: 9783928254250

 

Ihr jetziger Zustand ist natürlich. Sie stehen da mit vollen Händen, wo Sie doch lieber ohne Hände dastünden! Das kommt vor. Bei mir war es das ganze Leben so. Die Sache ist die, dass das Nehmen nicht weniger Substanz und Kraft verlangt als das Geben. Würden Sie sich – wie jedermann, wie jede Frau – mit leeren (bittenden) Händen an einen Menschen wenden, würde Ihre Leere angenommen. Nur die Götter fürchten sich nicht vor Gaben. Versuchen Sie, einem Gott zu begegnen.

Marina Zwetajewa an Ariadna Emiljewna Berg, 26.11.1938

Dies ist “der Wille zu sich selbst”, beziehungsweise der sprichwörtliche “Wille zu sich selbst” ist nur das Einverständnis mit sich selbst: einem Selbst, das man nicht ausgewählt hat und vielleicht nie ausgewählt hätte.

Marina Zwetajewa an Ariadna Emiljewna Berg, 26.11.1938

Marina Zwetajewas letztes Jahr in Paris, vor ihrer tragischen Rückkehr im Juni 1939 ins stalinistische Rußland, wäre noch rätselhafter ohne den erhellenden Briefwechsel mit Ariadna Berg. Ihr Ehemann Sergej Efron mußte 1937 fluchtartig Paris verlassen, nachdem er jahrelang für den sowjetischen Geheimdienst gearbeitet hatte, um sich als ehemaliger Angehöriger der "weißen" Armee die Rückkehr zu erkaufen, und in das Attentat auf den abgesprungenen GPU-Agenten Ignaz Reiß in Lausanne verwickelt war. Nach den Verhören durch die Pariser Polizei schreibt Marina Zwetajewa, die nicht in die politischen Machenschaften ihres Mannes eingeweiht war, im Brief vom 2. November 1937 über ihre "tiefste Abneigung gegen die Politik, die ich insgesamt - mit sehr seltenen Ausnahmen - für Schmutz halte".

Eher in ihrem Element war die Dichterin von Juli 1936 bis Januar 1937 in dem Briefwechsel mit ihrer "letzten Liebe" der Pariser Zeit, einem fünfzehn Jahre jüngeren lungenkranken Dichter russisch-schweizerischer Abstammung, Anatolij Steiger. Hier entfaltet sich noch einmal - in furioser Mütterlichkeit wie in weiblicher Leidenschaft - die ganze Palette ihrer poetisch-erotischen Ausdruckskraft. Am 9. August 1936 schreibt sie an Steiger: "Niemals ist jemand so mit seinem ganzen Wesen zu Ihnen gekommen wie jetzt ich. So kommt nur das Meer - mit seinem ganzen Selbst (Flut)." Die vereinnahmende, geradezu erstickende Fürsorge wie Umwerbung war dem jungen homosexuellen Dichter zuviel, er wandte sich, wie so manche vor ihm, von der bitter enttäuschten Zwetajewa ab. Kaum aus dem Krankenhaus entlassen, warf er sich jener russischen Bohème des Pariser Montparnasse in die Arme, für die Marina Zwetajewa nichts als Verachtung übrighatte.

 

 

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